Anzeige
Anzeige

Generation Z: Definition, Merkmale, Arbeitsmoral


Junge Erwachsene ab dem Geburtsjahr 1995 zählen zur Generation Z – jedenfalls nach Meinung etlicher Forscher. So genau lassen sich die Generationen nämlich nicht immer voneinander abgrenzen, oft überschneiden sich die Zeiträume und Eigenheiten mit der Generation Y. Typische Merkmale der Generation Z sind die Freiheitsliebe und der selbstverständliche Gebrauch digitaler Medien von Kindesbeinen an. Wie diese Generation tickt, welche Arbeitsmoral sie hat und welche Generation danach kommt…


Generation Z: Definition, Merkmale, Arbeitsmoral

Anzeige

Definition: Was ist die Generation Z?

Mit Generation Z bezeichnen Sozialwissenschaftler und Jugendforscher diejenigen, die zwischen 1997 und 2012 geboren wurden. Die GenZ (auch Gen Z) löst die Vorgängergeneration ab, die Generation Y (auch Millenials genannt). Der Generation Z folgt die Generation Alpha (beziehungsweise Generation α), welche die zwischen 2011 bis 2025 Geborenen umfasst.

Typischerweise teilen Angehörige einer Generation dieselben einschneidenden Erfahrungen in ihrer Jugend. So definierte der Soziologen Karl Mannheim den Begriff Generation. Während aus genealogischer Sicht ein Altersabstand von 25 beziehungsweise 30 Jahren eine Generation kennzeichnet, sind nun Generationenerlebnisse entscheidend.

Abgrenzung zu anderen Generationen

Anfang und Ende der Gen Z lassen sich nicht eindeutig bestimmen. Für manche Forscher beginnt die Generation erst mit dem Geburtsjahr 1997. Auch für die Vorgängergenerationen und bei den nachfolgenden Generationen existieren unterschiedliche Kategorisierungen.

Erst mit der Generation X beginnt eine Einteilung der Generationen nach dem Alphabet. Ein Grund für die verschiedenen Einordnungen ist, dass sich Unterschiede hinsichtlich Entwicklungen, Arbeitsmoral und Ansprüchen erkennen lassen. Eine mögliche Einteilung:

  • Baby Boomers
    Geburtsjahrgänge zwischen 1943 und 1964
  • Generation X
    Geburtsjahrgänge zwischen 1965 und 1978
  • Generation Y
    Geburtsjahrgänge zwischen 1979 und 1998
  • Generation Z
    Geburtsjahrgänge zwischen 19995 und 2010

Was kommt nach Generation Z?

So wie sich Merkmale und Werte der Generation Z von der Vorgängergeneration unterscheiden, wird auch die Nachfolgegeneration Unterschiede aufweisen. Einen Namen gibt es für die Generation bereits: Wer in den Jahren nach 2010 (manche setzen 2012 oder 2015 als Beginn an) geboren ist, zählt zur Generation Alpha. Das sind aus heutiger Sicht maximal Teenager, die noch einige Jahre bis zur Ausbildung und zum Erwerbsleben vor sich haben.

Über sie lässt sich mit Blick auf den Arbeitsmarkt nur spekulieren. Allerdings lassen sich bereits einschneidende Jugenderlebnisse feststellen. Zwar wirken viele Jugendlichen auf den ersten Blick sehr positiv eingestellt. Allerdings zeigen die Befragungen der beiden Jugendforscher Simon Schnetzer und Klaus Hurrelmann, dass die Sorge um den spürbaren Klimawandel, die Corona-Pandemie und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sich auf die psychische Gesundheit auswirken. Vor dem Hintergrund ausgefallener Präsenzzeiten in der Schule sowie mangelhafter Ausstattung mit technischen Geräten ist teilweise von der „abgehängten Generation“ die Rede.


Anzeige

Generation Y und Z im Vergleich

Der Jugendforscher Simon Schnetzer bezeichnet mit Generation Z die zwischen 1995 und 2010 Geborenen. Gleichzeitig plädiert er für den Beginn der Generation ab 2000. Denn entscheidend sei für diese Generation der Gebrauch des Smartphones. Das nutzen zwar auch Personen, die vor 2000 geboren wurden. So zählt bereits die Generation Y zu den Digital Natives: Menschen, die in ihrer Kindheit mit digitalen Medien und Geräten sozialisiert wurden.

Dennoch haben sie ihre prägenden Jahre ohne Smartphone verbracht. Verbreitet war stattdessen noch das Handy. Deshalb spricht man bei der Generation Z im Vergleich zur Generation Y von den Digital Natives 2.0. Dies führt teilweise zu der Einschätzung, dass die Gen Z lediglich eine Untergruppe der Millenials sei. Es gibt dennoch einige Unterschiede:

Generation Y Generation Z
Optimismus ➠ Sicherheitsbedürfnis
Flexibilität (Arbeitszeit/-ort) Selbstverwirklichung
Work-Life-Blending Work-Life-Separation
Leistungsorientierung Purpose bei Arbeit
Identifikation mit dem Unternehmen ➠ Anspruchshaltung an Arbeitsausstattung
Loyalität zum Unternehmen ➠ Geringe Loyalität zum Unternehmen
Teamwork ➠ Hedonismus
Anzeige

Merkmale der Generation Z

Maßgeblich für die Zuordnung zu einer Generation sind einschneidende Jugenderlebnisse. So wuchsen die Baby Boomers unter den Eindrücken des Zweiten Weltkriegs auf, erlebten aber auch den wirtschaftlichen Aufschwung. Die Generation X erlebte den Kalten Krieg und RAF-Terror. Zu den einschneidensten Erlebnissen der Millenials (englisch millenial für Jahrtausend) zählte im neuen Jahrtausend der Terroranschlag vom 11. September 2001.

Kennzeichnend für die Generation Z halten viele Forscher den massiven Einsatz digitaler Medien. Das mag auf den ersten Blick nicht so gravierend wie Bedrohung für Leib und Leben wirken. Dennoch durchdringen die Technologien sämtliche Lebensbereiche. Für die Generation Z verschmelzen virtuelles und reales Leben zusehends. Diese Jugend nutzt Youtube-Tutorials und Blogs zur Wissensaneignung, kommuniziert ganz selbstverständlich über Whatsapp und soziale Netzwerke. Das Internet ist immer dabei, wo sie ihr (Privat-)Leben häufig auf Instagram, Tiktok oder Snapchat inszeniert.

Umgang mit Informationen

Diese Verschmelzung mit dem Internet hat der Gen Z den Ruf als Informationsmanager eingebracht. Während frühere Generationen zur Wissensaneignung noch Bücher und Zeitschriften gelesen haben, verwalten Jugendliche heutzutage Informationen, legen sie in der Cloud ab, um sie bei Bedarf hervorzuholen. Das Auffällige: Obwohl die Gen Z so früh den Umgang mit Internet, Tablet und Co. erlernt hat, besitzt sie nicht zwangsläufig die Kompetenz, Nachrichten auf Wahrheitsgehalt hin zu untersuchen und entsprechend zu filtern.

Unternehmen müssen umdenken

Wie jede Generation unterscheidet sich auch die Generation Z von ihrer Vorgängergeneration. Sie tritt mit anderen Erwartungen auf den Arbeitsmarkt als noch die Generation Y oder X. Das bedeutet für Unternehmen, dass sie neue, junge Arbeitskräfte anders ansprechen muss als berufserfahrene, ältere Generationen.

Betroffen ist vor allem die Personalbeschaffung, wenn es darum geht, junge Talente in Zeiten des Fachkräftemangels anzuwerben. Aber auch für ein Unternehmen als Ganzes bedeutet es häufig ein Umdenken. Denn will es junge, talentierte Mitarbeiter an sich binden, muss es auf die Forderungen und Bedürfnisse der Arbeitnehmer eingehen. Gesundheit, Sinnhaftigkeit in der Arbeit, sowie Spaß am Leben und Neugier typische Merkmale für die Gen Z.

Arbeitsmoral der Generation Z unterscheidet sich

Eine klassische Karriere strebt die Generation Z nicht an. Das hängt damit zusammen, dass sie ein hohes Gehalt oder gar Status nicht als wichtig erachtet. Priorität haben stattdessen klare Strukturen. Die ermöglichen eine geregelte Arbeitszeit ohne Überstunden und eine klare Trennung zwischen Arbeit und Privatleben. Letzteres ist ihnen bei sehr wichtig und wird offen kommuniziert. Diese Work-Life-Seperation unterscheidet die GenZ beispielsweise deutlich von der Generation X, der im Allgemeinen eine hohe Arbeitsmoral attestiert wird.

Das heißt nun nicht im Umkehrschluss, dass die Jugend zwangsläufig faul sei. Es ist es ohnehin schwierig, trotz gemeinsamer Merkmale und Jugenderlebnisse alle Angehörigen einer Generation in einen Topf zu werfen. Denn natürlich gibt es immer noch Unterschiede in der Persönlichkeit und bestimmte Vorlieben. Aber der Wille, Führungskraft zu werden ist deutlich geringer ausgeprägt. Dazu passt, dass diese Generation sich schwertut, Entscheidungen zu treffen.

Hedonistisch orientierte Gen Z

Die jüngere Arbeitsgeneration hat aus den Fehlern älterer Generationen gelernt. Sie ist sehr freiheitsliebend und legt großen Wert auf ihre Freizeit. Das kommuniziert die Genz Z auch sehr selbstbewusst. Während ältere Arbeitnehmergenerationen eher vom Unternehmen her denken und zu gefallen versuchen, stehen für die Generation Z Gesundheit, Freundschaft, Familie und Gerechtigkeit noch lange vor Arbeit. Die klare Trennung von Beruflichen und Privaten hat für die Gen Z den Vorteil, dass sie weniger anfällig für Burnout ist.

Eigenheiten im Berufsleben

Dank der Digitalisierung sind Angehörige der Gen Z mit einer wahren Informationsflut aufgewachsen. Ob Surfen im Internet, Instant Messaging oder Likes in sozialen Kanälen: Ständig nehmen sie Informationen auf, erhalten Feedback. Der selbstverständliche Rückgriff auf jederzeit verfügbare Informationen hat dazu geführt, dass diese Arbeitnehmer häufiges Feedback brauchen und verlangen. Jährliche Feedbackgespräche reichen nicht aus, Unternehmen sollten da eher einen Wochenzyklus einführen.

Überhaupt haben die „Z-ler“ bestimmte Ansprüche an Führungskräfte. Zum einen lehnen sie das Mikromanagment einiger Vorgesetzter ab. Zum anderen wünschen sie sich eher einen Mentor, der nicht einfach Anordnungen erteilt, sondern ebenfalls Lösungsansätze bringt. Der zudem durch visionäres Denken zu begeistern vermag. So finden viele erfolgreiche Unternehmer wie Elon Musk faszinierend. Daneben gibt es allerdings genügend andere, die sie sich selbst als größtes Vorbild sehen, so Schnetzer in seinen Untersuchungen.

Was andere Leser dazu gelesen haben

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

Anzeige
Gehaltscoaching Angebot Online-KursKeine Lust auf unfaires Gehalt?
Dann melde dich JETZT an – zum Gratis-Webinar!
✅ Bekomme endlich, was du verdienst!
✅ Setze Deinen Gehaltswunsch selbstsicher durch.
✅ Entkräfte souverän jeden Einwand des Chefs.
✅ Verkaufe Dich nie wieder unter Wert!
(Dauer: 60+ Minuten, alles 100% kostenlos.) Gleich Platz sichern!
Nichts verpassen: Unser kostenloser Newsletter für dich!
Gleich unseren Newsletter sichern – mit wertvollen Impulsen, exklusiven Deals für bis zu 30% Rabatt + Bonus-Videos: In 5 Tagen zur perfekten Bewerbung. Alles 100% gratis!
Success message

Mit der Anmeldung zum Newsletter erhältst du in den nächsten 5 Tagen täglich eine neue Folge unseres exklusiven Video-Kurses zur Bewerbung, danach den Newsletter mit wertvollen Karrierehacks und Hinweisen zu erklusiven Deals und Rabatten für dich. Du kannst die Einwilligung zum Empfang jederzeit widerrufen. Dazu findest du am Ende jeder Mail einen Abmeldelink. Die Angabe des Vornamens ist freiwillig und dient nur zur Personalisierung. Deine Anmeldedaten, deren Protokollierung, der Versand und eine Auswertung des Leseverhaltens werden über ActiveCampaign, USA verarbeitet. Mehr Infos dazu findest du in unserer Datenschutzerklärung.

Weiter zur Startseite