Deutschlands beste Arbeitgeber: Ranking der Unternehmen

Egal ob Berufseinsteiger oder erfahrene Fach- und Führungskraft: Wer würde nicht gerne beim besten Arbeitgeber tätig sein? Das verheißt eine gute Arbeitsatmosphäre, Top-Aufstiegschancen und natürlich auch eine entsprechend gute Bezahlung. Doch welche sind Deutschlands beste Arbeitgeber? Das kommt ganz darauf an, wen man fragt: Es gibt inzwischen viele Arbeitgeber-Rankings, die zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Rankings vor und zeigen, welcher Arbeitgeber es hier wie dort bis ganz an die Spitze geschafft hat…

Deutschlands beste Arbeitgeber: Ranking der Unternehmen

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Die besten Arbeitgeber Deutschlands

Ob ein Arbeitgeber gut, semi-gut oder hundsmiserabel ist – das ist sehr subjektiv. Jeder Mitarbeiter hat andere Präferenzen, lässt sich von persönlichen Befindlichkeiten leiten, kommt zu anderen Schlüssen. Als Gradmesser dienen zum Beispiel…

All diese Kriterien werden seit Jahren in diversen Arbeitgeberbewertungsportalen aggregiert. Daraus erstellen sie schließlich jedes Jahr die Rankings der besten (oder beliebtesten) Arbeitgeber Deutschlands. Diese dienen vielen Absolventen und Jobwechslern als Orientierung. Die wichtigsten Arbeitgeberrankings stellen wir Ihnen daher hier vor.

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Deutschlands beste Arbeitgeber laut Trendence

Trendence ermittelt jährlich in Umfragen unter mehr als 50.000 Studierenden und Hochschulabsolventen die Rankings der 100 attraktivsten Arbeitgeber. Es gibt so einen Überblick über die beliebtesten Arbeitgeber einzelner Branchen und Bewerbergruppen. In seinem Ranking unterscheidet Trendence regelmäßig die Top-Arbeitgeber für Wirtschaftswissenschaftler, Informatiker, Ingenieure oder Naturwissenschaftler. Schließlich haben die auch unterschiedliche Anforderungen an Jobs und Arbeitgeber. Nachfolgend präsentieren wir Ihnen die Ranglisten im Überblick.

Deutschlands beste Arbeitgeber für Wirtschaftswissenschaftler

  1. Daimler
  2. Adidas
  3. BMW Group
  4. Apple
  5. Porsche
  6. Audi AG
  7. Amazon
  8. Tesla
  9. Google
  10. PwC / McKinsey & Company

Deutschlands beste Arbeitgeber für Informatiker

  1. Google
  2. Apple
  3. Tesla
  4. Microsoft
  5. Amazon
  6. Daimler
  7. SAP SE / BMW Group
  8. Porsche
  9. Audi AG

Deutschlands beste Arbeitgeber für Ingenieure

  1. Daimler
  2. Audi AG
  3. BMW Group
  4. Porsche
  5. Airbus
  6. Tesla
  7. Bosch Gruppe
  8. Siemens
  9. DLR
  10. Volkswagen

Deutschlands beste Arbeitgeber für Naturwissenschaftler

  1. Bayer
  2. Max-Planck-Gesellschaft
  3. Biontech
  4. Fraunhofer-Gesellschaft
  5. BASF
  6. Roche
  7. Umweltbundesamt
  8. DLR
  9. Tesla
  10. Google
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Deutschlands beste Arbeitgeber laut Glassdoor

Seit einigen Jahren veröffentlicht Glassdoor seine Deutschland-Rangliste. Für das Ranking mussten pro Arbeitgeber mindestens 20 Bewertungen für jedes der acht Bewertungskriterien vorliegen und insgesamt mussten mindestens 1.000 Arbeitnehmer am Ende des Nominierungszeitraums teilgenommen haben. Vergleicht man mit den Ergebnissen vom Vorjahr, ist die Fluktuation hoch.

Aus den Top Ten des Vorjahres haben es nur vier Unternehmen wieder unter die besten zehn Arbeitgeber geschafft – wenn auch auf unterschiedlichen Plätzen. Vorjahressieger Porsche rutschte von Platz eins auf neun, nach wie vor vorne vertreten sind Siemens Healthineers, SAP und Capgemini. Nicht mehr in den Top Ten sind dagegen Infineon Technologies, Robert Bosch, McKinsey & Company, Daimler, European Central Bank und Airbus. Bis zu fünf Punkte konnte der beliebteste Arbeitgeber erhalten. Die Details:

  1. Roche
    Vom 18. Platz im Vorjahr an die Spitze hat sich der Schweizer Pharmakonzern Roche gesetzt. 4,5 von 5 Punkten vergeben die Arbeitnehmer. Der beliebteste Arbeitgeber ist Roche für sie, weil er ein gutes Arbeitsklima, sehr gute Bezahlung und perfekte Work-Life-Balance bietet.
  2. Google
    Der US-Konzern war im Vorjahr noch nicht einmal unter den besten 25 Arbeitgebern. In diesem Jahr schafft es Google mit ebenfalls 4,5 von 5 Punkten auf den zweiten Platz. Die Umfrageteilnehmer loben das Kollegium und das Umweltbewusstsein, Gehalt und interessante Aufgaben. Auffällig: Der CEO erhält zu 95 Prozent positive Bewertungen.
  3. Puma
    Der deutsche Sportartikelhersteller rankt mit ebenfalls 4,5 von 5 Punkten auf dem dritten Platz. Hervorhebenswert finden einige Angestellte vor allem das Verhalten während der Corona-Pandemie. Durchweg gute Noten gibt es für Work-Life-Balance und das Kollegium. Auch fördert das Unternehmen die Weiterbildung seiner Mitarbeiter.
  4. MHP – A Porsche Company
    Die Management- und IT-Beratung MHP ist dieses Jahr mit 4,4 Punkten im Schnitt vertreten. Die Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten gefallen den Mitarbeitern bei der Porsche-Tochter am besten. Ebenfalls gelobt wird der Teamgeist und die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten. In den Rubriken Work-Life-Balance und Vergütung stehen dagegen nur Bewertungen im oberen Mittelfeld im Profil.
  5. Siemens Healthineers
    Auf den fünften Platz mit 4,4 Punkten schafft es das deutsche Dienstleistungsunternehmen aus dem Gesundheitswesen. In allen sechs Kategorien vergeben die Arbeitnehmer überdurchschnittlich hohe Punkte, besonders Unternehmenskultur und Vergütung werden positiv gesehen. Mit 98 Prozent positiver Bewertung des CEO ist kaum noch Luft nach oben.
  6. Volkswagen
    Der größte Automobilproduzent Europas schafft es mit ebenfalls 4,4 Punkten auf den sechsten Platz. Arbeitnehmer schätzen hier die Flexibilität, das internationale Umfeld, aber auch die vielfältigen Handlungsfelder. Potenzial gäbe es hingegen bei den Karrierechancen: Hier erreicht Volkswagen nur 3,6 Punkte.
  7. SAP SE
    Von Platz fünf im Vorjahr auf Platz sieben fiel die Business-Software-Schmiede SAP mit der Punktezahl 4,4 von fünf möglichen Punkten. Positiv: Die Mitarbeiter geben SAP in sämtlichen Bereichen gute Noten – auch mit ihrer Work-Life-Balance sind sie zufrieden. Neben einer hervorragenden Unternehmenskultur führen die Mitarbeiter Kriterien wie Wertschätzung und ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern als Begründung an. Kontra: Die Arbeitsbelastung ist oft hoch.
  8. Capgemini
    Platz 8 mit 4,4 Punkten belegt das Pariser Unternehmen, das Unternehmenssoftware und Netzwerklösungen anbietet. Mitarbeiter betonen die herzliche und kollegiale Arbeitsatmosphäre. Die Bewertungen liegen durchweg im 4-Bereich; einzig bei Vergütung und Zusatzleistungen sind die Bewertungen zurückhaltender.
  9. Porsche
    Der Sportwagenhersteller aus Stuttgart belegt in der Top Ten nur noch den vorletzten Platz mit 4,3 Punkten (Vorjahr: Platz 1). Immer auf dem neusten Stand der Technik sehen viele das Unternehmen. Lobenswert finden die Mitarbeiter die Bezahlung und die Unternehmenskultur. Überwiegend kritisch mit nur 3,7 Punkten scheinen mehrere die Karrierechancen zu sehen.
  10. BMW Group
    Zwei Plätze gutmachen konnte der Münchener Automobilkonzern, der im Vorjahr noch auf Platz 12 rankte. Auffällig: In den Kategorien Karrieremöglichkeiten und Führungskräfte vergeben die Mitarbeiter offenbar mittelmäßige Bewertungen.

Die weiteren Platzierungen:

  • Salesforce
  • Airbus
  • Robert Bosch
  • European Central Bank
  • Siemens
  • Infineon Technologies
  • Adesso AG
  • PwC
  • Vodafone
  • Audi
  • Ikea
  • Daimler
  • Audibene
  • Max-Planck-Gesellschaft
  • Allianz
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Deutschlands beste Arbeitgeber laut Kununu

Auch Konkurrent Kununu hat sein eigenes Ranking. In Kooperation mit Focus ermittelt das Arbeitgeberbewertungsportal die 1.000 besten Arbeitgeber Deutschlands. Grundlage dafür sind vier Millionen Arbeitnehmerbeurteilungen von mehr als 950.000 Unternehmen auf der eigenen Plattform. Von denen erfüllen wiederum 1.300 die maßgeblichen Kriterien, aus denen Kununu einen Punktewert von maximal 200 errechnet. Voraussetzung für die Vergabe waren neben einer bestimmten Anzahl von Bewertungen ein Standort in Deutschland, Unternehmensgröße von mindestens 500 Mitarbeitern und mindestens 60 Prozent Weiterempfehlungsrate. Hier das Kununu-Ranking, der jeweilige Wert wird in Klammern angegeben:

  1. Tecis Finanzdienstleistungen AG (200,0)
  2. SAP SE (200,0)
  3. LVM Versicherung (198,6)
  4. Pacura med (196,5)
  5. Cisco Systems GmbH (194,4)
  6. Dataport (194,3)
  7. Dell (191,5)
  8. Swiss Life Select Deutschland (191,5)
  9. Pronova BKK (191,5)
  10. Tempton Verwaltungs GmbH (190,4)

Die besten Arbeitgeber jeder Branche

Auch die Branchensieger hat Kununu gekürt. Das sind sie:

  • Automobil & Zulieferer: Daimler (189,5)
  • Banken: VR Bank Main-Kinzig-Büdingen (183,8)
  • Baugewerbe & Architektur: Goldbeck (184,8)
  • Beratung & Consulting: MHP Management- und IT-Beratung (183,3)
  • Bildung, Universität, FH & Schulen: IUBH Internationale Hochschule (180,6)
  • Chemie: Heraeus Holding (166,8)
  • Dienstleistungen: Diva-e Digital Value Excellence (185,6)
  • Druck, Papier & Verpackung: CEWE Stiftung (128)
  • EDV & IT: SAP Deutschland (200,0)
  • Elektro und Elektronik: Ifm electronic (180,3)
  • Energiewirtschaft: Hansewerk (166,7)
  • Finanzen: Tecis Finanzdienstleistungen (200,0)
  • Forschung, Entwicklung & Wissenschaft: Miltenyi Biotec (180,6)
  • Gastronomie, Hotel & Tourismus: Motel One (180,3)
  • Gesundheit, Soziales & Pflege: B.A.D (183,7)
  • Handel & Konsum: Otto (188,3)
  • Immobilien & Facility Management: PlanetHome Group (158,6)
  • Industrie: Bosch Gruppe (189,4)
  • Internet & Multimedia: Idealo Internet (182,9)
  • Kunst, Kultur & Unterhaltung: Merkur Casino (130,3)
  • Marketing, Werbung & PR: Serviceplan (158,1)
  • Maschinen- & Anlagenbau: Endress + Hauser (163,8)
  • Medien: ZEIT Verlagsgruppe (153,8)
  • Medizin & Pharma: Bayer (180,2)
  • Medizintechnik: Medtronic (177,1)
  • Nahrungsmittel, Land- & Forstwirtschaft: Danone (159,9)
  • Öffentliche Verwaltung: Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (164,8)
  • Personalwesen & Personalbeschaffung: Pacura med (196,5)
  • Rechtsberatung: CMS Deutschland (130,8)
  • Seminar- & Messeanbieter: Messe Düsseldorf (162,9)
  • Sport, Fitness & Beauty: RSG Group (132,9)
  • Steuerberatung & Wirtschaftsprüfung: BDO (165,9)
  • Telekommunikation: Deutsche Telekom (180,7)
  • Textilbranche: Puma (173,3)
  • Verkehr, Transport & Logistik: Flughafen München (180,9)
  • Versicherungen: LVM Versicherung (198,6)

Beliebteste Arbeitgeber häufig Automobil- & Techbranche

Deutschland gilt als Export- und Handelsnation. Besonders stark auch die Automobilbranche. Dementsprechend ungebrochen beliebt sind die deutschen Autobauer. Jahr für Jahr liegen sie in den Rankings vorne, so auch dieses Mal. Die fünf beliebtesten Arbeitgeber aus dem aktuellen Arbeitgeberranking der Employer-Branding-Beratung Universum sind:

  1. Daimler
  2. Porsche
  3. Apple
  4. BMW
  5. Tesla

Beim fünften Platz dürfte nicht zuletzt die Tatsache eine Rolle spielen, dass der Elektroautohersteller aus den USA derzeit ein großes Werk in Brandenburg baut.


Deutschlands beste Arbeitgeber laut Great Place to Work

Insgesamt 100 Unternehmen und Organisationen zeichnete das Beratungsunternehmen Great Place to Work in diesem Jahr als beste Arbeitgeber Deutschlands aus. Dafür arbeitete es mit 684 Unternehmen aus allen Bereichen zusammen und befragte fast 230.000 Beschäftigte zu den Kriterien Führung, Vertrauen, Anerkennung, Förderung, Fürsorge, Zusammenarbeit, Teamgeist und Identifikation mit dem Arbeitgeber. Besonders ist an diesem Ranking, dass sich hier nicht nur die großen und bekannten Unternehmen finden. Auch zahlreiche auf den ersten Blick kleine und eher unbekannte Arbeitgeber können es auf die Liste schaffen. Wir stellen Ihnen die beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands der ersten drei Plätze in Kategorien verschiedener Mitarbeitergrößen vor:

Großunternehmen mit über 5.000 Beschäftigten

  1. Volkswagen Financial Services (Braunschweig)
  2. Techniker Krankenkasse (Hamburg)
  3. Barmer (Wuppertal)

Unternehmen mit 2.001 bis 5.000 Mitarbeitern

  1. Vector Informatik (Stuttgart)
  2. Hilti (Kaufering)
  3. SBK Siemens-Betriebskrankenkasse (München)

Unternehmen mit 501 bis 2.000 Mitarbeitern

  1. Cisco Systems (Garching)
  2. Salesforce.com Germany (München)
  3. Metafinanz Informationssysteme (München)

Unternehmen mit 251 bis 500 Mitarbeitern

  1. St. Gereon Seniorendienste (Hückelhoven)
  2. Iteratec (München)
  3. Wasserle (Kaufering)

Unternehmen mit 101 bis 250 Mitarbeitern

  1. Pascoe Naturmedizin (Gießen)
  2. QAware (München)
  3. Mindsquare (Bielefeld)

Unternehmen mit 50 bis 100 Mitarbeitern

  1. Brickmakers (Koblenz)
  2. Faktor Zehn (München)
  3. Spirit Link (Erlangen)

Welche Bedeutung haben Arbeitgeberrankings?

Richten sich gut ausgebildete Fachkräfte nach Arbeitgeberrankings, ist es entsprechend wichtig für Arbeitgeber, dort (möglichst weit oben) aufzutauchen. In Zeiten des Fachkräftemangels sorgen sie immerhin für einen nicht abreißenden Strom an Bewerbungen. Ein guter Arbeitgeber zu sein – und dies auch nach außen hin präsentieren zu können – ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Die Rankings sind aber auch nicht unumstritten.

Junge Talente und erfahrene Fachkräfte haben heute hohe Ansprüche an Arbeitgeber. Unternehmen müssen diesen Erwartungen gerecht werden, wenn sie im sogenannten War for Talents eine Chance haben und sich gegen die Konkurrenz durchsetzen wollen. Mit einem eingestaubten Image lockt niemand gute Mitarbeiter an, die wiederum entscheidend zum Erfolg beitragen. Entsprechend investieren viele Unternehmen heute in das sogenannte Employer Branding. Und die Rankings der beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands spielen dabei eine wichtige Rolle.

Was macht einen Top-Arbeitgeber aus?

Unternehmen werben damit, ein besonders attraktiver Arbeitgeber zu sein. Klar, das Gegenteil wäre die Nachricht. Aber behaupten kann das schließlich jeder. Was aber macht wirklich einen Top-Arbeitgeber aus? Worauf achten Jobsuchende und Talente, wenn sie nach einem potenziellen Arbeitgeber suchen? Allgemein lässt sich das nur schwer beantworten. Schließlich legt dabei jeder andere, individuelle Schwerpunkte. So fallen zahlreiche Schlagworte, die einen besonders guten Arbeitgeber ausmachen können:

All diese Dinge sind wichtig und ergeben ein Gesamtbild. Doch je mehr Unternehmen damit werben, desto schneller werden solche Vorzüge zum Standard. Das Von-Einander-Abheben wird schwieriger und zu einem fortwährenden Prozess. Wer Talente anziehen und auch halten will, steht also vor permanenten Herausforderungen. Immerhin: Sie lassen sich auf einen Grundsatz zurückführen:

Hoch qualifizierte Fachkräfte und Talente wollen sich im Unternehmen professionell und persönlich weiterentwickeln und ihre Fähigkeiten voll einbringen können. Gute Arbeitgeber machen deutlich, dass sie auf die Bedürfnisse der Person – und nicht nur die eines Mitarbeiters – eingehen.

Karrierebibel-Umfrage: Was sich Bewerber wünschen

Guten Arbeitgebern geht es also nicht um Hochglanz und ein perfektes Image. Es geht ihnen um die Weiterentwicklung von Stärken und Talenten – mit denen sich auch das Unternehmen positiv entwickelt.

Wir selbst haben dazu eine Umfrage gemacht und Karrierebibel-Leser befragt, was sie von Top-Arbeitgebern erwarten. Die Ergebnisse können Sie sich hier in diesem kostenlosen PDF ansehen und herunterladen.

Bewerberwünsche an Unternehmen (PDF)


Kritik an Arbeitgeber-Rankings

Die meisten der Ranglisten basieren auf aktiven Befragungen (Umfragen). Dafür füllen Studenten, Absolventen, Bewerber oder Mitarbeiter Fragebögen aus und schicken diese anschließend an die Organisatoren zurück, die diese auszählen und auswerten. Dabei ergeben sich gleich mehrere Probleme:

  • Listen
    Die Umfragen bewerten und zertifizieren die Unternehmen auf Basis von Listen. Zwar gibt es auch Freifelder für eigene Angaben. Klassischerweise erhalten die meisten Stimmen aber nur jene Unternehmen, die schon auf der Liste stehen. Das Problem: Size matters. Das Verfahren verstärkt vor allem die Beliebtheit großer und bekannter Marken und Unternehmen. Das Nachsehen haben kleine und weniger bekannte Arbeitgeber, die aber mindestens genauso gut sein können.
  • Bezahlmodelle
    Das zweite Problem: Die Teilnahme an manchen Rankings kostet Geld. Die Bewertungsplattformen Glassdoor und Kununu zum Beispiel arbeiten grundsätzlich mit Bezahlmodellen. Beispielsweise können Unternehmen bei Kununu gegen ein Entgelt ein werbewirksames Employer Branding-Profil einrichten. Wer zahlt, darf sich also aufhübschen – auch das fördert nicht zwingend die Objektivität der Abstimmung.
  • Manipulationen
    Auch sind die Plattformen nicht resistent gegen Manipulationen und interne Absprachen. Etwa wenn Mitarbeiter dazu angestiftet werden, an solchen Umfragen teilzunehmen – natürlich mit positiver Bewertung.
  • Image
    Ein anderer, immer wieder geäußerter Kritikpunkt an den Arbeitgeber-Rankings lautet: Diese bilden lediglich Imagewerte ab. Schließlich könnten Studenten, Absolventen und Berufseinsteiger gar nicht wirklich beurteilen, wie gut es bei dem Arbeitgeber tatsächlich läuft.

Kritik berechtigt?

Gerade der letzte Punkt stimmt nur zum Teil: Zwar kann niemand ausschließen, dass sich Bewerber und Umfrageteilnehmer vom Image eines Unternehmens leiten lassen. Wahr ist aber auch: Gerade die Umstellung der Studiengänge auf Bachelor- und Master-Abschlüsse hat eine Vielzahl von Pflichtpraktika eingeführt. Etliche Young Professionals können sich daher durchaus aus eigener Erfahrung ein Urteil bilden. Hinzu kommen Werkstudenten, die ihre Abschlussarbeit in einem der bewerteten Unternehmen geschrieben haben. Oder der durchaus intensive Austausch der Studierenden untereinander.

Dennoch sind solche Rankings stets mit kritischer Distanz zu lesen und zu bewerten. Durchweg tauchen dort nur namhafte oder börsennotierte Konzerne auf. Der größte Arbeitgeber in Deutschland ist aber der Mittelstand insgesamt. Was viele Jobsuchende nicht auf dem Radar haben: Zahlreiche KMU in Deutschland sind längst Global Player oder gar Weltmarktführer in ihrem Bereich. Entsprechend bieten sie internationale Karrieren, schnelle Aufstiegschancen und eine frühe Übernahme von Verantwortung. Nur sind ihre Standorte weniger attraktiv und ihre Marken weniger bekannt. Hinschauen sollten Bewerber hier aber trotzdem!

Unterm Strich bedeutet das: Arbeitgeber-Bestenlisten sind zwar kein Abschlussurteil und spiegeln auch nicht zu 100 Prozent die tatsächlichen Arbeitsverhältnisse wider. Sie sind aber auch nicht überflüssig oder verfälscht. Vielmehr bieten solche Arbeitgeber-Ranglisten eine Orientierungshilfe und bilden Trends ab.

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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