Mitarbeiter entwickeln: Tipps für Arbeitgeber

Unternehmen sind ständig auf der Suche nach den Top Talenten ihrer Branche. Durch Auswahlverfahren sollen aus Bewerbern nur die besten und geeignetsten Kandidaten das Personal bereichern und ein erfolgreiches Team bilden. Doch Anforderungen, Aufgaben und geforderte Fähigkeiten können sich stetig verändern und so müssen sich auch Mitarbeiter anpassen. Dabei muss nicht immer gleich eine neue Rekrutierungswelle losgetreten werden, denn oftmals sind die Talente bereits im Unternehmen vorhanden und müssen nur noch entsprechend gefördert werden. Mitarbeiter entwickeln sich durch die Aufgaben und die Verantwortungen, die ihnen übertragen wird, doch liegt es in der Hand des Arbeitgebers, aktiv die Förderung der eigenen Mitarbeiter in die Hand zu nehmen. Dabei stehen verschiedene Möglichkeiten zur Wahl…

Mitarbeiter entwickeln: Tipps für Arbeitgeber

Mitarbeiter entwickeln: Eine Investition, die sich auszahlt

Wie erfolgreich ein Unternehmen ist, hängt zu großen Teilen von den Mitarbeitern ab. Die beste Idee oder das neueste Produkt bringen nichts, wenn das Team nicht in der Lage ist, den Anforderungen gerecht zu werden.

Die passenden Mitarbeiter kommen jedoch nicht immer nur vom Arbeitsmarkt. Oftmals sind unter den eigenen Mitarbeitern bereits viele Talente versteckt, die sich noch entwickeln können. Für Unternehmen bedeutet dies natürlich sowohl einen zeitlichen als auch einen finanziellen Aufwand, doch dieser macht sich meist schnell wieder bezahlt – nicht nur, weil es auch mit großen Kosten und Aufwand verbunden ist, neue und vor allem talentierte Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt zu finden.

  • Mitarbeiter werden ans Unternehmen gebunden. Eine Perspektive und Möglichkeiten zur Entwicklung sind für viele Arbeitnehmer wichtige Faktoren für die Zufriedenheit. Fehlt eine solche Aussicht, suchen viele sich irgendwann eine andere Stelle. Werden Mitarbeiter hingegen gefördert, ist dies für viele ein Anreiz, auch langfristig beim Unternehmen zu planen.
  • Talente werden gefördert. Talentierte Mitarbeiter sind auf dem Arbeitsmarkt sehr begehrt, doch können Unternehmen die Talente ihrer Angestellten selbst entwickeln und so dazu beitragen, die Konkurrenz auszustechen. Gleichzeitig steigert es die Motivation, wenn die eigenen Stärken erkannt und vom Arbeitgeber weiterentwickelt werden.
  • Führungskräfte werden entwickelt. Führungskräfte, die bereits seit geraumer Zeit im Unternehmen sind, sowohl die Abläufe als auch die Kollegen kennen, können für Arbeitgeber besonders wertvoll sein. Durch gezielte Mitarbeiterentwicklung können die eigenen Mitarbeiter auf genau diese späteren Positionen vorbereitet werden.

Mitarbeiter entwickeln: Teams richtig fördern

Monkey Business Images/shutterstock.comHat ein Arbeitgeber das Potenzial in den eigenen Reihen erkannt, stehen ihm mehrere Optionen zur Verfügung, um seine Mitarbeiter zu entwickeln, zu fördern und Fähigkeiten zu verbessern. Der erste Schritt ist es, Mitarbeitern Verantwortung zu übertragen und auch selbstständiges Entscheiden und Handeln zu ermöglichen. An diesen Herausforderungen wächst nicht nur die Persönlichkeit, sondern auch die eigenen Kompetenzen und der Glaube an die eigenen Leistungen.

Darüberhinaus gibt es aber noch weitere Möglichkeiten, die Entwicklung von Mitarbeitern zu unterstützen. Wir stellen mehrere Alternativen vor und erklären, wieUnternehmen aber auch Mitarbeiter wirklich davon profitieren.

  1. Training on the Job

    Wie der Name bereits sagt, findet die Entwicklung der Mitarbeiter hier direkt am Arbeitsplatz statt. Dabei kann zwischen Job Enlargement, Job Enrichment und Job Rotation unterschieden werden. Grundsätzlich habe jedoch alle das gleiche Ziel: Mitarbeiter mit neuen Abläufen und Aufgaben vertraut zu machen und so seine Fähigkeiten zu entwickeln und neue Kompetenzen zu schaffen.

    Beim Job Enlargement wird der Aufgabenbereich eines Mitarbeiters um ähnliche Projekte erweitert, von Job Enrichment spricht man, wenn schwierigere und wichtigere Aufgaben übertragen werden um einen Mitarbeiter auf höhere Positionen vorzubereiten. Die Job Rotation beschreibt den systematischen und regelmäßigen Wechsel von Arbeitsplätzen. So durchläuft ein Mitarbeiter mehrere Teams oder Abteilungen und kann sich so einen besseren Überblick über verschiedene Bereiche verschaffen.

  2. Training off the Job

    Das Gegenstück zur Mitarbeiterentwicklung am Arbeitsplatz ist das Training off the Job, das separat stattfindet. Die Klassiker sind dabei Fort- und Weiterbildungen, die manchmal über mehrere Tage stattfinden.

    Vorteilhaft ist dabei der Fokus auf einen bestimmten Punkt, der über das Ziel der Fort- oder Weiterbildung bestimmt wird. Außerdem bietet das Training off the Job genügend Zeit, um sich wirklich in ein Thema hineinzuarbeiten und neue Qualifikationen zu erwerben. Allerdings kommt es dabei immer auch auf die Qualität des angebotenen Programms und den Praxisbezug an, um das Wissen tatsächlich anwenden zu können.

  3. Mentorenprogramme

    Viele Vorteile sowohl für Arbeitgeber als auch für Mitarbeiter bieten Mentorenprogramme. Als Mentor bieten sich dabei vor allem erfahrene Mitarbeiter oder Führungskräfte an, die sich um die Entwicklung anderer Mitarbeiter kümmern, ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiterreichen und so ein tiefes Verständnis für die Materie vermitteln können.

    Neben der fachlichen Entwicklung profitieren meist beide Parteien eines Mentorenprogramms von der persönlichen Komponente.

  4. Externes Coaching

    Auch externe Coaches können bei der Mitarbeiterentwicklung helfen, indem Teammitglieder in bestimmten bereichen unterstützt und gezielt gefördert werden. Um möglichst effektiv zu arbeiten, sollte dafür zunächst genau festgelegt werden, welche Ziele mit dem Coaching verfolgt werden. Sollen beispielsweise bessere Leistungen erreicht werden oder geht es darum, Führungskompetenzen zu entwickeln und Problemlösungen anzuwenden?

    Für den Erfolg ist dabei auch die Chemie zwischen Mitarbeiter und Coach entscheidend, denn nur wenn sowohl Respekt als auch Sympathie herrscht, kann man die Ratschläge des anderen wirklich annehmen und auch umsetzen.

[Bildnachweis: SFIO CRACHO by Shutterstock.com]
31. März 2016 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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