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5 von Felix Hinkeldey am 16. Juli 2010 → Liste in Büro
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Denk negativ! – 11 Tipps für mehr Erfolg durch Pessimismus

Die Immobilienblase, die 2007 in den USA platzte, hinterließ eine ganze Menge Verlierer. Die meisten von Ihnen hatten optimistisch in die Zukunft geblickt, auf eine Stabilisierung des Marktes gehofft und realisierten ihre Lage erst, als es schon zu spät war. Der Hedge-Fonds-Manager John Paulson hingegen gehörte zu denen, die schon früh auf die Krise gewettet hatten – 3,7 Milliarden US-Dollar Jahresgehalt waren der Lohn für diese pessimistische Einschätzung.

Menschen schieben negative Gedanken aus unterschiedlichen Gründen beiseite, und viele sind auch gerade durch einen kompromisslosen Optimismus erfolgreich. Wahr ist aber auch, dass ein Schuss Pessimismus durchaus förderlich für Ihre Karriere sein kann – wenn Sie ihn richtig einsetzen. Deshalb geben wir Ihnen heute die wichtigsten Hinweise, wie Sie auch mit negativen Gedanken positive Ergebnisse erzielen, es sind die…

11 Tipps für mehr Erfolg durch negatives Denken

Stellen Sie sich auch auf schmerzliche Niederlagen ein. Wer nur mit dem Erfolg rechnet, wird umso bitterer enttäuscht – oder um es mit Udo Lindenberg zu halten: „Auch Seifenblasen hinterlassen Trümmer“…
Verfeinern Sie Ihre Planung, indem Sie mögliche Stolpersteine, Risiken und Gefahren von Anfang an bedenken. Ein wirklich ausgefeilter Projektplan stellt Lösungen für die unterschiedlichsten Probleme bereit!
Rechnen Sie mit großen Schwierigkeiten. Wenn dann in Ihrem Projekt kleinere Problemchen auftreten, bewältigen Sie diese mit der Erleichterung, dass es weitaus schlimmer hätte kommen können.
Akzeptieren Sie äußere Umstände als mögliche Gründe des Scheiterns. Wer alles, was schief läuft, auf seine Kappe nimmt, tut sich selbst in der Regel Unrecht. Zufälle und Pech können jedem in die Quere kommen!
Nutzen Sie negatives Denken ausschließlich präventiv. Zur Vorbereitung ist das Antizipieren von Problemen ideal – während eines Projekts blockiert es, im Nachhinein betrübt es. Unnötiges Nachgrübeln vermeiden!
Arbeiten Sie auch für den absoluten worst case Handlungsalternativen heraus. So finden Sie Wege, um auch mit dem schlimmstmöglichen Projektverlauf umzugehen – und eventuell sogar Vorteile daraus zu ziehen.
Vergessen Sie den Gedanken, der Glaube an Erfolg wäre alles. Es sind unsere Handlungen, die Erfolge verursachen – und diese können genauso aus der Furcht vor einem möglichen Misserfolg entstehen.
Setzen Sie sich nicht durch Erfolgsphantasien unter Druck. Allzu rosige Zukunftsträume können geradezu einschüchternd wirken und Sie Ihre Motivation kosten – bleiben Sie realistisch!
Respektieren Sie Angst und Zweifel als wertvolle Urinstinkte. Sie bewahrten schon unsere haarigen Vorfahren vor dem Tod – und Sie vielleicht vor (zu) großen finanziellen und beruflichen Risiken.
Schieben Sie Ihren Pessimismus in unangemessenen Situationen beiseite. Betriebsfeiern sind der falsche Ort für apokalyptische Szenarien, und auch Personaler bevorzugen chronische Optimisten vor nörgelnden Stinkstiefeln.
Mixen Sie auch mal negatives und positives Denken, um verzwickte Situationen zu lösen, Beispiel: Der Pessimist in Ihnen sagt: „Mein Job ist so miserabel, dass ich ihn hasse.“ Der Optimist findet: „Ich bin doch gut genug, um einen besseren zu finden!“

Nun zu Ihnen: Hat der Pessimismus Sie schon einmal vor dem Scheitern bewahrt? Oder sind Sie ein unverbesserlicher Optimist und gerade dadurch erfolgreich?



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1. Kommentar

Paul S.
17.07.10 um 18:46 Uhr

In der Unfallforschung wurde festgestellt, dass Leute, die im Auto von der Straße abkommen gerne eine leichten Bogen machen und den einzigsten Baum treffen; weil sie eben auf diesen Baum gestarrt haben (Da will ich NICHT hin).

Nehme ich die Nr. 1, stelle mir ständig WorstCase vor, so etabliert sich das im Hirn, als Ziel, auf das hingearbeitet wird, unbewusst. Solche Gedanken bremsen. Sie hindern. Sie sind falsch.

Sich ein Exit-Strategie bereitzulegen, Plan B in der Schublade liegen haben, okay.

Ansonsten stimme ich zu: Oft wird ins endlose hineinfantasiert, wie toll doch was ist, wie schön und das wird schon alles klappen…

2. Kommentar

Felix Hinkeldey
19.07.10 um 09:31 Uhr

@ Paul S.:
Da sind wir bei der “Selbsterfüllenden Prophezeiung” – und die ist in der Tat ein Problem beim negativen Denken. Um sie möglichst zu vermeiden, ist Punkt 5 aufgeführt: Wer sich hauptsächlich bei der Vorausplanung von Projekten mit dem Schlimmsten auseinandersetzt, kann sich für verschiedenste Situationen Gegenreaktionen ausdenken. Das ist der Vorteil.

Beim Autofahren spricht man ja in der Hinsicht vom “vorausschauenden Fahren”: Wer sowohl mit Fehlern der anderen als auch mit eigenen Schnitzern rechnet, der kann so manchen Unfall vermeiden. Ich denke, das Problem in Ihrem Beispiel ist, dass die wenigsten Fahrer ständig damit rechnen, von der Straße abzukommen. Was ja auch sehr nervig wäre.

3. Kommentar

Strangerli
19.07.10 um 12:07 Uhr

Ich bin unverbesserlicher Pessimist. :-)
Doch das hat mich immerhin berechtigt vorsichtig gemacht und unverbesserliche Optimisten gerettet.

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