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Umlaute: Liste, Beispiele in Deutsch + Erklärung

Die deutsche Sprache hat mit Umlauten einige besondere Buchstaben. Deren auffälligstes Merkmal sind zwei Pünktchen über einigen Vokalen (Selbstlaute). Das Herausfordernde für Deutsch Lernende: Bei einigen Wörtern ändert sich der Vokal, beispielsweise beim Beugen von Verben oder beim Wechsel von Singular zum Plural. Was Umlaute sind, wozu man sie braucht und wie sie entstanden…



Umlaute: Liste, Beispiele in Deutsch + Erklärung

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Was sind Umlaute?

Umlaute sind umgelautete Laute, genauer: Vokale, die sich ändern. Zu den Vokalen zählen a, e, i, o und u. Bei einigen von ihnen kommt es zum Lautwandel. Der entsprechende Vokal verbindet sich mit einem e zu einem neuen Laut. Das Schriftbild ändert sich nur geringfügig. Aus dem Buchstaben a wird beispielsweise ä. Es tauchen lediglich zwei Punkte über dem Buchstaben auf. Folgendes Beispiel enthält alle Umlaute der deutschen Sprache:

Das Kätzchen würde gerne öfter draußen spielen.

Liste: Welches sind die drei Umlaute?

Der sogenannte Lautwandel betrifft nicht alle Vokale. Alphabetisch sortiert sind das a, o und u. Nur diese Vokale können sich zu einem Umlaut verändern:

  • a wird zu ä
  • o wird zu ö
  • u wird zu ü

Die Vokale e und i bleiben also unverändert.

Umlaute im Alphabet

ä, ö und ü zählen übrigens nicht zu den Buchstaben des deutschen Alphabets. Will man sie dennoch aufführen, dann gesondert nach dem Buchstaben z.

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Umlaute Deutsch

Der Lautwandel von a zu ä (oder anderen Umlauten) ist ein Prozess, der in der Wissenschaft als Assimilation bekannt ist. Ursache für den Wandel ist ein dem Vokal nachfolgendes i. Das i als heller Vokal bewirkte eine sprachliche (und später auch schriftliche) Angleichung an den vorderen – dunklen – Vokal. Dieser Vorgang ist auch als Vokalharmonie bekannt und fand beim Übergang vom Althochdeutschen zum Mittelhochdeutschen statt.

Beispiele

Im Althochdeutschen findet sich das Adjektiv mahtīg. Im Mittelniederdeutschen wurde daraus mechtich (mit e) und im Neuhochdeutschen später mächtig. Hier lässt sich gut der Einfluss des Vokals i der zweiten Silbe auf das a zu später ä nachvollziehen. Von der übrigen Schreibweise sollten Sie sich nicht irritieren lassen: Bis ins 20. Jahrhundert gab es keine einheitliche Rechtschreibung im Deutschen.

Der Lautwandel lässt sich auch bei Wörtern beobachten, bei denen auf den ersten Blick kein i steht. So beispielsweise bei GastGäste: Das althochdeutsche Wort gast (Neuhochdeutsch: Gast) hieß in der Mehrzahl ursprünglich gesti (Gäste). Das Endungs-i bewirkte den Lautwandel von a zu e und später ä.

Umlaute ausschreiben

Lange konnten nur hochgebildeten Menschen lesen und schreiben. Die schrieben auf Latein. Erst im Mittelalter begann man, Texte (vor allem die Bibel) auf Deutsch zu übersetzen beziehungsweise zu verfassen. Das lateinische Alphabet kennt allerdings keine Umlaute. So entwickelte sich zunächst die Schreibweise der Vokale a, o und u mit einem kleinen e darüber. Später wurden aus dem kleinen e zwei kleine vertikale Striche und schließlich Pünktchen.

Die uneinheitliche Rechtschreibung im deutschen Sprachraum tat ihr Übriges. Sie führte dazu, dass lange Zeit verschiedene Schreibweisen nebeneinanderher existierten. Neben der Schreibweise mit kleinem e über dem Vokal existieren auch Schreibweisen wie AE beziehungsweise ae sowie OE/oe und UE/ue. In vielen Kreuzworträtseln löst man ä, ö und ü übrigens bis auf den heutigen Tag so auf.

Welchen Sinn hat der Lautwandel?

Der Grund dafür ist die leichtere Aussprache. Deshalb sind auch nur die dunklen Vokale (a, o und u) betroffen. Um sie auszusprechen, muss ein Sprecher den Mund vergleichsweise weit öffnen. Als helle Vokale gelten hingegen e und i, die Umlaute ä, ö und ü sowie die Diphthonge (Doppellaute) ie, eu, äu, ei und ai. Um sie auszusprechen, braucht ein Sprecher den Mund nicht ganz so weit zu öffnen. Im Endeffekt ist der Lautwandel bei Vokalen ein Resultat von Faulheit.

Vokaldreieck

Das Vokaldreieck bietet eine vereinfachten schematischen Überblick darüber, wo die Vokale im Mundraum gebildet werden. Zuunterst befindet sich der tiefe Vokal a, die höchsten Vokale sind das i und das ü (mit gerundeten Lippen). Für das u spitzt man ebenfalls die Lippen, weshalb es nicht ganz so schwer auszusprechen ist wie das a. Im Mittelfeld bewegen sich die Vokale e, ö und o.

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Umlaute Englisch

Umlaute sind eine Eigenheit der deutschen Sprache. Sie tauchen zwar auch in anderen Sprachen auf, dann aber vorzugsweise bei germanischen Sprachen. Allerdings kennen nicht alle germanischen Sprachen den Umlaut. Beispielsweise existieren im Schwedischen nur ä und ö, das Englische hat gar keine Umlaute. In der Literaturwissenschaft bedient es sich daher des deutschen Umlautbegriffs (umlaut = Singular, umlauts = Plural).


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Vorkommen und Verwendung

Umlaute kommen in vielen Wortarten vor – ob Substantive (Nomen, Hauptwörter), Verben (Tu-/Zeitwörter) oder Adjektive (Eigenschaftswörter). Einige Wörter haben bereits in der Grundform, also im Singular (Einzahl) oder im Infinitiv einen Umlaut. Beispielsweise Ärger, Übelkeit, ätzen, kühlen, schön oder würdig. Sie können sogar selbst einen Lautwandel bewirken, indem Sie etwas verniedlichen. Einige Beispiele zeigen die folgenden Listen:

Plural

Oft haben Substantive in der Mehrzahl einen Umlaut:

  • Mann – Männer
  • Tal – Täler
  • Korn – Körner
  • Sohn – Söhne
  • Mutter – Mütter
  • Hut – Hüte

Diminutiv

Die Verkleinerungsform (Diminutiv) vieler Substantive führt zu einem Umlaut:

  • Katze – Kätzchen
  • Rose – Röschen
  • Hund – Hündchen

Weibliche Form

Es kann zum Lautwandel kommen, wenn ein männliches Substantiv in eine weibliche Form geändert wird:

  • Arzt – Ärztin
  • Franzose – Französin
  • Hund – Hündin

Verben

Einige Verben enthalten von vornherein einen Umlaut, etwa ähneln, öffnen oder fühlen. Andere erhalten einen durch die Konjugation (Beugung). So im Präsens beim Bilden der 2. Person Singular im Indikativ, aber auch bei Formen des Konjunktivs:

  • ich laufe – du läufst
  • ich fuhr (Präteritum) – ich führe (Konjunktiv II)

Adjektive

Adjektive wie schön, kräftig, mächtig oder würdig haben bereits in der Grundform einen Umlaut. Andere wiederum erhalten erst durch die Steigerung (Komparativ) einen:

  • scharf – schärfer
  • groß – größer
  • dumm – dümmer

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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