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Jobkrise: Nehmen Sie das Heft wieder in die Hand


Je mehr wir unseren Beruf zur Selbstverwirklichung nutzen, desto mehr wird er zum Gradmesser der Selbstbestätigung. Nicht ungefährlich: Eine Jobkrise kann dann schnell zu einer veritablen Selbst- und Sinnkrise mutieren. Und Krisen gibt es immer wieder: Wir entwickeln uns einfach nicht weiter, über uns spüren wir die gläserne Decke… Hier ein paar Tipps, damit aus persönlichen Jobkrisen keine Karrierefallen erwachsen…


Jobkrise: Nehmen Sie das Heft wieder in die Hand

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Jobkrisen sind immer auch Chancen

In jeder Jobkrise lauert eine Falle und Haltung, der wir nur allzu leicht erliegen: Passivität. Und diese verstärkt Jobkrisen eher noch. Nicht wenige Menschen warten dann darauf…

  • dass sich etwas von alleine ändert.
  • dass sie und ihr Talent endlich entdeckt werden.
  • dass die Umstände besser werden.
  • dass der Chef wechselt.
  • dass das Gehalt steigt.

Dabei wissen wir alle instinktiv: Von alleine ändert sich nichts. Aussitzen kann zwar manchmal eine sinnvolle Strategie sein. In den meisten Fällen aber verstärkt das Abwarten und stille Hoffen die Jobkrise eher noch.

Nutzen Sie die Krise für einen Neuanfang

Tatsächlich ist eine Jobkrise immer auch eine Chance für einen Neuanfang. Statt zu jammern und sich der Fremdsteuerung hinzugeben, lässt sich der Lebensabschnitt ebenso nutzen, um eine persönliche Standortbestimmung vorzunehmen: Analysieren Sie ehrlich, was gerade schief läuft und warum. Finden Sie heraus, was Sie selbst daran ändern können – meist ist das mehr, als man meint! Und dann werden Sie aktiv und verbessern selbst Ihre Lage.

Der erste Schritt dazu beginnt immer im Kopf. Machen Sie sich frei von negativen Glaubenssätzen und düsteren Gedanken an die Zukunft. Diese führen Sie nur in eine klassische Ohnmacht. Sie sehen sich dann nur noch als Opfer der Umstände. Sie sollten aber der Gestalter der eigenen Zukunft sein – und das können Sie auch!

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Test: Stecke ich schon in der Jobkrise?

Machen Sie gleich hier unseren spontanen Kurztest: Wie läuft es bei Ihnen gerade? Stecken Sie womöglich schon in der Krise? Haken Sie gleich hier online die Aussagen an, die auf Sie zutreffen. Wenn Sie mehr als fünf Punkte abhaken, sollten Sie aktiv werden und etwas (beruflich) verändern:

  • Auf die Frage „Und was machen Sie so?“ antworten Sie mit Achselzucken.
  • Es kostet Sie jeden Morgen Überwindung, zur Arbeit zu gehen.
  • Die Job-Höhepunkte, von denen Sie erzählen können, liegen fünf Jahre zurück.
  • Sie hoffen schon länger, dass es irgendwann wieder bergauf geht.
  • Wie es weitergehen soll, ist Ihnen inzwischen egal.
  • Das letzte Mal, als Sie Ambitionen hatten, war Donnerstag – 2010.
  • Ihr Job besteht nur aus endlosen Routinen.
  • Wenn jemand für seine Leistung gelobt wird, fühlen Sie sich vergessen.
  • Sie wurden noch nie befördert.
  • Ihr Frühstück besteht aus einer Tasse Kaffee und einer Kopfschmerztablette.
  • Sie zahlen im Büro für Dinge, die eigentlich gratis sein sollten.
  • Die Kollegen nehmen Sie nie zum Mittagessen mit.
  • Abends will Sie auch keiner treffen.
  • Sie klagen permanent über den Chef und die Kollegen – auch nach Feierabend.
  • Veränderungen machen Ihnen Angst.
  • Wenn Sie jemand nach dem Job fragt, sagen Sie: „Frag nicht!“
  • Sie konnten sogar bei allen Punkten nicken.

Lebenskrise meistern, Jobkrise überwinden, Tipps

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Jobkrise ade: Raus aus der Angststarre!

Je nach Ausmaß und Dauer der Jobkrise hilft positives Denken alleine natürlich jetzt auch nicht, Motto: „Kopf hoch, wird schon wieder!“ Wer seine Ängste und Schwächen verdrängt, verstärkt sie nur. Seien Sie also ehrlich zu sich selbst:

  • Wie sind Sie in diese Lage geraten?
  • Ist die Jobkrise nur akut oder chronisch?
  • Welches Bild von sich haben Sie bisher vermittelt?
  • Was davon ist Ihre Schuld oder eigenes Versäumnis?
  • Was lässt sich daran ändern und wie?

Als Nächstes nehmen Sie das Heft wieder in die Hand und schmieden einen Plan. Denn ohne Ziele und Visionen, können wir uns nicht selbst motivieren.

Orientierungsfragen für die Zukunft

Um einen Ausweg aus der Jobkrise zu finden, helfen oft kluge Fragen. Das wäre bei einem Karrierecoaching nicht anders. Bevor Sie dafür Geld ausgeben, können Sie sich aber schon ein bisschen im Selbstcoaching üben und sich folgende Orientierungsfragen stellen und beantworten:

  • Womit bin ich tatsächlich unglücklich: Job oder Leben?
  • Sind die aktuellen Konditionen das Hauptmotiv für einen Wechsel?
  • Ist ein Jobwechsel die einzige Alternative?
  • Was würde ich im Gegenzug gewinnen?
  • Was macht mich wirklich glücklich?
  • Warum ist mir dieses Ziel so wichtig?
  • Welchen Job würden ich mir selbst geben?
  • Was müsste ich tun, um mein Ziel zu erreichen?
  • Worauf müsste ich dafür verzichten? Könnte ich das?
  • Wie viel Zeit investiere ich täglich in mich und meine Entwicklung?
  • Kann das, was ich heute mache, mich auch in fünf Jahren noch begeistern?
  • Was sind meine größten Talente und welche möchte ich besser nutzen?
  • Würde ich woanders meine Talente tatsächlich besser einsetzen?
  • Was hält mich davon ab, mit meinem Vorhaben zu beginnen?

Zugegeben: Gefühle, wie Frust, Unsicherheit und Zweifel gehen erst weg, wenn wir unseren neuen Kurs eingeschlagen haben und sich erste Erfolge einstellen. Bis dahin bleibt der Weg steinig, anstrengend und kostet vor allem Durchhaltewillen und Disziplin. Aber was haben Sie zu verlieren? Wer nichts unternimmt, bleibt Spielball. Dabei könnten Sie auch Spieler sein!

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Gute Gedanken gegen die Jobkrise

Damit Sie eine akute Jobkrise noch besser überwinden können, haben wir noch eine paar zeitlose Wahrheiten über Ziele, andere Menschen und uns selbst gesammelt. Solche positiven Affirmationen sind kein Hokuspokus. Sie können uns tatsächlich inspirieren, motivieren und den jetzt nötigen Karrierekick geben. Viel Spaß bei der Lektüre…

Zitat über Ziele

In 20 Jahren werden wir uns weniger über die Dinge ärgern, die wir getan haben, sondern vielmehr über die Dinge, die wir nicht getan haben. (Mark Twain)

Tatsächlich machen sich viele Menschen tagtäglich Gedanken darüber, was andere über sie denken könnten oder ob sie mit dem Kollegen oder Nachbarn mithalten können; ob andere sie für attraktiv, intelligent oder kompetent halten. Die wenigsten merken dabei, dass sie so längst das Leben anderer leben – und ihre eigenen Ziele aus dem Fokus verlieren. In der Rückschau aber sind es so gut wie nie die Traumvilla, das tolle Auto oder ein schickes Eckbüro, die das Leben bereichert haben. Es sind die eigenen Ziele, die wir erreicht haben. Das ist eine Binse, gewiss. Aber eine oft vergessene.

Zitat über Menschen

Je älter ich werde, desto weniger achte ich auf das, was mir jemand sagt oder rät. Ich schaue mir lieber an, was derjenige macht. (Andrew Carnegie)

Worte sind billig. Schlau daherreden kann jeder. Aber jene, die aus ihrem Rat Taten machen, sind wesentlich glaubwürdiger und taugen auch mehr zum Vorbild. Natürlich soll das nicht heißen, dass eine Empfehlung jedes Mal erst vorgelebt werden muss, damit sie wertvoll wird. Das wäre vermessen. Aber früher oder später reicht Reden nicht mehr aus. Dann geht es ans Umsetzen und Handeln. Und daran scheitern eben mehr, als an guten Gedanken. Deshalb gilt Carnegies Weisheit auch keinesfalls nur für die Beurteilung anderer: Es ist ebenso ein Weg, auf die eigenen Worte zu hören und sich selbstkritisch zu fragen, ob man anderen womöglich mehr predigt, als man selbst zu tun bereit ist.

Zitat über uns selbst

Alles, was uns an anderen irritiert, kann uns letztlich dabei helfen, uns selbst besser zu verstehen. (Carl Jung)

Der Spruch ähnelt stark einem anderen wunderbaren Bonmot von Anaïs Nin: „Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, sondern wie wir sind.“ Oder der Volksweisheit: „Was Peter über Paul sagt, sagt mehr über Peter als über Paul.“ Und so ist es auch: Wir beurteilen einen Mitmenschen in vermeintlicher Objektivität ohne zu merken, dass das bereits eine subjektive Interpretation ist – und die ist alles andere als neutral. Je nachdem, was wir vorher erlebt haben, welche Laus uns über die Leber gelaufen ist, beurteilen wir dieselbe Situation ganz anders. Dass wir sie allerdings so interpretieren, wie wir sie interpretieren – das kann uns eine Menge über uns verraten. So werden selbst fremde Menschen zu einem wertvollen Spiegel für das eigene Ego – man muss nur ehrlich genug hineinschauen.

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[Bildnachweis: Cleak idea by Shutterstock.com]

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