Das Wichtigste in Kürze
- Faktoren: Neben einem fairen Gehalt entscheiden Faktoren wie Arbeitsplatzsicherheit, Wertschätzung, Flexibilität und Vereinbarkeit von Familie und Beruf über die Attraktivität eines Arbeitgebers.
- Recherche: Um den persönlichen Wunscharbeitgeber zu identifizieren, sollten Sie nicht nur Marketingkampagnen oder offizielle Informationen nutzen, sondern ebenso Business-Netzwerke (z.B. Linkedin) und Arbeitgeberbewertungsportale.
- Initiative: Weil nicht jeder Wunscharbeitgeber aktuell passende Stellenangebote ausschreibt, sollten Sie hierbei unbedingt eine Initiativbewerbung schreiben.
- Flexibilität: Legen Sie sich niemals auf nur einen Wunscharbeitgeber fest, sondern schauen Sie sich auch bei anderen Unternehmen um. Es gibt viele Hidden Champions.
Bemerkenswert: Bis zu 85 % der Bewerber (Studierende, Young Professionals) können ihre Wunscharbeitgeber sofort nennen. Aber nur 25 % der Angestellten empfinden später eine starke Bindung und Zufriedenheit mit ihrem aktuellen Arbeitgeber.
Was macht einen Wunscharbeitgeber aus?
Ein Wunscharbeitgeber ist ein Unternehmen, bei dem Sie Ihre berufliche Identität und Ihre privaten Lebensvorstellungen in Einklang bringen. Das ist stets eine individuelle Wahl. In die Entscheidung fließen sowohl rationale Faktoren als auch emotionale Aspekte ein. Ein Wunscharbeitgeber ist damit nicht nur die Firma, die das höchste Gehalt bezahlt. Es ist der Betrieb, bei dem Sie das Gefühl haben, dass Ihre Arbeit einen Sinn stiftet, Ihre Leistung gesehen wird und Sie sich in einem respektvollen Umfeld bewegen, in dem Sie sich beruflich entwickeln können.
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Was sind wichtige Faktoren für Wunscharbeitgeber?
Egal, ob Sie schon auf Jobsuche sind, ob Sie analysieren, wie gut Ihr aktueller Arbeitgeber zu Ihnen passt, oder ob Sie Ihre weitere Karriere planen: Entscheidend ist immer, dass Sie klare Kriterien haben, nach denen Sie Ihren persönlichen Wunscharbeitgeber auswählen. Vage Vorstellungen führen oftmals zu einer Enttäuschung. Zur ersten Orientierung, haben wir daher die wichtigsten und in unseren Umfragen meistgenannten Auswahlkriterien zusammengefasst:
Gehalt
Die Bezahlung beim Wunscharbeitgeber darf nicht alleiniges Kriterium für die Wahl sein – trotzdem bleibt das Gehalt für 19 % der Befragten der wichtigste Faktor bei der Entscheidung. Wer sich unfair und zu gering bezahlt fühlt, wird schnell unzufrieden. Angemessene Bezahlung für die eigenen Leistungen und Qualifikationen zeigt die Anerkennung und auch, dass Mitarbeiter nicht ausgenutzt werden.
Arbeitsklima
Wichtige Prioritäten beim Wunscharbeitgeber ist ebenso die Unternehmenskultur. Dabei geht es um ein gutes Betriebsklima zwischen den Kollegen, vor allem um ein wertschätzendes und respektvolles Verhalten von Führungskräften. Gefragt ist zudem ein modernes Unternehmensumfeld mit flachen Hierarchien und kurzen Kommunikationswegen.
Standort
Laut unserer aktuellen Umfrage achten 11 % bei der Jobsuche auf gute Anbindung und möglichst kurze Wege vom eigenen Wohnort, damit das tägliche Pendeln nicht zur Qual und Zeitverschwendung wird. Der Standort darf als Faktor beim Wunscharbeitgeber nicht unterschätzt werden. Nur wenige Arbeitnehmer sind bereit (oder durch familiäre Verpflichtungen in der Lage), ein Jobangebot hunderte Kilometer entfernt anzunehmen.
Aufgaben
Die Arbeit beim Wunscharbeitgeber muss Spaß machen. Dabei geht es vor allem um spannende und abwechslungsreiche Aufgaben. Unzufriedenheit im Job (und mit dem Unternehmen) entsteht oft durch mangelnde Herausforderungen und monotone Arbeitstage. Mitarbeiter suchen einen Tätigkeitsbereich, der immer wieder begeistert.
Jobsicherheit
Kein Unternehmen und keine Position garantieren eine 100-prozentige Jobsicherheit. Ein gewisses Maß an Sicherheit für den Arbeitsplatz ist für Wunscharbeitgeber trotzdem entscheidend. Mitarbeiter suchen nach Jobs, in denen sie nicht ständig Angst vor einer Kündigung oder Insolvenz des Betriebs haben.
Familienfreundlichkeit
Niemand möchte zwischen beruflichem Erfolg und erfülltem Familienleben entscheiden. Wunscharbeitgeber müssen deshalb familienfreundliche Unternehmen sein. Auf eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf wollen Arbeitnehmer nicht verzichten und achten bei der Wahl von Unternehmen genau darauf.
Flexibilität
Starre Strukturen gehören zunehmend der Vergangenheit an. Mitarbeiter wünschen sich eine größere Flexibilität vonseiten der Unternehmen. Zentrales Thema dabei sind flexible Arbeitszeiten, die sich besser an die Bedürfnisse von Arbeitnehmern anpassen und größeren Gestaltungsfreiraum bieten. Auch Homeoffice und Regelungen zum Remote Work sind gefragte Punkte für Wunscharbeitgeber.
Aufstiegsmöglichkeiten
Gerade junge Arbeitnehmer wünschen sich von einem Arbeitgeber die Möglichkeit, im Unternehmen aufzusteigen und höhere Positionen zu erreichen. Es gibt Ambitionen und Karriereziele, die verwirklicht werden wollen. Niemand möchte beruflich über viele Jahre auf der Stelle treten und in einer Karrieresackgasse feststecken.
Entfristung
Ein Wunscharbeitgeber stellt nicht nur vorübergehend ein, sondern bietet gleich einen unbefristeten Arbeitsvertrag an. Dieser Aspekt ist eng mit der oben bereits genannten Jobsicherheit verbunden. Niemand möchte sich ständig darüber Gedanken machen, wie es beruflich in 1-2 Jahren weitergeht. Mit der Entfristung kommt eine sichere und langfristige Perspektive.
Entwicklung
Fort- und Weiterbildungen erweitern die Kompetenzen, ermöglichen Spezialisierung und eine fokussierte Ausrichtung der eigenen Laufbahn. Viele Angestellte wünschen sich Unterstützung und passende Angebote vom Arbeitgeber, um diese Entwicklungen anzugehen.
Apropos: Machen Sie gleich mit bei unserer Umfrage:
Arbeitgebercheck: Kostenlose Checkliste
Was zeichnet einen guten Arbeitgeber aus? Wir haben schon vor Jahren einen gründlichen Arbeitgebercheck mit 30 Kriterien entwickelt, mit dem Sie Ihren künftigen Arbeitgeber besser beurteilen können. Natürlich liegen die Schwerpunkte bei jedem anders. Deshalb sollten Sie die Checkliste für sich immer noch einmal individuell anpassen. Die kostenlose Arbeitgeber-Checkliste können Sie sich jedoch hier gleich als PDF herunterladen:
Wie kann ich meinen Wunscharbeitgeber finden?
Sobald Sie konkrete Auswahlkriterien für Ihren persönlichen Arbeitgebercheck definiert haben, können Sie im Internet ganz leicht auf die Suche nach Ihrem Traumjob und Wunscharbeitgeber gehen. Die folgende Vorgehensweise hat sich bei unseren Coachees schon oft bewährt:
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Lesen Sie Stellenanzeigen aufmerksam
Viele Stellenanzeigen enthalten auch zwischen den Zeilen und im Subtext relevante Informationen über das Unternehmen und den potenziellen Arbeitgeber. Prüfen Sie, ob das Bild, welches das Unternehmen hierbei vermittelt, mit Ihren Vorstellungen übereinstimmt.
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Recherchieren Sie auf der Unternehmenshomepage
Kein Arbeitgeber ohne eigene Webseite. Auf der Firmenhomepage finden Sie nicht nur Infos zur Unternehmenskultur oder zu wichtigen Werten. Im „Karriere“-Teil sollten Sie ebenfalls kritisch prüfen, wie sich der Arbeitgeber darstellt und welche konkreten Entwicklungsperspektiven angeboten werden.
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Nutzen Sie Arbeitgeberchecks
Verlassen Sie sich niemals ausschließlich auf das Eigenmarketing des Unternehmens. Portale wie Glassdoor oder Kununu sowie die Beiträge in Social Media, speziell auf Linkedin, können Ihnen viel über einen potenziellen Arbeitgeber verraten. Oft sind diese Informationen aus erster Hand und entsprechen dem realen Employer Branding.
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Machen Sie ein Praktikum
Je nachdem, in welcher Berufsphase Sie noch stecken, ist ein Praktikum der ultimative Check, um einen Wunscharbeitgeber unter realistischen Bedingungen kennenzulernen. Hierfür sollten Sie aber mindestens 1-2 Monate Zeit investieren. Im Anschluss wissen Sie genau, ob Sie sich eine berufliche Zukunft bei diesem Unternehmen vorstellen können.
Sollte ich auf einen Job bei meinem Wunscharbeitgeber warten?
Sie sind unzufrieden im aktuellen Job und haben Ihr absolutes Traumunternehmen bereits identifiziert – es gibt dort aber gerade keine freien Stellen? Was tun: abwarten oder woanders umsehen? Aus unserer Sicht ist passives Abwarten die definitiv falsche Strategie! Es blockiert Ihre persönliche Entwicklung und birgt das Risiko, dass Sie wertvolle Monate oder gar Jahre im Stillstand verharren. Aus unserer Erfahrung sind diese Strategien wesentlich zielführender:
1. Einen beruflichen Umweg machen
Wenn der direkte Weg zum Wunscharbeitgeber (noch) blockiert ist, machen Sie einen strategischen Zwischenzug: Suchen Sie sich einen Job bei einem direkten Konkurrenten oder in einer ähnlichen Position bei einem anderen Unternehmen. Hier bauen Sie passende Fähigkeiten auf und sammeln Erfahrungen und Erfolge, mit denen Sie später beim Traumunternehmen punkten. Wenn Sie 2 Jahre lang bei einem Mitbewerber Ihres Wunscharbeitgebers exzellente Arbeit geleistet und relevante Projekte geleitet haben, werden Sie bei der nächsten Bewerbung zum absoluten Premium-Kandidaten.
2. Proaktiv Initiativbewerbungen schreiben
Warten Sie nicht darauf, dass eine Stelle geschaffen wird – bewerben Sie sich initiativ ohne konkrete Ausschreibung. Über 70 % aller Positionen werden über den verdeckten Stellenmarkt vergeben. Mit einer individuellen Initiativbewerbung tauchen Sie auf dem Radar des Unternehmens auf. Laut Studien liegt die Erfolgsquote hierbei bei rund 33 %. Selbst, wenn aktuell kein Budget vorhanden oder keine Position vakant ist, landen Sie damit dennoch im internen Talentpool für zukünftige Vakanzen.
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