0 von Newsletter am 13. Juli 2009 → Fundsachen in Watchblog

Newsletter vom 13. Juli: Niedriglöhner, Selbstmörder, Partytester

Arbeitsmarkt Deutschland

Schlecht bezahlt (Focus): 6,5 Millionen Menschen arbeiten hierzulande im Niedriglohnsektor – zwischen 1995 und 2007 hat sich die Zahl der Betroffenen um 49 Prozent erhöht.

Arbeitslos und Spaß dabei (FAZ): Die Massenentlassungen fördern die Generation der sorglosen Arbeitslosen wieder zutage. Sie versuchen nach dem Rauswurf, Reisen nachzuholen oder das Leben zu genießen.

Gehälter-Reform (Manager Magazin): Der Bundesrat hat ein Gesetz zur Vorstandsvergütung verabschiedet. Jetzt sollen sich die Gehälter nach der branchenüblichen Bezahlung richten, Aktienoptionen müssen vier statt zwei Jahre gehalten werden.

Neue Chance (Zeit): Warum die Insolvenz ihres Arbeitgebers für Arbeitnehmer nicht immer dramatisch ist.

Am Ende (Impulse): Die Krise stresst nicht nur die Angestellten, sondern auch die Führungskräfte. Ein Manager protokolliert seinen psychischen Zusammenbruch.

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Arbeitsmarkt international

Bereit zum Kompromiss (CNN): Nachdem ein Amerikaner gefeuert wurde, senkte er seine Ansprüche – er bewarb sich für Jobs, für die er eigentlich überqualiziert war. Mit Erfolg.

Gemeinsam einsam (ABC): Millionen von Amerikanern nehmen eine Fernbeziehung in Kauf – so behalten sie wenigstens ihre Stelle.

Einstiegs-Chancen (Forbes): Welche US-Firmen die meisten Praktikanten einstellen.

Fitness-Programme (Wall Street Journal): In der Rezession steigt die Zahl der Ausdauersportler – Marathons boomen.

Tipps für mehr Erfolg

Mit Facebook zum Job (Simply Hired Blog): Profil erstellen, Kontakte knüpfen, Referenzen einholen – so helfen Online-Netzwerke bei der Stellensuche.

Leben als Schichtarbeiter (Brazen Careerist): Gesund ernähren, Freunde treffen, Sport machen – wie Sie auch als Schichtarbeiter ein geregeltes Leben führen.

Unangenehme Aufgabe (Readwriteweb): Nicht zaudern, authentisch bleiben, Abfindung anbieten – so sollten Sie sich verhalten, wenn Sie Minderleister loswerden müssen.

Reizende Wörter (Job Mob): 500 positiv besetzte englische Verben, die in einer Bewerbung Eindruck machen.

Am Riemen reißen (Penelope Trunk): Wege zu mehr Selbstdisziplin.

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Neues aus der Forschung

Krisen-Leiden (Eureka): Suizide, Herzattacken und Gewaltverbrechen nehmen in der Rezession zu.

Beliebtheits-Gen (Scientific American): Eine neue US-Studie legt nahe, dass Popularität in unseren Genen verankert ist.

Seelische Folgen (Psych Central): Hochschulstudenten mit Depression brechen die Uni mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit ab wie ihre gesunden Kommilitonen.

Gegenteiliger Effekt (Psych Central): Durchhalteparolen und positive Sinnsprüche nutzen nicht immer – im Gegenteil: Menschen mit niedrigem Selbstbewusstsein fühlen sich dadurch noch schlechter.

Einmal ums Blog

Traumjob Partytester (Blogaboutjob): Ein Spirituosenhersteller sucht einen Mitarbeiter für seine Partyforschung. Zu den Aufgaben gehört unter anderem das Testen von Parties sowie das Fotografieren der Gäste. Die Bezahlung: 5000 Euro pro Monat.

Anders arbeiten (Work.innovation): Wer mit dem Internet aufgewachsen ist, hat andere Vorstellungen von Leben und Arbeit. Räumliche und zeitliche Grenzen verschwimmen, es gilt: probieren statt studieren.

Vorteil Mundwerk (Berufebilder): Warum Schwätzer berufliche Vorteile haben.

Aus Fehlern lernen (Secrets of the job hunt): Warum uns Rückschläge langfristig mehr nutzen als wir denken.

Würdevoller Abgang (The Work Buzz): Wie wir unsere Stelle mit Anstand verlassen.

Campus-Reports

Junger Chef (Zeit): Joybrato Mukherjee wird neuer Präsident der Uni Gießen. Mit 35 Jahren ist er jüngster Chef einer staatlichen deutschen Hochschule.

Stille Feier (UniSpiegel): 1500 Studenten, drei DJs – und kein Lärm. Die Uni Zürich veranstaltete erstmals eine Kopfhörerparty.

Gehalts-Gefälle (FAZ): Professoren verdienen im Saarland am meisten – im Schnitt 80.000 Euro. Schlusslicht ist Thüringen, dort gibt es durchschnittlich 67.610 Euro.

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Worte der Woche:

“Es ist fast wie im Jura-Studium 1956. Immer, wenn ich damals eine Frage beantwortete, tat ich es stellvertretend für das gesamte weibliche Geschlecht.”
Ruth Bader Ginsburg, derzeit einzige Frau am Obersten Gerichtshof der USA, erzählt der NY Times von ihren Erfahrungen.

“Ich weiß, wie viel Leid durch Suchtmittelmissbrauch und Sucht entsteht. Das möchte ich verhindern. Gerade nach Gesprächen mit den Leidtragenden sagt man sich jedes Mal: Ja, mach weiter!”
Sabine Bätzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, berichtet dem ZeitMagazin von ihrer Motivation.

“Ich habe mein Geld nie aus dem Fenster geworfen. Ich habe nicht im Luxus gelebt und brauche kein dickes Auto. Auch in Zukunft werde ich von dem Geld, das ich verdiene, gut leben können.”
Tobias Rau, Ex-Nationalspieler, erklärt der Rheinischen Post, warum er die Fußballschuhe an den Nagel hängt und lieber ein Lehramtsstudium beginnt.

Best of Karrierebibel: Die meistbeachteten Artikel der Woche

  1. Vertrauensfrage – Wem Männer und Frauen vertrauen
  2. Talent – 10.000 Stunden und Glück
  3. Revierverhalten – Warum wir unseren Arbeitsplatz markieren
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