Erster Arbeitstag: Was ist jetzt wichtig?
Am ersten Arbeitstag geht es vor allem ums Ankommen und Kennenlernen. Sie müssen noch keine Höchstleistungen bringen oder sämtliche Abläufe verstehen. Beobachten Sie aufmerksam, stellen Sie Fragen und lernen Sie Kollegen, Aufgaben und Unternehmenskultur kennen. Die fünf wichtigsten Regeln für einen gelungenen Start:
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Pünktlich erscheinen
Planen Sie Ihre Anreise mit ausreichend Zeitpuffer und erscheinen Sie etwa 5-10 Minuten vor dem vereinbarten Arbeitsbeginn.
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Freundlich vorstellen
Nennen Sie Ihren Namen und Ihre neue Position. Eine kurze Kurzvorstellung reicht vollkommen.
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Fragen stellen
Niemand erwartet, dass Sie interne Abläufe kennen. Fragen zeigen Interesse und verhindern unnötige Fehler.
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Notizen machen
Namen, Zugangsdaten, Abläufe und Ansprechpartner: Am ersten Tag kommen viele Informationen zusammen. Deshalb: Notizblock und Stift mitnehmen!
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Unternehmenskultur beobachten
Wie kommunizieren die Kollegen? Wer duzt wen? Wie werden Pausen gehandhabt? Vieles erfahren Sie allein durch aufmerksames Beobachten.
Checkliste: Richtiges Verhalten am ersten Arbeitstag
Für einen guten ersten Eindruck gilt: Zeigen Sie Interesse und Engagement – ohne zu übertreiben. Die Faustregeln: Seien Sie…
- pünktlich, aber nicht überpünktlich
- offen, aber nicht aufdringlich
- kommunikativ, aber nicht geschwätzig
- engagiert, aber nicht besserwisserisch
- freundlich, aber nicht einschleimend
Wie bereite ich mich auf den ersten Arbeitstag vor?
Eine gute Vorbereitung nimmt Nervosität und verhindert unnötigen Stress. Klären Sie spätestens einige Tage vor dem Jobstart den genauen Arbeitsbeginn, Arbeitsort und Ansprechpartner. Fehlen Ihnen diese Informationen, fragen Sie kurz bei der Personalabteilung nach. Mit diesen Tipps zur Vorbereitung rocken Sie den erste Arbeitstag:
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Anreise planen
Prüfen Sie vorab Route, Fahrzeit, Parkplatz oder öffentliche Verkehrsmittel. Planen Sie mindestens 10-15 Minuten Zeitreserve ein, bei längeren Pendelstrecken 30 Minuten. Am Arbeitsplatz selbst sollten Sie etwa 5-10 Minuten vor dem vereinbarten Termin erscheinen – keine halbe Stunde früher.
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Empfang klären
Klären Sie ebenfalls vorher, wo Sie wann erscheinen sollen und ob Sie jemand dort abholt. Der richtige Ansprechpartner hierfür ist die HR-Abteilung oder der künftige Vorgesetzte.
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Hintergründe auffrischen
Lesen Sie Stellenanzeige, Arbeitsvertrag und Ihre Notizen aus dem Vorstellungsgespräch noch einmal durch. Prägen Sie sich Namen und wichtige Ansprechpartner ein. Hilfreich sind außerdem aktuelle Projekte und Aufgaben Ihrer Abteilung.
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Kleidung auswählen
Orientieren Sie sich beim Dresscode am Outfit Ihrer Gesprächspartner. Bei Banken, Versicherungen, Kanzleien oder Unternehmensberatungen sind Anzug und Kostüm eine sichere Wahl. In Bürojobs reicht meist Business Casual für den ersten Arbeitstag. Faustregel: Lieber etwas over- als underdressed erscheinen.
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Tasche packen
Neben wichtigen Dokumenten (siehe Kasten unten) gehören in Ihre Tasche ein Notizbuch mit Stift, eine Flasche Wasser und ein kleiner Snack. Informieren Sie sich vorab, ob es eine Kantine oder Küche gibt. Notwendige Arbeitsmittel stellt grundsätzlich der Arbeitgeber.
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Selbstvorstellung vorbereiten
Sie werden sich am ersten Tag mehrfach vorstellen. Bereiten Sie dafür eine kurze Vorstellung in 20-30 Sekunden vor. Nennen Sie Namen, neue Funktion und 1-2 bisherige Stationen.
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Fragen notieren
Sind nach dem Bewerbungsgespräch noch Fragen offengeblieben, schreiben Sie sich diese auf und klären Sie diese mit dem neuen Chef oder der Personalabteilung. So zeigen Sie Interesse, ohne wahllos Fragen zu stellen.
Welche Dokumente sollte ich am ersten Arbeitstag mitbringen?
Welche Unterlagen Sie mitbringen müssen, hängt vom Arbeitgeber ab. Häufig informiert Sie die Personalabteilung bereits vor dem Start. Fragen Sie im Zweifel nach. Ansonsten sind meist üblich:
- Personalausweis oder Reisepass
- Steuer-Identifikationsnummer
- Sozialversicherungsnummer bzw. Versicherungsnachweis
- Krankenkassendaten
- Bankverbindung
- Führerschein (falls verlangt)
- Arbeitserlaubnis (falls erforderlich)
- Gesundheitsnachweise (falls erforderlich)
- Führungszeugnis oder Qualifikationsnachweise
Laptop, Werkzeug und andere notwendige Arbeitsmittel stellt der Arbeitgeber.
Wie läuft der erste Arbeitstag ab?
Jedes Unternehmen organisiert das Onboarding anders. Trotzdem ähneln sich die Stationen am ersten Tag. Seien Sie deshalb auf diesen typischen Ablauf vorbereitet:
Phase |
Was passiert? |
| Ankunft | Begrüßung durch Chef, Personalabteilung oder Ansprechpartner |
| Vormittag | Vorstellungsrunde, Rundgang und Kennenlernen des Teams |
| Arbeitsplatz | Arbeitsmittel, Zugänge und wichtige organisatorische Informationen |
| Mittagspause | Kollegen kennenlernen und erste persönliche Kontakte knüpfen |
| Nachmittag | Einarbeitung, Abläufe kennenlernen und erste kleinere Aufgaben |
| Feierabend | Offene Fragen und nächste Schritte für den folgenden Tag klären |
Machen Sie sich aber bitte keinen Druck, wenn am ersten Tag wenig produktive Arbeit möglich ist. Eine gute Einarbeitung dauert länger als ein paar Stunden. Wichtiger ist, dass Sie anschließend wissen, an wen Sie sich wenden können und was als Nächstes von Ihnen erwartet wird.
Wie stelle ich mich am ersten Arbeitstag vor?
Ihre Selbstvorstellung sollte kurz und natürlich bleiben. Sie müssen weder einen Vortrag über Ihren Lebenslauf halten noch einen ausgefeilten Elevator-Pitch zelebrieren. Drei Informationen reichen: Name, neue Position und ein kurzer Satz über Ihren bisherigen Hintergrund oder Ihre Vorfreude. Beispiel:
- „Guten Morgen, ich bin Mia Muster und starte heute als Projektmanagerin im Marketing. Zuvor habe ich 5 Jahre in einer Online-Marketing-Agentur gearbeitet. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und darauf, Sie alle kennenzulernen.“
Bei einer größeren Vorstellungsrunde können Sie noch ein persönliches Detail ergänzen – etwa ob Sie verheiratet sind und Kinder haben. Halten Sie die Selbstvorstellung trotzdem kurz – für längere Gespräche bleibt in den kommenden Tagen genug Zeit!
Erster Arbeitstag: 10 Tipps für richtiges Verhalten
Sie wurden eingestellt, weil Sie fachlich und persönlich überzeugt haben. Chapeau! Das bedeutet zugleich, dass Ihre Einstellung am ersten Tag nicht noch einmal rechtfertigen müssen. Ein guter Eindruck entsteht vielmehr durch professionelles und angenehmes Verhalten. Darauf kommt es jetzt an:
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Hören Sie aufmerksam zu
Versuchen Sie unbedingt zu verstehen, wie das Unternehmen und Ihr Team ticken. Also: Genau beobachten, Spielregeln und Spielmacher im Team erspüren.
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Merken Sie sich Namen
Notieren Sie Namen und Funktionen wichtiger Ansprechpartner. Falls Sie einen Namen vergessen, fragen Sie sofort freundlich nach. Am Anfang ist das weniger peinlich als nach 2 Wochen.
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Sofort nachfragen
Wenn etwas unklar war oder Sie nicht gleich verstanden haben – sofort nachfragen! Bitte keine falsche Scham. Allerdings ist es besser, kleinere Fragen zu sammeln, statt die Kollegen alle 5 Minuten zu unterbrechen.
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Machen Sie Notizen
Schreiben Sie Abläufe, Ansprechpartner und wichtige Hinweise auf. Das verhindert, dass Sie dieselben Fragen mehrfach stellen – das würde tatsächlich keinen guten Eindruck machen.
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Zeigen Sie Interesse
Fragen Sie Kollegen nach ihren Aufgaben oder Schnittstellen zu Ihrer Position. So verstehen Sie die Organisation besser und wirken interessiert.
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Nehmen Sie Einladungen an
Gehen die Kollegen gemeinsam zum Mittagessen, schließen Sie sich nach Möglichkeit an. Solche informellen Situationen erleichtern das Kennenlernen.
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Orientieren Sie sich an den anderen
Ob Pausen, Kommunikation oder Umgangston: Beobachten Sie zunächst, welche ungeschriebenen Regeln im Team gelten und passen Sie sich an.
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Bieten Sie Hilfe an
Haben Sie gerade nichts zu tun und Leerlauf, drehen Sie keinesfalls Däumchen, sondern bieten Sie aktiv Hilfe an. Absolut tabu: Mit dem eigenen Smartphone beschäftigen!
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Bleiben Sie zurückhaltend mit Kritik
Vielleicht kennen Sie aus bisherigen Jobs bessere Prozesse. Lernen Sie trotzdem erst die Hintergründe kennen, bevor Sie Verbesserungsvorschläge machen. Am ersten Arbeitstag sind auch diese tabu.
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Klären Sie den nächsten Tag
Fragen Sie vor dem Feierabend Ihren neuen Chef kurz nach den nächsten Aufgaben und bedanken Sie sich für die nette Einführung bevor Sie sich persönlich verabschieden.
Neuer Job? Von Anfang an alles richtig machen!
Beruflicher Erfolg beginnt schon mit dem Einstieg und ersten Tag. Unser kompakter Intensiv-Kurs zeigt Ihnen, wie Sie sich in den ersten 100 Tagen im neuen Unternehmen richtig positionieren:
Welche Fehler sollte ich am ersten Arbeitstag vermeiden?
Nervosität führt schnell zu kleinen Fehlern. Das ist kein Drama. Einige Verhaltensweisen können den ersten Eindruck jedoch unnötig trüben. Diese Fehler sollten Sie am ersten Arbeitstag vermeiden:
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Unpünktlichkeit
Eine Verspätung am ersten Arbeitstag wirkt besonders unzuverlässig. Falls sie sich trotz guter Planung nicht verhindern lässt, informieren Sie sofort Ihren Chef oder Ansprechpartner.
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Besserwisserei
Sätze wie „Bei meinem alten Arbeitgeber haben wir das aber so gemacht“ kommen nie gut an. Beobachten und verstehen Sie bitte immer erstmal die neuen Abläufe.
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Lästern
Reden Sie weder schlecht über frühere Arbeitgeber noch über neue Kollegen. Sie kennen die Beziehungen und Dynamiken im Team noch nicht!
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Passivität
Warten Sie nie darauf, dass Ihnen jemand Arbeit gibt. Fragen Sie stets freundlich nach, wenn Sie nichts zu tun haben.
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Aufs Smartphone schauen
Private Nachrichten können bis zur Pause warten. Ihre Aufmerksamkeit gehört am ersten Tag allein den Menschen und Informationen im neuen Job.
Mein erster Arbeitstag war schrecklich – was jetzt?
Auch das kommt vor: Ein chaotischer erster Arbeitstag bedeutet allerdings nicht, dass der neue Job ein Fehler war. Geben Sie dem Unternehmen ein paar Tage Zeit. Anders sieht es aus, wenn Sie respektlos behandelt werden, niemand für Ihre Einarbeitung zuständig ist, vereinbarte Arbeitsbedingungen plötzlich nicht mehr gelten oder Ihre tatsächlichen Aufgaben erheblich von der Stellenbeschreibung abweichen. Notieren Sie Ihre Eindrücke und beobachten Sie die Entwicklung in den nächsten 14 Tagen. Eine Kündigung in der Probezeit ist mit einer Frist von 2 Wochen jederzeit möglich – auch ohne Angabe von Gründen.
Erster Arbeitstag: Wünsche und Sprüche
Partner, Freunde oder Familienmitglieder können vor dem ersten Arbeitstag mit einer kurzen Nachricht Mut machen. Besonders gut wirken persönliche Wünsche, die Zuversicht vermitteln und nicht zusätzlichen Erfolgsdruck erzeugen.
Guten Start im neuen Job wünschen
- „Viel Glück für deinen ersten Arbeitstag! Du rockst das!“
- „Ich wünsche dir einen tollen Start und nette neue Kollegen!“
- „Alles Gute für deinen ersten Tag im neuen Job!“
- „Viel Erfolg im neuen Job – und vor allem viel Freude dabei!“
- „Ich wünsche dir einen entspannten ersten Arbeitstag und einen großartigen Start!“
- „Heute beginnt ein neues Kapitel. Viel Glück und Erfolg!“
- „Ich wünsche dir einen guten Start und viele spannende Aufgaben!“
- „Viel Glück! Deine neuen Kollegen können sich auf dich freuen.“
- „Viel Erfolg im neuen Job! Denk dran: Erst die Kollegen kennenlernen, dann die Kaffeemaschine.“
- „Keine Sorge: Am ersten Tag merkt niemand, dass du noch keine Ahnung hast, wo alles ist.“
- „Viel Glück! Lächeln, Namen merken und so tun, als hättest du den Drucker verstanden.“
Lustige Sprüche zum ersten Arbeitstag
Was schenkt man zum ersten Arbeitstag?
Ein Geschenk zum ersten Arbeitstag ist kein Muss, aber eine nette Geste. Gut geeignet sind kleine persönliche Dinge, die Glück wünschen oder den Start erleichtern: ein schöner Notizblock, ein hochwertiger Stift, eine Tasse mit positivem Spruch oder eine kleine Schultüte für Erwachsene mit Nervennahrung. Teure Geschenke sind unnötig – die Aufmerksamkeit zählt.
FAQ – Häufige Fragen zum ersten Arbeitstag
Wie lange sollte ich am ersten Arbeitstag bleiben?
Orientieren Sie sich an Ihrer Arbeitszeit – meist 8 Stunden. Sie müssen nicht künstlich länger bleiben, um Engagement zu demonstrieren. Fragen Sie gegen Ende des Tages Ihren Chef, ob noch etwas ansteht und wann Sie am nächsten Morgen beginnen sollen.
Soll ich am ersten Arbeitstag Kuchen mitbringen?
Am ersten Tag ist das übertrieben. Für einen Einstand ist später immer noch Gelegenheit – oft nach einem Monat oder nach bestandener Probezeit. Lernen Sie am ersten Arbeitstag zunächst die Gepflogenheiten und die Unternehmenskultur kennen.
Was passiert, wenn ich am ersten Arbeitstag krank bin?
Melden Sie sich unverzüglich beim Arbeitgeber krank und beachten Sie dessen Vorgaben zur Krankmeldung. Schleppen Sie sich nicht krank zur Arbeit, nur um einen guten Eindruck zu machen. Sie stecken so nur Kollegen an. Der gesetzliche Anspruch auf Entgeltfortzahlung entsteht allerdings erst nach vierwöchiger ununterbrochener Dauer des Arbeitsverhältnisses.
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