Heute ist Valentinstag – und alle Welt denkt an die Liebe. An Schmetterlinge im Bauch, Glücksgefühle, Freude aber vielleicht auch an Verlust, Schmerz und Traurigkeit. Für den griechischen Philosophen Platon war die Liebe “eine schwere Geisteskrankheit.”, für den Arzt Paracelus dagegen“der höchste Grad der Arznei.”.

So unterschiedlich Liebe von verschiedenen Menschen auch erlebt wird – die biologischen Wirkungen und Mechanismen sind bei jedem gleich. Wir zeigen Ihnen, wie das schönste aller Gefühle in unserem Körper, aber auch im Job wirkt. In drei Beispielen:

Liebe macht kreativ

Forscher der Universitäten von Amsterdam, Groningen und Bremen sind in einer Studie zu der Erkenntnis gelangt, dass Liebe kreativer macht. Die Erklärung der Forscher: Menschen, die verliebt sind, denken eher an langfristige Ziele und dies fördere das kreative Denken. Eine neuro-chemische Erklärung gibt es natürlich auch dazu. Danach stimuliert der Neurotransmitter Dopamin das Belohnungszentrum im Gehirn des Verliebten und aktiviert dabei auch jene Hirnareale, die für Kreativität und künstlerische Aktivitäten verantwortlich sind. Oder kurz: Verliebte sind die Idealbesetzung, wenn es darum geht, Langfristiges zu planen, neue Lösungen zu finden oder neue Perspektiven zu entdecken.

Sex fördert analytisches Denken

Gleiche Studie, zweites Ergebnis: Sex macht smart. Jedenfalls stark vereinfacht gesagt. Laut den Wissenschaftlern hat körperliche Liebe – im Gegensatz zum reinen Gefühl des Verliebtseins – den Effekt, das analytische Denken zu fördern. Nach dem Geschlechtsakt zeigten die Testpersonen eine starke Tendenz, sich auf den aktuellen Moment und die momentan anliegende Aufgabe zu konzentrieren. Die Forscher vermuten, dass durch den Sex jene Hirnareale aktiviert werden, die für logisches Denken verantwortlich sind. Dieser Zustand versetzt die Betroffenen anschließend in die Lage, Zusammenhänge schneller zu erkennen und effektive Lösungen zu finden. Auch die Analyse anstehender Entscheidungen lässt sich so verbessern. Theoretisch. Die praktische Anwendung dieser Erkenntnis im Job dürfte er die Ausnahme sein.

Liebe steigert die Stimmung

Und zwar so oder so. Verliebte weisen einen deutlich erhöhten Serotoninspiegel auf. Serotonin ist auch als Glücksbotenstoff bekannt. Oder kurz: Viel Seorotonin, viel gute Laune. Bedenkt man, dass sich bereits jeder Vierte im Job verliebt hat, müsste auch die Stimmung im Büro und Betriebsatmosphäre einen Höhepunkt erreichen. Warum das trotzdem nicht geschieht? Ganz einfach: Der Effekt funktioniert auch anders herum. Ein niedriger Serotoninlevel führt zu mieser Laune, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen. Und den erreichen ganz viele ganz leicht etwa bei Liebeskummer oder bei Zoff in der Beziehung. Liebe steigert also so oder so Emotionen.

Übrigens: Wer sich noch weiter mit den wissenschaftlichen und biologischen Auswirkungen der Liebe beschäftigen will, dem sei eine Präsentation (pdf) von der Universität Bremen empfohlen sowie dieser Beitrag in der Alltagsforschung mit 50 psychologischen Fakten über Flirts, Sex und Liebe. Wenn Ihnen das alles jedoch noch zu wissenschaftlich ist, können Sie auch noch schnell die Sendung mit der Maus sehen. Die erklärt in knapp fünf Minuten, was Liebe ist.