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Aussitzen: Bedeutung + Vor- und Nachteile der Strategie

Probleme lösen durch Aussitzen? Das kann eine Strategie sein, aber ist das auch wirklich klug und sinnvoll? Oder ist es nicht vielmehr ein Ausdruck fehlender Handlungskompetenz und Angst vor Fehlern oder möglichen Konsequenzen? Wir diskutieren in diesem Artikel die Vor- und Nachteile des Aussitzens und analysieren, wann Abwarten und etwas Aussitzen eine erfolgreiche Taktik sein können…



Aussitzen: Bedeutung + Vor- und Nachteile der Strategie

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Bedeutung: Was ist Aussitzen?

Beim Aussitzen sitzen viele einem Irrglauben auf: Sie meinen Aussitzen bedeutet, dass man nichts tut. Also: Abwarten, Tee trinken und hoffen, dass sich die Probleme von alleine auflösen. Hoffnung ist allerdings keine Strategie. Wer sich darauf verlässt, ist in der Regel verlassen.

Aussitzen bedeutet nicht, tatenlos zusehen und auf sein Glück zu hoffen. Vielmehr ist es eine gezielte und strategische Entscheidung, nicht zu handeln oder einzugreifen. Aussitzen bedeutet Handeln durch Nicht-Handeln. Dazu bedarf es vorab einer gründlichen Analyse aller Optionen. Wer Dinge aussitzt, hat die aktuelle Entwicklung trotzdem im Blick und kann jederzeit eingreifen, wenn es erforderlich ist.

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Wann kann das Aussitzen sinnvoll sein?

Entsprechend dieser Definition bedeutet Aussitzen nicht, sich einfach zurückzulehnen und passiv abzuwarten, was passiert. Wer etwas aussitzt, bleibt trotzdem nicht untätig, sondern kennt alle möglichen Handlungsalternativen – nur ist Handeln, Machen, Eingreifen zurzeit keine sinnvolle davon.

Ob das Aussitzen von Problemen gerade klug ist, bleibt damit immer eine individuelle und meist kurzfristige Entscheidung und Strategie. In den folgenden Fällen kann das sinnvoll sein:

  • Sofortiges Handeln ist nicht nötig

    In dem Fall entwickeln sich die Dinge gerade erst. Vielleicht haben Sie ein Projekt gestartet, der Erfolg stellt sich aber nicht unmittelbar ein. Also geben Sie dem Ganzen noch etwas Zeit. Auf alle Fälle vorbereiten, können Sie sich aber trotzdem schon mal.

  • Die Informationen sind unklar

    Abwarten und (noch) nicht zu handeln, kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn wichtige Information als Entscheidungsgrundlage fehlen. Nutzen Sie die Zeit, um sich einen Überblick zu verschaffen oder wichtige Zahlen, Daten und Fakten zu recherchieren und die Situation besser einschätzen zu können.

  • Die Konsequenzen lassen sich nicht abschätzen

    Gleiches gilt, wenn Sie noch nicht wissen, welche Auswirkungen und Folgen ein mögliches Eingreifen hat. Manche Handlung kann die Situation eher noch eskalieren oder schlimmer machen. Auch hierbei ist es sinnvoll, nicht in Aktionismus zu verfallen, sondern erst einmal abzuwarten.

  • Die beste Option ist nicht erkennbar

    Zuletzt gilt: Wenn Sie partout nicht wissen, was im Moment die beste Option ist, kann Aussitzen die klügere Strategie sein. Wer einfach nur macht, ohne zu wissen warum oder wohin, schadet sich in der Regel selbst oder verschwendet Zeit, Geld und Energie.

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Psychologie: Etwas aussitzen – aber richtig!

Vielen Menschen fällt es schwer, einfach mal still zu halten, cool zu bleiben und sich in Geduld zu üben – erst recht, wenn der Stress und Druck von außen steigen…

Machen Sie sich bewusst: Etwas aussitzen bedeutet nicht, dass Sie untätig oder faul sind! Im Gegenteil: Aussitzen erfordert eine Menge Mut und mentale Stärke eben nicht impulsiv zu reagieren, sondern erst einmal die Lage genau zu analysieren und Entwicklungen abzuwarten. Es ist eine Form der Besonnenheit.

Tipps für cleveres Aussitzen

Wenn Sie gerade in der Situation sind und etwas Aussitzen möchten, empfehlen wir weiterhin folgende Schritte, damit dies eine erfolgreiche Strategie wird:

  • Verfolgen Sie das Geschehen aufmerksam!

    Dass Sie nicht sofort handeln, bedeutet nicht, dass Sie die weitere Entwicklung ignorieren können. Für erfolgreiches Aussitzen sollten Sie zu jedem Zeitpunkt informiert sein und den Überblick behalten. Sonst ist es keine Strategie, sondern schlichtweg Untätigkeit gepaart mit naiver Hoffnung.

  • Haben Sie alternative Pläne!

    Auch wenn Sie abwarten, sollten Sie Pläne entwickeln, wie es danach weitergeht – positiv wie negativ. Denken Sie zum Beispiel über ein Worst-Case-Szenario. So können Sie jederzeit eingreifen, wenn Veränderungen das erforderlich machen. Entscheidend ist, dass Sie immer einen Plan im Hinterkopf haben und vorbereitet sind

  • Warten Sie auf den richtigen Zeitpunkt!

    Aussitzen ist in der Regel keine dauerhafte Lösung. Sicher, manche Probleme lösen sich tatsächlich von alleine auf oder regeln sich durch von selbst. In allen anderen Fällen müssen Sie doch irgendwann handeln. Aber eben nicht spontan, unüberlegt oder impulsiv! Vielmehr warten Sie den perfekten Zeitpunkt ab und nutzen die Gunst der Stunde. Gut so!


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