Accessoires-Knigge: Die richtige Armbanduhr
Die Armbanduhr ist bei Herren das auffälligste Accessoire, bei den Damen können wiederum viele Strass-Steinchen und „Blingbling“ die Uhr allzu auffällig machen. Für einen seriösen und professionellen Eindruck sollten Männer wie Frauen folgende Regeln beachten:
Knigge-Regeln für Herrenuhren
Die Herrenuhr ist im Business nicht nur ein Accessoire, sondern oft ein Statussympbol. Deshalb sollten Männer diese ihrem Job bzw. ihrer Position anpassen: Ein Praktikant, der eine Rolex trägt, wirkt genauso schräg wie ein Manager mit Casio- oder Swatch-Uhr. Achten Sie zudem auf folgende Punkte:
-
Armband
Wenn Sie nicht gerade ein Metall-Armband tragen, sollte dieses aus Leder sein. Dann allerdings muss das Leder farblich zu Gürtel und Schuhen passen! Bedeutet: Braune Schuhe = braunes Armband; schwarze Schuhe = schwarzes Armband.
-
Farbe
Achten Sie darauf, dass die Uhr-Farbe (Zifferblatt) zum Outfit passt. Die Farbe sollte sich zum Beispiel in der Krawatte, im Einstecktuch oder Hemd wiederholen. Beim Metall sollten Sie möglichst gleichartig bleiben: Tragen Sie eine goldene Uhr, sollte auch der Ring aus Gold sein und die Gürtelschnalle golden schimmern. Gleiches gilt für silberne Uhren.
-
Stil
Der Uhren-Stil ist wiederum abhängig von Beruf und Dresscode. Je konservativer und formeller die Branche und der Anlass, desto eher sollte Mann eine klassische Uhr mit Zeigern und Automatik-Uhrwerk wählen. Quarzuhren oder sportliche Uhren sind eher für Casual Styles.
Knigge-Regeln für Damenuhren
Für Frauen gilt die einfache Regel: Je dezenter die Uhr, desto besser! Modelle mit ausgefallenen Designs, auffälligem Zifferblatt, extravagantem Armband und viel Strass sollten sie nur in der Freizeit oder am Casual Friday tragen.
Beim Dresscode Business Casual wird ohnehin nur wenig und dezenter Schmuck getragen. Die wenigen Accessoires müssen dafür harmonieren. Silber und Gold zu kombinieren, wäre ein No-Go. Wer dem Business-Outfit dennoch eine persönliche Note geben will, kann dies mit kleinen Details tun – zum Beispiel durch ein farbiges Zifferblatt, das auf die Farbe der Bluse abgestimmt ist.
Accessoires-Knigge für Krawatten
Zwar gibt es inzwischen auch für Frauen einen Schlips. Deutlich häufiger gehört die Krawatte jedoch zum Männer-Outfit und zum Anzug. Beachten sollten Herren beim Bindegewebe unbedingt diese Knigge-Regeln:
- Das breite Ende verdeckt immer das schmalere – nie andersherum!
- Die Spitze der Krawatte endet am Gürtel – nie kürzer oder länger!
- Der Knoten verdeckt den Kragensteg und obersten Kragenknopf!
- Nie verschiedene Muster (Karo und Nadelstreifen) kombinieren!
- Motivkrawatten mit Comicfiguren o.Ä. sind ein No-Go!
Alternativ zur Krawatte hat sich das Einstecktuch (auch: Pochette) modisch durchgesetzt. Falls Sie beides tragen (erlaubt!), haben Krawatte und Einstecktuch aber nie das gleiche Muster! Die Farben sollten harmonieren.
Accessoires-Knigge für Manschettenknöpfe
Manschettenknöpfe gibt es inzwischen in allen Formen, Farben und Materialien. Die Einfachsten sind aus Plastik und mit einer Kordel umwickelt. Andere sind aus Perlmutt, Edelstahl oder verchromt, versilbert, vergoldet. Die einen sind mit Halbedelsteinen verziert, andere schmückt ein (Familien-)Emblem. Auch hier gilt: Weniger wirkt eleganter!
Überdies müssen Manschettenknöpfe zum Outfit passen. Bedeutet wieder: Wer eine silberne Uhr und Gürtelschnalle trägt, wählt auch silberne Knöpfe. Hochwertige Manschettenknöpfe erkennen Sie übrigens daran, dass der Verschluss genauso aussieht wie der Kopf. Bei Standard-Manschettenknöpfen besteht die Schließe aus einem schmalen Stift, der nach dem Durchfädeln umgeklappt wird. Stilvoller aber ist, wenn die Unterseite aussieht wie der Kopf – nur etwas kleiner.
Accessoires-Knigge für Gürtel
Gürtel zählen zu den unverzichtbaren Accessoires. Sie halten Hemd oder Bluse in der Hose dort und die Hose auf den Hüften. Für Frauen und Männer gilt gleichermaßen: Stimmen Sie den Gürtel auf die restliche Kleidung und andere Accessoires ab:
- Verwenden Sie möglichst Ledergürtel – eleganter, stilvoller.
- Die Schnalle muss farblich zum Schmuck passen – Gold zu Gold…
- Die Gürtelfarbe passt bitte immer zur Farbe der Schuhe.
- Je formaler der Dresscode, desto schmaler der Gürtel und dezenter die Schnalle.
- Wildleder- und Stoffgürtel sind beim Business-Outfit tabu.
Frauen können im Gegensatz zu Männern den Gürtel zudem modisch und zur Akzentuierung der Figur nutzen. Zum Beispiel als Hüft- oder Taillengürtel zusätzlich zum Kleid.
Wie herum wird der Gürtel getragen?
Je nach Geschlecht wird der Gürtel in einer anderen Richtung getragen. Männer tragen den Gürtel stets gegen den Uhrzeigersinn: Die Gürtelschnalle sitzt links, der Gürtel wird von rechts hindurch geführt. Das hängt damit zusammen, dass sich der Hosenknopf bei Männern von links öffnen lässt. Bei Frauen ist es andersherum: Bei Damen sitzt die Knopfleiste rechts, deshalb tragen Sie auch die Gürtelschnalle rechts.
Accessoire-Knigge für Handtaschen
Auch Taschen sollten aus Leder sowie farblich auf Gürtel und Schuhe abgestimmt sein. Hier gilt: Je feiner der Anlass, desto kleiner die Damenhandtasche.
Bei einem Restaurantbesuch oder Geschäftsessen gehört die Handtasche übrigens nicht auf den Tisch (Ausnahme: sehr kleine Clutch). Oft existiert unterhalb der Tischplatte ein Handtaschenhaken. Ansonsten wird die Tasche auf einem Nachbarstuhl abgestellt.
Was andere dazu gelesen haben