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PERMA-Modell: 5 zentrale Faktoren für ein erfülltes Leben

Sie wollen glücklicher und zufriedener werden? Dann achten Sie vor allem auf die 5 Faktoren im PERMA-Modell von Martin Seligman. Nach Auswertung zahlreicher empirischer Studien sind es vor allem diese fünf Lebenbereiche, die maßgeblich über unser Wohlbefinden und Lebensglück entscheiden. Welche Faktoren das sind und wie Sie das PERMA-Modell für sich persönlich nutzen…



PERMA-Modell: 5 zentrale Faktoren für ein erfülltes Leben

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Was ist das PERMA-Modell (nach Martin Seligman)?

Das PERMA-Modell ist eine Art Glücksformel der Positiven Psychologie und definiert fünf Faktoren, die für unser Lebensglück und Wohlbefinden entscheidend sind.

Der Begriff PERMA ist ein Akronym und setzt sich zusammen aus den (englischen) Anfangsbuchstaben der fünf Lebensbereiche (auch: „5 Säulen des Glücks“ genannt):
:

  • P = Positive Emotionen (positive Emotionen)
  • E = Engagement (Einsatzfreude)
  • R = Relationships (stabile Beziehungen)
  • M = Meaning (Sinn, Bedeutung)
  • A = Accomplishment (Zielerreichung, Selbstwirksamkeit)

Entwickelt wurde das PERMA-Modell von Martin Seligman. Der US-Psychologe lieferte zahlreiche Erkenntnisse auf dem Gebiet der Positiven Psychologie, zu seinen bekanntesten Konzepten gehört die Idee der „erlernten Hilflosigkeit„. Das PERMA-Modell basiert auf zahlreichen, empirisch belegten Studien, aus denen Seligman schließlich die fünf Faktoren wissenschaftlich herausgefiltert hat.

Das PERMA-V Modell

Martin Seligman hat sein PERMA-Modell immer wieder weiterentwickelt. Ursprünglich hatte es nur vier Faktoren. Inzwischen wird teilweise um einen sechsten Faktor erweitert: Vitalität (Gesundheit). Deshalb sprechen einige Forscher auch vom PERMA-V Modell und betonen, dass die Gesundheit ebenfalls erheblich zum Wohlbefinden und Lebensglück beiträgt.


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Die 5 Faktoren im PERMA-Modell – einfach erklärt

Nach Martin Seligman sind es insgesamt fünf Bereiche, die in unserem Leben maßgeblich darüber entscheiden, ob wir glücklich und zufrieden sind und unser volles Potential entfalten können. Sehen wir uns diese fünf Glücksfaktoren genauer an:

1. Positive Emotions (positive Emotionen)

Glück bedeutet nicht die Abwesenheit von Pech. Jeder Mensch durchlebt immer wieder Höhen und Tiefen im Leben. Entscheidend für unser Glücksempfinden ist unsere Bewertung dessen, was uns widerfährt. Durch positives Denken mildern wir die Tiefen ab und kultivieren eine Haltung der Dankbarkeit und Zuversicht.

Perma Modell Dankbarkeit Zettel Glas Jahresende Grafik

Dabei geht es Seligman nicht darum, Dinge zu beschönigen. Aber wir können unseren Blickwinkel ändern: Ob wir vom Schlimmsten ausgehen oder optimistisch an die Zukunft denken, ist allein unsere Entscheidung und vor allem das: eine Attitüde.

2. Engagement (Einsatzfreude)

Engagement ist die Triebfeder und gleichzeitig das Ergebnis von Glück: Wer etwas tut, was er mag, hängt sich automatisch mehr hinein. Die Zeit vergeht wie im Fluge und am Ende steht etwas, das einen mit Stolz erfüllt. Mihály Csíkszentmihályi prägte hierfür die Bezeichnung Flow.

Um in diesen Zustand zu kommen, sollten wir eine Tätigkeit ausüben, die zwischen Überforderung und Unterforderung liegt. In dem Moment, in dem wir eins mit dem werden, was wir gerade tun, denken wir nicht über die Bedeutung von Glück nach – wir sind einfach glücklich! Das kann etwas auf der Arbeit sein, aber ebenso eine sportliche Aktivität oder ein Hobby.

Flow Theorie Flow Punkt Unterforderung Ueberforderung Leistungskurve

3. Relationships (stabile Beziehungen)

Menschen sind soziale Wesen – wir brauchen Beziehungen wie die Luft zum atmen. Bei funktionierenden, stabilen Beziehungen machen wir zahlreiche positive Erfahrungen: Wir bekommen Sicherheit, emotionalen Rückhalt, finden Unterstützung, Zuspruch und sogar bedingungslose Liebe. All das trägt enorm zum Glücksempfinden bei.

Allein zu wissen, dass man sich auf seine Freunde verlassen kann, dass es Kollegen gibt, die einen in der Not unterstützten, verstärkt die Zufriedenheit und Lebensbalance. Allerdings bedeutet das auch, sich von falschen Freunden und toxischen Menschen konsequent zu trennen. Weil sie uns runterziehen und die Energie rauben, ja sogar krank machen können.

4. Meaning (Sinnhaftigkeit, Bedeutung)

Wie fühlt es sich an, nur ein nutzloses Rad im Getriebe zu sein? Keinen Unterschied zu machen. Genau: elend! Im eigenen Leben einen Sinn zu sehen, seinem Schaffen eine tiefere Bedeutung zu geben, das setzt nicht nur ungeahnte Kräfte frei – es macht uns nachhaltig glücklich. Dabei ist der Schlüssel zum Glück aber nicht etwa, einen Sinn zu suchen oder zu finden, sondern vielmehr seinem Leben einen Sinn zu GEBEN (siehe: Paradoxon der Sinnsuche).

Der Job hat laut PERMA-Modell dabei eine große Bedeutung: Eine gefühlt sinnlose Tätigkeit ist einer der Hauptursachen dafür, dass uns die Arbeit krank macht oder gar in einen Burnout führt. Zum Vergleich: Viele Selbstständige arbeiten länger und mehr als Angestellte, empfinden das aber nicht als Belastung, weil Sie in ihrer Arbeit einen höheren Sinn sehen – zum Beispiel das eigenen Business aufzubauen und finanziell frei zu werden.

5. Achievement (Leistung, Zielerreichung)

Ziele zu haben und diese zu erreichen, ist im PERMA-Modell ein elementarer Faktor. Jedes erreichte Ziel ist eine Rückmeldung an die eigene Selbstwirksamkeit und ein Booster für unser Selbstwertgefühl: „Ich schaffe, was ich mir vornehme!“

Für die richtige Zielsetzung ist es wichtig, dass wir uns realistische und konkrete Ziele setzen und deren Fortschritt regelmäßig überprüfen (siehe SMART-Methode). Zu große und unerreichbare Ziele können dagegen demotivieren. Richtig formuliert und etappenweise umgesetzt haben Ziele aber enorme Vorteile…

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Wir können die 5 Säulen des Glücks selber beeinflussen!

Warum diese fünf Bereiche? Seligman stellte zum Beispiel fest, dass Geld allein nicht glücklich macht. Dafür tauchten in den Studien immer wieder andere Faktoren auf, die uns dauerhaft zufriedener machen – die fünf Bereiche des PERMA-Modells. Das Glück war in diesen Bereichen sogar messbar, was auch daran liegt, dass wir diese Bereiche selbst beeinflussen können.

Und das ist die wirklich positive Erkenntnis aus dem PERMA Modell: Wir haben unser Glück selbst in der Hand. Glück ist kein Glücksfall, sondern wird gemacht. Zwar lassen sich Liebe und Freundschaft nicht erzwingen. Aber wir können zum Beispiel etwas dafür tun, dass uns andere Menschen sympathischer finden und uns ihre Freundschaft anbieten. Ebenso können wir unsere Gedanken beeinflussen, uns Ziel setzen und diese mit entsprechendem Engagement auch erreichen.


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