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Mona-Lisa-Syndrom: Nett, aber ausgenutzt

Lächeln, lächeln und noch mehr lächeln. Das hebt die Laune und macht sympathisch. Alice Ipsen von der Cornell Universität zeigte sogar, dass lächelnde Kollegen positiver bewertet, öfter befördert und besser bezahlt werden. Doch die Kehrseite ist das Mona-Lisa-Syndrom. Gerade für Frauen kann es einige Nachteile haben, wenn sie im Job die ganze Zeit mit einem Lächeln über den Büroflur laufen. Was Sie zum Mona-Lisa-Syndrom wissen sollten…



Mona-Lisa-Syndrom: Nett, aber ausgenutzt

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Was ist das Mona-Lisa-Syndrom? Einfach erklärt

Das Mona-Lisa-Syndrom ist ein Psycho-Phänomen, das vor allem Frauen im Job betrifft. Statt sich selbst zu behaupten, die eigenen Stärken per Selbstmarketing zu betonen, sich zu verteidigen oder durchzusetzen, lächeln diese Kolleginnen einfach zu allem. Sie wirken stets gut gelaunt und sind sympathisch, doch schaden sie sich damit selbst. Als Folge des Mona-Lisa-Syndroms werden sie bei Beförderungen oder Gehaltserhöhungen regelmäßig übergangen.

Das Mona-Lisa-Syndrom schlägt zu, wenn Sie gute Miene zum bösen Spiel machen. Sie versuchen Unangenehmes wegzulächeln: den Ideenklau des Kollegen, das Ignorieren Ihrer Leistungen, die dummen Bemerkungen vom Chef… Manche lächeln selbst dann noch charmant weiter, wenn sie schamlos ausgenutzt, über- oder gar hintergangen werden.

Immer schön lächeln: Es fehlt Durchsetzungsvermögen

Das Mona-Lisa-Syndrom entsteht oft durch fehlendes Durchsetzungsvermögen und einen Mangel an Konfliktfähigkeit. Betroffene wehren sich nicht, sondern setzen ein Lächeln auf, um aus unangenehmen und schwierigen Situationen zu entkommen. Das kann natürlich auch Männer betreffen, häufiger sind es aber Frauen im Job, die weniger forsch und offensiv auftreten.

Die Faszination hinter Mona Lisas Lächeln

Das Lächeln dieser Frau ist endlose Herausforderung und Faszination für die Wissenschaft. Seit Leonardo da Vinci um 1503 die Brünette mit dem magischen Grinsen auf ein etwa 50 mal 70 Zentimeter kleines Stück Pappelholz malte, zieht es Menschen in den Bann und hat einen regelrechten Forscherkult ausgelöst. Die Frage: Warum lächelt Mona Lisa so zauberhaft?

Meinungen und Ergebnisse dazu gibt es viele – mal schön, mal schräg. Kanadische Kunstwissenschaftler wollen mit Infrarotstrahlen herausgefunden haben, dass Mona Lisa über dem Kleid einen hauchdünnen (für das Auge unsichtbaren) Schleier trägt. Der sei typisch für Frauen, die im frühen 16. Jahrhundert gerade ein Kind zur Welt gebracht hatten. Skurriler die Ferndiagnose eines amerikanischen Zahnarztes aus dem Journal of Forensic Sciences. Er will eine Narbe unter Mona Lisas Lippe gesichtet haben und deutet die Mundstellung als Folge ausgeschlagener Schneidezähne.


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Mona-Lisa-Syndrom: Folgen für Betroffene

Zu viel im Job lächeln? Das klingt zunächst harmlos, kann aber spürbare Konsequenzen für die gesamte Karriere haben. Wer immer nur ein Lächeln aufsetzt, statt Stärke zu zeigen und Selbstmarketing zu betreiben, schadet sich und seinem Erfolg nachhaltig. Einige Folgen des Mona-Lisa-Syndroms sind:

  • Seltene Beförderungen
    Beförderungen gehen längst nicht immer an den oder die beste Mitarbeiterin. Bei der Auswahl spielen weitere Faktoren eine Rolle, allen voran: Wer positioniert sich gut, fällt auf und zeigt benötigte Führungsqualitäten.
  • Weniger Gehalt
    Gleiches gilt beim Gehalt. Wer nicht selbstbewusst auftritt und für sich selbst eintritt, bekommt am Ende weniger. Auch in einer Gehaltsverhandlung kommen Sie nur mit handfesten Argumenten weiter, nicht mit einem sympathischen Lächeln.
  • Vermehrtes Ausnutzen
    Im Job gibt es viel Konkurrenz und oft eine Ellenbogenmentalität. Wer sich nicht verteidigt, wird leichter ausgenutzt. Sie setzen keine Grenzen und lassen andere einfach machen. Leider gibt es immer wieder Kollegen, die sich diese Chance nicht entgehen lassen und Sie ausbeuten.
  • Schlechtere Jobchancen
    Schon im Vorstellungsgespräch kann die Zurückhaltung schädlich sein. Die Psychologin Monika Sieverding fand heraus: Männer reden länger über ihre Stärken als Frauen und schneiden im Bewerbungsproezss häfig besser ab.

Mona-Lisa-Syndrom: Sind Frauen zu nett?

Es klingt unfair, doch teilweise sind Frauen im Job zu nett. Sie sind kollegial, schmücken sich nicht mit fremden Federn und bleiben bescheiden. Männer setzen sich (teils penetrant) in Szene, gehen auch mal unsportlich vor – und werden dafür belohnt.

Freundlichkeit führt leider nicht zum Erfolg. Im Job setzen sich Stärke, Eigenmarketing, Kommunikationsstärke und am Ende auch Kampfgeist durch. Wer wie Mona Lisa bescheiden alles weglächelt, hilft nicht sich selbst, sondern nur den anderen, die davon profitieren.

Lächelmasken-Syndrom: Vorsicht Dauergrinsen!

Mal abgesehen vom Mona-Lisa-Syndrom hat Lächeln viele Vorteile. Es steigert die Sympathie, verbessert sofort die eigene Laune und kann sogar Schmerzen lindern. Übertreiben sollten Sie es aber nicht! Ein krampfhaft aufgesetztes Permagrinsen ist sogar gefährlich. Die Psychologin Makoto Natsume von der Universität Osake forschte zu diesem Lächelmasken-Syndrom. Ihr Ergebnis: Ein ständig aufgesetztes Lächeln kann sogar zu Depressionen führen.
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Mona-Lisa-Syndrom überwinden: 5 Tipps

Tatsache ist: Im Job kommen Sie an eitlen Macht- und Reputationsspielen nicht vorbei. Sie müssen das Mona-Lisa-Syndrom überwinden und zeigen: Egal, wie viel ich lächele – ich bin eine wichtige Leistungsträgerin und setze mich im Job durch. Orientieren Sie sich an einem einfachen Grundsatz: Selbst die beste Leistung verpufft, wenn sie keiner bemerkt. Damit Sie das Mona-Lisa-Syndrom überwinden können, haben wir fünf Tipps zusammengestellt:

  • Stärken Sie Ihr Selbstvertrauen
    Der erste, aber auch wichtigste Schritt: Sie brauchen ein gesundes Selbstvertrauen. Sie müssen sich nicht klein machen oder zurückstecken, sondern können für sich einstehen. Glauben Sie an sich, Ihre Fähigkeiten, Ihre Ideen und Ihre Bedeutung für den Arbeitgeber. Schließlich wurden Sie nicht ohne Grund eingestellt, sondern aufgrund Ihrer Qualifikationen.
  • Melden Sie sich zu Wort
    Im Meeting sind Sie nicht nur stiller Teilnehmer, sondern aktiver Gestalter. Melden Sie sich zu Wort, bringen Sie Ihre Meinungen ein und machen Sie konstruktive Vorschläge. Gegen das Mona-Lisa-Syndrom hilft besonders, wenn Sie Ihre bisherigen Erfolge und Erfahrungen einfließen lassen. Das ruft allen Anwesenden in Erinnerung, was Sie leisten.
  • Setzen Sie klare Grenzen
    In manchen Situationen ist es mit einem Lächeln nicht getan. Wenn Sie jemand falsch behandelt, müssen Sie klare Grenzen setzen. Lassen Sie sich nicht alles gefallen und ziehen Sie sich nicht einfach zurück. Kommunizieren Sie klar: Mit mir können die Kollegen das nicht machen. Dazu gehört auch der Umgang mit Dominanzgesten. Wenn Sie unterbrochen werden, sagen Sie klar: „Ich möchte erst noch ausreden, bevor Sie dran sind.“
  • Bewerten Sie Vorschläge anderer
    Wer Vorschläge bewertet, betrachtet das Ganze aus einer höheren Perspektive. Er stellt sich selbst höher, verdeutlicht seinen Status und seine Kompetenz. Genau das sollten Sie tun, um positiv aufzufallen. „Das ist ein guter Punkt, aber Sie haben vergessen…“ oder „Grundsätzlich stimme ich zu, ich möchte aber noch ergänzen, dass…“ sind gute Gelegenheiten, um Ihr Wissen und Ihre Ideen zu positionieren.
  • Achten Sie auf Ihr Erscheinungsbild
    Körpersprache und Kleidung haben große Effekte auf die Wahrnehmung anderer. Noch bevor auch nur ein Wort gesprochen ist, entscheidet die äußere Erscheinung darüber, wie wir andere Menschen einordnen – und damit auch, wie ernst wir sie und ihre Aussagen nehmen. Heißt für Sie: Ihr Erscheinbungsbild und Auftreten muss Ihrem Status entsprechen.

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[Bildnachweis: art designer by Shutterstock.com]

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