Prominente Jobs: Wie Stars angefangen haben

Niemand beginnt seine Laufbahn als Apple-CEO oder Wetten-dass-Moderator. Am Anfang muss das zarte Pflänzchen gegossen, gedüngt und in die Sonne gestellt werden. Der eine absolviert ein Praktikum, um Anschluss zu finden, der andere brät Burger zwecks Kontoauffrischung. Karrierebibel zeigt Ihnen, wie Prominente malocht und geackert haben, als sie noch nicht berühmt waren. Prominente Jobs: So haben die Stars angefangen…

Prominente Jobs: Wie Stars angefangen haben

Prominente Jobs: Von Präsidenten und Fußballern

Der Mann des Jahres 2016 hat zum Beispiel als Pfandflaschensammler seine ersten Dollars verdient. Das erzählte Donald Trump vor zehn Jahren in einem Forbes-Interview.

Demnach fuhr der kleine Donald mit seinem Vater von Baustelle zu Baustelle und sammelte dort die herumliegenden Flaschen ein. Später sattelte er um auf Mieteintreiber, ging dafür von Haus zu Haus. „Ich lernte, nicht mitten in der Eingangstür stehen zu bleiben, um die Möglichkeit zu verhindern, dass ich erschossen werde.“

Die geschlagene Rivalin verdiente ihre ersten Brötchen dagegen als Babysitterin, schreibt Hillary Clinton in ihrer Autobiographie. Später wurde sie Aufseherin in einem kleinen Park, ein paar Meilen von ihrem Elternhaus in Chicago entfernt. Ihre Aufgabe, so schreibt sie: Lauter Wagen mit Bällen, Schlägern und Springseilen hin- und herschieben, drei Tage die Woche.

Erst Handwerker, dann Weltstar

Für Torwart-Ikone Toni Schumacher war es diesseits des Atlantiks ein besonders weiter und beschwerlicher Weg zum Ruhm. Schumacher erzählte der Bild, dass er als 15-Jähriger damals Tag für Tag sieben Kilometer mit dem Fahrrad zu seinem Lehrbetrieb radeln musste.

Im ersten Ausbildungsjahr als Kupferschmied verdiente der Tünn demnach 80 Mark pro Monat, am Ende immerhin schon 160 Mark. Und: Seinen ersten Profi-Vertrag beim 1. FC Köln unterschrieb er erst, als er das Gesellenstück in der Tasche hatte.

Für alle Interessierten: Den Ausbildungsberuf Kupferschmied gibt es längst nicht mehr. 1998 ging er im Nachfolgeberuf Behälter- und Apparatebauer auf.

Prominente Jobs: Nicht als Meister vom Himmel gefallen

Auch viele der uns bekannten Leinwandhelden haben ganz klein angefangen, im Drive-in oder im Freizeitpark, an der Bar oder auf dem Golfplatz.

Als Superstar kommen jedenfalls nur die wenigsten zur Welt (Prinz George und Prinzessin Charlotte zum Beispiel). Der Rest muss sich hart und zäh und mühsam nach oben arbeiten. Wir beweisen es Ihnen: 9 Hollywood-Stars und ihre ersten Jobs.

Noch ein skeptischer Einwurf an dieser Stelle: Die meisten Angaben beruhen auf den Erzählungen und Erinnerungen der Stars selbst. Ob diese also auch immer schön die Wahrheit erzählt oder nur ihren persönlichen Gründungsmythos erdichtet haben, man kann es nicht immer hundertprozentig nachprüfen.

Denn klar ist, dass so ein Tellerwäscher-Job den fantastischen Lebenslauf unterfüttert, die Person gleich noch viel interessanter macht. Aber wir glauben einfach mal fest daran, dass niemand geschwindelt hat …

9 Hollywood-Stars und ihre ersten Jobs

  1. Jennifer Aniston: Fahrradkurier

    Jennifer Aniston


    Während sie an ihrer Schauspielkarriere bastelte, jobbte Aniston in New York als Call Center-Agentin, kellnerte und fuhr als Fahrradkurier wichtige Sendungen aus. Das verriet sie in ihrer Biographie. Danach ging es nach Los Angeles, wo sie Brad Pitt kennenlernte und via Friends zum Sitcom-Star aufstieg.

  2. Christopher Walken: Löwenbändiger

    CHristopher Walken


    Glaubt man seinen Worten, dann war Christopher Walken als Kind allen Ernstes als Löwenbändiger am Werk. Das behauptet der Oscar-Gewinner jedenfalls in einem Interview mit Vanity Fair. Demnach hat Walken in einem Wanderzirkus Löwendame Sheba in der Manege Tricks vorführen lassen.

  3. Jon Hamm: Tellerwäscher

    Jon Hamm


    Vom Tellerwäscher zum Millionär – Jon Hamm ist der personifizierte amerikanische Traum. Ende der 80er malochte er zum Mindestlohn in einem griechischen Restaurant im heimischen Missouri. Sein Chef Spiro schrie ihn bisweilen auch mal an, wenn er mit der Arbeitseinstellung des späteren Mad Man-Serienstars nicht einverstanden war.

  4. Amy Adams: Hooters-Girl

    Amy Adams


    In Deutschland hat sich Hooters nicht durchgesetzt, in den USA taugt die Gastro-Kette sogar als Zwischenstation für angehende Schauspielerinnen. Auch Amy Adams verdiente ihre ersten Schrippen im Lokal der leicht bekleideten Girls. Ihre Zeit bei Hooters war, so Adams im Nachhinein, einfach großartig.

  5. Matthew McConaughey: Greenkeeper

    Matthew McConaughey


    McConaugheys erster Arbeitsplatz war ein texanischer Golfkurs mit genau 77 Sandlöchern. Drei Uhr morgens musste der True Detective mit der Harke loslegen, um die sandigen Hindernisse in Schuss zu bringen. Als plötzlich Gürteltiere das Grün unsicher machten, legte der Betreiber noch eine Schicht und Bargeld obendrauf. McConaugheys neue Aufgabe (Tierschützer bitte weggucken): Gürteltiere erschießen.

  6. Megan Fox: Smoothie-Banane

    Megan Fox


    Megan Fox jobbte früher für einen Smoothie-Shop in Florida. Das verriet sie Ellen DeGeneres in ihrer Talk-Show. Einmal die Woche stellte sich Fox in einem albernen Bananenkostüm an den Highway, um die Leute zum Smoothie-Konsum zu animieren. Die Transformation in Hollywoods größte Sexbombe folgte erst später.

  7. Michelle Pfeiffer: Alice im Wunderland

    Michelle Pfeiffer


    In den 70er Jahren paradierte die junge Pfeiffer als Alice durch Disneyland. Auch andere Schauspieler jobbten vor ihrer Filmkarriere im Magic Kingdom. Dazu zählen zum Beispiel Kevin Costner und Steve Martin.

  8. Hugh Jackman: Partyclown

    Hugh Jackman


    Der Australier verdiente sich seine ersten Sporen als Clown auf Kindergeburtstagen. Angeblich soll er sich auch als Koala verkleidet haben, um Broschüren für australische Nationalparks unter die Leute zu bringen.

  9. Whoopi Goldberg: Leichenkosmetikerin

    Whoopi Goldberg


    Auf ihrem Weg ins Show-Business arbeitete Goldberg als Leichenkosmetikerin, nachdem sie Anfang der 70er nach Kalifornien umgesiedelt war. Rund zehn Jahre später, nach dem Erscheinen von Die Farbe Lila, war sie ein Star.

Promis, die bei McDonald’s gejobbt haben

Ein Job bei McDonald’s – damit sammelt man auf Hollywood-Cocktail-Partys keine Punkte, sondern erntet eher Nasenrümpfer. Wenn man Glück hat.

Dabei kann auch das große M Startpunkt einer wundervollen Karriere sein. Das beweisen weitere Promis, die sich für einen McJob nicht zu schade waren.

Nebenbei: Das soll hier natürlich keine Werbung für McDonald’s sein. Wir hätten das Gleiche mit Burger King, Subway, Dunkin‘ Donuts oder auch der Bäckerei Kamps gemacht. Nur haben unsere Nachforschungen bei denen deutlich weniger Treffer zutage gefördert…

  1. Rachel McAdams

    Rachel McAdams


    Die Schauspielerin jobbte früher in ihrer kanadischen Kleinstadt-Heimat drei Jahre lang hinter der McDonald’s-Theke. In einem Interview mit dem T-Magazine der New York Times wunderte sie sich, warum man sie überhaupt so lang hat bleiben lassen. Sie sei langsam, eine Tagträumerin und Bummlerin gewesen. Vielleicht, so spekuliert sie, weil sie die Gäste so freundlich begrüßt habe.

  2. Jeff Bezos

    Jeff Bezos


    Für den späteren Amazon-Gründer war Kundenkontakt als Teenager verboten. Seine damals starke Akne könnte der Grund gewesen sein, erinnert sich Bezos amüsiert. Am liebsten war ihm die Schicht am Samstagmorgen. Seine erste Tagesaufgabe: 300 Eier in eine große Schüssel schlagen. Ohnehin habe er bei McDonald’s eins gelernt: Eier mit einer Hand aufzuschlagen.

  3. Jay Leno

    Jay Leno


    Für den Late-Night-Talker war die Burgerbraterei tatsächlich so etwas wie eine erste Bühne. Beim regionalen McDonald’s-Comedy-Wettbewerb gewann er damals seinen ersten Preis. Die Gäste in der Filiale von Andover, Massachussets, wollten angeblich fortan nicht mehr nur einen Big Mac, sondern auch ein Foto mit dem aufsteigenden Scherzkeks.

  4. Shania Twain

    Shania Twain


    Die Sängerin musste vor Kurzem für ein bizarres Argument herhalten. Hätten die Löhne bei McDonald’s schon früher bei 15 Dollar pro Stunde gelegen, dann wäre aus Shania Twain niemals ein Star geworden, so die Logik eines erbosten Aktionärs, der sich um die steigenden Löhne in der Branche sorgt. Denn Twain hätte ja so schon einen gut bezahlten Job und keinen Grund gehabt, etwas anderes anzufangen. Hintergrund: In den USA ist es zuletzt verstärkt zu Streiks von McDonald’s-Mitarbeitern gekommen, die für eben diese 15-Dollar-Untergrenze auf die Straße gehen.

  5. James Franco

    James Franco


    Franco stand 1996 am Drive-in-Fenster von McDonalds und packte in der Spätschicht Burger in braune Tüten. Für die Washington Post verfasste er sogar ein Essay über seine Zeit beim Burger-Imperium. Demnach habe er, eigentlich Vegetarier, zu ausrangierten Cheeseburgern gegriffen, bevor sie im Müll landeten.

  6. Pink

    Pink


    Pink jobbte in einer Filiale in Philadelphia. Das verriet sie der Associated Press schon vor über zehn Jahren. Demnach habe sie am Drive-in-Fenster Zigaretten geraucht und war das genaue Gegenteil eines Vorzeige-Jobbers. Hauptgrund: Sie stand unter Drogen.

  7. Moritz Bleibtreu

    Moritz Bleibtreu


    Auch Moritz Bleibtreu stand schon für McDonald’s als Werbe-Testimonial vor der Kamera – und musste sich dafür teilweise übel beschimpfen lassen. Schon früher hat er von der Fast-Food-Kette Geld bekommen, aber vergleichsweise wenig, als er in einer Pariser Filiale Pommes frittiert hat. Das war ein harter Job, echte Schinderei, sagte er vor zwei Jahren der Bild am Sonntag.

Promis, die früher Praktikanten waren

Oft führt der Weg zu Ruhm, Ehre und Showbühne auch über ein Praktikum. Die berühmteste Praktikantin der Welt ist – vermutlich immer noch – Monica Lewinsky.

In den Neunzigerjahren brachte sie US-Präsident Bill Clinton fast zu Fall. Genützt hat ihr der Aufenthalt im Weißen Haus allerdings nicht.

Sie brauchte nach dem Clinton-Trauma eine Therapie, studierte dann Sozialpsychologie, stieg aber nie in den Job ein. Danach brachte sie eine Handtaschenkollektion auf den Markt, auch das erfolglos. Jetzt tingelt sie als Rednerin zum Thema Cybermobbing durch die Weltgeschichte.

Das Praktikum hat sie zwar berühmt, aber weder erfolgreich noch glücklich gemacht – ein Negativbeispiel. Es gibt aber auch die guten Geschichten, die Erfolgsstorys. Menschen, die über ihr Praktikum den Grundstein für ihre Karriere gelegt haben.

Das Praktikum als Türöffner, Karriereturbo, Glücksfall – Karrierebibel zeigt Ihnen sieben Promis aus Deutschland, Europa und der Welt, die als Praktikanten angefangen haben….

  1. Eckart von Hirschhausen

    Eckart von Hirschhausen


    Der Frankfurter, mittlerweile eines der bekannteren TV-Gesichter, hat in den 90ern Medizin studiert, seine Berufung im Arztkittel aber nicht gefunden. Nach der Promotion absolvierte er nach eigenen Angaben Mitte der 90er ein Praktikum beim WDR – als Praktikant der Wissenschaftsshow „Quarks und Co“. Das war der Einstieg ins Fernsehgeschäft, heute moderiert Hirschhausen diverse Quiz-Shows in der ARD.

  2. Bill Gates

    Bill Gates


    Bill Gates saß zeitlebens nicht nur vor seinem Rechner. Als Teenager arbeitete er in Olympia im US-Bundesstaat Washington als Page im Abgeordnetenhaus. Die Pagen arbeiten den Abgeordneten zu, kochen Kaffee, nehmen Telefonate an, erledigen Papierkram – eine Tätigkeit also, die mit dem eines Praktikanten vergleichbar ist. Die Lust auf Politik weckte das bei Gates aber nicht. Reportern sagte er später, er habe damals gemerkt, dass der politische Betrieb nichts für ihn war und deshalb Microsoft gegründet – eine gute Entscheidung.

  3. Mary Barra

    Mary Barra


    Stellen Sie sich vor, Volkswagen oder Daimler würden von einer Frau an der Spitze geführt. Bei General Motors in Detroit hat es Mary Barra bereits bis ganz nach oben geschafft. Die 54-Jährige ist seit 2014 CEO, wurde im gleichen Jahr vom Time Magazine zu einem der 100 einflussreichsten Menschen der Welt gewählt. Ihre Karriere beim Autobauer begann sie schon mit 18 Jahren als Co-op-Studentin, eine praktikantenähnliche Position, nah am Werkstudent. Von der Praktikantin zum CEO – manchmal wird der amerikanische Traum doch noch Wirklichkeit.

  4. Steven Spielberg

    Steven Spielberg


    Als Kind habe er Angst vor einem großen Baum gehabt, der genau vor seinem Fenster stand und sich in seiner Fantasie immer in etwas Dämonisches, Furchtbares verwandelt habe, erinnert sich Spielberg. Seine Vorstellungskraft setzte er später als Regisseur und Prdouzent gewinnbringend ein, angefangen hat er der Überlieferung nach mit 17 als Praktikant bei den Universal Studios in Hollywood.

[Bildnachweis: Tyler Olson, MJgraphics, Roman Sakhno, Jacek Wojnarowski, Frederic Legrand – COMEO, Denis Makarenko by Shutterstock.com; Frank Eidel (Hirschhausen), Jeffrey Sauger for General Motors, Konstantin Sutyagin, Tinseltown, Tinseltown, s_bukley, Terry Straehley, cinemafestival, PAN Photo Agency, s_bukley, Debby Wong, cinemafestival, Sam Aronov, Vytautas Kielaitis, Armin Baumgartner, GongTo, Dan Holm, Helga Esteb, cinemafestival, s_bukley, JStone, LaCameraChiara, 360b, Jaguar PS by Shutterstock.com]
12. Dezember 2016 Autor: Sebastian Wolking

Sebastian Wolking ist Redakteur der Karrierebibel. Er hat Geschichte, Politikwissenschaften und Germanistik studiert und als Online-Redakteur gearbeitet. Sein Interesse gilt den Veränderungen des Arbeitsmarktes durch die digitale Revolution.

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