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Erwartungshaltung: Wie Ihnen Ambiguitätstoleranz hilft

Nichts schmerzt so sehr wie eine enttäuschte Erwartung. Wir haben gehofft, gebangt, geträumt. Doch darauf folgt eine herbe Enttäuschung. Alles anders. Wir haben uns geirrt – in einer Einschätzung, in einem Menschen. Unsere Annahme war falsch. So ist das mit einer zu hohen Erwartungshaltung: Sie trübt den Blick für das Realistische – und endet in einer Negativspirale aus Frustration, Wut und Bitterkeit. Wie Sie eine realistische Erwartungshaltung schüren und überzogene Erwartungen ablegen…


Erwartungshaltung: Wie Ihnen Ambiguitätstoleranz hilft

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Einfach erklärt: Was ist eine Erwartungshaltung?

Die Erwartungshaltung ist eine durch Annahmen, Wünsche, Bedürfnisse oder Erwartungen geprägte Haltung. In der Psychologie und Soziologie wird die Erwartungshaltung auch als Antizipation bezeichnet und bedeutet eine vorwegnommene gedankliche Erwartung eines Ereignisses oder einer Reaktion.

Häufige (negative) Synonyme zur Erwartungshaltung sind: Anspruchsdenken, Anspruchshaltung, Versorgungsmentalität oder „Jammern auf hohem Niveau“.

Die 2 Dimensionen der Erwartungshaltung

Eine Erwartungshaltung lässt sich aus zwei Perspektiven betrachten:

  1. Erwartungen an uns selbst
    Die anspruchsvolle Haltung an uns selbst kann mit starkem Ehrgeiz und hohen Ambitionen verbunden sein. Teils geprägt durch unsere Eltern und Kindheit, teils um uns selbst etwas zu beweisen.
  2. Erwartungen anderer
    Ebenso stellen Menschen Erwartungen an uns. Diese können ihren Ursprung in gesellschaftlichen Normen (etwa bei Benimmregeln und Sozialverhalten) haben. Oder die Erwartungshaltung ergibt sich durch Versprechen. Etwa im Job durch Zielvereinbarungen und den Arbeitsvertrag selbst.
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Erwartungshaltung und Enttäuschung

Es gibt sie in jeder Beziehung: Erwartungen, Bedürfnisse, Wünsche, Forderungen. Das ist völlig normal. Gefährlich wird es dann, wenn wir die Beziehung selbst davon abhängig machen. Wenn wir permanent Erwartungen an unser Gegenüber haben, wie sich der- oder diejenige verhalten soll, dass uns dieser Mensch doch bitte glücklich machen muss oder unsere Gedanken lesen können soll.

Eine solche Erwartungshaltung erzeugt ungeheuren Druck und kann nicht erfüllt werden. Enttäuschungen sind daher programmiert. Mehr noch: Es entsteht eine Abwärtsspirale aus Erwartung, Ernüchterung, Befürchtung und erneuter Enttäuschung. Wir bleiben in einem bangen Schwebezustand, der unser Vertrauen immer weiter untergräbt. Nicht wenige werden darüber bitter, ziehen sich in eine Art Opferrolle zurück und suhlen sich im Selbstmitleid. Im Extrem kann dies in eine Depression führen.

Hohe Erwartungshaltung – ein Problem der Generation Y?

Der Unternehmensberater und Kulturwissenschaftler Simon Sinek sagte in einem Interview, die Generation Y (auch „Millenials“) zeichne sich durch eine besonders übersteigerte Erwartungshaltung aus. Grund sei oft eine fehlgeleitete Erziehung. Dabei würden die Eltern versuchen, bloß keine Enttäuschungen zuzulassen. Ausnahmslos alles werde honoriert: Wer als Zehnter von zehn Läufern durchs Ziel geht, sei nicht mehr „Letzter“, sondern schon der „zehnte Gewinner“. Das aber führe dazu, dass diese Kinder später als Erwachsene kaum noch mit Forderungen umgehen können und eine ebenso einseitige wie falsche Erwartungshaltung gegenüber Arbeitgebern, Chefs – oder im Privaten und Beziehungen an ihre Partner entwickeln.

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Desillusion ist das Ergebnis falscher Erwartungen

Auch wenn andere ihr Bestmögliches geben – sie können uns nie genügen, wenn wir zuvor eine viel zu hohe Erwartungshaltung schüren. Daran ist auch kein anderer Schuld, sondern wir ganz allein. Beispiel Beruf: Da gibt es eine enorm engagierte Kollegin, die für das wichtige Projekt ohne Murren Überstunden schiebt. Doch danach meint der Chef, es müsste immer so weitergehen – das sei „normal“. Er erhebt die Ausnahme zur Regel und leitet daraus ein irriges Anspruchsdenken ab. Wie unfair!

Den Chef findet wohl jeder ungerecht. Aber Hand aufs Herz: Machen Sie das bei Freunden, Familie, Partner vielleicht auch, wenn deren Aufmerksamkeit nachlässt oder sie mal keine Zeit für uns haben? Keine Frage, eigene Bedürfnisse sind wichtig – das sind die der anderen aber auch. Gegen einen solch gefährlichen Kreislauf aus Hoffnung, Erwartung und Enttäuschung hilft nur eines: reden!

Sprechen Sie darüber…

  • was Sie sich wünschen.
  • was Sie brauchen.
  • was Sie erwarten.
  • was Sie glücklich macht.

Statt darauf zu hoffen, dass andere Ihnen die Wünsche von den Augen ablesen, sprechen Sie beide sich aus und finden so nicht nur zu einer realistischen Erwartungshaltung, sondern zu einer gemeinsamen Vereinbarung.

Erwartungshaltung: Sprüche und Zitate

  • „Das Erwartete bleibt gewöhnlich unter der Erwartung.“ (August von Kotzebue)
  • „Erwartungen sind wie Sterne – man kann sie nicht vom Himmel holen.“ (Unbekannt)
  • „Das größte Hindernis zum Glück sind zu hohe Erwartungen.“ (Jochen Mai)
  • „Wenn wir unsere Erwartungen verringern, werden wir Zufriedenheit erfahren.“ (Dalai Lama)
  • „Fordere viel von dir selbst, und erwarte wenig von anderen. So wird dir viel Ärger erspart bleiben.“ (Konfuzius)
  • „Es liegt in der menschlichen Natur, immer mehr von sich und von anderen zu fordern, je mehr man empfangen hat.“ (Johann Wolfgang von Goethe)
  • „Liebe fordert und erwartet nicht.“ (Daniel Leszinski)
  • „Beide schaden sich selbst: Der, der zu viel verspricht und der, der zu viel erwartet.“ (Gotthold Ephraim Lessing)
  • „Wenn man älter wird, so lernt man eben einsehen, daß man von einem Menschen nicht alles verlangen kann und das man zufrieden sein muss, wenn ein Weinstock Trauben trägt. In jüngeren Jahren verlangt man auch noch Erd- und Himbeeren dazu.“ (Theodor Fontane)


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Ambiguitätstoleranz hilft gegen Erwartungshaltung

Es gibt aber eben auch den umgekehrten Fall, dass Sie selbst mit überzogenen Erwartungen konfrontiert werden und sich diesen geradezu ausgeliefert fühlen. Bei vielen beginnt das schon in der Kindheit und in der Schule, wenn die Eltern beispielsweise erwarten, dass die Kinder immer gute Schulnoten nach Hause bringen sollen. Oder im Job: Wenn Mitarbeiter von Mal zu Mal bessere Deals abschließen sollen oder mehr schaffen müssen als im vergangenen Jahr (natürlich bei gleicher Bezahlung).

Um mit solchen Erwartungshaltungen umgehen zu können, benötigen Sie Ambiguitätstoleranz. Schwieriges Wort, wissen wir. Gemeint ist damit die Fähigkeit, mit gegensätzlichen Erwartungen und Widersprüchlichkeiten gelassen umzugehen. Kurz: Je größer Ihre Ambiguitätstoleranz, desto mehr prallen solche (unverschämten) Forderungen an Ihnen ab. Die Fähigkeit ist damit eine Form der sozialen Kompetenz.

Gelassenheit und Egalness lernen

Ambiguitätstoleranz ist lernbar – genauso wie Gelassenheit. Zunächst gilt auch hier: Sprechen Sie die ungerechtfertigte Erwartungshaltung der anderen an. Machen Sie klar, dass Sie diese weder erfüllen können noch wollen. Hilft das nicht, trainieren Sie eine gepflegte Egalness und Souveränität gegenüber unfairem Anspruchsdenken.

Erwartungshaltung ablegen und runterschrauben: 4 Tipps

Ganz gleich, ob Sie mit unterschiedlichen Kollegen oder schwierigen Zeitgenossen klarkommen müssen: Das können Sie immer tun, wenn die Erwartungshaltung an Sie zu hoch wird…

  1. Selbstreflexion
    Prüfen Sie zunächst, was dran ist. Haben Sie ein Versprechen abgegeben, eine Absprache oder Vereinbarung getroffen? In dem Fall wäre die Erwartungshaltung gerechtfertigt und die Erfüllung Ihre Pflicht.
  2. Relativierung
    Manche Menschen neigen dazu, in Extremen zu denken. Für sie gibt es nur Schwarz oder Weiß, richtig oder falsch. Machen Sie sich bewusst, dass die Erwartungen an Sie nur eine Meinung und Annahme darstellen. Sie sind deswegen zu nichts verpflichtet.
  3. Einordnung
    Sehen Sie kritische Rückmeldungen („Ich bin sehr enttäuscht von dir“) als menschlich nachvollziehbare Reaktion. Mehr aber auch nicht. Eine Enttäuschung basiert auf einer Täuschung. Sofern Sie vorher nichts versprochen haben, ist es eine reine Selbsttäuschung.
  4. Klärung
    Entschärfen Sie sich abzeichnende Konflikte durch eine ungerechtfertigte Erwartungshaltung, indem Sie das Thema ansprechen und klären. Damit lassen sich 99 Prozent aller Eskalationen vermeiden.

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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