Arbeitsmarkt Deutschland
Arbeitnehmer kränkeln (Focus): Lange ist die Zahl der Krankschreibungen in Deutschlands Unternehmen gesunken. Doch im ersten Halbjahr ist sie sprunghaft angestiegen – mitten in der Wirtschaftskrise.
Bitte recht freundlich (Spiegel): Unternehmen erteilen jeden Tag Tausenden Bewerbern eine Absage – doch nur wenige treffen den richtigen Ton. Dabei kann ein solches Schreiben Mut machen und nützlich sein, wenn es richtig formuliert ist und sinnvolleTipps enthält.
Krieg den Gehaltsexzessen (FTD): Personalberater bemängeln die überzogene Bedeutung von Renditekennziffern und kritisieren die einseitige Orientierung an Aktionärsinteressen.
Preiset den Arbeitgeber (Zeit): Um Mitarbeiter an sich zu binden, werden die Chefs musikalisch: Immer mehr geben Firmenhymnen in Auftrag, rund 140 Titel kursieren bereits im Internet.
Manager auf Entzug (Wiwo): Nirgendwo sonst in der Welt ist die Schleudersitzquote so hoch wie in Deutschland. Wie hochdekorierte Manager und Politiker mit ihrem Machtverlust umgehen.
Sicherheit vor Spaß (FAZ): Fast neun von zehn Bundesbürger sagen, dass ihnen ein sicherer Arbeitsplatz wichtig ist, so eine Studie der IG Metall. Dass die Arbeit Spaß macht, fanden nur zwei Drittel wichtig.
Fataler Tratsch (FAZ): Flurfunk gehört zur Arbeitswelt wie Kauen zum Essen. Doch wer allzu eifrig tratscht, kann deswegen sogar gekündigt werden.
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Arbeitsmarkt international
Arbeitslosigkeit überrascht Experten (CNN): Die Arbeitslosenquote in den USA ist im neunten Monat in Folge gestiegen. Das hatten selbst Pessimisten nicht erwartet.
Kündigungswelle erreicht Schulen (WSJ): In den USA müssen selbst Lehrer in der Rezession ihr Pult räumen – dabei galten ihre Jobs als ziemlich krisensicher.
Schmerzhafte Altersgrenze (NBC): Um trotz ihres Alters noch einen Job zu finden, versuchen Über-55-Jährige alles: Sie melden sich bei sozialen Netzwerken im Internet an, verheimlichen Jahreszahlen oder nehmen Botox.
So ein #%@&!?-Job! (Examiner): Manche Vorgesetzte bitten ihre Mitarbeiter, auf Schimpfwörter am Arbeitsplatz zu verzichten. Doch eine Umfrage zeigt: Nur ein Drittel findet, dass es zu viel Gefluche im Büro gibt.
Mut der Verzweiflung (Miami Herald): Auf der Jagd nach einem Job versuchen Bewerber inzwischen alles: Sie bestechen die Arbeitgeber mit Kunstwerken, Kuchen, Kaffeetassen – und pfuschen bei ihren biographischen Daten.
Gründerpandemie (New York Times): Immer mehr Teenager gründen in den USA ihr eigenes Unternehmen – und schaffen sich so ihren Arbeitsplatz selbst. Inspiriert werden sie dabei von prominenten Gründern wie Steve Jobs oder Lary Page.
Tipps für mehr Erfolg
Fiese Fragen (Focus): Warum haben Sie immer noch keine Stelle gefunden? Fragen wie diese sind in Bewerbungsgesprächen nicht selten, aber man kann sich darauf gut vorbereiten.
Raus aus der Masse (Toilet Paper Entrepreneur): Ehrlich sein, Experte werden, exzellent bleiben: 68 Wege, um sich von der Masse abzusetzen.
Effektiv arbeiten (ReadWrite): Meilensteine setzen, Synergien schaffen, Ziele verfolgen: Was Chefs und Vorgesetzte tun und lassen sollten, um wirklich effektiv zu sein.
Richtig handschlagen (JobMob): Nicht zu weich und nicht zu feucht, nicht zu kalt und nicht zu früh: Wie ein Handschlag zur Begrüßung sein sollte, damit er einen guten Eindruck hinterlässt.
Allein zu Haus (Dumb Little Man): Immer mehr Menschen arbeiten von zuhause aus – oder versuchen es zumindest. Was man beachten sollte, um am Heim-Arbeitsplatz wirklich produktiv zu sein.
Rufpflege im Netz (Forbes): Im Internet breiten sich Gerüchte und Falschmeldungen rasend schnell aus. Wie man gegen Fehlinformationen vorgehen sollte, um den eigenen Ruf zu retten.
Das erste Briefing am Tag: Bevor andere den PC angemacht oder die Zeitung reingeholt haben, lesen Sie auf Ihrem Handy als E-Mail bereits alles, was die Wirtschaft bewegt. Kurz, knackig, knapp. Zusammengestellt über Nacht von turi2-Korrespondenten auf drei Kontinenten. Kostenlos unter wirtschaft@turi2.de zu bestellen.
Umfrage der Woche
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Vorwochen-Umfrage: Vier von fünf Befragten wären bereit, ihr Büro auch mit einem Freund zu teilen.Weitere Ergebnisse
Neues aus der Forschung
Lockeres Mundwerk (Süddeutsche): Wer haspelt, piepst und stottert oder in jedem Satz drei “äh” und zwei “ne” einbaut, hat es im Berufsleben schwer: 80 Prozent der Führungskräfte, dass die Stimme wesentlich zum Eindruck von Bewerbern beiträgt.
Kranksein macht gesund (think.work.different): Wer sich krank zur Arbeit schleppt, wird noch kränker, haben dänische Forscher herausgefunden. Also: Lieber gleich zuhause bleiben und auskurieren!
Denk’ negativ! (Bild der Wissenschaft): Die beliebte Aufforderung, positiv zu denken, kann auch nach hinten losgehen – gerade bei Menschen mit wenig Selbstbewusstsein. Das haben Psychologen von der US-amerikanischen Universität in Waterloo herausgefunden.
Wunderkinder (Süddeutsche): Sie haben einen IQ von mehr als 130 und sind noch nicht mal volljährig: Hochbegabte Jugendliche, die an der Uni eine Blitzkarriere einschlagen. Trotzdem haben sie es oft nicht leicht.
Beziehungen machen erfolgreich (Physorg): Nicht allein von der Klassengröße, den finanziellen Mitteln und dem Lehrplan hängt ab, ob Schüler erfolgreich sind. Eine wichtige Rolle spielt, ob sie Freunde finden und Beziehungen aufbauen können.
Viel Konkurrenz, wenig Motivation (Not Exactly Rocket Science): Wer in der täglichen Arbeit oder während Tests und Klausuren mehr Wettbewerber hat, ist weniger motiviert bei der Sache, selbst wenn seine Erfolgschancen eigentlich gleich bleiben. Das haben zwei Psychologen herausgefunden.
Einmal ums Blog
Laufbahner.de im Test (Online-Recruiting): Hält das neue Karrieretool der Süddeutschen Zeitung, was es verspricht? Eine Recherche zeigt: Offenbar sind dort erst 37 Firmen mit Angeboten zugegen.
Michelle, my belle (Brazen Careerist): Sie ist integer, hat Ausstrahlung und kann so gut zuhören wie sie redet: Michelle Obama. So hilft die Frau des US-Präsidenten allen Frauen der “Generation Y” – also jenen, die nach 180 geboren wurden.
Gelungener Auftritt (Dawn’s Blog): Gute Ratschläge für den Besuch bei einer Jobmesse: Lass’ deine schlechten Einstellungen zuhause und nimm stattdessen einen gut formulierten Lebenslauf mit, zieh dich nicht falsch an und drück dich richtig aus.
Digitale Sparstrümpfe (Dumb Little Man): Was tun, wenn das Geld schon knapp wird, obwohl noch so viel vom Monat übrig ist? Nützliche Sammlung mit 15 Web-Applikationen, die dabei helfen, die eigenen Finanzen in den Griff zu kriegen.
Campus-Reports
Fortbildung für Führungskräfte (FTD): Um in Zeiten sinkender Budgets die Kasse aufzubessern, bieten immer mehr Hochschulen Weiterbildungen an – zum Teil mit ungewöhnlichem Fokus.
Es lebe die Massenuni (Zeit): Warum sich die Hochschule von Morgen nicht an die Elite, sondern die breite Masse richten und Bildung nicht dem Markt gerecht werden, sondern Bürgerrecht bleiben soll.
Schlechte Karten (New York Times): Statt der großen Freiheit erwartet viele Uni-Absolventen in den USA die große Freizeit: Jobs für Berufsanfänger sind rar.
Meuterei an der Uni (Spiegel): Monatelang haben die Studenten protestiert, jetzt ist “Raketen-Moni” weg: Hamburgs umstrittene Uni-Chefin Monika Auweter-Kurtz räumt ihren Posten.
Ted im Hörsaal (DLF): In den Medizin-Vorlesungen an der Uni Münster wird es bald so sein wie bei “Wer wird Millionär”: Das Publikum bekommt Fragen gestellt – und kann per Handsender ein Votum abgeben.
Krise erfasst Elite (DLF): Die Rezession erreicht die Elite-Unis: Auch die altehrwürdige Harvard-University muss Stellen abbauen.
Ab ins Heim (Zeit): Der eine fürchtet die Einsamkeit, der andere fremde Haare im Abfluss – Vorzüge und Nachteile unterschiedlicher Studentenbuden.
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Worte der Woche:
“Statistisch gesehen, sind die Geisteswissenschaftler die unglücklichste Akademikergruppe, nicht nur beim Geld. Ein Viertel fühlt sich inadäquat beschäftigt.”
Martin Leitner, Hochschulforscher, in der Zeit
“Man muss an die Kreativität glauben. An eine Vision. Die zu realisieren, dauert nicht nur ein Wochenende. Das dauert länger.”
Wolfgang Joop, Modedesigner, in der Bild
“Die 40-Stunden-Woche ist eine schöne Sache, aber wenn du richtig Erfolg haben willst, reicht das nicht. Da muss man Vollgas geben, sich einschließen, Rollläden runter und auch mal aus der Konservendose fressen.”
Reiner Calmund, Ex-Fußballmanager, auf Spiegel Online
Best of Karrierebibel: Die meistbeachteten Artikel der Woche
- Zeugnisgeld – Sollten Kinder mit Geld belohnt werden?
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