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Megalodon: Größe, Gewicht, Nahrung und Sichtungen

Der Weiße Hai gilt als furchteinflößend. Einem Megalodon würde aber wirklich niemand begegnen wollen: Diese Haiart gilt als die größte, die jemals lebte. Dreimal so groß wie der Weiße Hai soll dieser Hai gewesen sein. Dabei gibt es nur wenige Beweise für seine Existenz, etwa gigantische Zähne. Gleichzeitig nähren angebliche Sichtungen immer wieder Spekulationen. Ist der Megalodon wirklich ausgestorben? Was wir heute über den Riesenhai wissen und ob es ihn noch geben kann…



Megalodon: Größe, Gewicht, Nahrung und Sichtungen

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Megalodon: Größe, Gewicht, Skelett

Gelebt haben soll der Megalodon vor etwa 23 bis 2,6 Millionen Jahren. In Erdzeitalter ausgedrückt vom Miozän bis Pliozän. Gigantische, dreieckig geformte Zähne hatte er. Eine Größe von 16 bis 20 Metern und ein Gewicht zwischen 50 und 100 Tonnen. Damit kommt seine Körperlänge locker an einen Gelenkbus. Bei einer Körperlänge von 16 Metern nimmt man eine Schädellänge von 4,65 Metern an. Seine Rückenflosse könnte 1,62 Meter hoch und 2 Meter lang, seine Schwanzflosse fast 4 Meter hoch gewesen sein.

Dass sich so viel über Otodus megalodon (so der wissenschaftliche Name) sagen lässt, verdanken wir der Wissenschaft. Viel ist vom Riesenhai nämlich nicht erhalten. Seine Zähne lassen allerdings einige Rückschlüsse zu. Bis zu 18 Zentimeter lang sind einige Exemplare. Steinzeitmenschen fertigten Speerspitzen daraus an. Zum Vergleich: Der bei einem Menschen größte jemals gemessene Zahn war 3,72 Zentimeter lang.

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Skelett und Aussehen

Der Megalodon zählt zu den Knorpelfischen. Knorpel überdauert allerdings weniger gut als Knochen. Daher existieren nur wenige Wirbelfunde und Bissspuren an Walknochen. Daran und an den Zähnen orientieren sich Wissenschaftler, wenn sie Aussagen zur Größe und Gewicht treffen. Rekonstruktionen des Skeletts beziehungsweise Körperbaus beziehen sich häufig auf den Weißen Hai. Allerdings gibt es seit der Entdeckung von Megalodon-Fossilien immer wieder unterschiedliche Ansätze.

Im Laufe der Forschung wechselte der Megalodon die Gattung von Carcharodon (welcher auch der Weiße Hai angehört) zu Otodus, welche als ausgestorben gilt. Die Verwandtschaft zwischen dem Urzeithai und dem heute noch lebenden, größten Hai ist somit geringer als angenommen. Dennoch gibt es die meisten Ähnlichkeiten mit diesem Riesenfisch. Wissenschaftler gehen davon aus, dass er verglichen mit dem Weißen Hai kompakter und stämmiger war.

Vorkommen

Überreste des urzeitlichen Riesenhais fand man weltweit auf allen Kontinenten außer der Antarktis. Forscher vermuten, dass sich der Urzeithai wie seine heutigen Verwandten eher in oberen, lichtdurchfluteten Regionen in warmen Meeren aufhielt. Dafür spricht, dass auch der Weiße Hai die Küstenregionen bewohnt.

Auch in Europa – genauer: Belgien – gibt es Fossilien des Riesenhais. Dort existiert einer der am besten erhaltenen Teile einer Megalodon-Wirbelsäule. Das auf 18 Millionen Jahre datierte Exemplar ermöglicht eine 3D-Modellierung. Demnach war dieser Hai 16 Meter lang, hatte ein Gewicht von 61,5 Tonnen und wurde 46 Jahre alt.

Megalodon Beißkraft

Alles dreht sich um die Zähne bei dieser Haiart. Daher auch der Name – Megalodon stammt aus dem Griechischen und bedeutet „großer Zahn“. Berechnungen von Wissenschaftlern der University of New South Wales zufolge hatte der Megalodon eine Beißkraft, die um bis zu zehnmal größer als die des Weißen Hais war. Die Beißkraft eines Megalodons ist damit die größte aller jemals bekannten Tiere.

Mit einer Kraft von 10,8 bis 18,2 Tonnen schnappte sich der Urzeithai seine Beute. Zum Vergleich: Ein Tyrannosaurus Rex kam vermutlich auf 3,1 Tonnen. Verglichen mit dem zur Zeit des Megalodons längst ausgestorbenen Raubsauriers war die Beißkraft immer noch sechs Mal so hoch. Um einen Kleinwagen zu verschrotten, muss eine Schrottpresse ein Gewicht von 15 Tonnen aufwenden. Würde der Riesenhai noch leben, bräuchte er diese Kraft für menschliche Beute nicht: Kieferrekonstruktionen lassen vermuten, dass ein Megalodon einen Menschen aufrecht stehend hätte verschlingen können.

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Nahrung

Eins ist klar: Ein so gigantisches Tier benötigt viel Nahrung. Basierend auf den Berechnungen des australischen Forscherteams benötigte ein Megalodon täglich mehr als 1.000 Kilogramm Futter. Bei einem Energiebedarf von fast 100.000 Kilokalorien pro Tag gehen die Wissenschaftler von großen Beutetieren wie Orcas sowie Delfinen, Pottwalen, Grönlandwalen, Furchenwalen und Schweinswalen aus.

Kleinere Jungtiere werden zudem Robben und Seekühe, Fische, Schildkröten und kleine Wale gefressen haben. Diese Annahmen stützen sich zum einen aus Zahnspuren auf Flossen und Wirbeln der genannten Beutetiere. Zum anderen auf dem Vorkommen der Tierarten und dem Speiseplan verwandter Haiarten. Eine Analyse der Bissspuren lässt die Wissenschaftler vermuten, dass der Megalodon zuerst die Flossen seiner Beute abriss. Damit war sie bewegungsunfähig.

Anschließend biss er in die Schulter- oder Brustregion, um so die Knochen zu zertrümmern. Schließlich attackierte er lebenswichtige Organe wie Lunge oder Herz. Das Jagdverhalten unterscheidet sich damit vom Weißen Hai: Der beißt eher ins weiche Fleisch und lässt seine Opfer verbluten.

Feinde + Alter

Der Megalodon gilt als größter Raubfisch, der jemals lebte. Wissenschaftler bezeichnen ihn als Spitzenprädator. So ein Tier hat keine Fressfeinde. Er wurde zudem richtig alt: Wissenschaftler gehen von einem Alter zwischen 88 und 100 Jahren aus. Der Weiße Hai hingegen wird lediglich 73 Jahre alt.

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Ist der Megalodon wirklich ausgestorben?

Bisherigen Erkenntnissen zufolge ist de Megalodon bereits vor 3,6 bis 2,6 Millionen Jahren ausgestorben. Zu einer Zeit, als sich bereits erste Spuren von Steinzeitmenschen nachweisen lassen. Zwar werden immer wieder neue Haiarten entdeckt, die Tiere sind aber meist lediglich zwischen einem und zwei Meter groß. Die Ursache fürs Aussterben ist nicht ganz klar, allerdings gibt es verschiedene Theorien.

Klimatische Veränderungen

Vor über drei Millionen Jahren entstand durch den Zusammenprall zweier Erdplatten eine Landenge im mittelamerikanischen Staat Panama, genannt Isthmus von Panama. Diese Landenge führte dazu, dass der Austausch zwischen der Karibischen See und dem Pazifischen Ozean blockiert war und sich das Meer deutlich abkühlte. Das wiederum setzte dem Megalodon zu, der warme Wassertemperaturen benötigte.

Ausgewanderte Beute

Die klimatischen Veränderungen waren zusätzlich das Resultat der Eiszeit. Diese führte zu Abkühlungen im Meer. Die kühleren Temperaturen waren auch für die Beutetiere eine Herausforderung. Einige starben aus, viele passten sich an. Wale beispielsweise – die Beutetiere der Riesenhaie – wanderten in die kälteren, aber fischreicheren Polarregionen aus.

Evolutionäre Nachteile

Manche Forscher vermuten Konkurrenz durch andere Meeresräuber als Grund dafür, dass der Megalodon ausstarb. Neben dem Riesenhai gab es beispielsweise Schwertwale und Weiße Haie. Diese waren aber ebenfalls exzellente und schnellere Schwimmer. Der Urzeithai hatte im Kampf um die verbliebene Beute vermutlich das Nachsehen.

Im Endeffekt vermuten Forscher ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren als Grund für das Aussterben.

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Megalodon Sichtungen

Immer wieder machen Nachrichten über angebliche Megalodon Sichtungen die Runde. Ein Grund dafür dürfte in der großen Faszination liegen, die riesige Urzeiträuber auf viele Menschen ausüben. Filme wie seinerzeits „Jurassic Park“ über Dinosaurier und vor wenigen Jahren „Meg“ (über den Urzeithai) befeuern die Fantasie vieler. So sollen Filmaufnahmen eines mit riesigen Biss-Narben übersäten Hais die Existenz des Riesenhais belegen.

Die Vermutung dahinter: Es kann nur ein Megalodon dem Weißen Hai so übel mitgespielt haben. Auch Videos eines gigantischen Hais, der ein Kreuzfahrtschiff umrundet, nähren die Gerüchte. Aber mehr als das ist es eben auch nicht. Experten sind sich einig, dass es sich dabei immer noch um bereits bekannte Haifischarten handelt. Zumal bei der ganzen modernen Technik der Megalodon schon längst entdeckt worden wäre.


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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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