Bautechnischer Assistent: Gehalt, Ausbildung + Jobs

Technische Assistenten für Bautechnik sind „Mädchen für alles“. Sie planen, zeichnen, organisieren, terminieren, prüfen und rechnen ab, damit der Bau eines Gebäudes so über die Bühne geht, wie er über die Bühne gehen sollte. Der Beruf erfordert technisches Interesse und Verständnis. Ein Bautechnischer Assistent fängt klein an, hat aber gute Chancen, in der Bauwirtschaft weiter aufzusteigen…

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Aufgaben: Was macht ein Bautechnischer Assistent?

Bautechnische Assistenten helfen, ein Gebäude zu errichten. Sie wirken an der Planung, Vorbereitung und Durchführung eines Bauprojekts mit. Mit CAD-Programmen fertigen sie am Rechner Pläne des Bauvorhabens an. Sie berechnen den Materialbedarf, holen Angebote ein und übernehmen die Logistik der Baumaterialien, veranlassen also, dass diese richtig gelagert werden und rechtzeitig an der Baustelle ankommen.

Bautechnische Assistenten erarbeiten Ausschreibungen und vergeben nach Absprache Aufträge an Lieferanten, Handwerker und andere Dienstleister. Sie terminieren die einzelnen Arbeitsschritte, koordinieren die Arbeit, kontrollieren die Ergebnisse und rechnen die verschiedenen Posten ab.

Der Beruf verbindet administrative mit technischen Aufgaben. Man sitzt viel am Schreibtisch vor dem Rechner, kann auch einen Teil der Arbeit im Homeoffice erledigen, ist aber auch regelmäßig auf Baustellen unterwegs.

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Gehalt: Was verdient ein bautechnischer Assistent?

Das Gehalt liegt zum Berufseinstieg bei zirka 2.500 Euro brutto im Monat. Danach steigt das Einkommen mit zunehmender Erfahrung und Referenzen weiter an. Im Durchschnitt verdienen Technische Assistenten für Bautechnik rund 3.200 Euro brutto monatlich. Mit mehr als 3.500 Euro brutto zählen sie zu den Besserverdienern ihres Berufsstandes.

In der freien Wirtschaft sind die Gehaltsaussichten für bautechnische Assistenten höher als in Behörden; in wirtschaftlich starken Regionen besser als in strukturschwachen. Über 4.000 Euro brutto monatlich erreichen in dem Beruf aber nur wenige.

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Ausbildung: Wie werde ich Technischer Assistent für Bautechnik?

Für die Ausbildung zum bautechnischen Assistenten benötigen Bewerber in der Regel einen mittleren Schulabschluss, also zum Beispiel einen Realschulabschluss. Auch gute Schulnoten in Mathematik, Physik und Chemie werden gerne gesehen. Grundsätzlich wählen die Berufsfachschulen ihre Azubis nach eigenen Kriterien aus. Es handelt sich nämlich um eine schulische Berufsausbildung, nicht um eine duale.

Die Ausbildung dauert 2 Jahre. Wenn parallel zur Ausbildung noch Zusatzqualifikationen — die Fachhochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife beispielsweise – erworben werden, verlängert sich die Lehrzeit auf 3 bis 3,25 Jahre. Die Ausbildung endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung. Es handelt sich um eine schulische Berufsausbildung, bei der die Azubis in der Berufsschule lernen, aber gleichzeitig diverse Praktika absolvieren.

Eine Vergütung erhalten die Auszubildenden während ihrer Ausbildung nicht. Im Gegenteil werden mitunter noch Schulgeld, Aufnahme- und Prüfungsgebühren fällig. Daneben sind auch andere Ausbildungswege möglich, um als Assistent im Bauhandwerk tätig zu werden. Zum Beispiel stellen viele Arbeitgeber dafür auch gelernte Bauzeichner, Industriekaufleute oder Kaufleute für Büromanagement ein.

Was lerne ich in der Ausbildung zum bautechnischen Assistenten?

Während der Ausbildung zum bautechnischen Assistenten lernen die Azubis, wie sie eine Baustelle organisieren und einrichten, Gebäude statisch berechnen, mit CAD-Programmen arbeiten oder Bauleistungen sachgerecht beurteilen. Auch Material- und Werkzeugkunde, Bausicherheit, Modellbau und Qualitätsprüfung stehen auf dem Stundenplan.

Welche Anforderungen muss ich erfüllen?

Neben dem geforderten Schulabschluss sind diese Kompetenzen und Eigenschaften für die Ausbildung zum bautechnischen Assistenten bzw. zur bautechnischen Assistentin wichtig:

  • Interesse an Technik und Bauwesen
  • Gute Schulnoten in Mathematik und Naturwissenschaften
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Teamfähigkeit
  • Sorgfalt und Genauigkeit
  • Organisationstalent

Wie kann ich mich als bautechnischer Assistent weiterbilden?

Die Ausbildung zum Technischen Assistenten für Bautechnik ist eine sehr solide Grundlage für eine Karriere in der Bauwirtschaft. An einigen Berufsfachschulen können Azubis parallel die Fachhochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife erwerben und anschließend ein Studium in Angriff nehmen. Dafür bieten sich Studiengänge in den Ingenieurwissenschaften wie Architektur- oder Bauingenieurwesen, aber auch Wirtschaftsingenieurwesen oder Wirtschaftsinformatik an.

Darüber hinaus können sich bautechnische Assistenten im Rahmen von Fortbildungen auf Themenbereiche wie Energieeffizienz, Arbeitsorganisation, Prozessmanagement oder Materialwirtschaft spezialisieren. Eine zukunftsträchtige Fachrichtung ist die Haustechnik, die in vielen Neugebäuden durch die Vernetzung von Heizung, Licht, Alarmanlage und anderen Elementen spannende Tätigkeitsfelder verspricht.

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Jobs: Wo arbeitet ein Technischer Assistent für Bautechnik?

Kurz gesagt: überall dort, wo gebaut wird! Bautechnische Assistenten finden Beschäftigung in Bauunternehmen, Architektur- und Ingenieurbüros, Wohnungsbaugesellschaften und Immobilienfirmen, in der öffentlichen Verwaltung und Behörden, im Facility Management oder in der Bauindustrie, zum Beispiel bei Baustoffherstellern. Eine freiberufliche Tätigkeit ist ebenfalls denkbar.


Beruf eignet sich für Sie, wenn Sie…

  • sich vorstellen können, am Computer professionell zu zeichnen.
  • sich für Gebäude und das Bauen begeistern können.
  • konzentriert und sorgfältig arbeiten und den Überblick behalten.

Beruf eignet sich NICHT für Sie, wenn Sie…

  • die Bauwirtschaft wenig interessiert.
  • keinen Beruf mit einem technischen Schwerpunkt wollen.
  • während der Ausbildung Geld verdienen wollen oder müssen.


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