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Niveau: Bedeutung & Tipps für mehr Niveau

Niveau gilt als Inbegriff der Klasse eines Menschen. Das Verständnis geht über Bildung, Benehmen und Betragen hinaus – und oft wundert man sich über das niveaulose Verhalten, das einem begegnet. Aber was ist die Bedeutung von Niveau und warum weisen wir andere darauf hin, wenn diese (nach unserer Auffassung) kein Niveau haben? Hier erfahren Sie es…

Niveau: Bedeutung & Tipps für mehr Niveau

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Bedeutung: Was ist Niveau?

Im Alltagsgebrauch wird Niveau als Sammelbegriff für gutes Benehmen und Bildung, für eine vornehme Ausdrucksweise oder den Grad der geistigen Verfassung verwendet. Niveau gilt als persönliche Stufe der bildungsmäßigen, künstlerischen oder sittlichen Ausprägung. Synonym wird von Anstand, Klasse oder Stand gesprochen.

Niveau beschreibt den geistigen oder gesellschaftlichen Rang einer Person oder die Qualität und Wichtigkeit eines Ereignisses. Der Begriff stammt aus dem Französischen und bedeutet Grundwaage oder Wasserwaage. In seiner wörtlichen Bedeutung wird er auch genutzt, um eine waagerechte Fläche in gleichbleibender Höhe zu beschreiben.

Die Mehrzahl, „Niveaus“, wird oft genutzt, um verschiedene Bildungsgrade anzugeben – etwa in Form von „Sprachniveaus“ (im Lebenslauf).

Wie spricht man Niveau aus?

Die Aussprache von Niveau entspricht der französischen Form: [niˈvoː] gesprochen wie „nii-woo“. Beide gesprochenen Vokale – das „i“ und „o“ – sind lang.

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Beurteilung: Niveau ist relativ

„Auf hohem Niveau“ oder das Gegenteil „kein Niveau haben“ – wonach lässt sich das überhaupt beurteilen? Zunächst ist es eine subjektive Einschätzung und mögliche Beleidigung (mehr dazu weiter unten). Es gibt aber objektive Faktoren und Maßstäbe. Ob jemand niveauvoll ist hängt demnach von folgenden Punkten ab:

Wer dummes Zeug sagt, dabei über Fäkalsprache nicht hinauskommt und unangemessen verhält, wird als „niveaulos“ empfunden.

Umfeld beeinflusst die Beurteilung von Niveau

Genau das ist der entscheidende Punkt: Das Umfeld ist entscheidend! Niveau zu besitzen, heißt zu wissen, wann man sich wie auszudrücken und zu verhalten hat. Bei einem offiziellen Staatsbankett werden ein anderes Verhalten, andere Kleidung, andere Gesprächsthemen erwartet als beim Smalltalk und gemütlichen Abend in der Eckkneipe.

Was Niveau ausmacht, richtet sich nach den Regeln der Gruppe, in der man sich befindet. Hohes Niveau oder kein Niveau hängt liegt in den Abweichungen von den Normen und Erwartungen des sozialen Umfelds. Anders ausgedrückt: Jeder hat sein eigenes Niveau – es passt vielleicht nur nicht zum Umfeld.

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Niveaulos: Was heißt kein Niveau?

Eine funktionierende Gesellschaft braucht feste Regeln. Die spiegeln sich zuerst in den Gesetzen eines Landes. Darüber hinaus gibt es aber meist noch allgemein akzeptierte Verhaltensweisen und Umgangsformen, die das Miteinander erleichtern und vor Missverständnissen schützen sollen. Niveaulos ist demnach zum Beispiel:

  • Gesetzwidriges Verhalten

    Gesetzwidrige Handlungen unterschreiten schon per Definition das gesellschaftliche Niveau. Das gilt auch am Arbeitsplatz: Diebstahl, Mobbing oder Gewalt im Job haben entsprechende Konsequenzen und münden meist in einer Kündigung.

  • Unerwünschtes Verhalten

    Zu den unerwünschten Verhaltensweisen gehört alles, was gegen die klassischen Knigge-Regeln und guten Manieren verstößt. Dazu zählen auch sämtliche Körpergeräusche, die normalerweise unterdrückt werden und unkommentiert bleiben. Wiederholt sich ein solches Verhalten, wird das Niveau mit Sicherheit angezweifelt.

  • Vulgäre Ausdrucksweise

    Fäkalsprache und eine insgesamt vulgäre Ausdrucksweise sowie die häufige Verwendung von Kraftausdrücken und Schimpfwörtern werden generell als Indiz für ein geringes Niveau gesehen. Gesellschaftlich wie auch geistig. Schließlich ist die betreffende Person nicht in der Lage, aus seinem (eingeschränkten) Sprachschatz adäquatere Worte auszuwählen.

  • Unangemessene Kleidung

    Auch Äußerlichkeiten wie Kleidung verraten Niveau. Wer den jeweiligen Dresscode missachtet, ist entweder rebellisch oder niveaulos. Falsche Farben, unvorteilhafte Schnitte, augenscheinlich schlechte Verarbeitung – all das spricht für fehlenden Stil oder Sinn für Etikette. Bestimmte Positionen erfordern angemessene Kleidung und Accessoires. Niemand wird von einem Mechaniker erwarten, dass er im Anzug zur Arbeit kommt. Wer hingegen als Manager zu salopp gekleidet seine Kunden empfängt, macht sich angreifbar und zeigt wenig Wertschätzung.

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4 Tipps für mehr Niveau

Niveau ist ein komplexes Gebilde. Es umfasst Bildung, Umgangsformen, verbale und nonverbale Ausdruckskraft sowie Werte und Normen – und ist abhängig von den Umständen. Wie soll es da gelingen, niveauvoll aufzutreten? Im ersten Schritt sollten Sie lernen, Ihr Verhalten dem vorherrschenden Milieu anzupassen.

Allgemeine Standards gibt es nur auf gesellschaftlicher Ebene. Werden die Zirkel kleiner, gelten meist eigene Regeln, Sprach- und Kleidercodes. Je besser Sie diese adaptieren (und dabei gezielt bestimmte Erwartungen überschreiten), desto niveauvoller werden Sie wahrgenommen.

Dabei können diese Tipps und Tricks helfen, mit denen Sie die Wahrnehmung anderer Menschen positiv beeinflussen und Ihr Niveau steigern können:

  • Beweisen Sie Taktgefühl

    Wählen Sie Sprache und Inhalte stets mit Bedacht. Frei Schnauze zu plaudern, mag authentisch sein, führt aber oft in Fettnäpfe. Meiden Sie Themen, die stark polarisieren oder Emotionen wecken sowie politische oder religiöse Überzeugungen. Ebenso riskant sind Unterhaltungen über Geld oder den Tod.

    Das bedeutet nicht, dass niemals über so etwas gesprochen werden darf. Sie sollten aber ein Gespür dafür entwickeln, wem gegenüber Sie was sagen und zu welchem Zeitpunkt. Fehlendes Taktgefühl wirkt niveaulos.

  • Achten Sie auf Ihr Äußeres

    Karl Lagerfeld sagte einmal: „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“ Das war pure Polemik. Aber es stimmt: Kleider machen Leute. Eine gepflegte Erscheinung und angemessene Kleidung haben immer ihre Wirkung.

    Sie müssen sich deswegen nicht verkleiden oder zum Dandy mutieren. Aber hier und da ein bisschen mehr Noblesse und Stil schaden niemandem, der Klasse zeigen und signalisieren will.

  • Adaptieren Sie Ihre Ausdrucksweise

    Sprache verrät Bewusstsein. Sie kann ebenso Sympathien wecken, wie Zugehörigkeit ausdrücken, wenn wir beispielsweise einen Dialekt sprechen oder typische Worte verwenden. Eine niveauvolle Ausdrucksweise bedeutet nicht, in hochgestochenen, komplizierten Worten und verschachtelten Sätzen zu sprechen. Das wirkt eher bemüht bis verzweifelt. Blender und Schnösel verraten sich so.

    Niveau beweist vielmehr, wer es in einer Konversationen versteht, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, Menschen zu motivieren, zu inspirieren oder zu überzeugen. All das lässt sich gut lernen.

  • Punkten Sie mit Bildung

    Bildung und Intelligenz sind zwar nur ein Teil des Niveaus, spielen bei der Wahrnehmung aber eine große Rolle. Ein hoher und guter Abschluss wird fast automatisch mit einem entsprechenden gesellschaftlichen Status gleichgesetzt. Ähnlich funktioniert großes Allgemeinwissen. Wenn Sie Ihr Niveau steigern wollen, sollten Sie an Ihrer Bildung arbeiten.

Der Niveauverlust der Jugend

Schon immer haben ältere Menschen den Niveauverlust der Jugend beklagt. Es gibt Tontafeln der Sumerer, auf denen bereits rund 3000 Jahre vor Christus die verlotterte Jugend beklagt wird. 1000 Jahre später lautet eine Keilschrift der Chaldäer: „Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe.“

Das kommt Ihnen bekannt vor? Kein Wunder! Seit über 5.000 Jahren klagen Generationen von Menschen über mangelndes Niveau. Jede Generation ist offenbar ab einem gewissen Alter davon überzeugt, dass der allgemeine Niveauverlust der Jugend und Verfall der Sitten das Ende der Welt einläutet.

Dabei steckt dahinter eher die Ignoranz einer ewigen Regel des Lebens: In der Jugend machen wir bewusst Vieles anders als unsere Eltern, um im Alter erschreckt festzustellen, dass wir ihnen immer ähnlicher werden.


Du hast kein Niveau: Beleidigung durch eigene Aufwertung

Es gibt zahlreiche Aussagen in Streitigkeiten, die sich auf das (fehlende) Niveau beziehen:

  • „Du hast kein Niveau!“
  • „Auf dein Niveau lasse ich mich erst gar nicht hinab.“
  • „Du bist unter meinem Niveau.“
  • „Wie niveaulos kann man nur sein?“

Solch absichtlich hart gewählten Worte sollen verletzen. Das gilt auch für andere Beleidigungen – doch gerade der Angriff auf den Anstand ist schmerzlich und trifft besonders hart. Warum?

In der Aussage „unter meinem Niveau“ stecken gleich zwei Bewertungen:

  • Abwertung: „Du bist nicht gut genug (für meine Ansprüche)!“
  • Aufwertung: „Ich stehe deutlich über dir!“

Wer andere auf ihr (und damit indirekt sein eigenes) Niveau hinweist, will differenzieren, sozial und intellektuell abwerten. Die eigentliche Aussage: Wir sind nicht auf Augenhöhe, ich bin besser als du. Ein doppelter Schlag gegen das eigene Ego.

So reagieren Sie richtig

Mit einer lautstarken Beleidigung antworten? Keine gute Idee: Das bekräftigt nur den gerade gemachten Vorwurf der Niveaulosigkeit. Schweigen macht den Eindruck, Sie hätten keine Antwort parat. Was also tun? Zuerst müssen Sie sich zwei Dinge klar machen:

  1. Reine Selbstzuschreibung
    Sich selbst höher zu stellen („Ich habe Niveau – du nicht.“) hat keine Aussagekraft. Jeder kann sich selbst jeden gesellschaftlich Rang oder positive Eigenschaft andichten.
  2. Verhalten beweist das Gegenteil
    Schon die Aussage spricht nicht für denjenigen, der sie macht. Wer wirklich Niveau und Klasse besitzt, muss andere nicht spüren lassen, dass sie keine haben. Ein solches Verhalten spricht vielmehr für das Gegenteil.

Die beste Reaktion ist deshalb eine schlagfertige und möglichst gewitzte Antwort. Damit zeigen Sie, dass Sie die perfide Beleidigung nicht nur durchschauen, sondern umdrehen können.

Niveau im Job

Niveau im Arbeitsleben spielt nochmal eine andere Rolle. Hierbei geht es zwar auch um angemessenes Verhalten, mehr aber noch um das sogenannte „Qualifikationsniveau“. Für viele Berufe wird ein festgelegtes Bildungs- und Kompetenzniveau vorausgesetzt. Unterschiedliche Niveaus sind:

  • Für eine berufliche Ausbildung wird ein entsprechender Schulabschluss erwartet.
  • Für ein Studium braucht es in der Regel Abitur oder eine Fachhochschulreife.
  • Wer sich für hochqualifizierte Jobs bewirbt, benötigt mindestens ein abgeschlossenes Studium.
  • Für einige Jobs ist sogar eine entsprechend langjährige Berufserfahrung Voraussetzung.

Wer solche Qualifikationsniveaus nicht erfüllt, muss sich nach einem anderen Job umsehen: „unqualifiziert!“ Das gibt es aber auch andersherum: Millionen von Arbeitnehmern arbeiten unter ihrem Niveau. Sie sind überqualifiziert für den Job, den sie machen. Hier ist das eigene Qualifikationsniveau – teilweise deutlich – über den Anforderungen der Position.

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[Bildnachweis: Karrierebibel.de]

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