Womöglich geht das gerade einigen so: Irgendwie spüren sie ein ungutes Gefühl in der Magengrube. Könnte sein, dass ich bald meinen Job verliere – könnte aber auch nicht sein. Auf jeden Fall laufen die Dinge gerade nicht besonders gut. Eigentlich scgar ziemlich mies. Es ist der klassische Beginn einer langsamen Spirale aus Angst und Unbehagen.
Wer sich dennoch zum Bleiben und Abwarten entscheidet (etwa, weil er auf sein Gehalt angewiesen ist), der sollte sich zumindest mental darauf einstellen, was auf ihn zukommt. Denn für gewöhnlich etabliert sich in einem solchen Umfeld schnell eine Unternehmenskultur, die man auch als „Planet der Zombies“ bezeichnen könnte.
Das liegt zuerst und vor allem an den Managern selbst. Aus falsch verstandener Rücksicht zögern Sie wichtige Entscheidungen hinaus, teilweise auch, weil sie nicht als Meister der Schnellschüsse bekannt werden wollen. Jeder sieht den Galgen, nur weiß noch keiner, wer später daran baumeln wird. Für das Arbeitsklima ist das alles andere als förderlich. Was daraus entsteht, sind allein zunehmende Unsicherheit, Besorgnis bis hin zu nackter Existenzangst, die dazu führen können, dass kaum noch notwendige Impulse aus der Belegschaft kommen. Kreativität und Innovativkraft sind überdies gelähmt. Und alle warten nur noch ab, was passiert und wann es endlich passiert. Egal wie das im Einzelfall aussieht, ob Verlegenheit, Lähmung oder Ränkespiele in einem solchen Unternehmen dominieren – in jedem Fall bricht die Produktivität (und Qualität) ein. Und nicht wenige verweilen anschließend im Zustand der inneren Kündigung, eines Dead Man Walking.
Für die Betroffenen selbst ist das genauso wenig nützlich. In den meisten Fällen spüren das die Kollegen und reagieren darauf in zwei Varianten: Die einen schließen sich an, so dass sich am Ende alle immer wieder reihum mit ihrer zersetzenden Stimmung infizieren. Die anderen distanzieren sich umgehend. Schließlich sind Miespeter weder sonderlich beliebt, noch stärken sie das eigene Image als Leistungsträger. Wer also offenkundig Zombie-Züge annimmt, kann zusehen, wie seine Bedeutung im Laden schwindet – zusammen mit der Hoffnungen, das Blatt könnte sich für ihn doch noch wenden.
Der Rede kurzer Sinn: Egal, wie sehr es auch im Magen grummelt, handeln Sie. Entweder, indem Sie sich aktiv nach einem anderen Job umsehen. Oder indem Sie gegen die Stimmung ankämpfen – und zwar bevor Sie und Ihr Unternehmen in einer hässlichen Abwärtsspirale landen.







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