Werbung
Werbung

Deutschlands beste Arbeitgeber: Ranking der Unternehmen

Egal ob Berufseinsteiger oder erfahrene Fach- und Führungskraft: Wer würde nicht gerne beim besten Arbeitgeber tätig sein? Das verheißt eine gute Arbeitsatmosphäre, Top-Aufstiegschancen und natürlich auch eine entsprechend gute Bezahlung. Doch welche sind Deutschlands beste Arbeitgeber? Das kommt ganz darauf an, wen man fragt: Es gibt inzwischen viele Arbeitgeber-Rankings, die zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Rankings vor und zeigen, welcher Arbeitgeber es hier wie dort bis ganz an die Spitze geschafft hat…



Deutschlands beste Arbeitgeber: Ranking der Unternehmen

Anzeige

Die besten Arbeitgeber Deutschlands

Ob ein Arbeitgeber gut, semi-gut oder hundsmiserabel ist – das ist sehr subjektiv. Jeder Mitarbeiter hat andere Präferenzen, lässt sich von persönlichen Befindlichkeiten leiten, kommt zu anderen Schlüssen. Als Gradmesser dienen zum Beispiel…

All diese Kriterien werden seit Jahren in diversen Arbeitgeberbewertungsportalen aggregiert. Daraus erstellen sie schließlich jedes Jahr die Rankings der besten (oder beliebtesten) Arbeitgeber Deutschlands. Diese dienen vielen Absolventen und Jobwechslern als Orientierung. Die wichtigsten Arbeitgeberrankings stellen wir Ihnen daher hier vor.

Beste Arbeitgeber weltweit laut Best Places to Work

„Best Places to Work“ ist eine globale Organisation, die Zertifizierungen für Arbeitgeber anbietet. In Zusammenarbeit mit der Best Companies Group (BCG) kürt sie die besten Arbeitgeber und Arbeitsorte. Auf die Bestenliste schafft es nur, wer wenigstens auf einem Kontinent als bester Arbeitgeber gilt. Zudem berücksichtigte die Organisation nachhaltige Geschäftsergebnisse von Unternehmen, die sich trotz potenzieller Hindernisse wie Unternehmensgröße oder geographische Verbreitung einen Wettbewerbsvorteil sichern konnten.

Mit Novo Nordisk, Takeda, MSD, Alcon und AstraZeneca sind allein fünf namhafte Unternehmen aus dem Medizin- beziehungsweise Gesundheitssektor in den Top Ten vertreten. Erst auf dem dritten Platz folgt mit Dell der erste Hersteller aus der IT- beziehungsweise Technikbranche.

  1. Novo Nordisk
  2. Takeda
  3. Dell
  4. MSD
  5. Amway
  6. Alcon
  7. AstraZeneca
  8. Webhelp
  9. Safran
  10. Hilti
  11. BSH
  12. Comdata
  13. AIA Group
  14. Fujitsu
  15. Doctolib
  16. Caisse de dépôt et placement du Québec (CDPQ)
  17. Diageo
  18. Jardine Schindler Group
  19. Servier
  20. Roche
Anzeige

Deutschlands beste Arbeitgeber laut Trendence

Trendence ermittelt jährlich in Umfragen unter mehr als 50.000 Studierenden und Hochschulabsolventen die Rankings der 100 attraktivsten Arbeitgeber. Es gibt so einen Überblick über die beliebtesten Arbeitgeber einzelner Branchen und Bewerbergruppen. In seinem Ranking unterscheidet Trendence regelmäßig die Top-Arbeitgeber für Wirtschaftswissenschaftler, Informatiker, Ingenieure oder Naturwissenschaftler. Schließlich haben die auch unterschiedliche Anforderungen an Jobs und Arbeitgeber. Nachfolgend präsentieren wir Ihnen die Ranglisten im Überblick.

Deutschlands beste Arbeitgeber für Wirtschaftswissenschaftler

  1. Daimler
  2. Apple
  3. BMW Group
  4. Porsche
  5. Adidas
  6. Audi AG
  7. Google
  8. Amazon
  9. Tesla
  10. PwC / McKinsey & Company

Deutschlands beste Arbeitgeber für Informatiker

  1. Google
  2. Apple
  3. Amazon
  4. Microsoft
  5. BMW Group / Daimler
  6. Tesla
  7. SAP SE
  8. Porsche
  9. Audi AG

Deutschlands beste Arbeitgeber für Ingenieure

  1. Daimler
  2. BMW Group
  3. Audi AG / Porsche
  4. Bosch Gruppe
  5. Airbus
  6. Siemens
  7. Tesla
  8. DLR
  9. Deutsche Bahn

Deutschlands beste Arbeitgeber für Naturwissenschaftler

  1. Biontech
  2. Bayer
  3. Max-Planck-Gesellschaft
  4. Fraunhofer-Gesellschaft
  5. BASF
  6. DLR
  7. Tesla
  8. Google / Umweltbundesamt
  9. Pfizer
AnzeigePodcast Ohmyjob Karrierebibel Teaser

Deutschlands beste Arbeitgeber laut Glassdoor

Für das Ranking von Glassdoor müssen pro Arbeitgeber mindestens 20 Bewertungen für jedes der neun Bewertungskriterien vorliegen. Darunter Arbeitsplatzfaktoren wie Kultur, Werte, Vielfalt, Inklusion, Work-Life-Balance, Führungs­ebene, Vergütung und Zusatzleistungen sowie Karrieremöglichkeiten. Insgesamt müssen zudem mindestens 1.000 Arbeitnehmer am Ende des Nominierungszeitraums teilgenommen haben. Bis zu fünf Punkte kann der beliebteste Arbeitgeber erhalten.

Auffällig bei der Deutschland-Rangliste von Glassdoor: Ein Vergleich mit dem Vorjahr zeigt immer eine hohe Fluktuation. Aus den Top Ten des Vorjahres haben es auch dieses Mal nur vier Unternehmen erneut unter die besten zehn Arbeitgeber geschafft. Die Details:

1. McKinsey & Company

Auf Platz 1 des diesjährigen Rankings schafft es die amerikanische Unternehmensberatung mit 4,7 von 5 Punkten. Die Arbeitnehmer schätzen die guten Entwicklungsmöglichkeiten, den attraktiven Verdienst und interessante Tätigkeiten.

2. Salesforce

Mit dem Hersteller für Unternehmenssoftware, Salesforce, nimmt ein weiterer amerikanischer Arbeitgeber einen der vorderen Plätze ein. 4,6 von 5 Punkten gibt es für die gute Mitarbeiterführung und die Chancen für Mitarbeiter, sich zu entwickeln.

3. Siemens Healthineers

Auf den dritten Platz mit 4,6 Punkten schafft es das deutsche Dienstleistungsunternehmen aus dem Gesundheitswesen. In allen Kategorien vergeben die Arbeitnehmer überdurchschnittlich hohe Punkte, besonders Unternehmenskultur und Vergütung treten positiv hervor. Mit 98 Prozent positiver Bewertung des CEO ist kaum noch Luft nach oben.

4. SAP SE

Die Business-Software-Schmiede SAP überzeugt mit der Punktezahl 4,6 von fünf möglichen Punkten. Neben einer hervorragenden Unternehmenskultur führen die Mitarbeiter Kriterien wie Wertschätzung und ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern als Begründung an. Kontra: Die Arbeitsbelastung ist oft hoch.

5. Porsche

Der Sportwagenhersteller aus Stuttgart belegt in der Top Ten das Mittelfeld mit 4,6 Punkten. Für viele ist es der beste Arbeitgeber und ein absoluter Traumjob, dort zu arbeiten. Lobenswert finden die Mitarbeiter die Bezahlung und die Unternehmenskultur. Einzig die Karrierechancen mit nur 3,8 Punkten scheinen mehrere kritisch sehen.

6. Forschungszentrum Jülich

Die nationale Forschungseinrichtung in Nordrhein-Westfalen beschäftigt über 7.000 Mitarbeiter. Hoch im Kurs bei den Arbeitnehmern steht die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf. Als eins der größten Forschungszentren Europas hat es jährlich mehr als 750 Stellen zu besetzen. Interessant ist es für Auszubildende, Studenten, Doktoranden, wissenschaftliche Mitarbeiter, Postdocs und Führungskräfte sowie Berufseinsteiger.

7. Bosch

Die Bosch-Gruppe ist ein weltweit führender Anbieter von Technik und Dienstleistungen. Ob Kraftfahrzeugtechnik, Industrietechnik, Energie- und Gebäudetechnik oder Gebrauchsgüter: Über 400 Millionen Mitarbeiter in 60 Ländern arbeiten für das deutsche Unternehmen. Die loben besonders das Arbeitsklima und die gute Bezahlung.

8. Roche

Um einige Plätze gefallen ist der Schweizer Pharmakonzern Roche. 4,6 von 5 Punkten vergeben die Arbeitnehmer – damit liegt das Unternehmen immer noch gleichauf mit den Plätzen 2 bis 10. Der beliebteste Arbeitgeber ist Roche für viele, weil das Unternehmen seinen Mitarbeitern wertschätzend begegnet, gute Bezahlung und Führung auf Augenhöhe bietet.

9. DLR

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt forscht und entwickelt in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Energie, Verkehr, Sicherheit und Digitalisierung. 11.000 Mitarbeiter sind an 30 Standorten in ganz Deutschland vertreten. Gesucht werden unter anderem Mechatroniker, Elektroingenieure oder It-Spezialisten. Mitarbeiter loben das Verantwortungsbewusstsein des Arbeitgebers während der Pandemie und geben gute Noten für Work-Life-Balance.

10. Infineon Technologies

Das deutsche Unternehmen mit Sitz in Neubiberg zählt zu den zehn größten Halbleiterherstellern der Welt. Hervorgegangen ist es ursprünglich aus Siemens. Über 55.000 Angestellte arbeiten an über 80 Standorten in den Bereichen Energiemanagement, Mobilität und Kommunikation. Die Mitarbeiter schätzen die Zusammenstellung der Teams sowie Chancen für Berufsanfänger.

Weiteren Platzierungen

Auf den Plätzen 11 bis 25 finden sich beim diesjährigen Arbeitgeber Ranking: Capgemini Invent, BMW Group, Airbus, Audi, BSH Haushaltsgeräte, Mercedes-Benz Group, Bayer, Boston Consulting Group, MHP – A Porsche Company, Nord Security, Celonis, Microsoft, Apple, Merck KGaA und CGI.

Anzeige

Deutschlands beste Arbeitgeber laut Kununu

Das Arbeitgeberbewertungsportal Kununu hat sein Ranking überarbeitet. Statt einem einem dreistelligen Punktewert vergibt es nun das Top Company Siegel für den Kununu Score – das erinnert sowohl optisch als auch inhaltlich an Glassdoor. Grundlage für die 1.000 besten Arbeitgeber Deutschlands sind fünf Millionen Arbeitnehmerbeurteilungen auf der eigenen Plattform. Dafür müssen unter anderem ein Score von mindestens 3,8 Sternen, eine Weiterempfehlungsrate von mindestens 70 Prozent sowie mindestens 80 Bewertungen vorliegen. Hier das Kununu-Ranking gemäß der Anzahl der Bewertungen, der jeweilige Wert steht in Klammern:

  1. Amadeus Fire (4,4)
  2. Siemens (3,8)
  3. Mercedes-Benz Group (3,9)
  4. Allianz in Deutschland (4,2)
  5. Teleperformance Germany (4,3)
  6. Ferchau (4,1)
  7. Tempton (4,3)
  8. BMW Group (3,9)
  9. Vodafone (3,8)
  10. SAP SE (4,4)

Anmerkung: Das Ranking sieht deutlich anders aus, wenn Sie den Score zugrundelegen. Dann stehen kleinere und regionale Unternehmen vorne.

Die besten Arbeitgeber jeder Branche

Auch die Branchensieger hat Kununu gekürt. Das sind sie:

  • Administration/Verwaltung: Tauriba (4,9)
  • Automobil: Techcos (4,9)
  • Banken: Genopace (4,8)
  • Bau/Architektur: MNT Erdbau (5,0)
  • Beratung/Consulting: LeeUP Media (5,0)
  • Bildung: Der Seminar (5,0)
  • Chemie: SOKUFOL-Folien (4,9)
  • Dienstleistungen: TML Dienstleistung (5,0)
  • Druck/Verpackung: Packmatic (4,9)
  • Einkauf: Provendor (5,0)
  • Elektro/Elektronik: Galactify (5,0)
  • Energie: Ifesca (4,9)
  • Finanz: Verwaltungs-GmbH Roth (5,0)
  • Forschung/Entwicklung: IML Instrumenta Mechanik-Labor (5,0)
  • Gastronomie: Finkbeiner Kantinen (4,8)
  • Gesundheit/Soziales/Pflege: Beatmet24 (5,0)
  • Handel: Bormann Betten (5,0)
  • Handwerk: ISOTEC-Fachbetrieb Abdichtungstechnik Mike Mines (5,0)
  • Hotels/Beherbergung: KOOS Hotel (5,0)
  • Immobilien: Invicta Real Estate (5,0)
  • Industrie: Weku Fenster und Türen (4,9)
  • Internet: Inai (5,0)
  • IT: 1648 Factory (5,0)
  • Kunst/Kultur: Florian Zimmer Theater (4,8)
  • Marketing/Werbung/PR: Barkerz (5,0)
  • Marktforschung: Impact IRC (4,8)
  • Maschinenbau: CMC Engineers (4,9)
  • Medien: Marlene Ohlsson Agency (5,0)
  • Medizin/Pharma: Radiologiehoch3 (5,0)
  • Medizintechnik: Regular Services (4,9)
  • Nahrungsmittel/Landwirtschaft: Primal State Performance (4,9)
  • Öffentliche Verwaltung: NRW.Energy4Climate (4,7)
  • Personalwesen/ -beschaffung: HoPa Talents (5,0)
  • Recht: Aust und Partner – Steuerberater, Rechtsanwälte (4,9)
  • Seminare/Messen: Sting Consulting (4,8)
  • Sonstige Branchen: Nick Medien Vertriebsunion (5,0)
  • Sport/Beauty: Lanserhof Sylt (4,9)
  • Steuerberatung/Wirtschaftsprüfung: Markus Grote + Eva Rüberg (5,0)
  • Telekommunikation: First Class Sales (4,9)
  • Textil: Bagsolate (4,9)
  • Tourismus: Fernwind Expeditionen (5,0)
  • Transport/Verkehr/Logistik: M.K. Fahrzeugservice (5,0)
  • Vereine: Vorwind (4,6)
  • Versicherung: Cromm Versicherungsmaklerservice (5,0)

Beliebteste Arbeitgeber häufig Automobil- & Techbranche

Deutschland gilt als Export- und Handelsnation. Besonders stark auch die Automobilbranche. Dementsprechend ungebrochen beliebt sind die deutschen Autobauer. Jahr für Jahr liegen sie in den Rankings vorne, so auch dieses Mal. Die fünf beliebtesten Arbeitgeber aus dem aktuellen Arbeitgeberranking der Employer-Branding-Beratung Universum sind:

  1. Porsche
  2. Daimler/Mercedes-Benz
  3. Apple
  4. BMW Group
  5. Google


Deutschlands beste Arbeitgeber laut Great Place to Work

Insgesamt 100 Unternehmen und Organisationen zeichnete das Beratungsunternehmen Great Place to Work als beste Arbeitgeber Deutschlands aus. Dafür arbeitete es mit 684 Unternehmen aus allen Bereichen zusammen und befragte fast 230.000 Beschäftigte zu den Kriterien Führung, Vertrauen, Anerkennung, Förderung, Fürsorge, Zusammenarbeit, Teamgeist und Identifikation mit dem Arbeitgeber. Besonders ist an diesem Ranking, dass sich hier nicht nur die großen und bekannten Unternehmen finden. Auch zahlreiche auf den ersten Blick kleine und eher unbekannte Arbeitgeber können es auf die Liste schaffen. Wir stellen Ihnen die beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands der ersten drei Plätze in Kategorien verschiedener Mitarbeitergrößen vor:

Unternehmen mit 10 bis 100 Mitarbeitern

  1. SÄBU Holzbau (Biessenhofen)
  2. Adacor Hosting (Offenbach am Main)
  3. Dental Wings (Chemnitz)

Unternehmen mit 101 bis 250 Mitarbeitern

  1. Axactor Germany (Heidelberg)
  2. Align Technology (Köln)
  3. Diakonisches Werk Baden (Karlsruhe)

Unternehmen mit 251 bis 500 Mitarbeitern

  1. Streit Service & Solution (Hausach)
  2. Campana & Schott (Frankfurt am Main)
  3. Autohaus Nix (Wächtersbach)

Unternehmen mit 501 bis 2.000 Mitarbeitern

  1. DIS (Düsseldorf)
  2. Maiborn Wolff (München)
  3. Controlware (Dietzenbach)

Großunternehmen mit über 2.001 Beschäftigten

  1. Barmer (Wuppertal)
  2. Techniker Krankenkasse (Hamburg)
  3. Sopra Steria SE (Hamburg)

Welche Bedeutung haben Arbeitgeberrankings?

Richten sich gut ausgebildete Fachkräfte nach Arbeitgeberrankings, ist es entsprechend wichtig für Arbeitgeber, dort (möglichst weit oben) aufzutauchen. In Zeiten des Fachkräftemangels sorgen sie immerhin für einen nicht abreißenden Strom an Bewerbungen. Ein guter Arbeitgeber zu sein – und dies auch nach außen hin präsentieren zu können – ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Die Rankings sind aber nicht unumstritten.

Junge Talente und erfahrene Fachkräfte haben heute hohe Ansprüche an Arbeitgeber. Unternehmen müssen diesen Erwartungen gerecht werden, wenn sie im sogenannten War for Talents eine Chance haben und sich gegen die Konkurrenz durchsetzen wollen. Mit einem eingestaubten Image lockt niemand gute Mitarbeiter an, die wiederum entscheidend zum Erfolg beitragen. Entsprechend investieren viele Unternehmen heute in das sogenannte Employer Branding. Und die Rankings der beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands spielen dabei eine wichtige Rolle.

Was macht einen Top-Arbeitgeber aus?

Unternehmen werben damit, ein besonders attraktiver Arbeitgeber zu sein. Klar, das Gegenteil wäre die Nachricht. Behaupten kann das schließlich jeder. Was aber macht wirklich einen Top-Arbeitgeber aus? Worauf achten Jobsuchende und Talente, wenn sie nach einem potenziellen Arbeitgeber suchen? Allgemein lässt sich das nur schwer beantworten. Schließlich legt jeder individuelle Schwerpunkte. So fallen zahlreiche Schlagworte, die einen besonders guten Arbeitgeber ausmachen können:

All diese Dinge sind wichtig und ergeben ein Gesamtbild. Doch je mehr Unternehmen damit werben, desto schneller werden solche Vorzüge zum Standard. Das Von-Einander-Abheben wird schwieriger und zu einem fortwährenden Prozess. Wer Talente anziehen und auch halten will, steht also vor permanenten Herausforderungen. Immerhin: Sie lassen sich auf einen Grundsatz zurückführen:

Hoch qualifizierte Fachkräfte und Talente wollen sich im Unternehmen professionell und persönlich weiterentwickeln und ihre Fähigkeiten voll einbringen können. Gute Arbeitgeber machen deutlich, dass sie auf die Bedürfnisse der Person – und nicht nur die eines Mitarbeiters – eingehen.

Karrierebibel-Umfrage: Was sich Bewerber wünschen

Guten Arbeitgebern geht es also nicht um Hochglanz und ein perfektes Image. Es geht ihnen um die Weiterentwicklung von Stärken und Talenten – mit denen sich auch das Unternehmen positiv entwickelt.

Wir selbst haben dazu eine Umfrage gemacht und Karrierebibel-Leser befragt, was sie von Top-Arbeitgebern erwarten. Die Ergebnisse können Sie sich hier in diesem kostenlosen PDF ansehen und herunterladen.

Bewerberwünsche an Unternehmen (PDF)


Kritik an Arbeitgeber-Rankings

Die meisten der Ranglisten basieren auf aktiven Befragungen (Umfragen). Dafür füllen Studenten, Absolventen, Bewerber oder Mitarbeiter Fragebögen aus und schicken diese anschließend an die Organisatoren zurück, die diese auszählen und auswerten. Dabei ergeben sich gleich mehrere Probleme:

  • Listen
    Die Umfragen bewerten und zertifizieren die Unternehmen auf Basis von Listen. Zwar gibt es Freifelder für eigene Angaben. Klassischerweise erhalten die meisten Stimmen aber nur jene Unternehmen, die schon auf der Liste stehen. Das Problem: Size matters. Das Verfahren verstärkt vor allem die Beliebtheit großer und bekannter Marken und Unternehmen. Das Nachsehen haben kleine und weniger bekannte Arbeitgeber, die aber mindestens genauso gut sein können.
  • Bezahlmodelle
    Das zweite Problem: Die Teilnahme an manchen Rankings kostet Geld. Die Bewertungsplattformen Glassdoor und Kununu zum Beispiel arbeiten grundsätzlich mit Bezahlmodellen. Beispielsweise können Unternehmen bei Kununu gegen ein Entgelt ein werbewirksames Employer Branding-Profil einrichten. Wer zahlt, darf sich also aufhübschen – auch das fördert nicht zwingend die Objektivität der Abstimmung.
  • Manipulationen
    Die Plattformen sind nicht resistent gegen Manipulationen und interne Absprachen. Etwa wenn Mitarbeiter dazu angestiftet werden, an solchen Umfragen teilzunehmen – natürlich mit positiver Bewertung.
  • Image
    Ein anderer, immer wieder geäußerter Kritikpunkt an den Arbeitgeber-Rankings lautet: Diese bilden lediglich Imagewerte ab. Schließlich könnten Studenten, Absolventen und Berufseinsteiger gar nicht wirklich beurteilen, wie gut es bei dem Arbeitgeber tatsächlich läuft.

Kritik berechtigt?

Gerade der letzte Punkt stimmt nur zum Teil: Zwar kann niemand ausschließen, dass sich Bewerber und Umfrageteilnehmer vom Image eines Unternehmens leiten lassen. Wahr ist aber auch: Die Umstellung der Studiengänge auf Bachelor- und Master-Abschlüsse hat eine Vielzahl von Pflichtpraktika eingeführt. Etliche Young Professionals können sich daher durchaus aus eigener Erfahrung ein Urteil bilden. Hinzu kommen Werkstudenten, die ihre Abschlussarbeit in einem der bewerteten Unternehmen geschrieben haben. Oder der intensive Austausch der Studierenden untereinander.

Wer ist der größte Arbeitgeber Deutschlands?

Dennoch sind solche Rankings stets mit kritischer Distanz zu lesen und zu bewerten. Durchweg tauchen dort nur namhafte oder börsennotierte Konzerne auf. Der größte Arbeitgeber in Deutschland ist aber der Mittelstand insgesamt. Was viele Jobsuchende nicht auf dem Radar haben:

Zahlreiche KMU in Deutschland sind längst Global Player oder gar Weltmarktführer in ihrem Bereich. Entsprechend bieten sie internationale Karrieren, schnelle Aufstiegschancen und eine frühe Übernahme von Verantwortung. Nur sind ihre Standorte weniger attraktiv und ihre Marken weniger bekannt. Hinschauen sollten Bewerber hier aber trotzdem!

Unterm Strich bedeutet das: Arbeitgeber-Bestenlisten sind zwar kein Abschlussurteil und spiegeln auch nicht zu 100 Prozent die tatsächlichen Arbeitsverhältnisse wider. Sie sind aber auch nicht überflüssig oder verfälscht. Vielmehr bieten solche Arbeitgeber-Ranglisten eine Orientierungshilfe und bilden Trends ab.


Was andere Leser dazu gelesen haben

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]