Ist Arbeiten im Bett gesund?
Regelmäßiges Arbeiten im Bett ist weder gesund noch ergonomisch sinnvoll. Die weiche Matratze bietet der Wirbelsäule kaum Halt, der Kopf beugt sich beim Blick auf Laptop oder Smartphone meist zu weit nach vorn. Die Folge sind häufig Verspannungen im Nacken und Rücken, Kopfschmerzen oder müde Augen.
Auch psychologisch ist das Bett kein Arbeitsplatz, sondern ein Ort zur Regeneration und Erholung. Wer hier regelmäßig arbeitet, verbindet das Bett zunehmend mit Aufgaben, Termindruck und beruflichen Problemen. Dadurch fällt es schwerer, abends abzuschalten und einzuschlafen.
Warum arbeiten Menschen trotzdem im Bett?
Dank Homeoffice, WLAN, Laptop und Remote Work können zahlreiche Arbeitnehmer und Freiberufler heute nahezu überall arbeiten: auf der Couch, am Küchentisch – oder eben im Pyjama und im Bett.
Tatsächlich nehmen viele Heimarbeiter ihre Arbeit mit nach Hause und mit ins Bett: Abends kurz vor dem Einschlafen noch ein paar E-Mails lesen und beantworten; morgens zusammen mit dem ersten Kaffee schon die nächsten Meetings oder Aufgaben planen. Bei einer Umfrage sagten 35 % der Befragten, dass sie auch vom Bett aus arbeiten.
Die Gründe dafür sind unterschiedlich:
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Innere Unruhe
Manche finden abends einfach keine Ruhe. Zu viele Gedanken schwirren noch durch den Kopf. Trotz Müdigkeit ist ans Einschlafen nicht zu denken. Die innere Unruhe wird so zumindest produktiv genutzt.
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Bequemlichkeit
Ganz simpel: Das Arbeiten im Bett ist verführerisch und gemütlich. Und solange der Chef oder Kunden nicht zusehen, beschädigt es auch nicht das Image, dass man faul sei.
Welche Nachteile hat das Arbeiten im Bett?
Wer regelmäßig vom Bett aus arbeitet, riskiert neben körperlichen Beschwerden weitere Nachteile:
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Schlechterer Schlaf
Wer im Bett berufliche E-Mails liest oder schwierige Aufgaben löst, verbindet seinen Schlafplatz zunehmend mit geistiger Anspannung. Das begünstigt Einschlafprobleme und beeinträchtigt die Schlafqualität.
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Work-Life-Blending
Smartphone, Digitalisierung und ständige Erreichbarkeit lassen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit ohnehin verschwimmen. Wer auch noch im Bett arbeitet, verstärkt dieses Work-Life-Blending und nimmt beruflichen Stress mit in die Nacht.
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Mehr Fehler
Mal eben im Halbschlaf den Laptop zur Hand nehmen und eine Präsentation vorbereiten oder E-Mails beantworten? Dabei schleichen sich schnell Fehler ein, die peinlich werden können. Müdigkeit beeinträchtigt Konzentration und Aufmerksamkeit. Zum Arbeiten in die Falle ist eine Falle!
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Zu wenig Bewegung
Wer morgens direkt im Bett zu arbeiten beginnt, bleibt oft lange in derselben ungünstigen Haltung. Fehlende Bewegung und einseitige Belastungen verstärken körperliche Beschwerden zusätzlich.
Wie lässt sich das Arbeiten im Bett vermeiden?
Richten Sie sich für das Arbeiten von zuhause möglichst einen festen Arbeitsplatz ein – idealerweise mit Tisch, geeignetem Stuhl und ausreichend Licht. Schon die räumliche Trennung hilft dabei, Arbeitszeit und Freizeit klarer voneinander abzugrenzen.
Beginnen Sie Ihren Arbeitstag bewusst: Stehen Sie auf, frühstücken Sie und wechseln Sie an Ihren Arbeitsplatz. Nach Feierabend schließen Sie den Laptop und lassen berufliche Nachrichten unbeantwortet. Wenn Sie abends noch eine wichtige Idee haben, notieren Sie diese kurz, statt gleich wieder mit der Arbeit anzufangen. Zugegeben, das eigene Bett ist der perfekte Wohlfühlort – zwei mal zwei Meter pure Geborgenheit. Kein Stress, keine Hektik. Es verführt aber auch zu Trägheit und Nachlässigkeit. Und Sie sollten sich ein paar private Oasen der Entspannung lassen und diese nicht auch noch in ein Office verwandeln!
Davon abgesehen ist das Bett der denkbar schlechteste Ort, falls doch mal der Chef oder Kollegen per Teams oder Zoom einen Videocall starten. Selbst mit verschwommenem Hintergrund…
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