Was ist besser im Büro?(web poll)
Heute schreibe ich nichts. Heute sind Sie gefragt, liebe Leser. Denn ich brauche Ihre Einschätzung. Sie alle kennen sicher die beiden Bonmots: Gleich und Gleich gesellt sich gern. Und: Gegensätze ziehen sich an. Obwohl beide Binsenweisheiten ihre empirische Entsprechung immer wieder bei der Partnersuche finden, ist der gleichzeitige Widerspruch offenkundig. Was stimmt dann also?
Die Frage stellt sich durchaus auch bei Beziehungen, die weniger auf gegenseitiger physischer Anziehungskraft beruhen, gleichwohl aber auf ein funktionierendes, harmonisches und langfristig erfolgreiches Zusammenspiel angewiesen sind. So wie Projektteams, Abteilungen oder gar ganze Unternehmen. Schon bei Meetings ist es so: Je homogener die Teilnehmer, desto lieber arbeiten sie miteinander, desto uninspirierter fällt aber in der Regel auch das Ergebnis aus. Gutes Brainstorming hingegen basiert vor allem auf den unterschiedlichen Denkweisen und den daraus resultierenden Reibereien. Was ist also besser: gegensätzliche oder besser gleichgesinnte Teams gruppieren? Ich vermute, ein Richtig oder Falsch gibt es dabei nicht, wohl aber Argumente für und wider. Ich würde mich freuen, wenn Sie das mit mir und den anderen in den Kommentaren diskutieren. Vorab aber gibt es schon mal eine kleine Abstimmung. Ich bin gespannt, auf das Ergebnis…







DreamFlasher
Werte und Gefühle: Gleich und gleich
Handeln und Sachebene: Gegensätze
Heinz
Hallo, bei der Umfrage “Gleich und Gleich oder doch Gegensätze – Was zieht sich an?” kann ich nicht mitmachen, weil mir da ein paar Antworten zum ankreuzen fehlen. Du schreibst ja selbst, in dem kurzen Beitrag dass die Aussagen beide so für sich stimmen. Mit gleichen Menschen gesellt man sich gerne, weil die Stimmung passt, nur ob dabei etwas kreatives, sich befruchtendes wachsen kann ist die Frage. Egal ob in einer Beziehung zwischen Liebespartner oder im Büro.
Bei Gegensätzen ist wichtig, dass beide Partner die Gegensätze sehen und wertschätzen, nur so kann daraus auch etwas sinnvolles wachsen. Diversity ist ein grosses Thema derzeit in verschiedenen Medien, und diese Vielseitigkeit und teilweise auch Gegensätze sind es, die ein Projekt, ein Unternehmen oder eine Partnerschaft vorantreiben. Jeder bringt spezielle Fähigkeiten und Qualitäten mit hinein und so kann etwas Neues, Grosses entstehen.
Vielleicht kannst du bei der Umfrage noch zumindest eine Antwort dazu geben, wie etwa “beides passt” oder “Keines der beiden ist besser, beide Aussagen stimmen”.
LG
Heinz
Jochen Mai
@Heinz: Aber du machst doch schon mit. Du differenzierst, erklärst, wägst ab. Genau dafür sind die Kommentare da. Die Umfrage soll aber ganz bewusst eine Tendenzaussage generieren. Umfragen können nicht ausdifferenziert sein. Und jene, die es versuchen, liefern langweilige, schwammige Mittelmaß-Aussagen. Erst durch die erzwungene Zuspitzung ergibt sich mehr Klarheit. Obgleich jeder Teilnehmer weiß, dass das eine Zuspitzung ist (Jedenfalls unterstelle ich das meinen intelligenten Lesern). Deswegen werde ich auch keine Optionen ergänzen. Das würde nur verwässern.
Und noch mal: Sicher trifft beides zu. Ich glaube aber einfach nicht, dass die Schalen genau in waage liegen. Deswegen: Was wiegt schwerer: Gleichheit oder Gegensätze?
Frau Doktor
Ich habe jetzt gevotete, aber selbst dabei bin ich erst noch hin und her gesprungen. Von Natur aus harmoniebedürftig möchte ich eigentlich nicht so viel Gegensätze :-) aber manchmal braucht man sie um sich auch selbst weiter zu entwickeln. Letztlich kann zu viel Gleichheit langweilig werden und zuviel Gegensätze ebenso Stress verursachen. Von jedem etwas, ich denke das trifft auf eine Partnerschaft in jeder Lebenslage zu und immer den guten Ton wahren das gehört wohl ebenso dazu.
Tim A. Bohlen
Wie Du selbst angeschnitten hast, ist diese Gegenüberstellung in der Beziehungsforschung hinlänglich untersucht worden. Generell reizen Gegensätze, aber Anziehendes kann auch schnell genau den gegenteiligen Effekt hervorrufen, wenn man auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird, wenn der Alltag einholt und man immer öfter mit seiner Planung und seinen Interessen aufeinanderprallt. Harmonie und Langfrist ergeben sich eher durch Gleichheit. Und beruflich? Geht es um organisieren, zuarbeiten, abarbeiten und dergleichen sind Gegensätze sicher kontraproduktiv. Geht es um Kreativität, quergedachte Konzepte und das Abheben vom Einheitsbrei, so sind Gegensätze befruchtend. Tendenz: Paar-Beziehungen brauchen Gleichheit, Karriere-Beziehungen müssen das von der Aufgabe abhängig machen.
meistermochi
habe festgestellt, dass es egal ist. hauptsache der bürokollege ist ein mann und man lässt sich gegenseitig in ruhe und es geht um fußball.
Liss
Es scheint sich ein leichtes Übergewicht für “Gegensätze” einzustellen.
connymaniac
@DreamFlasher: Genau so sehe ich das auch. Und zwar sowohl in privaten als auch beruflichen Beziehungen. Wenn’s andersrum ist, ist’s ev. für eine Weile interessant, aber u.U. irgendwann unangenehm (wenn man zu nahe an der Person dran ist)…
Sandra
Privat tendiere ich zur Gleichheit. Beruflich gesehen, zu Gegensätze. Ich möchte nicht jeden Tag nur von Menschen umgeben sein, die genauso ticken wie ich. Stelle ich mir ziemlich langweilig und kontraproduktiv vor.
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