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Arbeitsbelastung: Definition, Beispiele & Tipps

Jeder Job bringt eine gewisse Arbeitsbelastung mit: Sie müssen Aufgaben erledigen, tragen Verantwortung und spüren Druck oder Stress. Problematisch wird es, wenn die Arbeitsbelastung immer wieder und für einen langen Zeitraum zu groß ist. Das macht nicht nur unzufrieden, sondern schadet der Gesundheit. Ein häufiger Fehler: Abwarten und hoffen, dass es von alleine besser wird. Wir zeigen, warum die Arbeitsbelastung ein häufiges Problem ist und wie Sie damit umgehen…



Arbeitsbelastung: Definition, Beispiele & Tipps

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Definition: Was ist Arbeitsbelastung?

Arbeitsbelastung umfasst alle Rahmenbedingungen, die körperlich und psychisch auf einen Arbeitnehmer einwirken. Dazu zählen die tatsächlichen Arbeitsbedingungen, wie die Ausstattung, das Betriebsklima und der Umgang im Team sowie die Führungskompetenz des Chefs – aber auch Erwartungen, Druck, Ärger, Frust, Konflikte und natürlich die jeweiligen Aufgaben tragen zur Arbeitsbelastung bei.

Erst zusammen ergeben all diese Faktoren die Arbeitsbelastung eines Mitarbeiters. Oft werden nur Projekte oder ToDos betrachtet und die Belastung unterschätzt. Die Arbeitsbelastung kann groß – sogar zu groß – sein, selbst wenn die Aufgaben der Arbeitszeit angepasst sind.

Arbeitsbelastung Synonym

Synonym zur Arbeitsbelastung sind die Begriffe Arbeitslast, Arbeitspensum, Arbeitsbeanspruchung, Druck oder zu leistende Arbeit.


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Arbeitsbelastung: Beispiele

Arbeitsbelastung gibt es an jedem Arbeitsplatz – unabhängig davon, ob Ihnen der Job Spaß macht. Hier einige Beispiele für belastende Faktoren:

Psychische Belastungen

Physische Belastungen

  • Körperliche Anstrengungen
  • Einseitige Bewegungen
  • Mangelhafte Ergonomie
  • Falsche Körperhaltung
  • Keine Pausen und Erholungsphasen
  • Hohe Geräuschbelastung
  • Schlechte Arbeitsplatzausstattung

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Arbeitsbelastung steigt mit der Zeit

Mancher Job beginnt mit hoher Belastung ab dem ersten Arbeitstag. Entscheidend sind Branche, Unternehmen und der individuelle Beruf. In manchen Berufen wird mehr abverlangt, als in anderen.

Was sich jedoch überall beobachten lässt: Die empfundene Arbeitsbelastung steigt mit der Zeit. Obwohl Mitarbeiter Erfahrungen sammeln und besser werden, spüren sie wachsende Belastung im Job. Das hat mehrere Gründe:

  • Größere Erwartungen

    Mit jedem Monat und Jahr im Unternehmen steigen die Erwartungen, die Arbeitgeber und Kunden an Sie haben. Als Neuling wird Ihnen Nachsicht und Verständnis entgegengebracht. Gerade zu Beginn können Fehler passieren und Sie bekommen Zeit, sich in der Position zurechtzufinden. Ist diese Schonfrist vorbei, wachsen die Anforderungen und mit ihnen die Belastung.

  • Wachsende Verantwortung

    Klassischerweise übernehmen Sie mit der Zeit immer mehr Verantwortung. Waren es anfangs noch kleine Projekte, betreuen Sie später große und wichtige Kunden. Eine positive Entwicklung, die für Ihre Leistungen und das Vertrauen des Arbeitgebers spricht – aber auch eine höhere Arbeitsbelastung. Mit mehr Verantwortung lastet auch mehr Druck auf Ihren Schultern.

  • Mehr Aufgaben

    An vielen Arbeitsplätzen gilt: Je länger Sie dabei sind, desto mehr Aufgaben bekommen Sie. Das Arbeitspensum wächst, weil Sie durch Übung und Erfahrung die anfänglichen Aufgaben schneller erledigen. So gibt der Chef Ihnen zusätzliche ToDos – oft komplexer, schwieriger und aufwendiger. Ein typisches Erfolgssyndrom: Wer gut ist, bekommt noch mehr Arbeit und damit auch mehr Stress.

Anzeichen und Folgen zu großer Arbeitsbelastung

Eine zu große Arbeitsbelastung ist ein ernstes Problem. Schon nach einiger Zeit zeigen sich erste Anzeichen, die Sie nicht ignorieren sollten. Achten Sie vor allem darauf, wenn mehrere Signale gleichzeitig auftreten. Hier herrscht Handlungsbedarf, um weitere Folgen zu vermeiden:

Ändert sich nichts, leidet die Gesundheit. Betroffene bekommen Kopfschmerzen, sind häufig krank und fühlen sich insgesamt unwohl – die physische und psychische Belastung setzt ihnen zunehmend zu. In ausgeprägten Fällen kann es zu psychischen Erkrankungen von Burnout bis Depression kommen.

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Tipps, um die Arbeitsbelastung zu reduzieren

Selbst bei steigender Arbeitsbelastung und aufkommenden Problemen bleiben viele Arbeitnehmer tatenlos. Sie reden sich die Situation schön und machen weiter, wie bisher. Dahinter steht die Angst, was Chef oder Kollegen denken könnten – und das eigene Selbstbild, das aufrechterhalten werden soll.

Untätigkeit ist bei übermäßiger Belastung ein großer Fehler. Wer nichts tut, schadet sich selbst nur noch mehr. Es reicht nicht aus, nur zu hoffen, dass es besser wird. Sie müssen aktiv werden und die nötigen Schritte einleiten. Diese Tipps helfen Ihnen dabei, Ihre Arbeitsbelastung reduzieren zu können:

Ändern Sie Ihre Einstellung

Im ersten Schritt müssen Sie an Ihrer persönlichen Einstellung arbeiten. Sie müssen sich weder dafür schämen noch es verstecken, wenn Ihnen die Belastung am Arbeitsplatz zu groß ist. Es ist kein Zeichen von persönlicher Schwäche oder Inkompetenz, wenn Ihnen der Druck über den Kopf wächst. Nur mit der richtigen Einstellung können Sie die Situation ändern, statt sich einfach damit abzufinden und in eine Negativspirale zu rutschen.

Machen Sie ausreichend Pausen

Ausreichende Pausen sind eine Grundvoraussetzung, um mit hoher Arbeitsbelastung umgehen zu können. Planen Sie diese in Ihren Arbeitstag ein und achten Sie darauf, die Pausen wirklich einzuhalten. Das hat nichts mit Faulheit oder gar Arbeitsverweigerung zu tun. Pausenzeiten stehen Ihnen arbeitsrechtlich zu und dienen der Erholung.

Setzen Sie Grenzen

Ein effektiver Weg gegen hohe Arbeitsbelastung, der den meisten Arbeitnehmern schwerfällt: Setzen Sie klare Grenzen und halten Sie diese im Job auch ein. Das bedeutet, dass Sie Chef und Kollegen verdeutlichen, dass mehr momentan einfach nicht möglich ist. Sie haben keine weiteren Kapazitäten und können keine weiteren Aufgaben übernehmen. Wenn Sie an Ihrem persönlichen Limit angelangt sind, müssen Sie auch mal Nein sagen, statt stillschweigend alles hinzunehmen.

Legen Sie Prioritäten fest

Zu den Grenzen zählen auch Prioritäten im Job genau. Was ist besonders wichtig? Welche Aufgaben müssen tatsächlich sofort erledigt werden? Um was kann sich auch jemand anders kümmern? Was hat die größten Auswirkungen auf Ihre Arbeitsbelastung? Wenn der Chef Ihnen zusätzliche Aufgaben gibt, müssen Sie abwägen, was Sie erledigen und was warten muss. So investieren Sie Zeit und Energie klug, statt sich selbst zu überlasten.

Suchen Sie das Gespräch

Wenn Ihre eigenen Bemühungen nicht helfen, sollten Sie das offene Gespräch mit Ihrem Chef suchen. Erklären Sie ihm ehrlich die Situation, und schildern Sie, wie Sie unter der aktuellen Arbeitsbelastung leiden. Eine gute Führungskraft wird versuchen, gemeinsam mit Ihnen passende Lösungen zu finden.

Planen Sie einen Jobwechsel

Reagiert der Chef ausschließlich negativ und bietet keinerlei Unterstützung, sollten Sie Ihr aktuelles Arbeitsverhältnis hinterfragen: Wollen Sie wirklich für die nächsten Jahre oder Jahrzehnte in einem Job bleiben, der Sie überlastet – ohne Aussicht auf Besserung? Schauen Sie sich nach passenden Stellenangeboten und einem besseren Arbeitgeber um. Ein Jobwechsel ist die bessere Alternative.


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