Die Welt mit anderen Augen sehen – einen Perspektivwechsel vollziehen… Das sagt sich so leicht, und ist in der Praxis so schwer. Denn der Perspektivwechsel, der neue Blickwinkel stellt uns vor enorme Herausforderungen: Er zwingt uns dazu, die eigene Denkweise zu verändern – vielleicht sogar das Leben. Wir müssen unseren alten Trott verlassen. Und viele haben davor Angst.

Menschen sind eben Gewohnheitstiere und machen am liebsten das, was sie schon immer gemacht haben. Oder das, was bisher funktioniert hat. Bisher! Und irgendwann funktioniert das nicht mehr.

Wer einen Perspektivwechsel vollziehen will, der muss bereit sein, sein eigenes Denken, Wissen und Können erst einmal als beschränkt, lückenhaft oder gar fehlerhaft zu akzeptieren. Voraussetzung ist die Erkenntnis: Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Wer nur Recht behalten oder seine Weltanschauung bestätigt sehen will, ist zu einem Perspektivwechsel nicht fähig. Oder wie das Sprichwort fragt: „Was will der Blinde mit einer Laterne?“ Perspektivwechsel beginnen mit dem Willen, sich verändern zu lassen. Und mit einer echten Entscheidung. Die ist oft unbequem – aber allemal wert, sie zu wagen.



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