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Redundanz: Bedeutung + Beispiel für Technik und Sprache

Eine Redundanz ist etwas, das im Überfluss vorhanden ist. Manchmal ist das notwendig – etwa durch Sicherung von Daten in der Informatik. In anderen Fällen können Redundanzen Sprache verschleiern und Texte unnötig aufblähen. Gleichzeitig können redundante Informationen dazu beitragen, das Verständnis zu erleichtern. Der Begriff taucht in zahlreichen Disziplinen auf. Über die jeweilige Bedeutung nebst Beispiel lesen Sie hier.


Redundanz: Bedeutung + Beispiel für Technik und Sprache

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Bedeutung: Was ist eine Redundanz?

Redundanz leitet sich vom lateinischen Substantiv redundantia beziehungsweise dem Verb redundare ab und bedeutet im Überfluss oder Überfülle vorhanden sein. Seinen Ursprung hat der Begriff in der Kommunikations- und Informationstheorie. Hier beschreibt Redundanz Informationen oder Daten, die mehrfach vorliegen. Etwas kann redundant sein, wenn mühelos Teile davon wegfallen können, ohne dass Informationen verloren gehen.

Redundanz Beispiel

Die Bewertung, ob etwas tatsächlich überflüssig ist, kann je nach Bereich schwanken. Selbst die sprachliche Redundanz der Redensart „Sicher ist sicher“ erhält nämlich ihre Berechtigung, wenn man sich die verschiedenen Aspekte verdeutlicht. So enthält beispielsweise ein Fallschirm in der Regel einen Reservefallschirm. Der ist an sich überflüssig, wenn der eigentliche Fallschirm sich wie vorgesehen öffnet. Andererseits ist der redundante Reservefallschirm ein willkommener Plan B, falls etwas schiefgeht.

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Redundanz in der Sprache

Sprachlich gesehen bezeichnet Redundanz einerseits überflüssige, weil identische Informationen. Dazu können inhaltlich identische Passagen oder gleichbedeutende Worte innerhalb eines Textes auftauchen. Für den Leser bedeutet das mehr zu lesenden Text. Redundant sind Wörter auch dann, wenn sie sich streichen lassen ohne dass wesentliche Inhalte verloren gehen. Das Verständnis wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Beispiel: Redundanz als Stilmittel

Oft tragen bestimmte rhetorische Mittel zur Redundanz bei, so etwa Pleonasmen oder Tautologien. Viele verwenden beide Begriffe synonym, da beide Stilfiguren bedeuten, dass inhaltlich Sinnverwandtes zum Ausdruck kommt. Es gibt jedoch Unterschiede:

  • Redundanz als Pleonasmus
    Ein Pleonasmus gilt meist als überflüssige Häufung. Beispiele dafür sind weißer Schimmel, alter Greis oder kleines Baby. Auch Verben wie vorprogrammieren oder aufoktroyieren zählen dazu, da die jeweilige Vorsilbe vor- und auf- überflüssig ist: Programmieren bedeutet einen Ablauf festzulegen, oktroyieren bedeutet bereits, jemanden etwas aufzuzwingen.
  • Redundanz als Tautologie
    Die Tautologie will etwas rhetorisch verstärken. Im Gegensatz zum Pleonasmus bezeichnet sie zwei bedeutungsgleiche Wörter, die aus derselben Wortart stammen. Typische Formulierungen sind angst und bange, still und leise, ganz und gar.

Redundanz durch Füllwörter

Im übertragenen Sinne entsteht Redundanz durch Füllwörter. Ihr Vorkommen verdoppelt nicht zwangsläufig Inhalte, allerdings tragen sie auch keine weiteren Informationen. Dazu gehören Wörter wie doch, schon, dann, auch oder noch. Die Kombination solcher Partikel mit Adverbien führt zu vermeidbaren Redundanzen:

besonders auch
bereits schon
durchaus schon
erst recht auch
gleichermaßen auch
unter anderem auch
vor allem auch
wie beispielsweise
zudem auch

Unverständnis als Ursache

Unter stilistischen Gesichtspunkten ist Redundanz in der Sprache verpönt – das gilt vor allem in Texten. Denn in der gesprochenen Sprache können redundante Inhalte dazu beitragen, eine Erklärung verständlicher zu machen. Dazu zählt beispielsweise die grammatische Redundanz in dem Satz „in einem kleinen Häuschen“. Die flektierten Wortformen zeigen dreimal das Geschlecht an, das Adjektiv „klein“ findet sich im Diminutiv -chen wieder. Somit ist die Information „klein“ genau genommen doppelt und damit redundant vorhanden.

Sprachliche Redundanzen sind weit verbreitet. Nicht selten steckt mangelnde Sachkenntnis dahinter, so bei zahlreichen Fremdwörtern. Beispiele dafür sind:

Düsenjet (englisch jet = Düse)
Frontlinie (englisch front = Linie, Grenze)
Glasvitrine (lateinisch vitrum = Glas)
Guerillakrieg (spanisch guerilla = kleiner Krieg)
Koikarpfen (japanisch koi = Karpfen)
Vogelvoliere (französisch volière = großer Vogelkäfig)

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Redundanz in Technik

Redundanz in der Technik bezeichnet zusätzliche Ressourcen, welche dieselben Funktionen erfüllen und die für den Normalfall nicht notwendig sind. Redundante Bauteile sind meist identisch oder ähnlich. Wie im Beispiel des Reservefallschirms zielen sie auf Sicherheit ab: Sofern im normalen Betrieb alles fehlerfrei läuft, erfüllen diese Ressourcen keine Aufgabe. Unterscheiden lassen sich zwei Arten von Redundanz in der Technik:

Betriebsredundanz

Es existieren zwei Systeme. Fällt das erste System aus, springt das redundante ein. So stellt es sicher, dass der Betrieb aufrechterhalten bleibt. So sorgen beispielsweise Notstromaggregate im Fall eines Stromausfalls dafür, dass die Versorgung im Krankenhaus gewährleistet ist.

Wartungsredundanz

Hierbei existieren drei Systeme. Während ein System in Betrieb ist, dienen die anderen beiden zum Schutz bei Wartungsarbeiten und Ausfall. Sind Wartungsarbeiten erforderlich, kommt automatisch neben System 1 eins der beiden anderen zum Einsatz. Das dritte System übernimmt lediglich, wenn System 2 unerwartet ausfällt.

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Redundanz in Informatik

Technik und Informatik sind Beispiele für Bereiche, in denen man bewusst auf Redundanz setzt. Hier bedeutet das den Einsatz von Sicherungssystemen. Sicherheit im Rechenzentrum sorgt dafür, dass Sie im Falle von unvorhergesehenen Ereignissen weiterhin auf Daten und IT-Infrastruktur zugreifen können.

Das können technische Defekte beispielsweise durch Datenbeschädigung oder Softwarefehler sein. Datenverlust kann aber auch eine Folge von Hackerangriffen oder Diebstahl sein. Möglich ist, entweder vollständige Kopien der Originaldaten anlegen oder lediglich ausgewählte Daten kopieren. Dazu existieren verschiedene Sicherungssysteme:

  • RAID
    RAID steht für „Redundant Array of Independent Disks“. Hierfür werden mehrere Kopien von Daten angelegt, die auf unabhängigen Festplatten liegen. Fällt eine der Festplatten aus, übernehmen die anderen deren Funktion, so dass eine Unterbrechung ausbleibt.
  • Backup
    Durch ein Backup sichern Sie Ihre Daten auf einem Speichermedium. Das kann beispielsweise ein USB-Stick oder eine externe Festplatte sein. So liegen Ihre Daten in redundanter Form vor. Kommt es nun zu einem unerwarteten Datenverlust, können Sie mithilfe Ihres Backups die verlorenen Daten vollständig oder teilweise ersetzen.
  • Cloud
    Hierbei handelt es sich um einen Onlinespeicher. Der hat gegenüber lokalen Speichermedien den Vorteil, dass Sie jederzeit von überall auf der Welt auf Ihre Daten zugreifen können. Clouds können eine Alternative im Schutz vor Einbruchsdiebstahl in einem Unternehmen sein.

Redundanz beim Personal

In Unternehmensabläufen gilt es Redundanz in Form doppelter Abläufe zu vermeiden. Das spart Zeit und erhöht die Produktivität. Ein Beispiel hierfür ist das Anlegen digitaler Akten im Rahmen des papierlosen Büros.

Mit Blick auf die Personalplanung bedeutet Redundanz, dass dem Unternehmen ausreichend viel Personal zur Verfügung steht. Ausreichend bedeutet in dem Fall eine gesunde Redundanz: Fällt ein Mitarbeiter wegen Krankheit aus, kann ein anderer seine Aufgaben übernehmen, ohne dass der laufende Betrieb zusammenbricht. Gleichzeitig sind nicht mehr Leute als notwendig angestellt, da Personalkosten den höchsten Anteil an laufenden Kosten ausmachen.

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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