Work-Fun-Balance: 5 sichere Tipps für mehr Spaß im Job

Arbeit ist das halbe Leben. Heißt es. Aber was ist mit der anderen Hälfte? Finden Freude, Spaß und Kurzweil nur dort statt? Von wegen! Eine gesunde Work-Fun-Balance will genau das verhindern. Das Konzept versucht Arbeit und Spaß besser miteinander zu vereinbaren – und die Freude an der Arbeit zurückzuholen. Was zudem gut ist für Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Wir zeigen Ihnen mehrere Tipps und Tricks, wie Sie schon mit kleinen Änderungen im Lebensstil Ihren Berufsalltag aufwerten und eine bessere Work-Fun-Balance erreichen…

Work-Fun-Balance: 5 sichere Tipps für mehr Spaß im Job

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Unterschied zu Work-Life-Balance

Work-Fun-Balance – das klingt verdächtig nach Work-Life-Balance? Richtig, auf den ersten Blick meinen beide Begriffe dasselbe. Aber es gibt einen entscheidenden Unterschied: Der Ansatz von „Work-Life-Balance“ sieht vor, Arbeit und Privatleben in Einklang zu bringen.

Oft wird der Begriff so verstanden, dass Arbeitsleben und restliches Leben Gegenpole bilden, die ausgeglichen werden müssen. Das Hauptproblem ist hier oft die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Eine dauerhafte Balance ist nahezu unmöglich. Mehr noch: Die Grenzen zwischen Job und Freizeit verschwimmen zunehmend. In der Fachsprache hat das Phänomen längst einen eigenen Namen: Work-Life-Blending.

Definition: Was ist Work-Fun-Balance?

Work-Fun-Balance richtet den Fokus auf Freude und Spaß bei der Arbeit. Während die Work-Life-Balance Arbeit als Last begreift, die durch das Privatleben ausgeglichen werden muss, verbindet die Work-Fun-Balance den Job mit Lebensfreude. Sie sucht die Balance zwischen Arbeit und Spaß. Beide müssen sich schließlich nicht ausschließen. Die Idee: Warum das Leben und den Spaß nur auf zwei Tage (Samstag und Sonntag) beschränken, wenn wir das auch 7 Tage in der Woche haben können?

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5 Tipps für mehr Work-Fun-Balance

Work-Fun-Balance versteht sich als Konzept, mehr Spaß und damit mehr Zufriedenheit bei der Arbeit zu gewinnen. Die folgenden Tipps zeigen, wie das gelingt:

1. Tätigkeiten

In jedem Job gibt es etwas, was einem gefällt. Meist sind das Dinge, über die wir nicht lange nachdenken müssen, die leicht von der Hand gehen. Schleicht sich hier Routine ein, wird die Tätigkeiten zwar nicht unerfreulich, aber oft langweilig. Suchen Sie sich deshalb stets neue Herausforderungen. Die machen Spaß, solange sie nicht überfordern. Idealerweise liegt der Anteil solcher Aufgaben bei mindestens 50 Prozent. Anderenfalls suchen Sie das Gespräch mit dem Vorgesetzten und sprechen Sie über neue Arbeitsinhalte.

2. Kollegen

Jobs für Einzelkämpfer sind selten. Wie viel Spaß die Arbeit macht, hängt daher unwesentlich mit den Kollegen. Die kann man sich zwar nicht aussuchen, aber die Beziehungen verbessern: durch gemeinsame Pausen, einen kurzen Kaffee-Plausch oder sogar Freundschaften. So trägt das Umfeld enorm zur Work-Fun-Balance bei.

3. Tageszeit

Nicht nur die Produktivität folgt unserem Biorhythmus. Für den Spaß gilt das genauso. Unsere Tagesform und die Tageszeiten entscheiden, was uns gerade leichter fällt oder belastet. Eine clevere Work-Fun-Balance nimmt darauf Rücksicht und nutzt das zugleich aus: Ideen entwickeln Sie in kreativen Stoßzeiten, Routineaufgaben in den Tiefs. Und die Mittagspausen nutzen Sie zur Erholung. Zum Beispiel mit einem kleinen Spaziergang, um den Kopf frei zu bekommen.

4. Umgebung

Zur Work-Fun-Balance gehört zudem, sich das Arbeitsumfeld so angenehm wie möglich zu gestalten. Mit persönlicher Dekoration, einem Bild oder Pflanzen im Büro. Ein weiteres Kriterium ist die Ergonomie: Stimmen Sitzhöhe und Position des Tisches? Ist alles richtig ausgeleuchtet? Finden Sie auf Ihrem Schreibtisch alles, was Sie benötigen? Dann steigt nicht nur die Laune, die Arbeit geht auch leichter von der Hand.

5. Puffer

Stress ist für die Work-Fun-Balance pures Gift. Zwar lassen sich stressige Phasen im Job nie vermeiden. Sie haben aber Einfluss darauf, wie sich diese auswirken: Bauen Sie mehr Puffer ein. Dann können Sie unerwartete Ereignisse nicht so leicht aus dem Konzept bringen. Bessere Selbstorganisation ist ein wesentlicher Schlüssel zu mehr Entspannung im Job. Und mehr Spaß.

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Diese Mythen sollten Sie überprüfen

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Der ursprüngliche Gedanke: In jedem Job gibt es unangenehme Aufgaben. Die sollten Sie zuerst erledigen. Dann macht der Rest umso mehr Spaß. Nicht ganz falsch. Schließlich steckt darin auch ein Appell an unsere Impulskontrolle, an Disziplin und das Pflichtbewusstsein.

Die Redewendung hat aber Grenzen. Dann etwa wenn uns eine Aufgabe oder die Angst davor blockiert. Beispiel Schreibblockade: Die löst sich nicht auf, indem Sie sich noch mehr quälen. Hier sind Ablenkung und kurzfristiger Spaß die Lösung. Suchen Sie sich eine Aufgabe, die weniger dringlich, dafür vergnüglicher ist. Dabei hilft die sogenannte Eisenhower-Methode. Danach lösen sich oft die Blockaden von selbst.

Arbeit ist das halbe Leben

Rein rechnerisch ist es zwar nur ein Drittel. Trotzdem: Bei 8 Stunden täglich, 5 Tage die Woche und insgesamt 40 Jahre lang kommt was zusammen. Auch hat nicht jeder das Glück in (s)einem Traumjob zu arbeiten. Das heißt aber doch nicht, dass dies die schlechte Hälfte sein muss.

Im Gegenteil: Keine Arbeit zu haben, kann viel schlimmer sein. Zudem gibt es gerade hierzulande zahlreiche Möglichkeiten zur beruflichen Selbstverwirklichung. Überdies Hobbys und Ehrenämter. Und wer sagt, dass zuhause und in der Freizeit keine Arbeit wartet: einkaufen, putzen, renovieren…?! Ein erfülltes Leben ist auch eine Art Einstellungssache: Zwar gibt es überall Anteile, die öde sind. Fokussieren sollten Sie sich aber auf das Vergnügen. Fast immer überwiegt es – wenn man es nur sehen will.

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[Bildnachweis: LanKogal by Shutterstock.com]
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19. November 2020 Anja Rassek Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an der WWU in Münster. Sie arbeitete beim Bürgerfunk und einem Verlag. Hier widmet sie sich Themen rund ums Büro, den Joballtag und das Studium.


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