Nicht vergessen! Am Sonntag ist Valentinstag – wie immer am 14. Februar. Der Tag der Liebenden – oder des Flirts. Erstaunlich viele Menschen flirten. Aktuell hat das vor allem mit Karneval zu tun. Aber auch sonst wird heftig gebaggert, angeschmachtet und bezirzt.
Bei Singles ist die Sache noch relativ klar: Sie flirten, weil sie weder jemanden haben, der exklusiven Anspruch erhebt, noch jemanden, der sie an diesen fiesen, schwer zu erreichenden Stellen am Rücken kratzt. Bei Paaren ist die Lage erheblich schwerer zu beurteilen: Die einen wollen vielleicht nur spüren, dass es für sie noch immer eine Nachfrage auf dem Beziehungsmarkt gibt, andere wollen nachholen, was sie seit Jahren vermissen und wieder andere reizt schlicht das Abenteuer.
Und sagen Sie jetzt nicht, Sie würden nicht flirten. Das ist gelogen. Wir alle tun es. Ständig. Lehnen Sie sich zum Beispiel leicht vor, sobald Sie sich mit einem attraktiven Gegenüber unterhalten? Neigen Sie dabei den Kopf zur Seite? Verändern Sie Ihre Stimme? Lächeln Sie öfters? Klimpern Sie mit den Augen, lecken Sie sich über die Lippen oder spielen mit den Haaren? Bingo! Sie flirten schon.
Das alles ist freilich noch nichts, wofür man sich schämen müsste. Zunächst sind das nur unwillkürliche körperliche Signale, die das Terrain sondieren, bevor Sie (unter Umständen) in den verbalen Nahkampf übergehen. Bis dahin ist der Zweck: gegenseitige Sympathie analysieren und andeuten. Sie finden Ihr Gegenüber anziehend – und möchten nun, dass das erwidert wird. Flirten ist letztlich immer ein Spiel um Alternativen. Gut, manchmal ist es auch eine Art Beziehungsversicherung: Wenn die aktuelle scheitert, weiß man zumindest wer und wie viele andere potenziell verfügbar wären. Aber das ist eine andere Geschichte.
Ich habe ein wenig nachgeforscht und festgestellt: Zu dem Thema gibt es eine Reihe faszinierender Untersuchungen, die Flirtwilligen helfen können, ihre Chancen zu verbessern. Etwa:
- Wenn Sie eine Frau nach ihrer Telefonnummer fragen, sollten Sie vorher sanft (und wie zufällig) ihren Arm berühren.
- Männer sollten versuchen, größer zu wirken – Frauen hingegen kleiner.
- Wenn Sie einen Mann bezirzen wollen, seien Sie direkt – versuchen Sie es bloß nicht mit intelligenten und subtilen Zwischentönen!
- Wollen Sie hingegen auf eine Frau Eindruck machen, zeigen Sie sich generös, hilfsbereit, kultiviert – auf keinen Fall sollten Sie mit Witzen, hohlen Komplimenten oder gar sexueller Potenz protzen.
- Egal, ob Mann oder Frau: Wirken Sie bloß nicht bedürftig, so als bräuchten Sie ganz dringend Sex.
- Was bei Männern übrigens noch sehr gut wirkt: Lassen Sie sich von anderen Frauen anlächeln. Das erhöht Ihren Wert in den Augen Ihrer Zielperson enorm.
Natürlich wird auch im Büro fleißig geflirtet. Wie jetzt bei einer Monster-Umfrage herauskam, finden das auch 46 Prozent der knapp 11.000 Befragten völlig okay, solange das Pärchen weiterhin professionell dem Job nachgeht. Weitere 15 Prozent lehnen das für sich ab, akzeptieren es aber bei anderen. Nur jeder Vierte (24 Prozent) fand: Romanzen im Büro gehen gar nicht.
Apropos: Jeder – ob Mann oder Frau – liebt Komplimente. „Der Schmeichelei gehen auch die Klügsten auf den Leim“, wusste schon der Dramatiker Molière. Nur im Job sollte dies nie ins Schlüpfrige abdriften. Jede Anzüglichkeit ist eine zu viel. Loben Sie lieber die Qualität der Arbeit oder spenden Sie Trost bei Stress. Es ist ein Irrglaube, dass sexuelle Anspielungen schneller zum Ziel führen. Das Gegenteil ist der Fall: Wer den anderen intelligent umgarnt, ohne dabei seine Absichten durchblicken zu lassen, spielt mit dessen Phantasie. Suggestion ist bei der Verführung alles! Und dabei ist entscheidend, das Objekt seiner Begierde immer wieder zu faszinieren, zu verwirren, zu unterhalten. Viel Erfolg! Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein. |








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