Ein Gastbeitrag von 
Mario Kupzik

Links, Links, Links… Im Online- und Suchmaschinen-Marketing spielen sie nach wie vor eine entscheidende Rolle. Je mehr Links auf Ihre Webseite verweisen (sogenannte Inbound Links), desto mehr stärken sie deren Platzierung in den Trefferlisten von Google & co. Allerdings handeln viele dabei nach dem Motto: Jeder Link zählt. Ganz falsch ist das nicht. Aber auch nicht ganz richtig. Denn wenn Sie wirklich gezieltes Linkmarketing betreiben wollen, sollten Sie systematisch vorgehen und Ihr Augenmerk auf hochwertige Links richten. Welche das sind und was Sie dabei beachten sollten, verrate ich Ihnen jetzt…

Einfach nur ein paar Links für die eigene Website oder das eigene Blog zu sammeln, reicht längst nicht mehr aus, um diese bei Suchmaschinen besser zu platzieren. Die Zeiten, in denen man mit einer hohen Anzahl von (qualitativ minderwertigen) Links bei Google durchkam, sind vorbei. Inzwischen ist die Qualität und Themenrelevanz der Links wesentlich relevanter.

Gute Links, schlechte Links

Wie hochwertig ein potenzieller Link ist, können Sie anhand der folgenden Checkliste ermitteln:

  • Ist die Linkpopularität der Seite hoch?
  • Verweisen hochwertige Seiten auf die Linkquelle? Sind diese themenrelevant?
  • Ist das Design der Seite ansprechend?
  • Sind die Texte für Leser oder Suchmaschinen geschrieben?
  • Können Sie positive Social-Media-Reaktionen erkennen: Tweets, +1, Likes, Shares?
  • Stehen der Pagerank, Sichtbarkeitsindex und Alexa Rang in einem realistischen Verhältnis zueinander und sind die Werte gut?
  • Verweist die Linkquelle auf wenige hochwertige Seiten?

Wenn Sie alle Fragen mit „Ja“ beantworten können, haben Sie eine potenziell hochwertige Linkquelle gefunden.

Wann ist eine Seite themenrelevant?

Angenommen, Sie führen einen Online-Shop für Winterschuhe. Dann sollten Sie beispielsweise themenrelevante Links von Seiten aus den folgenden Kategorien erhalten (priorisiert):

  • Schuhe
  • Mode
  • Sport

Das heißt, die referierenden Webseiten sollten sich mit diesen Themen beschäftigen und diesbezüglich ebenfalls relevante Seiten sein. Beim Linkmarketing sind also zunächst einmal qualitativ hochwertige und themenrelevante Links ausschlaggebend, um den Suchmaschinenrang Ihrer Webseite zu optimieren. Desweiteren sollten Sie beim Linkmarketing auf die richtige Linkstruktur achten. Oder kurz gesagt: Die Mischung macht’s!

Was ist damit gemeint?

Grundsätzlich lassen sich Links beziehungsweise verweisende Quellen in unterschiedliche Arten unterteilen:

  • Blogs (mit wenig Werbung)
  • Pressemitteilungen
  • Social (Social Bookmarks, Twitter, Facebook, Google+)
  • Foren
  • Webkataloge
  • Authority Links, also Webseiten, die in Ihrem Themengebiet eine hohe Verweisstruktur besitzen

Wenn Sie mit Ihrem systematischen Linkaufbau beginnen, sollten Sie möglichst alle diese Quellen berücksichtigen und keine davon vernachlässigen. Erst die Gesamtstruktur führt zu einem nachhaltigen und positiven Ergebnis des Linkmarketings.

So bekommen Sie gute Links

Auf die Frage, wie man an die oben aufgeführten Links gelangt, gibt es natürlich zahlreiche Antworten und Tipps. Der Wichtigste aber lautet: Lassen Sie sich beim Linkmarketing Zeit. Google misst durchaus die Geschwindigkeit des Linkaufbaus. Und ist dieser im Verhältnis zur Konkurrenz zu schnell, schmeißt Google Ihre Seite in einen Filter und Sie verlieren für eine Zeit lang Ihre bisher erreichte Position. Die Faustregel lautet daher: Anfangs (!) sollten pro Woche nicht mehr als fünf neue Links auf Ihre Website verweisen.

Bleibt noch die Frage, wie Sie solche Links bekommen und aufbauen können. Die bekanntesten Alternativen möchte ich hier kurz vorstellen und bewerten:

  • Linkkauf/Linkmiete
. Der schnelle und bequeme Weg des Linkmarketings ist käuflich: einfach ein paar passende Links von anderen Webseiten mieten oder kaufen. Leider hat diese Art von Linkgewinnung drei gravierende Nachteile: Zum Einen sind die verweisenden Seiten häufig sogenannte Linkfarmen und Google & co. bestens bekannt. Ein Link hiervon kann dann das genaue Gegenteil bewirken, und Ihre Seite wird abgestraft. Zum Anderen sind diese Quellen in der Regel qualitativ nicht hochwertig genug, ebenso wenig themenrelevant. Beim Linkkauf können Sie zwar schnell Links aufbauen – jedoch begleitet von einem hohen Risiko.
  • SEO-Agentur. 
Neue Links über eine SEO Agentur zu generieren, wirkt auch die Suchmaschinen oft wesentlich natürlicher. 
Der Vorteil: Sie haben ebenfalls wenig Arbeit, und die virtuellen Referenzen werden von den Profis natürlich aufgebaut. 
Der Nachteil: Qualität kostet. Gute SEO-Agenturen verlangen auch einen guten Preis für ihre Arbeit. Und die Suche nach einer guten Agentur ist aufgrund zahlreicher halbseidener Geschäftemacher nicht leicht. Obendrein sind auch diese Links häufig nur zu 80 Prozent qualitativ hochwertig. Über eine SEO-Agentur Links zu generieren, ist also eine durchaus lohnende Alternative – sie hat aber auch ihren Preis.
  • Linktausch. 
Da Google die Verlinkungen immer genauer unter die Lupe nimmt, fallen Linktausch-Netzwerke schnell auf. Wer sich also am Linktausch beteiligt, riskiert, früher oder später einenm solchen Netzwerk zugeordnet zu werden. Und dann wirken diese Links wie SEO-Gift: Alle beteiligten Seiten verlieren bei Google an Vertrauen und Platzierungsrang. Eine klare Empfehlung: Finger weg vom Linktausch! (Anm. d. Red.: Die Karrierebibel beteiligt sich an solchen Spielen ebenfalls nicht, Anfragen sind also zwecklos und werden auch nicht beantwortet.)
  • Handarbeit. 
Sich selber mit dem Thema Linkmarketing zu beschäftigen und Links selber zu generieren, kostet mehr Zeit, macht viel Mühe und erfordert auch ein bisschen Ahnung und Hirnschmalz. Umgekehrt bietet dieser Weg auch das höchste Maß an Kontrolle und Qualität des Linkmarketings. Langfristig zahlt sich das aber immer aus. Nehmen Sie also das Telefon in die Hand oder schreiben Sie per E-Mail eine nette Anfrage an eine Seite, die Sie gerne als Referenz hätten. Aber nicht nur Nehmen – Geben Sie auch etwas!

Für welche Variante Sie sich letztlich entscheiden, ist oft eine Frage der Zeit und des Geldes. Behalten Sie jedoch immer die Qualität der Links im Auge. Im Online-Marketing gibt es nahezu nichts Schlimmeres als irgendwann in einen Filter bei Google zu geraten und die zuvor erarbeitete Position wieder zu verlieren. Die Algorithmen von Google werden täglich auf Linkqualität und Benutzerfreundlichkeit optimiert. Möchten sie also, dass Ihre Webseite auch in Zukunft häufig besucht wird, starten Sie idealerweise mit dem systematischen und händischen Linkmarketing.

Über den Autor:


Mario Kupzik ist selbst Link-Marketing-Spezialist und eCommerce-Experte sowie Gründer seiner eigenen Agentur Online Marketing Kupzik in Bonn. Der Geschäftsführer greift auf über sieben Jahre Berufserfahrung im Linkmarketing zurück und betreut heute unter anderem Projekte wie das Orthopädie-Magazin und Abendkleid4you.