Bucket List: Beispiele, Inspirationen, Tipps

Was wollen Sie noch erleben, erreichen oder erfahren? All diese Dinge können Sie auf Ihre persönliche Bucket List schreiben. Statt einer einzelnen, können Sie solche Selbstverwirklichungslisten für viele verschiedene Bereiche erstellen: Reisen, sportliche Aktivitäten, Finanzen, privat und familiär, große und allgemeine Lebensziele und natürlich eine Bucket List für das Berufsleben. Damit es Ihnen nicht mehr an Inspiration für Ihre Bucket List fehlt, haben wir viele Beispiele und Tipps zusammengestellt – zeigen aber auch, welche Schwierigkeiten und Probleme eine Bucket List mitbringen kann…

Bucket List: Beispiele, Inspirationen, Tipps

Definition: Was ist eine Bucket List?

Bucket List Definition Inspiration Vorlage ErklärungDer genaue Ursprung des Begriffs Bucket List ist nicht bekannt, allerdings herrscht Einigkeit darüber, dass es auf die englische Redewendung kick the bucket zurückgeht, was umgangssprachlich für das Sterben steht und mit dem deutschen den Löffel abgeben vergleichbar ist. Als Bucket List wird entsprechend eine Auflistung aller Ziele bezeichnet, die man noch vor seinem Tod erreicht haben möchte.

Solch eine Bucket List müssen Sie aber nicht erst im höheren Alter oder nach einer schlimmen Diagnose beim Arzt erstellen. Das kann zwar ein Grund und Auslöser sein, sich noch einmal vor Augen zu führen, was das Leben noch bereithalten soll, die meisten Menschen entscheiden sich jedoch bereits viel früher, eine Bucket List zu schreiben und diese nach und nach abzuarbeiten.

Dabei gibt es gleich mehrere gute Gründe und Vorteile, warum Sie möglichst früh eine Bucket List aufstellen sollten:

  • Sie können sich Ihre Ziele verdeutlichen.
  • Sie finden einen persönlichen Lebenssinn.
  • Sie sind dankbar und glücklich, wenn Sie Dinge auf Ihrer Bucket List erreichen.
  • Sie lernen sich selbst und Ihre Wünsche besser kennen.
  • Sie motiviert dazu, selbst die größten Ziele zu erreichen und alles dafür zu geben.

Beispiele für eine Bucket List in unterschiedlichen Bereichen

Bucket List Beispiel Vorlage Tipps InformationenKlassischerweise geht es bei einer Bucket List um die ganz großen Ziele des Lebens, ganz der der Frage: Was muss ich unbedingt noch gemacht und erlebt haben, bevor ich eines Tages sterbe? Oftmals finden sich auf Bucket Lists deshalb klassische once in a lifetime Momente, ein beliebtes Beispiel ist etwa der Fallschirmsprung, das Erklimmen eines bestimmten Berges oder der Besuch eines ganz besonderen Ortes.

Sie müssen Ihre Bucket List allerdings nicht darauf beschränken, sondern können diese für die unterschiedlichsten Bereiche und Ziele erstellen. Als Möglichkeiten und zur Inspiration haben wir einige Anregungen und Beispiele für Sie gesammelt:

Welche Sportarten will ich unbedingt mal ausprobieren?

Zum Beispiel…

  • Soccergolf
  • Beachvolleyball
  • Darts
  • Lacrosse
  • Eishockey
  • Jiu-Jitsu
  • Unterwasserrugby

Welche Länder würde ich gerne bereisen?

Zum Beispiel…

  • Peru
  • Namibia
  • Island
  • Neuseeland
  • Vietnam
  • Costa Rica
  • Indien

Welche Filme muss ich mir definitiv noch anschauen?

Zum Beispiel…

  • Casablanca
  • Dr. Strangelove
  • La La Land
  • Das Boot
  • La Dolce Vita
  • Die sieben Samurai
  • Blade Runner

Was will ich auf jeden Fall erleben?

Zum Beispiel…

  • Unter freiem Himmel schlafen
  • Hochseeangeln vor Grönland
  • Super Bowl live im Stadion sehen
  • Größte Achterbahn der Welt fahren
  • Sushi in Japan essen
  • Auf Rollerblades durch Buenos Aires laufen
  • Pokern in Las Vegas

Welche Fähigkeiten will ich mir aneignen?

Zum Beispiel…

Die Kategorien lassen sich noch weiter aufsplitten: Englische Bücher und deutsche. Independent-Filme und Oscar-Gewinner. Sehenswürdigkeiten und Kontinente.

Und auch die weiteren Möglichkeiten sind schier endlos: Welche Rezepte ausprobieren? Welche Konzerte besuchen? Welche Computergames durchspielen? Welche Meilensteine bis zum 50. Geburtstag erreichen? Welche schlechten Gewohnheiten ablegen? Welche…

Bucket List erstellen: So einfach geht’s

Eine Bucket List enthält wichtige und zum Teil sehr persönliche Ziele. Trotzdem ist es keine Raketenwissenschaft, eine individuelle Bucket List zu erstellen. Wie Sie die Sache einfach, aber richtig angehen, zeigen die folgenden Tipps:

  • Format wählen

    : Das kann ein edles Notizbuch oder ein Online-Tool sein. Für die papierne Variante spricht die überlegene Haptik. In jedem Fall sollte Ihr Helferlein immer griffbereit und einfach zu handhaben sein.

  • Thema geben

    Geben Sie dem Kind einen Namen. „66 Orte, die ich sehen möchte, bevor ich sterbe“ oder so etwas in der Richtung. „44 Bücher, die ich verschlingen werde“. „22 Ziele, die ich erreichen will“. Oder wenn Sie es ganz klassisch und allgemein mögen: „Meine persönliche Bucket List“

  • Wünsche aufschreiben

    Erst nachdenken, brainstormen, Stichworte machen – und danach die Bucket Liste mit den entsprechenden Punkten füllen.

  • Punkte durchstreichen

    Nämlich immer dann, wenn Sie einen Punkt von der Liste streichen können. Mit einem beherzten Bleistiftstrich oder Klick. Das ist der schönste Teil.

  • Inspirationen holen

    Die Bucket List enthält Ihre persönliche Ziele, es spricht aber nichts dagegen, wenn Sie sich weiterhin Inspiration von außen holen und Ideen an Ihre eigenen anpassen. Und wer weiß, vielleicht fällt Ihnen ja noch etwas ein, mit dem sie Ihre Liste erweitern können und wollen. Dann einfach hinzufügen. Merke: Ihre Bucket List ist ein lebender Organismus und kann eigentlich nie vollständig sein.

  • Neu anfangen

    Sie haben Ihre Bucket List allen Ernstes von A bis Z abgearbeitet? Respekt! Sollte dieser Tag jemals kommen, dann starten Sie halt einfach eine neue. Aber erst, nachdem Sie kurz innegehalten, sich innerlich gefreut und bewusst gemacht haben, dass Sie eine ganze Reihe der Ziele in Ihrem Leben erreicht haben. Dankbarkeit und Freude sind mehr als angebracht!

Mögliche Probleme, die eine Bucket List verursacht

Bucket List erstellen Inspiration Beispiele Tipps NachteileDie vielen Vorteile einer Bucket List haben wir Ihnen bereits aufgezeigt – doch können solche Listen auch eine Kehrseite haben: Sie bauen einen immensen Druck auf, der verschiedene Probleme mitbringen kann.

Zum einen geht die Freude und der Reiz eines großen Zieles verloren, wenn ständig die Bucket List im Hinterkopf ist. Wer viele Länder der Welt bereist, nur um Häkchen auf der Bucket List machen zu können, wird dabei nicht glücklich. Vielmehr werden solche Menschen zu Getriebenen, Rast- und Ruhelosen. Sie können den Moment gar nicht genießen, sondern denken nur daran, welchen Punkt der Bucket List sie als nächstes angehen.

Gleichzeitig kann eine Bucket List leider auch sehr unglücklich machen. Nicht alle großen Ziele lassen sich realisieren und die Liste ist der schriftliche Beweis, was im Leben alles nicht geschafft und erreicht wurde. Es folgen Frust, Unzufriedenheit und Zweifel an den eigenen Entscheidungen.

Bucket List im Job: Die große Liste für das Berufsleben

Wir wären nicht die Karrierebibel, wenn wir Ihnen nicht noch einige Punkte als Beispiele und Inspirationen für die Bucket List des Berufslebens an die Hand geben würden. Zunächst aber die Empfehlung: Sie sollten eine solche Liste mit Zielen für Ihre berufliche Laufbahn unbedingt aufstellen. Die Bucket List hilft bei der Orientierung, sorgt dafür, dass Sie im Job den richtigen Weg finden und Ihre Ziele nicht aus den Augen verlieren.

Viel zu oft geht im Joballtag verloren, was Sie sich vorgenommen haben. Sie machen es sich in einer Position bequem und vergessen, dass Sie eigentlich etwas ganz anderes wollten. Dann können Sie Ihre Bucket List anschauen, reflektieren, ob diese Ziele immer noch mit Ihrer aktuellen Situation übereinstimmen und die nötigen Schritte einleiten.

Sollten Sie nicht genau wissen, mit welchen Punkten Sie eine berufliche Bucket List füllen können, haben wir einige Vorschläge für Sie:

  1. Ein Praktikum absolvieren

    Diesen Punkt haken Sie am besten während Ihrer Schul- oder Studienzeit ab. Egal wie Ihr Schnupperkurs konkret verläuft: Aus der Praktikanten-Perspektive ergeben sich immer wertvolle Einblicke — manchmal sogar in den wahren Charakter von Menschen. So mancher, der im Vorstandssessel aufgewacht ist, stellt verblüfft fest: Damals als Praktikant waren noch nicht alle so freundlich zu mir.

  2. Das Studium erfolgreich beenden

    Vorweg: Nicht jeder muss studieren. Während die Hörsäle platzen, suchen Betriebe mit dem Fernglas nach Azubis. Machen Sie also ruhig eine gescheite Ausbildung. Für alle anderen: Wenn Sie das Abschlusszeugnis von der Uni in Händen halten, dürfen Sie sich offiziell Akademiker nennen. Dieses Prädikat nimmt ihnen niemand mehr. Das fühlt sich nicht nur gut an, sondern bringt Sie in eine aussichtsreiche Position fürs weitere Berufsleben.

  3. Den ersten Arbeitsvertrag unterschreiben

    Erster Job, erstes Gehalt: Sobald Sie die Tinte unter den Vertrag gesetzt haben, müssen Sie Ihre Füße endgültig nicht mehr unter Vatis (oder Muttis) Tisch stellen. Darauf können Sie anstoßen – und am besten in einen Job starten, der Ihrer Qualifikation entspricht. Denn: Der Berufseinstieg ist oft prägend für den weiteren Verlauf Ihrer Karriere.

  4. Im Startup arbeiten

    Ein großer Konzern bietet Ihnen ein nettes Grundgehalt, eine solide Kantine, Kaffee und Kita-Plätze. Annehmlichkeiten und Sicherheiten. Das ist auch ganz prima so. Wer im Startup arbeitet, muss sich den Komfort aber erst noch verdienen. Das prägt. Genauso wie die Aussicht, die Welt verändern, mitgestalten zu können. Ein guter Zeitpunkt zum Startuppen: direkt nach dem Studium.

  5. Befördert werden

    Das haben Sie natürlich nicht selbst in der Hand. Jedenfalls nicht direkt. Manchmal sind persönliche Sympathien oder Animositäten dafür ausschlaggebend, dass der Nullinger im Nebenbüro befördert wird und nicht Sie. Wenn Sie aber kontinuierlich gute Leistungen bringen und – ganz wichtig – darauf auch dezent hinweisen, können Sie diesen Punkt alsbald von Ihrer Liste streichen.

  6. Mindestens fünf Jahre in einem Job bleiben

    Früher eine Selbstverständlichkeit, heute geht der Trend zur Patchwork-Karriere – mit Brüchen im Lebenslauf und immer kürzerer Verweildauer im Betrieb. Hinschmeißen ist auch einfach, ermöglicht zudem schnellere Gehaltssprünge. Andererseits können Sie sich so selten langfristig etwas aufbauen – und die Ergebnisse Ihrer Arbeit in ihrer vollen Blüte bewundern. Seien Sie daher vor allem bei der Stellenwahl wählerisch und suchen Sie sich einen Job mit Perspektive.

  7. Ein Sabbatjahr einlegen

    Die meisten wollen es, die wenigsten tun’s: Wenn Sie aber wirklich die Weltreise machen oder den Roman schreiben wollen, ist ein Sabbatical vermutlich die einzige Möglichkeit. Es sei denn, Sie wollen bis zur Rente warten. Positiv: Viele Arbeitgeber respektieren mittlerweile den Wunsch nach einer längeren Auszeit. Wichtig ist nur, das Sie Ihr Sabbatjahr gründlichst planen und vorbereiten.

  8. Mentor sein

    Vermutlich gibt es auch in Ihrem Büro die notorischen Nörgler und Besserwisser. Fein. Aber fällt Ihnen auch jemand ein, der Sie stark macht, Ihre Talente fördert, unterstützt und hilft? Gerade „unfertige“ Nachwuchskräfte können einen echten Förderer, der sie manchmal aufbaut, manchmal anstupst, gut gebrauchen. Professionelle Mentorenprogramme geben Ihnen die Möglichkeit, selbst zum Mentor zu werden. Das hilft nicht nur Ihrem Mentee in dessen Persönlichkeitsentwicklung, sondern auch Ihnen selbst.

  9. Eine Gehaltserhöhung bekommen

    Wünscht sich jeder. Kriegt aber nicht jeder. Gemeint ist wohlgemerkt die Gehaltserhöhung IM Job, nicht bei einem Jobwechsel. Der Wunsch steht und fällt zwar mit Ihrem Vorgesetzten – aber auch Ihrem eigenen Verhalten. Wenn alles gut läuft, können Sie diesen Punkt schnell von Ihrer Bucket List streichen.

  10. Kündigen

    Wer den Job fürs Leben gefunden hat, darf diesen Punkt gerne überspringen. Wenn Sie dagegen vor Frust morgens kaum noch aus dem Bett kommen, sollten Sie früher oder später über einen Jobbwechsel nachdenken. Ein wohliges Gefühl in der Magengegend kann die Belohnung dafür sein, Ihrem tyrannischen Chef die Kündigungspapiere auf den Tisch zu knallen. Aber Vorsicht: Die Kündigungs-Karte sollten Sie mit Bedacht spielen.

  11. Ein Stellenangebot ablehnen

    Status quo: Viele Unternehmen behandeln Bewerber noch immer wie lausige Bittsteller — und überschätzen sich selbst maßlos. Im Zuge der demographischen Verwerfungen dürfte der Spieß bald noch häufiger umgedreht werden. Fangen Sie direkt damit an und sagen Sie einem solchen Unternehmen höflich, aber bestimmt ab: „Ich glaube nicht, dass Ihr Unternehmen meine Erwartungen erfüllen kann.“ Sie werden sehen, wie gut das tut.

  12. Ein Unternehmen gründen

    72 Prozent der Deutschen zwischen 16 und 30 wollen kein eigenes Unternehmen gründen. Ein erschreckend hoher Wert, der natürlich auch darauf zurückzuführen ist, dass man als Angestellter hierzulande recht bequem durchs Leben kommt. Trotzdem macht es einen großen Unterschied, die eigenen oder fremde Brötchen zu backen, eigen Fleisch und Blut großzuziehen oder immer nur bei anderen babyzusitten. Ihr Unternehmen muss ja nicht gleich das neue Facebookwerden …

  13. Im Ausland arbeiten

    In der Theorie ein schwereloser Traum, in der Praxis ein Brocken Arbeit: Auch die Horizonterweiterung im Ausland will hart erarbeitet, die Bewerbung geschrieben, Visum beantragt, eine Wohnung gemietet, Umzug und Alltag geregelt werden. Vorteil: Die EU macht die Erfüllung des Traums erheblich leichter. Fortgeschrittene streichen diesen Punkt aber in Ländern wie Kanada, Dubai oder Thailand.

[Bildnachweis: ByEmo by Shutterstock.com]
11. März 2019 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.


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