Wenn etwas schief läuft im Leben, in der Liebe oder im Job, dann schwelgen manche schnell im Selbstmitleid, analysieren und quälen sich mit Fragen, die immer gleich beginnen: Warum?
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Warum ich?
Warum ist das passiert?
Warum ist es so weit gekommen?
Warum bin ich gescheitert?
Warum passiert das immer mir?
Doch die Frage nach dem WARUM zielt ausschließlich nach hinten, sie forscht in der Vergangenheit nach vermeintlichen Ursachen, hadert mit dem Schicksal oder sucht nach Schuldigen (die immer “die anderen” oder “die Umstände” sind). Gewiss, es ist nicht falsch, nach dem Grund zu fragen, insbesondere um daraus zu lernen.
Lernen kann aber auch, wer seinen Blick nach vorne richtet. Wer nicht sich selbst in den Mittelpunkt des Geschehens stellt, sondern den Zweck oder das Ziel. So jemand fragt nicht nach dem Warum, sondern: WOZU?
Es sind womöglich dieselben Fragen, die man sich dann stellt, aber sie bekommen jetzt eine völlig neue Richtung, ein ganz anderes Gewicht – genauso wie das Problem, die Niederlage, das Scheitern. Die Frage nach dem Wozu verwandelt den Schicksalsschlag in einen lehrreichen Meilenstein; sie macht aus der Kündigung einen Befreiungsschlag, der neue Chancen eröffnet, die man sonst übersehen hätte. Selbst kurzfristiger Ärger wird so zur Lektion für Demut und Geduld. Wer daran fragt “Wozu”, dem gibt die Frage Hoffnung und macht ihm Mut.
Warum? Darum!







Baumgardt
Na gut – dann werde ich demnächst die “Wozu”-Frage stellen, wenn es ums
Übergewicht geht; “Warum” ist da ja wirklich nicht weiterführend ;-)