Definition: Was ist Funemployment?
Der Begriff „Funemployment“ beschreibt Menschen, die ihren Job verloren haben und sich dafür entscheiden, die neu gewonnene Freiheit für Freizeitaktivitäten wie Reisen, Lesen, Feiern oder körperliche Aktivität zu nutzen, bis sie einen neuen Job finden. Funemployment ist ein Kunstwort, das sich aus den englischen Begriffen „Fun“ (= Freude) und „Unemployment“ (= Arbeitslosigkeit) zusammensetzt. Der Begriff wurde während der großen Rezession und Finanzkrise in den Jahren 2007 bis 2009 in den USA geprägt, als rund 9 Millionen Arbeitnehmer ihre Jobs verloren.
Bedeutung: Funemployment verstehen
Funemployment beschreibt die Situation von Menschen, die zwar keinen Job haben, aber trotzdem ihre Freizeit genießen – oder ihre Arbeitslosigkeit als „Spaßbeschäftigung“ bezeichnen. Es bezeichnet eine Haltung ohne Resignation, bei der Betroffene beschließen, die Zeit nach einer Kündigung zu genießen, um sich beruflich neu zu orientieren.
Psychologisch ist das keine schlechte Idee: Erstens fallen die Entlassenen so erst gar nicht in ein Loch oder erleben eine typische Gefühlsachterbahn aus Frust und Selbstmitleid, die eine Rückkehr in den Job oft erschwert. Zweitens ist dies die perfekte Gelegenheit, den wahren Traumjob zu finden und einen möglichen Jobwechsel optimal vorzubereiten – insbesondere mit klarem Kopf.
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Welche Vorteile hat Funemployment?
Eine kurzfristige Periode der „Spaßbeschäftigung“ kann für den Einzelnen nicht nur eine positive Zeit sein, sondern hat durchaus Vorteile:
- Sie lösen sich vom alten Leben und Job.
- Sie gewinnen neue Perspektiven.
- Sie hinterfragen Ihre bisherigen Karriereziele.
- Sie können Ihren Interessen und Leidenschaften nachgehen.
- Sie können sich gezielt weiterbilden.
Ebenso können Betroffene Funemployment nutzen, um einen neuen Lebensstil zu etablieren, der es ihnen auch künftig ermöglicht, mehr Zeit mit der Familie, mit ihren Kindern und Freunden zu verbringen.
Was sind die Grenzen von Funemployment?
Funemployment benötigt zwingend eine Art Deadline – oder zumindest einen klaren Zeitrahmen. Die neue Freiheit dürfen Sie genießen, sie erfüllt aber keinen Selbstzweck. Und schon gar nicht darf die Jobpause dazu dienen, einfach nur Zeit zu verdaddeln. Das schadet sonst irgendwann dem Lebenslauf. Im Kern geht es beim Funemployment darum, einen entspannten beruflichen Neustart zu planen und eine neue Einkommensquelle zu finden. Die Rechnungen und Hypotheken laufen schließlich weiter. Auch eine zu große Lücke im Lebenslauf von mehr als 2-3 Monaten wird erklärungsbedürftig. „Funemployment“ klingt in der Bewerbung jedoch nicht wirklich nach einem Leistungsträger in spe.
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