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Dual Career Service: Karriereservice für den Partner

Ein Jobwechsel führt häufig an einen anderen Wohnort – und bedeutet einen Umzug in die Nähe des neuen Arbeitsplatzes. Soll der Partner mitkommen, muss auch dieser sich oft beruflich neu orientieren. Der Dual Career Service kümmert sich darum, dass auch der Partner am neuen Wohnort beruflich Fuß fassen kann. Wir erklären, was der Dual Career Service ist, an welche Zielgruppen er sich richtet und welche Leistungen er beinhaltet…



Dual Career Service: Karriereservice für den Partner

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Was ist ein Dual Career Service?

Der Dual Career Service ist Beratungsstelle und Ansprechpartner für Partnerinnen und Partner von Wissenschaftlern oder Akademikern, die bei einem Jobwechsel ebenfalls an den neuen Wohnort mitziehen. Der Service bietet Unterstützung bei der Jobsuche vor Ort und ermöglicht einen leichteren und passenden Wiedereinstieg.

Das Angebot ermöglicht berufstätigen Paaren einen Wechsel, ohne dass ein Partner in die Arbeitslosigkeit rutscht oder beruflich zurückstecken muss, weil er seinen Job am alten Wohnort aufgeben musste. Schließlich sind qualifizierte Fachkräfte und Akademiker angesichts des Fachkräftemangels in vielen Branchen überall gefragt.

Veränderte Lebensplanung erfordert neue Ansätze

Von Akademikern wird ein hohes Maß an Mobilität erwartet – gute Jobs liegen selten vor der Haustür. In den meisten Beziehungen arbeiten heute beide Partner. Gerade Akademiker und Akademikerinnen wollen bei einem Umzug nicht ihre Karriere aufgeben. Großkonzerne und Universitäten ziehen nicht nur inländische, sondern auch internationale Spitzenkräfte an. Diese kommen in vielen Fällen mit Partner oder Familie, kennen sich vor Ort nicht aus und haben kein lokales Netzwerk. An diesem Punkt setzt der Dual Career Service an.

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Zielsetzung und Zielgruppe des Dual Career Services

Hochschulabsolventen und Nachwuchswissenschaftler brauchen Unterstützung beim Übergang ins Berufsleben. Für Studierende im letzten Semester gibt es schon länger den Career Service. Diese Beratungseinrichtung arbeitet als Bindeglied zwischen Hochschule, Arbeitsagentur und Arbeitgebern. Der Career Service unterstützt jedoch nur für die Zeit des Berufseinstiegs nach dem Abschluss. Akademiker mit Berufserfahrung und Wechselabsichten werden nicht mehr betreut.

Das Dual Career Netzwerk Deutschland (DCND) wurde 2010 gegründet und schließt diese Lücke. Es gehören ihm heute fast 50 Universitäten und Hochschulen an. Ziel ist die Förderung von sogenannten „Dual Career Couples“ oder auf Deutsch „Doppelkarrierepaaren“. Der Karriereservice hilft, berufliche Möglichkeiten individuell auszuloten und sie auf den Jobsuchenden anzupassen. Konkret richtet sich dieses Netzwerk an die Partnerinnen und Partner von:

  • Neu berufenen Professoren
  • Anderen Spitzenwissenschaftlern
  • Nachwuchswissenschaftlern
  • Führungskräften
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Dual Career Service: Unterstützung in allen Lebensfragen

Gerade Jobwechsler aus dem Ausland sind auf Institutionen, Behörden und Bekannte angewiesen, um sich zurechtzufinden. Der Dual Career Service ist hier eine wichtige Anlaufstelle. Das Angebot umfasst die Unterstützung bei Berufsfragen bis hin zur Organisation anderer Lebensbereiche. Inhalte des Services können sein:

Um den Stress der Neuorientierung zu mildern und den Neuankömmlingen zu einem guten Start und einer Work-Life-Balance zu verhelfen, unterstützt der Dual Career Service auch bei privaten Angelegenheiten:

  • Hilfe bei Formalitäten
  • Unterstützung bei der Wohnungssuche
  • Organisation der Kinderbetreuung
  • Auskünfte zu örtlichen Schulen
  • Information zur Freizeitgestaltung

Die Angebote können eine Mischung aus Karrierecoaching und Integrationshilfe sein. Diese Unterstützung steht ganz im Zeichen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

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Dual Career Service: Zusammenarbeit auf mehreren Ebenen

Um all diese Leistungen erbringen zu können, arbeiten die Dual Career Services untereinander eng zusammen und kooperieren mit einer Vielzahl anderer Institutionen. Dazu zählen:

  • Örtliche Industrie- und Handelskammer
  • Arbeitsagentur
  • Städtischen Einrichtungen (beispielsweise Gleichstellungsbüro, Familienbüro)
  • Verschiedenen Kultur-, Integrations- und Kompetenzeinrichtungen

Kommen Paare aus dem Ausland, sind neben der Vermittlung von Sprachkursen auch grundlegenden Kenntnisse über das Leben und Arbeiten in Deutschland ein Thema. Hierzulande wird zum Beispiel Wert auf ein Anschreiben bei der Bewerbung gelegt – im angloamerikanischen Bereich ist das nicht immer notwendig. Auch Behördengänge für eine Arbeitserlaubnis und Fragen zur Krankenversicherung sind wichtige Bereiche, bei denen der Dual Career Service unterstützt.

Wie erfolgversprechend ist die Beratung?

Der Dual Career Service hat sich die „Karriere für alle“ zur Aufgabe gemacht. Allerdings zeigt die Realität, dass nur selten ein Partner an derselben Hochschule einen Job findet, an die der andere Partner einen Ruf erhalten hat. Gerade, wenn Partner-Wissenschaftler schon eine langjährige Karriere haben, erschwert die vorhandene Spezialisierung die Stellensuche. Nicht für jede Position lässt sich an jedem Ort eine passende Stelle finden. Bessere Chancen haben Partner, die nicht selbst an der Universität arbeiten wollen, sondern bei anderen Arbeitgebern suchen.

Auf den regionalen Arbeitsmarkt ist auch nicht unbedingt Verlass. Oft wird zwar einerseits die Berufstätigkeit von Frauen erwünscht, andererseits stehen die geforderte Flexibilität und die tatsächlichen Beschäftigungsmöglichkeiten dem häufig entgegen – trotz den Beratungsangeboten eines Dual Career Service.


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