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Verzweiflung überwinden: Symptome, Ursachen + was tun?

Es gibt kein Vor und kein Zurück mehr, die Gedanken sind nur noch negativ und Sie sehen überall Sorgen und Probleme. Verzweiflung kann das ganze Leben bestimmen. Sie sind in einer Schockstarre und wissen einfach nicht mehr weiter. Ein wenig Verzweiflung in Krisen kennt jeder. Schwierige Phasen gehören zum Leben und müssen überwunden werden. Wenn Sie tief verzweifelt sind, scheint aber genau das unmöglich. Wir zeigen, was Verzweiflung bedeutet, wie sie entsteht und wie Sie den verzweifelten Zustand überwinden, um neue Hoffnung zu schöpfen…



Verzweiflung überwinden: Symptome, Ursachen + was tun?

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Was ist Verzweiflung?

Verzweiflung ist ein Zustand absoluter Hoffnungslosigkeit, Ohnmacht und Zukunftsangst. Die eigene Situation wird als völlig aussichtslos empfunden und Betroffene sehen keinerlei Möglichkeit, etwas daran zu ändern. Der französische Philosoph René Descartes definierte es treffend als „Verzweiflung: Angst ohne Hoffnung.“

In vielen Fällen ist der Begriff eine Übertreibung der Lage. Die meisten Menschen haben schon einmal gedacht „Ich bin so verzweifelt und weiß nicht, was ich tun soll…“ Mit echter Verzweiflung hat das nur selten zu tun. Diese geht weit über einige Sorgen und Probleme hinaus. Betroffene von wahrer Verzweiflung sind in einem emotionalen und psychischen Ausnahmezustand.

Verzweiflung Synonym

Synonym wird auch von Seelennot, Seelenleid, Hoffnungslosigkeit, Ausweglosigkeit oder aussichtsloser Lage gesprochen.

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Verzweiflung: Symptome der Hoffnungslosigkeit

Schwierige Situationen und Krisen kennt jeder. Ausgeprägte Verzweiflung zeigt sich dabei nicht nur in Hoffnungslosigkeit und Angst, sondern durch verschiedene Symptome. Das sind häufige Anzeichen, dass Sie wirklich verzweifelt sind:

  • Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit
  • Angst vor der aktuellen Situation und kommenden Entwicklungen
  • Gefühl der Hilflosigkeit in der eigenen Lage
  • Schlafstörungen
  • Soziale Isolation
  • Innere Unruhe
  • Aggressivität
  • Komplette Überforderung

Typisches Verhalten bei Verzweiflung

In Situationen solcher Aussichtslosigkeit klammern Betroffene sich sprichwörtlich an jeden Strohhalm – jede noch so kleine Möglichkeit, die einen Funken Hoffnung verspricht, an die eigentlich schon lange nicht mehr geglaubt wird. Das kann soweit gehen, dass scheinbar vollkommen absurde Ideen umgesetzt werden, die objektiv betrachtet keinen Sinn machen. Für Verzweifelte ist es der letzte Versuch, sich aufzubäumen und der Hoffnungslosigkeit zu entkommen. So gibt es immer wieder Geschichten vom Mut der Verzweifelten und Verzweiflungstaten.

Früher waren es Herrscher und Krieger, die ohne Aussicht auf Erfolg gegen eine Übermacht in den Kampf gezogen sind, als Sie keine Hoffnung mehr sahen. In heutigen Zeiten sind es Menschen, die Ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellen, alles hinter sich lassen und noch einmal ganz neu anfangen, wenn die Hoffnung fehlt, dass das alte Leben glücklich macht.

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Ursachen: Unterschiedliche Auslöser für Verzweiflung

Verzweiflung kann in kürzester Zeit auftreten. Wenn ein konkretes Ereignis das Leben erschüttert, macht sich sofort Hoffnungslosigkeit breit. Ein Unfall mit langfristigen Folgen, eine Krankheit, ein Todesfall oder andere einschneidende Erlebnisse können zu großer Verzweiflung führen. Solche Ursachen verändern das ganze Leben mit einem Schlag und haben enorme Auswirkugen auf die Psyche eines Menschen.

Doch auch eine langsame Entwicklung ist möglich. Verzweiflung entsteht dann über einen längeren Zeitraum und baut sich immer weiter auf. Waren es anfangs noch Kummer und ein paar Zweifel, wird es mit der Zeit immer schlimmer. Die Sorgen wachsen, die Situation bleibt unverändert schlecht und die negative Erfahrung führt zu ausgeprägter Hoffnungslosigkeit.

Nicht jeder Mensch neigt zu Verzweiflung

Tief empfundene Verzweiflung entsteht meist aus einer negativen Grundhaltung heraus. Krisen lassen sich nicht wegdiskutieren, Rückschläge und schwierige Situationen werden auch in Zukunft auftreten. Ob Sie daran verzweifeln, hängt von Ihrem Blickwinkel und Ihrer persönlichen Einstellung ab. Die fehlende Hoffnung spiegelt immer Selbstzweifel und den fehlenden Glauben an sich selbst und kann einem Mangel an Selbstbewusstsein geschuldet sein.

So reagiert nicht jeder Mensch gleichermaßen verzweifelt. Wo die einen die Situation als aussichtslos und hoffnungslos beschreiben, sehen andere weiterhin eine Möglichkeit und glauben an die eigene Stärke und Resilienz.

Verzweiflung: Sprüche und Zitate

  • „Verzweiflung befällt zwangsläufig die, deren Seele aus dem Gleichgewicht ist.“ (Marc Aurel)
  • „Ihr Verzweifelnden! Wieviel Mut macht ihr denen, die euch zuschaun!“ (Friedrich Nietzsche)
  • „Verzweiflung ist der einzige Ausweg aus der Ausweglosigkeit.“ (Erhard Blanck)
  • „Wenn die Hoffnungslosigkeit uns zu überspannen droht, müssen wir uns besonders anstrengen.“ (Dalai Lama)
  • „Verzweifle nicht, noch nicht einmal durch die Tatsache, dass du nicht verzweifelst.“ (Franz Kafka)
  • „Man soll nie zu früh verzweifeln.“ (Friedrich II.)
  • „Es hat Verzweiflung oft die Schlachten schon gewonnen.“ (Voltaire)
  • „Auch die Verzweiflung hat ihre Ekstase.“ (Victor Hugo)
  • „Die Verzweiflung ist der größte unserer Irrtümer.“ (Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues)
  • „Verzweiflung macht nicht nur das Maß unseres Unglücks voll, sondern auch das unserer Schwäche.“ (Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues)
  • „In der Verzweiflung kommt der Mut erst hinterher.“ (Fred Ammon)
  • „Verzweiflung ist die Schlußfolgerung der Narren.“ (Benjamin Disraeli)

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Verzweiflung: Was tun?

Ein Ausweg aus tiefer Verzweiflung ist nie leicht. Sie werden hart daran arbeiten, sich überwinden müssen und dabei einige schwierige Phasen durchmachen. Für Betroffene fühlt es sich oft so an, als wolle die Verzweiflung kein Ende nehmen. Lassen Sie sich davon nicht entmutigen, denn so hoffnungslos die Lage Ihnen auch erscheinen mag: Es gibt immer Möglichkeiten, die Situation zu überwinden. Diese Tipps helfen, wenn Sie gerade verzweifelt sind:

Akzeptieren Sie die Verzweiflung

Ein großer, aber leider häufiger Fehler: Die eigene Verzweiflung wird abgelehnt oder gar verweigert. Wir ignorieren das Problem und reden uns ein, dass alles gut ist. Damit tun Sie sich keinen Gefallen. Gestehen Sie sich ein, dass Sie verzweifelt sind und gerade keinen Ausweg sehen. Akzeptieren Sie die damit verbundenen Gefühle und lassen Sie die Emotionen zu. Vielleicht bedeutet das Tränen, einen Wutanfall oder Tage, an denen Sie sich kaum aufraffen können. Sie müssen diese Emotionen zulassen und verarbeiten, um sie zu überwinden – auch wenn es schwer ist, sich den negativen Emotionen zu stellen.

Arbeiten Sie an Ihrem Selbstbewusstsein

Ausgeprägtes Selbstbewusstsein kann Verzweiflung teilweise verhindern und auch dabei helfen, sich aus der hoffnungslosigkeit zu befreien. Sie müssen daran glauben, dass Sie selbst in der Lage sind, Schwierigkeiten zu bewältigen und aus jeder Situation das Beste zu machen. Je mehr Sie an sich und Ihre Fähigkeiten glauben, desto weniger verzweifelt sind Sie. Damit verbunden ist die optimistische Einstellung, dass Sie sich nicht unterkriegen lassen. Beginnen Sie mit kleinen Zielen und Erfolgserlebnissen, um selbstbewusster zu werden.

Versuchen Sie Ihren Blick zu erweitern

Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit breiten sich schnell aus. So hoffnungslos, wie es Ihnen vorkommt, ist die Situation oftmals aber nicht. Lediglich Ihre Wahrnehmung ist getrübt und so sehen Sie nur noch Probleme, Hürden, Mauern und Stoppschilder. Mögliche Chancen, Ideen und Ansätze werden hingegen ausgeblendet und gar nicht wahrgenommen. Befreien Sie sich von dieser eingeschränkten Aufmerksamkeit, dann sind Sie auch weniger verzweifelt. Sie erkennen, dass doch Mittel und Wege zur Verfügung stehen, die Situation ins Positive zu wenden.

Suchen Sie sich Hilfe

Verzweifelte ziehen sich zurück und schotten sich ab. Doch gerade in dieser schweren Zeit brauchen Sie Mitmenschen, die Halt bringen und die Zuversicht zurückgeben können. Sprechen Sie mit Freunden und Familie, bleiben Sie offen und kommunizieren Sie ehrlich über Ihre verzweifelte Lage. Das gibt Rückhalt, Unterstützung und auch neue Lösungswege oder Perspektiven. Auch kann es sinnvoll sein, Hilfe von einem Experten zu holen. Die Grenze zwischen starker Verzweiflung und Depression ist schmal. Wenn Sie es alleine nicht schaffen, suchen Sie sich professionelle Hilfe.

Verzweiflung als Chance sehen

Für Außenstehende ist es leicht, gute Ratschläge zu geben. Diese mögen gut gemeint sein, die Umsetzung macht das nicht einfacher. Was Sie brauchen, um sich aus dem Negativtrend der Verzweiflung zu befreien, ist eine neue Mentalität. Der Fokus darf nicht nur auf scheinbar unlösbaren Problemen liegen, sondern auf den Chancen und Möglichkeiten. Nehmen Sie Ihre Verzweiflung als Anlass, den Status Quo zu hinterfragen, Ihre Situation kritisch zu überdenken und die nötigen Änderungen anzustoßen, die sich aus dieser Analyse ergeben.

Es ist ein klares Signal, dass es so nicht weitergehen kann – sonst wären Sie nicht verzweifelt. Treten Sie nicht auf der Stelle und verharren Sie in diesem Zustand, sondern gehen Sie von Anfang an die nötigen Schritte, um etwas zu verändern.



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[Bildnachweis: Nicoleta Ionescu by Shutterstock.com]