Gehaltsabrechnung: Das müssen Sie wissen

Die Gehaltsabrechnung – auch Lohn-, Monats- oder Entgeltabrechnung genannt- ist für viele Beschäftigte so selbstverständlich wie die Dusche am Morgen. Man bekommt sie, schaut kurz drauf, vergisst sie. Doch sollten Arbeitgeber wie Arbeitnehmer mehrere Punkte beachten, um keine böse Überraschung zu erleben. Karrierebibel hat alles, was Sie zur Gehaltsabrechnung wissen müssen, übersichtlich für Sie zusammengestellt.

Gehaltsabrechnung: Das müssen Sie wissen

Definition: Was ist eine Gehaltsabrechnung?

Gehaltsabrechnung Definition

Die Gewerbeordnung sagt: Dem Arbeitnehmer ist bei Zahlung des Arbeitsentgelts eine Abrechnung in Textform zu erteilen.

Der Arbeitgeber ist also verpflichtet, eine Gehaltsabrechnung auszuhändigen. Die Zustellung erfolgt in der Regel auf dem Postweg.

Abhängig vom Arbeitsvertrag, erhält ein Arbeitnehmer zum Ende des Monats oder bereits in der Mitte sein Gehalt oder seinen Lohn meist bargeldlos auf sein Konto überwiesen.

Eine Gehaltsabrechnung belegt von Arbeitgeberseite in Textform, wie sich das Gehalt seines Mitarbeiters zusammensetzt.

Es handelt sich dabei um ein Dokument, das in vielen Lebenszusammenhängen als Einkommensnachweis dient. Dieser wird unter anderem benötigt bei der…

Grundsätzlich ist die Gehaltsabrechnung für die Berechnung der Einkommensteuer maßgeblich, da aus ihr Brutto- und Nettolohn, sämtliche Zulagen und Abzüge hervorgehen. Vom Bruttolohn abgezogen werden prinzipiell Einkommensteuer, Kirchensteuer (bei entsprechender Konfession), Solidaritätszuschlag, dazu die Sozialabgaben zur Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung (dazu unten mehr).

Bei der Wohnungssuche oder Kreditvergabe dient die Gehaltsabrechnung als Liquiditätsnachweis. Kurzum: Sie ist so etwas wie ein Beweis, den man bei Bedarf vorlegen kann (bzw. muss).

Was ist der Unterschied zwischen Gehalts- und Lohnabrechnung?

Gehaltsabrechnung kostenlos Erklärung Muster rechnen Beispiel onlineOftmals werden die Begriffe Lohn und Gehalt, Lohnabrechnung und Gehaltsabrechnung synonym verwendet. Es gibt bezüglich des Inhalts einer Lohnabrechnung im Vergleich zur Gehaltsabrechnung keine gravierenden Unterschiede; auch hier werden die erforderlichen Angaben (siehe nächster Absatz) aufgeführt.

Lohn und Gehalt sind die finanzielle Entlohnung eines Arbeitnehmers für die geleistete Arbeit, entsprechend dokumentiert wird dies in der Lohn- beziehungsweise Gehaltsabrechnung. Der Unterschied ist folgender:

  • Lohn

    Basis der Berechnung für das am Ende des Monats überwiesene Geld sind die tatsächlich erbrachten Arbeitsstunden eines Arbeiters. Es existiert ein fester Stundenlohn und der Arbeiter wird nur für die geleisteten Stunden bezahlt. Je nach Umfang der geleisteten Stunden, aber auch nach Monat schwankt die Höhe des Lohns. Zum Beispiel ist der Februar deutlich kürzer, der Lohn fällt daher niedriger aus.

  • Gehalt

    Bei einem monatlich festen Betrag spricht man von Gehalt. Es ist das Entgelt eines Angestellten, das ungeachtet dessen, ob der Arbeitnehmer Überstunden macht oder nicht gleich ausfällt. Häufig richtet es sich nach Tarifverträgen, die in der Branche üblich sind.

Bestandteile einer Gehaltsabrechnung: Was steht drin?

Viele Arbeitnehmer machen keinen Gebrauch von ihrer Kontrollmöglichkeit, denn dazu dient eine Gehaltsabrechnung. Sie muss alle relevanten Informationen zum Abrechnungszeitraum und zur Zusammensetzung des Einkommens umfassen. Laut Gewerbeverordnung zählen dazu:

  • Höhe der Zuschläge und Zulagen
  • Sonstige Vergütungen
  • Art und Höhe der Abzüge
  • Abschlagszahlungen
  • Vorschüsse

Für eine Gehaltsabrechnung gibt es keine verbindlichen Regeln, was die Gestaltung und den Inhalt anbelangt. Die meisten dürften jedoch recht ähnlich aufgebaut sein, schließlich geht es darum, für den Arbeitnehmer nachvollziehbar und transparent darzustellen, wie sich sein Nettolohn zusammensetzt.

Denn das ist letztlich das, was bei Ihnen als Arbeitnehmer ankommt: Die Abzüge vom Bruttogehalt nimmt der Arbeitgeber bereits vor. Er sollte bei der Erstellung der Gehaltsabrechnung sorgsam sein.

So ist beispielsweise die Angabe wichtig, ob es sich um laufende oder einmalige Bezüge oder Abzüge handelt oder ob ein möglicher Beitragszuschlag für Kinderlose korrekt vermerkt wurde.

Auch wirken sich etwa geldwerte Vorteile oder Arbeitgeberzuschüsse zu Entgeltersatzleistungen auf die Berechnung des Bruttolohns aus.

Die Gehaltsabrechnung muss gemäß Entgeltbescheinungungsverordnung zudem diese Angaben enthalten:

  • Name und Anschrift des Arbeitgebers
  • Name, Anschrift und Geburtsdatum des Arbeitnehmers
  • Versicherungsnummer des Arbeitgebers
  • Datum des Beschäftigungsbeginns
  • Steuerklasse und Steueridentifikationsnummer
  • Abrechnungszeitraum plus Anzahl der darin enthaltenen Steuertage und Sozialversicherungstage
  • Zahl der Kinderfreibeträge
  • Merkmale für den Kirchensteuerabzug
  • Mögliche Steuerfreibeträge und Steueranrechnungsbeträge

Kostenlose Erstellung: Tipps für Unternehmer

Gehaltsabrechnung kostenlos Lohnabrechnung rechnen berechnen onlineWer als kleines oder mittelständisches Unternehmen (KMU) selbst die Lohn- oder Gehaltsabrechnung seiner Mitarbeiter vornehmen möchte, kann dies mithilfe diverser Programme oder ganz klassisch mit Excel-Tabelle tun.

Für welche Lösung auch immer Sie sich entscheiden: Es empfiehlt sich, die Gehaltsabrechnung pünktlich fertig zu bringen, da unpünktliche und unübersichtliche Abrechnungen zu Frust und Motivationsmangel bei den Angestellten führen.

Mehr dazu lesen Sie hier:

So berechnet sich die Entgeltabrechnung

Die für Arbeitnehmer wohl wichtigste Angabe auf der Lohn- und Gehaltsabrechnung: Was am Ende herauskommt. Die Höhe des Nettolohns hängt letztlich von vielen Variablen ab. Das sind die entscheidenden…

  • Lohnsteuer

    Jeder angestellt beschäftigte Arbeitnehmer in Deutschland muss sie abführen. Die Höhe der Lohnsteuer richtet sich nach dem Einkommen – und nach der Lohnsteuerklasse des Beschäftigten. Davon gibt es insgesamt sechs, die sich prinzipiell so einteilen lassen:

    • Lohnsteuerklasse 1: Für alleinstehende Arbeitnehmer.
    • Lohnsteuerklasse 2: Alleinerziehende Arbeitnehmer.
    • Lohnsteuerklasse 3: Verheirateter Arbeitnehmer, dessen Partner in Lohnsteuerklasse 5 eingeordnet ist oder keinen Arbeitslohn erhält.
    • Lohnsteuerklasse 4: Verheiratete Arbeitnehmer, die einen gleich oder ähnlich hohen Verdienst erzielen.
    • Lohnsteuerklasse 5: Verheirateter Arbeitnehmer, dessen Partner in Lohnsteuerklasse 3 eingeteilt ist.
    • Lohnsteuerklasse 6: Für einen Zweit- oder Nebenjob, sofern es sich nicht um eine geringfügige Beschäftigung handelt.

    Positiv aus Arbeitnehmersicht: Der Grundfreibetrag soll 2019 von derzeit 9.000 Euro (2018) auf 9.168 Euro pro Person und Jahr angehoben werden. Für Ehe- und Lebenspartner, die eine gemeinsame Steuererklärung abgeben, gilt der doppelte Freibetrag: 18.636 Euro.

    Das bedeutet konkret: Erst ab dieser Summe wird überhaupt Lohnsteuer fällig. Für 2020 ist eine Anhebung bis auf 9.408 Euro geplant.

  • Kirchensteuer

    Die Kirchensteuer zählt zu den besonders unbeliebten Steuern im Lande. Eine Umfrage von „Bild am Sonntag“ ergab 2016, dass 42 Prozent der Leser die Steuer am liebsten abschaffen würden. In einer INSA-Umfrage sprachen sich sogar über 65 Prozent gegen ihre Beibehaltung aus.

    Viele Bürger stimmen bereits mit den Füßen ab – und treten aus der Kirche aus. Gewichtiger Grund bei vielen: Die Abtrünnigen müssen keine Kirchensteuer mehr zahlen.

    Grundsätzlich können nur staatlich anerkannte Religionsgemeinschaften eine Kirchensteuer erheben. Dazu zählen insbesondere die katholische und evangelische Kirche.

    Andere wie etwa die orthodoxen Kirchen erheben – wenngleich auch sie Körperschaft des öffentlichen Rechts sind und die Möglichkeit dazu hätten – keine Kirchensteuer. Staatlich nicht anerkannte Religionsgemeinschaften wiederum dürfen keine Kirchensteuer erheben.

    Formell gesehen wichtig: Die Kirchensteuer ist direkt an die Lohnsteuer gekoppelt und zudem vom jeweiligen Bundesland abhängig. In Bayern und Baden-Württemberg beträgt die Kirchensteuer aktuell nur acht Prozent, in allen anderen Bundesländern neun Prozent.

    Beispielrechnung: Sie verdienen brutto 3.000 Euro im Monat, sind römisch-katholisch, in Lohnsteuerklasse 1 eingeteilt und wohnen in Nordrhein-Westfalen. Ihre zu zahlende Lohnsteuer wird auf 431,16 Euro festgesetzt. Neun Prozent dieser Summe werden nun als Kirchensteuer veranschlagt, das sind in Ihrem Fall 38,80 Euro – vermerkt auf Ihrer Gehaltsabrechnung.

  • Solidaritätszuschlag

    Auch der Solidaritätszuschlag ist regelmäßig Zankapfel der Politik. Das Kabinett Kohl führte ihn Anfang der 90er Jahre aus verschiedenen Gründen ein, heute steht er synonym mit dem damals verkündeten Ziel des Aufbaus Ost.

    Zur Berechnung: Arbeitnehmer müssen 5,5 Prozent der Lohnsteuersumme als Soli abführen. Beispiel: Von 3.000 Euro brutto im Monat fallen 431,16 Euro Lohnsteuer an. 5,5 Prozent dieser Summe ergeben 23,71 Euro. Dieser Betrag würde auch auf Ihrer Entgeltabrechnung vermerkt sein.

  • Arbeitslosenversicherung

    Mit die wichtigste Abgabe auf Ihrer Gehaltsabrechnung ist die Arbeitslosenversicherung. Für den Fall einer Kündigung durch den Arbeitgeber sind Sie abgesichert, da Sie auch während der Arbeitslosigkeit ein Einkommen erhalten.

    Die Beitragssätze in der Arbeitslosenverischerung bleiben 2018 unangetastet. Sie betragen seit 2011 unverändert drei Prozent des Bruttolohns – Arbeitnehmer und Arbeitgeber übernehmen jeweils die Hälfte, also 1,5 Prozent.

    Aber: Da gleichzeitig die Beitragsbemessungsgrenzen für 2017 angehoben werden, erhöht sich die Belastung vor allem für Besserverdiener. So müssen Arbeitnehmer in die Renten- und Arbeitslosenversicherung nunmehr bis zu einem Jahreslohn von 76.200 Euro im Westen und bis zu 68.400 Euro im Osten Beiträge einzahlen.

  • Rentenversicherung

    Ebenfalls stabil bleiben die Beiträge zur Rentenversicherung. Der Beitragssatz liegt unverändert bei 18,7 Prozent des Bruttolohns – Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen ihn sich zur Hälfte. Jeder übernimmt also 9,35 Prozent.

    Beispiel: Sie verdienen 2.500 Euro brutto im Monat. Davon müssen Sie 9,35 Prozent als Beitrag an die Rentenversicherung abführen. Auf Ihrer Gehaltsabrechnung vermerkt: 233,75 Euro.

    Aber: Zum Jahreswechsel 2018 stieg die Beitragsbemessungsgrenze – in den alten Bundesländern von monatlich 6.350 Euro auf 6.500 Euro und in den neuen Bundesländern von 5.700 auf 5.800 Euro. Für Einkommen, das darüber hinaus gezahlt wird, müssen keine Beiträge entrichtet werden.

    Neues Beispiel: Sie verdienen 10.000 Euro im Monat und wohnen in Frankfurt am Main. Ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung zeigt einen Rentenversicherungsbeitrag von 607,75 Euro an – das sind 9,35 Prozent von 6.500 Euro. Alles oberhalb dieser Summe bleibt unangetastet.

  • Krankenversicherung

    Auch der Beitrag zur Krankenversicherung wird zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geteilt. Er liegt momentan bei 14,6 Prozent des Bruttolohns – das macht für beide Parteien 7,3 Prozent.

    Besonderheit: Jede Krankenkasse kann Zusatzbeiträge erheben, die alleine vom Arbeitnehmer getragen werden. Die „Welt“ berichtet, dass von 113 gesetzlichen Krankenkassen 27 ihren Zusatzbeitrag für 2017 erhöht haben. Während etwa die Metzinger BKK nun auf einen Gesamtbeitragssatz von 14,9 Prozent kommt, liegt er bei der Barmer bei 15,7 Prozent, bei der BKK Vital sind es sogar 16,4 Prozent.

    Und: Die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung wurde zum 1. Januar 2018 bundesweit von 4.350 Euro auf 4.425 Euro angehoben.

    Rechenbeispiel: Sie verdienen 3.200 Euro brutto im Monat und sind bei der BKK Vital versichert. Damit errechnet sich der Beitragssatz so: 7,3 Prozent plus Zusatzbeitrag von 1,8 Prozent ergibt einen Gesamtbeitrag von 9,1 Prozent, den Sie als Arbeitnehmer zahlen müssen. Ergo stehen 291,20 Euro bei Ihnen auf der Gehaltsabrechnung.

  • Pflegeversicherung

    Die Pflegeversicherung gehört mit der Krankenversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung zu den Sozialversicherungen. Für den Fall, dass Sie pflegebedürftig werden, dient das Geld aus der Pflegeversicherung zur Mitfinanzierung der Langzeitpflege.

    Zum Jahreswechsel 2017 wurde er – parallel zur zweiten Stufe der Pflegereform – um 0,2 Prozent auf 2,55 Prozent des Bruttolohns erhöht. Im Kalenderjahr 2018 hat es keinerlei Veränderungen gegeben. Von diesen 2,55 Prozent übernehmen Arbeitgeber und Arbeitnehmer wieder die Hälfte, also jeder 1,275 Prozent. Für Kinderlose erhöht sich der Beitragssatz ab der Vollendung des 23. Lebensjahres auf insgesamt 2,8 Prozent.

    Beispiel: Sie verdienen 2.800 Euro brutto im Monat, sind 25 und kinderlos. Ihr Beitragssatz für die Pflegeversicherung: 1,525 Prozent. Das sind 42,70 Euro – nachzulesen auf Ihrer Lohn- und Gehaltsbrechnung.

Entgeltabrechnung: Wegschmeißen oder aufheben?

Strenggenommen sind Sie nicht dazu verpflichtet, Ihre Gehaltsabrechnungen aufzuheben, zumal Sie mit der elektronischen Lohnsteuerkarte einen Nachweis darüber besitzen, dass Sie gearbeitet haben.

Dennoch raten Experten, Gehaltsabrechnungen, Arbeitsverträge und den Nachweis über die Rentenversicherung mindestens bis zur Rente aufzuheben. Die Daten sind zwar auch beim Rentenversicherungsträger gesichert, dennoch gehen Sie so auf Nummer sicher. Übrigens sollten auch Studienbescheinigungen so lange archiviert werden.

Gehaltsabrechnung: Was Sie prüfen sollten

Rat für Arbeitnehmer: Prüfen Sie Ihre Gehaltsabrechnung regelmäßig auf Unstimmigkeiten. Das kann vor allem zu Jahresbeginn sinnvoll sein, da sich hier neue Fehler einschleichen können. Beispiel: Freibeträge müssen (meist) neu beantragt werden, werden also nicht einfach aus dem Vorjahr übernommen.

Arbeitnehmer sollten insbesondere überprüfen:

  • Ist die eingetragene Lohnsteuerklasse korrekt?

    Die Steuerklasse richtet sich danach, ob Sie ledig, verheiratet oder verwitwet sind und ob Sie Kinder haben. Bei verheirateten Paaren kann – je nach Einkommenshöhe – ein Wechsel der Steuerklasse Sinn ergeben.

  • Wurde der Freibetrag beim Lohnsteuerabzug richtig vermerkt?

    Freibeträge aus dem Vorjahr werden nicht automatisch übernommen, sondern müssen neu beantragt werden. Es gibt aber Ausnahmen: So können seit 2016 einzelne Freibeträge – zum Beispiel für hohe Werbungskosten – auch mit einer Gültigkeit von zwei Jahren beantragt werden.

  • Ist der Kinderfreibetrag richtig eingetragen?

    Wie hoch der Kinderfreibetrag der Eltern ist, hängt von der Zahl ihrer Kinder ab, von deren Alter und ob diese schon berufstätig sind. Beispielsweise kann man für ein 25-jähriges Kind noch einen Freibetrag geltend machen, sofern sich Sohn oder Tochter in einer Ausbildung oder einem Studium befindet.

  • Ist die Kirchensteuer korrekt?

    Nur Angehörige einer kirchensteuerberechtigten Religionsgemeinschaft – zum Beispiel der römisch-katholischen Kirche – zahlen Kirchensteuer.

  • Wie hoch sind meine Abgaben zur Krankenversicherung?

    Die Höhe des Zusatzbeitrags unterschiedet sich von Kasse zu Kasse zwar nur marginal, könnte Ihnen aber ein paar zusätzliche Euro bescheren. Ein Vergleich der Krankenkassen kann sich daher lohnen.

Erklärung: Was die Abkürzungen in der Gehaltsabrechnung bedeuten

Deutschland ist das Land der Abkürzungen. Um eine Gehaltsabrechnung erst einmal richtig verstehen zu können, sollten Sie wissen, was sich hinter den einzelnen Kürzeln verbirgt.

  • A = Abfindung

    Einmalige Zahlung im Falle einer Kündigung ohne allgemeinen Anspruch.

  • AV = Arbeitslosenversicherung

    Drei Prozent des Gehalts gehen in die Versicherung, um im Falle von Arbeitslosigkeit eine Versorgung zu gewährleisten.

  • BGRS = Beitragsgruppenschlüssel

    Numerischer Schlüssel, der auf Meldungen zur Sozialversicherung steht.

  • E = Einmalbezug

    Unregelmäßige Bezüge wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld.

  • GB = Gesamtbrutto

    Dazu gehört: Bruttogehalt, vermögenswirksame Leistungen, Zuschläge und Zulagen, geldwerte Vorteile und pauschal versteuerte Lohnbestandteile. Nicht identisch mit dem Steuerbrutto.

  • H = Hinzurechnungsbetrag

    Wird bei Mehrfachbeschäftigung angewendet und erfordert eine Anmeldung über das Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren beim Finanzamt.

  • J = Bestandteil des Gesamtbruttos

    Beträge, die zum Gesamtbrutto gezählt werden.

  • Ki.Frbtr. = Kinderfreibetrag

    Der Kinderfreibetrag wird vom zu versteuernden Einkommen abgezogen, mindert die Einkommenssteuerlast. Anspruch meist bis zum 18. Lebensjahr des Kindes.

  • KiSt = Kirchensteuer

    Als Mitglied einer Religionsgemeinschaft zahlen Arbeitnehmer je nach Bundesland acht oder neun Prozent Kirchensteuer.

  • KK = Krankenkasse

    Hier wird die Krankenkasse des Arbeitnehmers angegeben.

  • KK % = Maßgeblicher Beitragssatz zur Krankenversicherung inkl. Zusatzbeitrag

    Unter diesem Punkt wird der genaue Beitragssatz inklusive Zusatzbeitrag angegeben.

  • KV = Krankenversicherung

    Von den 14,6 Prozent übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte.

  • L = Laufender Bezug

    Dazu zählen alle regelmäßigen Zahlungen des Arbeitgebers wie das Gehalt, aber auch schwankende Bezüge wie Provisionen.

  • LSt = Lohnsteuer

    Abhängig Beschäftigte müssen Lohnsteuer zahlen. Die Höhe richtet sich nach der Steuerklasse, hinzu kommt der Solidaritätszuschlag.

  • M = Mehrjährige Versteuerung

    Bei Tätigkeiten über mehr als 12 Monate wird die mehrjährige Versteuerung auf Vergütungen angewendet, wenn anderenfalls die Besteuerung als sonstiger Bezug teurer wäre.

  • N = Nachberechnung

    Ist in der Entgeltabrechnung für den Vormonat ein Fehler aufgetreten, wird eine Nachberechnung durchgeführt.

  • MFB = Mehrfachbeschäftigung

    Heißt, dass ein Arbeitnehmer bei mehreren Unternehmen beschäftigt ist.

  • PGRS = Personengruppenschlüssel

    Gibt die Besonderheiten des Beschäftigungsverhältnisses an, beispielsweise Festanstellung, Praktikum, Ausbildung…

  • PV = Pflegeversicherung

    Oftmals übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte der gesetzlichen Pflegeversicherung in Höhe von 2,55 Prozent.

  • RV = Rentenversicherung

    18,6 Prozent müssen für die Rentenversicherung gezahlt werden, zur Hälfte wird sie vom Arbeitgeber getragen.

  • S = Sonstiger Bezug

    Wie Einmalbezug.

  • St = Steuer-Brutto

    Das tatsächliche Gehalt plus Einmalbezüge und geldwerte Vorteile ergeben das Steuer-Brutto.

  • Steuer-ID = Persönliche Steuer-Identifikationsnummer

    Sie besteht aus elf Ziffern und wird vom Finanzamt jedem Bürger dauerhaft zugeteilt.

  • StKl = Steuerklasse

    Je nach Zugehörigkeit zur Steuerklasse fällt der Lohnsteuerbetrag aus.

  • SV = Sozialversicherung

    Dazu zählen: Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung.

  • Um = Umlageverfahren

    Dient der Finanzierung der Sozialversicherungen.

  • V = Vorjahr

    Bezieht sich auf das Jahr vor der Anstellung.

  • VKZ = Verarbeitungskennzeichen

    Dreistellige, alphanumerische Kennzeichen ermöglichen die Verarbeitungsverläufe in der Buchhaltung.

  • W = Wertguthaben

    Beispielsweise durch ein Zeitwertkonto (Arbeitszeitkonto) kann die Freistellung für Elternzeit oder Vorruhestand ermöglicht werden.

  • Z = Einschlägiger Beitragszuschlag zur Pflegeversicherung für Kinderlose

    Kinderlose zahlen zusätzlich zu den regulären Pflegeversicherungsbeiträgen einen Beitragszuschlag zur Pflegeversicherung.


Diese Liste mit Erklärungen der Abkürzungen können Sie außerdem HIER als PDF herunterladen.

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29. August 2018 Autor: Anja Rassek

Anja Rassek studierte u.a. Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie arbeitete danach beim Bürgerfunk und einem Münsteraner Verlag. Bei der Karrierebibel widmet sie sich Themen rund ums Büro, den Joballtag und das Studium.

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