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Bescheid geben: Groß oder klein? Synonym + Beispiele


Wie schreibt sich Bescheid geben – groß oder klein, also bescheid geben? Zusammen oder getrennt? Wer sich unsicher ist, kann erleichtert aufatmen: Es gibt nur eine korrekte Schreibweise und keine Änderungen seit der Rechtschreibreform. Ob Sie nun Bescheid geben, Bescheid sagen oder Bescheid wissen: Immer schreiben Sie Bescheid groß und getrennt vom nachfolgenden Wort. Synonyme für die Redewendung und warum Sie großschreiben müssen, erklären wir anhand zahlreicher Beispiele.


Bescheid geben: Groß oder klein? Synonym + Beispiele

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Bescheid geben oder bescheid geben: Groß oder klein?

Die Redewendung „Bescheid geben“ setzt sich aus einem Substantiv (Hauptwort, Nomen) und einem Verb (Tätigkeitswort) zusammen. Das ist der Grund dafür, warum „Bescheid“ immer großgeschrieben wird. Verben schreibt man indes grundsätzlich klein. Beispiel für die korrekte Schreibweise:

  • Sie wollte noch vorher Bescheid geben, wann sie ankommt – hatte es aber vergessen.

Falsch hingegen sind folgende Schreibweisen:

  • Sag bescheid, wenn du losfährst.
  • Er wollte bescheidgeben, leider fiel das Smartphone aus.

Bescheidgeben zusammen

Eine Ausnahme gibt es dann doch. Die sei allerdings nur der Vollständigkeit halber erwähnt, denn bei Substantivierungen gelten immer andere Regeln: Bescheid (Substantiv) + geben (Verb) ist eine feste Redewendung, die grundsätzlich aus zwei Wörtern besteht. Wenn Sie das Verb jedoch substantivieren, müssen Sie beide Wörter groß und zusammenschreiben. Das ist in folgenden Beispielen der Fall:

  • Danke fürs Bescheidgeben.
  • Sie dankte fürs Bescheidsagen.

Falsch sind in diesem Fall also folgende Schreibweisen:

  • Danke fürs Bescheid geben.
  • Sie dankte fürs bescheid sagen.

Dass Sie „Bescheidgeben“ in jedem Fall groß und zusammenschreiben müssen, ist an der Präposition „fürs“ erkennbar. Darin versteckt sich der Artikel das (für + das). Ein Artikel weist auf ein Substantiv hin – und das erfordert wiederum die Großschreibung.

Synonyme

Statt „Bescheid sagen“ können Sie auch „benachrichtigen“, „informieren“, „mitteilen“ oder „in Kenntnis setzen“ sagen. Häufig geht es um eine verbindliche oder offizielle Auskunft, vor allem von Behörden. Die Redewendung ist etwas förmlicher anstelle von „sagen“, entspricht aber grob der Bedeutung. Folgende Beispiele und synonyme Formulierungen verdeutlichen dies:

  • Kannst du mir Bescheid geben, wenn die Präsentation fertig ist?

Ebenso gut sind diese Formulierungen möglich:

  • Kannst du mir bitte sagen / mir bitte mitteilen / mich bitte informieren, wenn die Präsentation fertig ist?

Bescheid geben / sagen / wissen / bekommen

Die Großschreibung von „Bescheid“ gilt auch für Kombinationen mit anderen Verben, also:

  • Bescheid geben
    Sie soll Bescheid geben, wann der Zug ankommt.
  • Bescheid sagen
    Er soll Bescheid sagen, wenn der Raum wieder verfügbar ist.
  • Bescheid wissen
    Wir wissen Bescheid, dass da ein Leck ist und kümmern uns darum.
  • Bescheid bekommen
    Ich habe soeben darüber Bescheid bekommen, dass mein Ausweis fertig ist.

Häufig taucht die Formulierung zudem mit der Konjunktion dass auf:

  • Kannst du schon einmal Bescheid geben, dass wir uns verspäten?
  • Sie gaben Bescheid, dass sie sich verspäten würden.

Vor die Konjunktion „dass“ müssen Sie immer ein Komma setzen (außer am Satzanfang), da sie einen Nebensatz einleitet.

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Falsche Schreibweise analog zu „recht haben“ und „ernst nehmen“

Es gibt zwei denkbare Gründe dafür, warum so viele Menschen „Bescheid“ in Kombination mit anderen Verben kleinschreiben. Zum einen sind sie unsicher, welche Wortart sich hinter „Bescheid“ verbirgt. Es gibt nämlich andere Formulierungen, die scheinbar ähnlich gebildet werden, zum Beispiel „recht haben“ oder „ernst nehmen“. Sowohl „recht“ als auch „ernst“ werden hier kleingeschrieben. Analog dazu schreiben viele fälschlicherweise Formulierungen mit „Bescheid“ ebenfalls klein.

Der Unterschied liegt darin, dass „(der) Bescheid“ ein Substantiv ist, während „recht haben“ und „ernst nehmen“ Kombinationen aus Adjektiv und Verb sind. Das ist zunächst irreführend, weil es auch gleichlautende Substantive „(das) Recht“ und „(der) Ernst“ gibt. Für Adjektive und Verben ist jedoch immer die Kleinschreibung korrekt. Das gilt auch für das Adjektiv bescheiden und das aus der Amtssprache stammende Verb bescheiden. Beispiele dazu:

  • Sie trat immer sehr bescheiden auf. Selbstdarstellung fiel ihr schwer.
  • Trotz seiner Leistungen blieb er immer bescheiden.

Das Verb „bescheiden“ taucht häufig in der Vergangenheitsform Präteritum auf:

  • Trotz aller Versuche war ihm kein Glück beschieden. (Er hatte kein Glück.)
  • Sein Antrag auf Versetzung wurde abschlägig beschieden. (Der Antrag wurde abgelehnt.)

Eine andere Bedeutung von bescheiden ist „sich begnügen“ oder „sich zufriedengeben“:

  • Die bekannte Schauspielerin bescheidet sich mit einem kleinen Theater. Die Zusammenarbeit mit dem Regisseur ist ihr wichtig. (Sie begnügt sich mit einem kleinen Theater.)

Englisch für „Bescheid geben“

Wollen Sie von jemanden Bescheid wissen, oder Ihrerseits jemanden informieren, lässt sich das im Englischen recht unkompliziert ausdrücken. Meist greift man auf synonyme Formulieren zurück, die auch im Deutschen bekannt sind, nämlich to let somebody know (jemanden etwas wissen lassen) oder to inform (informieren). Beispiele dafür:

  • Please let me know when you’re ready. (Gib mir bitte Bescheid, wenn du fertig bist.)
  • Could you please inform Carol about the new regulations? (Kannst du bitte Carol über die neuen Vorschriften Bescheid geben / informieren?)

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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