Ein typischer Arbeitstag sieht so aus: Nach rund sieben Studen Schlaf (meist unruhig) pendeln wir ins Büro, setzen uns an unseren Schreibtisch und beginnen mit dem Job – bis mittags, kleine Pause – dann geht es bis zum Abend so weiter, bis wir uns durch den Feierabendverkehr wieder nach Hause quälen. Tagein, tagaus. Das Ergebnis aber ist: Wir sitzen die meiste Zeit – daheim auf der Couch, im Auto, vor allem im Büro. Ganze fünf Stunden und 41 Minuten im Schnitt. Oder um es anders zu sagen: Wir bewegen uns viel zu wenig.

Das ist auch das Ergebnis von Untersuchungen von Myanna Duncan, Aadil Kazi und Cheryl Haslam von der britischen Loughborough Universität. Nahezu 70 Prozent der von ihnen über 18 Monate untersuchten rund 1000 Probanden zeigten nicht mal annähernd die von Ärzten empfohlenen physischen Aktivitäten, bei den unter 50-Jährigen war es sogar noch jeder Zweite, der sich kaum bewegte. Zudem gab es ein paar interessante Korrelationen:

  • Wer viel im Büro saß, bewegte sich auch nach der Arbeit kaum noch.
  • Je mehr Zeit die Menschen sitzend verbrachten, desto mehr verschlechterte sich ihr emotionales und mentales Wohlbefinden.
  • Und – aber das ist klar – mit dem vermehrten Sitzen stieg auch das Körpergewicht.

Den Schluss daraus muss man nicht mehr aufschreiben, er ist klar. Und der heutige Sonntag bietet eine gute Gelegenheit die Sünden der vergangenen Woche wenigstens etwas auszugleichen. Also: Warum sitzen Sie hier noch und lesen weiter? Bewegen Sie sich!