Unnützes Wissen: 15 faszinierende Dinge über Sie

Gibt es unnützes Wissen? Das liegt vermutlich im Auge des Betrachters. Ähnlich wie zu Schulzeiten, als einige Lehrer die Meinung vertraten, dass es keine dummen Fragen gebe während andere sich solche Fragen einfach nicht gestellt haben. Sicher ist, dass manche Fakten so skurril, so lustig und so speziell sind, dass wir überhaupt nicht auf die Idee kämen, vorher danach zu recherchieren. Als italophiles Leckermaul hätten Sie vielleicht noch gewusst, dass das italienische Dessert „Tiramisu“ übersetzt „Zieh mich hoch“ bedeutet. Aber wussten Sie ebenfalls, dass Sie 5,9 Kalorien zu sich nehmen, wenn Sie eine britische Briefmarke ablecken? Noch mehr unnützes Wissen haben wir hier…

Unnützes Wissen: 15 faszinierende Dinge über Sie

Unnützes Wissen: Die Lust an ausgefallenen Kuriositäten

Dieser Absatz wird Ihnen gefallen. Denn seine Zeilen sind schmal, und die Sätze sind kurz. Aber hätten Sie gewusst, dass auch wenn Sie kurze Zeilen bevorzugen, Sie lange schneller lesen können? Das liegt an der Art, wie wir querlesen.

Hätten Sie zudem geahnt, dass Marschieren teamfähiger macht und dass wir von jeder Stunde rund 20 Minuten mit Tagträumen verbringen?

Viele solcher Details, die als unnützes Wissen eingestuft werden, bringen auf den ersten Blick nicht mehr als die Erkenntnis, dass man genau das bis vor wenigen Sekunden nicht wusste – aber trotzdem ganz gut damit leben konnte. Auf der anderen Seite hat unnützes Wissen durchaus einen Mehrwert.

Es bedient die Lust an ungewöhnlichen Themen. Es lässt Menschen staunen, worüber andere Menschen forschen (beispielsweise den Kaloriengehalt britischer Briefmarken). Unnützes Wissen sorgt für Kurzweil und ist somit der ideale Gesprächsöffner auf Partys.

Wer beim nächsten Netzwerktreffen Inspiration für den Smalltalk braucht, kann sich bei unserem nachfolgend vorgestelltem unnützen Wissen bedienen…

15 faszinierende Fakten über Sie, die Sie wissen sollten…

Der Mensch ist ein wundersames Wesen – voller Überraschungen, zum Teil jedoch berechenbare. In der folgenden Liste haben wir elf wundersame Fakten zusammengestellt, die Sie über sich noch nicht wussten:

  1. Sie lassen sich leichter beeinflussen, als Sie meinen

    Wir alle sind hochgradig manipulierbar und geradezu anfällig für zahlreiche Psychotricks Dritter. Allein die Illusion, alle anderen seien viel leichter zu beeinflussen als man selbst, ist so weit verbreitet, dass dieses Phänomen in der Wissenschaft schon einen eigenen Namen hat: den Dritte-Person-Effekt oder Third-Person-Effect.

    Entdeckt wurde er von W. Phillips Davison bereits im Jahr 1983. Warum aber überhaupt dieser Selbstbetrug? Ganz einfach: Wir lieben die Vorstellung, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Tatsächlich aber werden wir tagtäglich von irgendwem oder irgendwas fremdgesteuert. Meistens geschieht das unbewusst.

    Falls es uns aber dann doch mal auffällt, ist uns das natürlich unangenehm und wir bekommen ein schlechtes Gewissen. Ein bisschen Selbstbetrug erleichtert dasselbige da etwas. Auch wenn Ihnen gleich der erste Punkt dieser Liste unbequem erscheint – lesen Sie trotzdem weiter, weil es sich lohnt!

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    Lesetest

  2. Synchrone Bewegungen machen Sie teamfähiger

    Was haben ein Chor, Cheerleader, Fußballfans im Stadion oder Soldaten gemeinsam? Genau: Sie synchronisieren einen Teil ihrer Bewegungen und Tätigkeiten: Die Soldaten marschieren im Gleichschritt, die Fußballfans grölen dieselben Sprechchöre, der Chor bemüht sich dabei noch um Harmonien, und Cheerleader tanzen nach einer gemeinsamen Choreographie. Und all das verbindet sie enorm.

    Der Stanford-Wissenschaftler Scott S. Wiltermuth konnte in seinen Studien nachweisen, dass Menschen, die zuvor irgendein Verhalten synchronisiert hatten, anschließend stärker mit anderen kooperierten und sich besser in die Gruppe integrierten – selbst wenn sie dafür persönliche Opfer bringen mussten.

    Falls Sie das an die Spiegeltechnik, beziehungsweise den Chamäleon-Effekt erinnert, so ist dies kein Zufall. Tatsächlich fördert es schon Sympathie und Harmonie, wenn wir Mikrogesten unseres Gegenübers imitieren und synchronisieren – jedoch bitte ohne ihn nachzuäffen.

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  3. Je näher Sie dem Ziel kommen, desto mehr strengen Sie sich an

    Psychologen nennen dies auch den Goal-Gradient-Effect.

    Goal-Gradient-Effekt-Grafik-Anstrengung

    Von einem Forscherteam um Ran Kivetz von der amerikanischen Columbia-Universität gibt es dazu ein amüsantes Experiment: Dazu verteilten die Forscher an ihre Probanden sogenannte Bonus- oder Treuekarten von einem Coffeeshop in der Nachbarschaft. Allerdings gaben sie zwei verschiedene Arten davon aus: Typ A enthielt ein klassisches Angebot: „Kauf zehn Kaffees, und bekomme einen Kaffee umsonst.“ Typ B verlangte für den Bonus-Kaffee sogar zwölf Treuepunkte – allerdings waren auf der Karte schon zwei Punkte aufgeklebt. Der Abstand war also bei beiden Probandengruppen gleich – 10 Punkte.

    Wie erwartet, bemühten sich die Probanden in beiden Fällen mit jedem weiteren Kaffee zügiger um den Bonus. Typ B wirkte aber geradezu wie ein Verkaufsturbo: Dessen Besitzer kauften noch gieriger Kaffee, um in den Besitz des versprochenen Gratisbechers zu gelangen. Sie erlagen der Illusion, dem Ziel schon von Beginn an, zwei Schritte näher zu sein.

    Übrigens: Mit demselben Trick motivieren Sie auch Chefs, indem sie Ihnen plötzlich kürzere Deadlines setzen und Sie so zusätzlich anspornen. Oder Fitnesstrainer, die Sie nach dem absolvierten Satz noch anfeuern: „Komm, einmal geht noch!“

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  4. 30 Prozent Ihrer Zeit schweifen Ihre Gedanken ab

    Länger als 90 Minuten am Stück können wir uns ohnehin kaum konzentrieren. Danach brauchen unsere grauen Zellen eine kurze Pause.

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    Aber auch sonst schweifen unsere Gedanken gerne ab – und zwar häufiger als wir meinen: Glaubt man den Untersuchungen von Jonathan Schooler von der Universität von Kalifornien in Santa Barbara sagen die meisten, sie würden sich rund 10 Prozent ihrer Zeit dem Tagträumen hingeben. Tatsächlich aber sind es eher 30 Prozent im Schnitt und in einigen Situationen – etwa wenn wir eine eintönige Autobahnstrecke fahren -, sind es sogar bis zu 70 Prozent.

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  5. Sie geben mehr Geld aus, wenn keine Rede davon ist

    Stellen Sie sich vor, Sie sind auf einer Fahrradtour. Es ist Sommer, es ist heiß. Und Sie spüren so etwas wie Durst. Da tauchen vor Ihnen am Wegesrand drei Limonadenstände auf. Auf dem ersten Schild steht: „Gönnen Sie sich eine kleine Auszeit – und genießen Sie unsere Limonade!“ Auf dem anderen Schild steht: „Gönnen Sie sich etwas von Ihrem Geld – und genießen Sie unsere Limonade!“ Und auf dem dritten Schild steht einfach nur: „Genießen Sie unsere Limonade!“ Ist mir doch egal, was da steht – ich habe Durst!, werden Sie vielleicht denken…

    Tatsächlich aber hat es enorme Auswirkungen darauf, wie Sie Ihr Geld ausgeben, ob selbiges erwähnt wird oder nicht. Cassie Mogilner und Jennifer Aaker von der Stanford Graduate School of Business haben das in einer Reihe von obigen Experimenten untersucht. Und siehe da: 391 Menschen – zu Fuß oder per Velo – passierten die Limonadenstände.

    Aber doppelt so viele (14 Prozent) bevorzugten den „Auszeit“-Stand als den „Geld“-Stand (7 Prozent). Und sie gaben dort auch mehr (durchschnittlich 2,50 Dollar) für die Erfrischung aus als am anderen Stand (1,38 Dollar). Interessanterweise lag der Kontrollstand („Genießen Sie unsere Limonade!“) in beiden Fällen in etwa in der Mitte.

    Natürlich gibt es auch Ausnahmen zu diesem Effekt: bei Luxusgütern etwa. Die kauft man ja gerade deshalb, weil sie teuer sind und man damit seinen Status dokumentieren will, Motto: Weil ich es mir leisten kann… Ansonsten aber sollte man stets wachsam bleiben bei Angeboten, die scheinbar keinen Preis haben oder das Thema Geld und Bezahlung gänzlich unerwähnt lassen.

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  6. Sie stimmen tendenziell für den ersten auf der Liste

    Lesen Sie doch bitte die folgenden Begriffe einmal laut vor: Tipps, Tricks, Bewerbung, Knigge, Kreativität, Büro, Reputation, Erfolg, Karriere, Job. Und jetzt schließen Sie die Augen: Welche Begriffe erinnern Sie?

    Die meisten Menschen erinnern die ersten Worte (Primacy-Effect) und die letzten Worte (Recency-Effect) am besten, die in der Mitte jedoch kaum. Hermann Ebbinghaus, der dieses Phänomen als einer der ersten untersucht hat, nannte das auch den Serial-Position-Effect.

    Er hat aber noch einen Nebeneffekt, auch bekannt als Order-Effect: Was zu Beginn einer Liste steht, behalten wir nicht nur besser – es ist uns oft auch wichtiger. So fanden beispielsweise Marc Meredith und Yuvall Salant von der Northwestern Universität heraus, dass dieser Effekt sogar einige Wahlen beeinflusst: Bei diversen Versuchen mit zufällig erstellten Listen, wurde in zehn Prozent der Fälle jeweils der erste Kandidat auf der Liste gewählt – und zwar nur, weil er der Erste war. Wer dagegen irgendwo in der Mitte auftauchte, dessen Gewinnchancen lagen schon nur noch bei 2,5 Prozent.

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  7. Je unsicherer Sie sind, desto mehr verteidigen Sie Ihre Idee

    Kennt man. Sagen wir, Sie selbst besitzen ein iPhone – eine gute Freundin aber ein Android-Handy. Als neue Besitzerin ihres Smartphones will sie Ihnen natürlich die Vorzüge ihres Gerätes zeigen. Als guter Freund hören Sie zwar zu, aber mit dem Herzen sind Sie nicht dabei. Im Grunde wollen Sie es sogar gar nicht wissen – vor allem, weil Sie gar nicht erst riskieren wollen, etwas von einem Smartphone zu erfahren, das dem iPhone womöglich überlegen ist. Immerhin: Sie sind mit diesem Tick nicht alleine.

    Und er beschränkt sich auch nicht nur auf Apfel-Jünger. Wir alle verhalten uns so: Wenn wir eine vorgefertigte Meinung haben und eine neue widerspricht dieser, dann verteidigen wir unser Klischee nur umso heftiger, statt den Konflikt erst einmal zuzulassen und Argumente abzuwägen.

    Leon Festinger hat dieses Störgefühl – im Fachjargon auch kognitive Dissonanz genannt, bereits 1956 beschrieben. Besonders starke Dissonanzen entstehen dann, wenn ein bis dahin stabiles, positives Selbstkonzept gefährdet wird, wenn also jemand Informationen bekommt, die ihn als dumm, unmoralisch oder irrational dastehen lassen. Nur wenige ändern ihr Denken oder Verhalten dann. Eher versuchen sie es rational zu rechtfertigen und zu verteidigen („Helmut Schmidt rauchte auch Kette und ist fast 100 geworden!“).

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  8. Sie können nicht mehr als 150 Freunde haben

    Zu Beginn der Neunzigerjahre untersuchte der britische Psychologe und Anthropologe Robin Dunbar, wie viele Kontakte, vulgo Freundschaften, unser Gehirn überhaupt koordinieren kann. Heraus kam die sogenannte Dunbar-Zahl, wonach Menschen zu maximal 150 (genau genommen waren es 148) anderen Menschen stabile Beziehungen halten können.

    Zugegeben, Twitter, Facebook, Xing und Linkedin erlauben uns heute weitaus mehr Beziehungen Aufmerksamkeit zu schenken. Aber sind das deshalb schon echte Freundschaften, die wir dort pflegen? Als Bruno Gonçalves von der Indiana Universität in einer Studie sechs Monate lang rund 380 Millionen Tweets auswertete, stellte er bald fest: Auch dort pendelte sich die Zahl der Kontakte der Twitterati irgendwann zwischen 100 und 200 Menschen ein. Und wahre Freundschaft bemisst sich ohnehin nicht an Zahlen.

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  9. Sie sind hilfsbereiter, wenn Sie nichts dafür erwarten

    Menschen sind korrumpierbar, selbst diejenigen, die sich für integer halten. Der Korrumpierungseffekt lässt sich in der Motivationspsychologie beobachten. Demnach wird eine ursprünglich intrinsische Motivation dauerhaft geschwächt, wenn jemand extrinsische Anreize als Belohnung erhält.

    Sie haben beispielsweise einem Kollegen einen Gutschein geschenkt, weil dieser Ihnen beim Umzug geholfen hat. Studien zeigen, dass das erwünschte Verhalten fortan stärker durch die externen Anreize bewirkt wird. Denn ohne diese fällt das Maß der Unterstützung unter dem Level zurück, das vor Einführung dieser Geschenke existierte.

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  10. Werden Sie angeschrien, arbeiten Sie härter, aber nicht kreativer

    So jedenfalls lässt sich das Ergebnis einer israelischen Studie zusammenfassen. In dem Versuch mussten sich die 72 Probanden zunächst durch zwei aufgenommene Anrufe von wütenden Kunden lautstark beschimpfen lassen, dann sollten Sie Aufgaben lösen – ein paar logisch-analytische und einige kreative.

    Ergebnis: Wer zuvor angeschrien wurde, gab sich bei der ersten Aufgabe mehr Mühe und kam auch zu besseren Ergebnissen als die Kontrollgruppe. Bei der zweiten Aufgabe traf das jedoch nicht zu.

    Die Forscher erklären das Resultat so: Wenn wir angebrüllt werden schaltet unser Gehirn in eine Art Schwarz-Weiß-Modus. Wir bekommen dann so etwas wie einen Tunnelblick. Das ist zwar gut, wenn wir auf ein konkretes, analytisches Ziel hinarbeiten sollen – nicht aber für laterales Denken und kreative Lösungen. Allerdings – auch das zeigte sich in der Studie: Ein Anschiss, ausgedrückt durch Sarkasmus, brachte einige der Probanden dazu, doppelt so viele Kreativaufgaben zu lösen wie in der Kontrollgruppe.

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  11. Ihr Unterbewusstsein weiß schneller Bescheid als Sie

    Der klassische Versuch dazu stammt von dem US-Neurologen Antonio Damasio von der Universität Iowa. Er schloss Probanden Anfang der Neunzigerjahre an eine Art Lügendetektor an und ließ sie mit präparierten Karten spielen. Dazu gab es zweimal zwei Kartenstapel. Das eine Kartenspiel warf große Gewinne ab, brachte aber noch höhere Verluste mit sich; das andere dagegen brachte kleine Gewinne, jedoch kaum Verluste.

    Etwa ab der 50. Karte dämmerte das den meisten Probanden – und sie zogen vor allem Karten von dem „sicheren“ Stapel. Die Auswertung des Detektors brachte aber die eigentliche Sensation: Der Instinkt hatte die Probanden schon ab der 10. Karte gewarnt. Der Bremer Hirnforscher Gerhard Roth ist sogar davon überzeugt, dass das Unterbewusste einige Millionen Informationen pro Sekunde verarbeiten kann, das Bewusstsein jedoch nur 0,1 Prozent davon.

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    Verstand Versus Intuition Unnuetzes Wissen

  12. Wenn Sie aus der Reihe tanzen, steigt Ihr Status

    Üblicherweise bemühen sich die Menschen, nicht unangenehm aufzufallen. Das führt zu einem großen Maß an Konformität in vielen Bereichen, etwa einem sehr einheitlichen Dresscode bei Vorstellungsgesprächen.

    In bestimmten Berufsgruppen wäre ein Abweichen auch gar nicht möglich, etwa dort, wo Berufskleidung und Uniformen an der Tagesordnung sind. In anderen Bereichen – etwa der Kreativbranche – ist Nonkonformität außerordentlich willkommen und geradezu gefordert.

    Ähnliches lässt sich in manchen Situationen beobachten, in denen völlig unerwartet vom üblichen Prozedere abgewichen wird.
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  13. Sie sehen Ihre Annahme lieber bestätigt als widerlegt

    Dieses Phänomen führt dazu, dass wir dazu neigen, uns die Dinge so zurechtzulegen, wie wir sie brauchen. Sind wir von vornherein einer Sache skeptisch gegenüber eingestellt und sie scheitert, haben wir den Beleg für unsere Annahme, dass etwas so und nur so ausgehen konnte. Umgekehrt dasselbe.

    Das Fatale daran: Selbst in der Forschung hatte diese menschliche Macke ihren Einfluss. Beim Versuchsaufbau von Studien etwa, wo missliebige, störende Aspekte (unbewusst) ausgeschlossen wurden. Der englische Psychologe Peter Wason stellte in den 1960er Jahren unter dem Begriff Confirmation Bias die ersten Theorien zu diesem Phänomen vor.

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  14. Sie lösen Catch22-Probleme, obwohl die unlösbar sind

    Definition eines Catch22-Problem ist, dass es nach dem Autor Joseph Heller sich um ein Problem handelt, das seine eigene Lösung unmöglich macht. Das Paradebeispiel für alle Personen mit Windows-Rechner ist die Aufforderung, bei Nichtreaktion des Computers die Escape-Taste zu drücken.

    Viele Berufseinsteiger kennen solche unmöglich zu lösenden Probleme – und trotzdem werden sie im Laufe der Zeit doch irgendwie gelöst. Bestes Beispiel hierfür ist das Permission Paradox. Es beschreibt die Erwartungshaltung etlicher Arbeitgeber, die einerseits junge Bewerber frisch von der Uni suchen, andererseits jahrelange Berufserfahrung erwarten.

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  15. Einer Begründung können Sie nicht widerstehen

    Erinnern Sie sich noch an den ersten Punkt? Immerhin: Sie haben die Liste bis hierher weitergelesen, weil ich Ihnen versprach, dass es sich lohnt. Ob das stimmt oder nicht, ist aber irrelevant.

    Entscheidend war das Wörtchen „weil“. Begründungen – ob sinnvoll oder nicht – haben eine erstaunliche Wirkung auf uns. Das haben die beiden Psychologen Ellen Langer und Robert Cialdini in einem bemerkenswerten Experiment untersucht.

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Bonus

Mmmh Sagen Unnuetzes Wissen

Noch Lust auf einen Selbsttest?

Faszinierende Dinge unnützes Wissen SelbsttestUnnützes Wissen können Sie auch mit diesem kleinen Selbsttest am eigenen Leibe nachvollziehen. Setzen Sie sich dazu bitte auf einen Stuhl und heben Sie Ihr rechtes Bein an. Nun schwingen Sie bitte Ihr rechtes Bein kreisend im Uhrzeigersinn. Während Sie Ihr Bein weiterhin rechts herum kreisen lassen, blicken Sie bitte geradeaus und malen mit der rechten Hand (!) eine 6 in die Luft – von oben beginnend…

Was macht denn da Ihr Bein? Ha! Erwischt. Entweder es steht still – oder dreht sich nun links herum. Warum? Weil unser Gehirn auf derselben Körperachse keine entgegengesetzten Bewegungen koordinieren kann. Mit rechtem Bein und linker Hand – kein Problem. Aber mit rechten Bein und rechter Hand – nicht zu schaffen. Wer das Gegenteil behauptet: Bitte Videobeweis!

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[Bildnachweis: Roman Samborskyi by Shutterstock.com]
29. Januar 2019 Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Er doziert an der TH Köln über Social Media Marketing und ist gefragter Keynote-Speaker. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Journalist tätig - davon 13 Jahre als Ressortleiter der WirtschaftsWoche.


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