Ganz ehrlich: Ich bin davon überzeugt, dass sich jeder Blogger die Frage irgendwann stellt. Vor allem, wenn er oder sie viel Zeit, Leidenschaft und Mühe in seine Website investiert. Und auch das ist wohl kein Geheimnis: Ein gut geführtes Blog macht eine Menge Arbeit. Und auch wenn es dafür hoffentlich Anerkennung, Feedback und Schulterklopfen gibt (Hater, Trolle und Nörgler gibt’s gratis dazu): Davon allein lässt sich nicht leben. Server müssen gemietet, Blogs designt, Fotos gekauft, Software gewartet, Autoren eventuell bezahlt und Freizeit geopfert werden. Also fragen sich Blogger irgendwann: Kann ich mit dem Schreiben vielleicht auch ein paar Euro verdienen? Und lässt sich so ein Blog vermarkten? Die kurze Antwort: Ja, mit Bloggen lässt sich Geld verdienen, nur nicht mit jedem Blog. Jetzt die lange Antwort…
Der Eine oder Andere hat es vielleicht auf Twitter verfolgt: Ich war vergangene Woche in Berlin auf der re:publica 2012. Dort gab es ebenfalls ein Panel zu diesem Thema. Ich gebe zu, ich war davon wenig begeistert und noch weniger inspiriert. Es wurde viel geredet und wenig gesagt. Leider. Und manchmal wirkten die Diskutanten wie die Blinden unter den Einäugigen, ein bisschen selbstgefällig, aber wenig pragmatisch. Vor allem echte Tipps gab es praktisch keine. Schade.
Geld mit Blogs zu verdienen, ist keine Schande
Dabei ist das alles kein Hexenwerk. In den USA gibt es eine Reihe von Bloggern, die von ihren Blogs längst leben können. Einige sogar recht gut. Und wenn man sich wie ich ab und an mit ihnen unterhält, lautet meist schon die zweite Frage, die sie stellen: How much money do you make with your blog? Geld verdienen mit dem Blog – das ist dort etwas völlig Selbstverständliches. Nichts, wofür man sich schämen müsste. Im Gegenteil. Keiner zweifelt die Unabhängigkeit oder Integrität eines Bloggers an, nur weil auf seiner Seite Werbung geschaltet wird. Warum auch? Etablierte Redaktionen machen das auch – und können auch unabhängig bleiben.
Auch hierzulande gibt es Blogger und Webseitenbetreiber, die davon leben können. Ich inzwischen auch. Die meisten sagen es nur nicht gerne, weil das hierzulande immer gleich so einen Hautgout bekommt. Und natürlich auch, weil viele dann nur noch das erwirtschaftete Geld sehen – nicht aber die viele Arbeit und die Kosten, die dahinter stehen. Noch mal schade! Denn gäbe es mehr Menschen, die davon leben können, gäbe es auch mehr gute Blogs. Die Aussicht, mit seinen Analysen, Kommentaren und Geschichten seinen Lebensunterhalt zu erwirtschaften, ist doch ein guter Anreiz! Nur müsste die Mehrheit eben gönnen können.
Und genau das ist eine der Hürden hierzulande: Deutschland besitzt eine erstaunlich missgünstige (Netz-)Kultur. Wie oft habe ich das schon erlebt: 1000 Follower, 5000 Follower, der 10.000ste Follower auf Twitter – du freust dich über so viel Zuspruch, twitterst das – und prompt entfolgen dich 20 Leute. Nur weil sie dir den Erfolg und die Freude darüber nicht gönnen können. Und mal ehrlich: Nichts anderes ist das. Die Tweets sind dieselben mit 9999 Followern wie mit 10.001. Deswegen ändert keiner sein Programm. Aber was einer vorher nützlich, hilfreich, gut fand, soll mit einem einzigen selbstreferenziellen Schnapszahl-Yeah-Tweet plötzlich unnütz, überflüssig und doof sein? Nein, das ist pure Missgunst. Und typisch deutsch. Und ein Handicap, mit dem wir uns selbst blockieren.
Im Übrigen sehe ich das inzwischen positiv, solche Follower oder Leser zu verlieren. Mit Menschen, die zwar gerne gratis deine Arbeit konsumieren, dir aber den Erfolg nicht gönnen oder immer nur nörgeln, obwohl sie selbst jeden Tag davon profitieren, kannst du nicht wachsen. Die Community auch nicht. Und aus meinen Statistiken weiß ich: Das sind nie die wirklich treuen Leser, die, die mitdiskutieren, konstruktiv kritisieren, auch mal loben oder die Community unterstützen. Es sind immer die anderen. Also kein Verlust. Es sei denn, man versucht mit seinem Blog einen imaginären Beliebtheitswettbewerb zu gewinnen. Aber wer ist schon so naiv?
Aber ich schweife ab. Wie also lässt sich mit einem Blog Geld verdienen?
Ohne diese drei Zutaten geht es nicht
Es sind vor allem drei Zutaten, die ein Blog kommerziell interessant machen:
Ein klares Thema, eine lukrative Zielgruppe. Alle Blogs, die kommerziell erfolgreich sind, agieren letztlich in einer thematischen Nische. Die ist mal größer, mal kleiner. Aber sie haben ein klar abgegrenztes Themengebiet. So wie die Karrierebibel auch. Nur dadurch haben die Blogger auch eine klar definierbare Zielgruppe und Leserschaft. Und nur diese lässt sich wieder über Werbung vermarkten. Gerade sogenannte Affiliates, also provisionsbasierte Anzeigen, funktionieren etwa nur, wenn sie zum Umfeld passen. Kein Mensch würde auf der Karrierebibel ein Affiliate-Banner für Dessous anklicken und darüber seine Unterwäsche bestellen. Warum auch? Es wäre deplatziert. Man muss allerdings dazu sagen: Nicht für alle Themen findet sich ein lukrativer Werbemarkt. Politische Blogs etwa haben es – im Gegensatz zu Fashion- oder Kosmetik-Blogs – diesbezüglich schwer. Wer also wirklich sein Blog vermarkten will, sollte sich nüchtern fragen: Welche Branche hat überhaupt ein Interesse daran, meine Lesergruppe zu erreichen? Gibt es diese nicht, ist alle Mühe letztlich vergebens. Bloggende Coaches und Berater werden wohl kaum andere Coaches und Berater finden, die auf ihrer Seite Werbung schalten wollen. Interessant werden die allenfalls erst durch die schiere Masse ihrer Leserschaft. Was mich zum zweiten Punkt bringt…- Mindestens 1000 Leser am Tag. Die meisten Blogs finanzieren sich über Werbung: Bannerwerbung, Affiliates, zum Teil auch Gastartikel. All das funktioniert aber erst ab einer bestimmten Lesergröße. Und ganz ehrlich: Unter 1000 Lesern am Tag ist ein Blog finanziell uninteressant. Mehr als 100 Euro im Monat kommen dabei selten zusammen. Und selbst davon wird keiner leben können. Das gelingt wiederum erst ab 10.000, eher 20.000 Lesern am Tag. Und die muss man sich mit viel Leidenschaft, Engagement und Durchhaltevermögen erarbeiten. Es hat knapp vier Jahre gedauert, bis die Karrierebibel 10.000 tägliche Leser erreichte, heute sind es rund 20.000. Und inzwischen schreiben hier auch drei (bezahlte) Autoren mit. Dort hin zu kommen, ist kein Spaziergang. Jeder sieht zwar das Ergebnis – kaum einer aber den Weg. Wir veröffentlichen heute am Tag bis zu fünf Artikel. Bei René und seinem Nerdcore drüben sind es gefühlte 20 am Tag. Das ist harte Arbeit. Deshalb muss sich jeder, der mit seinem Blog Geld verdienen will, fragen: Wie viel kann ich überhaupt schaffen, und ist es eigentlich nur ein Hobby von mir oder soll es ein Job werden? Wohlgemerkt: Es gibt viele exzellente Blogs, die ich sehr schätze – eben weil die Autoren allein ihrer Leidenschaft folgen. Und viele sind gut beraten, es dabei zu belassen. Sonst schwindet mit der Kommerzialisierung womöglich der Spaß und damit die Qualität. Geld mit dem Blog zu verdienen, bedeutet schließlich auch, es zu professionalisieren. Das ist dann kein Hobby mehr, sondern mindestens ein Nebenjob. Die Werbekunden erheben Reichweiten-Ansprüche, die Leser wollen täglich frischen Content. Dem muss man sich stellen können und wollen.
- Ein großes, starkes Netzwerk. Der dritte Punkt ist vielleicht der, der in Deutschland das größte Hindernis darstellt. Aktuell jedenfalls. Schon vor einiger Zeit konnte man es in den Deutschen Blogcharts beobachten: Die Blogger verlinken sich immer seltener untereinander. In den USA ist es eher umgekehrt. Früher wiesen A-Blogs hierzulande 2000 oder mehr Backlinks auf, heute reichen schon 271 Backlinks für ein Alpha-Blog. Ich vermute dahinter einen falschen Wettbewerbsgedanken. Er geht ungefähr so: Oha, da gibt es ein noch viel cooleres Blog als meins, und die schreiben auch noch über dasselbe Thema! Besser ich verlinke das nicht, dann stoße ich meine Leser nicht auch noch auf die Konkurrenz – und ich schenke denen keinen Link, damit die nicht noch populärer werden… Riesenfehler! Erstens: Wenn das Blog wirklich cooler, besser, populärer ist, finden es die Leser sowieso. Zweitens: Wer mit Links geizt, wird selber seltener verlinkt und bleibt klein. Als ich damals anfing, die Karrierebibel zu etablieren, gab es schon zahlreiche Karriereblogs. Ich habe dieses Rad mit Sicherheit nicht neu erfunden. Aber ich habe Vieles anders gemacht. Unter anderem habe ich von Anfang an vernetzt und verlinkt: Blogs, die mir gefielen und inhaltlich passten, kamen in die Blogroll (was heute schon wieder Seltenheitswert besitzt); Artikel, die lesenswert waren, wurden zitiert und verlinkt. Das brachte nicht nur Aufmerksamkeit und neue Freunde: Die Leser fanden auch die Karrierebibel immer interessanter. Denn statt selbst mühsam durch das Web zu surfen, um nach den Filetstücken zu suchen, fanden sie diese bei uns. Auch Google schätzte diesen Service und belohnte das Blog mit einem schnell steigenden Pagerank. Ich weiß noch immer von einigen Bloggern in meiner Blogroll, die sich vermutlich eher den Arm ausreißen würden, als die Karrierebibel zu verlinken – weil wir inzwischen größer und populärer sind und mit ihnen angeblich konkurrieren. Nur worum überhaupt? Das Internet ist groß genug für alle! Deshalb bleiben sie auch in unserem “Lesestoff” – weil sie einfach ein gutes Blog machen und mir der Link nicht weh tut. Und genau so sollten Sie es auch machen: Wenn Sie Ihre Nische gefunden haben, finden Sie alle anderen Blogger, die sich dort ebenfalls tummeln und verlinken Sie diese – unabhängig davon, ob die mitziehen oder nicht. DAS ist der wahre Netzwerkgedanke! Davon lebt das Internet – und Ihr Erfolg auch.
Eine Ausnahme gibt es allerdings: Bei Linktausch machen wir kategorisch nicht mit. Wer verlinkt werden möchte, kann uns darauf per E-Mail hinweisen. Wir schauen uns das dann gerne an, aber verlinkt und empfohlen wird nur, wer gefällt. Eine gute Link-Auswahl ist in erster Linie ein Service für Leser. Solange die verlinkte Quelle den Lesern nutzt – fein. Wer aber meint, er könne uns nur verlinken, sobald wir ihn auch verlinken, der hat das mit dem Social in Media leider noch immer nicht verstanden.
Das voraus geschickt, ist der Rest auch nicht mehr schwer, mit Blogs Geld zu verdienen: Bewerben Sie sich bei Google-Adsense oder einem anderen Blogvermarkter wie Populis (ehemals Mokono) oder Adtiger. Integrieren Sie ein paar Werbeflächen in Ihr Blog – und hören Sie nicht auf all diejenigen, die das ganz schrecklich kommerziell finden, aber glauben, ihre tägliche Gratis-Netzkonsum-Dosis sei tatsächlich kostenlos. Ist sie nicht, war sie nie. Das Internet lebt von den Machern und Mäzenen (oft in Form von Werbetreibenden), von wohlwollenden und engagierten Lesern – nicht von moralinsauren Nassauern, am besten noch mit Adblockern. Deshalb schadet es auch nicht, wenn man in den Blogs, die man gerne liest, auch mal auf ein solches Werbebanner klickt und sich die Verbraucherinformationen genauer ansieht. Auch das ist eine Form der Unterstützung. Die kostet nichts außer ein bisschen Zeit. Und die investiere ich gerne in Seiten, die mich immer wieder inspirieren.
Wenn andere dadurch reich werden: Super! Man muss eben gönnen können.
Wie man ein Blog monetarisiert: Sascha Pallenberg
Passend dazu noch ein kleines Interview, das wir vor zwei Jahren ebenfalls auf der re:publica mit meinem inzwischen guten Kumpel Sascha Pallenberg von Netbooknews.de geführt haben. Auch der lebt seit einiger Zeit sehr gut vom Bloggen, beschäftigt Autoren in den USA, Deutschland und Taiwan, und sieht das ganz entspannt:
Bewerbungstipps: Die perfekte Bewerbung
Bewerbungsvorlagen: 16 kostenlose Muster zum Download
Denksport: 50 Brainteaser für Jobinterviews
Smalltalk-Tipps:



Bewerbungs-Dossiers zu Mappe, Anschreiben, Lebenslauf, Bewerbungsfoto und Zeugnissen.
Die besten Tipps und Dossiers für das Vorstellungsgespräch: So überzeugen Sie jeden Personaler.

Pia
Hallo Jochen
wir (Österreich) haben hier ein ganz ähnliches, wenn nicht sogar gleiches Problem.. die neidische Gesellschaft *arg* die einem nix gönnt!
ich danke dir für den ehrlichen bericht und den tipps, die du gegeben hast.
lg Pia
Katrin Weber
Gute und wertvolle Tipps zum Bloggen, vielen Dank! Das Problem mit der Missgunst hängt wahrscheinlich mit dem Gefühl zusammen, Blogger verdienen Geld, ohne dafür zu arbeiten :)
Damit hat man bei uns offenbar traditionell Schwierigkeiten … denn arbeiten wird bei uns immer noch als unliebsame Tätigkeit wahrgenommen, die zwingend notwendig ist, um seinen Lebensunterhalt zu sichern.
Dass all diese Mühen auch Spaß machen können, geht Neidern offenbar nicht in den Kopf … also entfolgen …
Marc
Hallo zusammen,
vielen Dank für den Artikel. Er enthält viele gute Möglichkeiten, wie man mit seinem eigenen Blog Geld verdienen kann.
Ich denke aber auch, das ein Blog mit weniger als ca. 1000 Besuchern nicht das große Geld abwirft. Zumindest nicht normalerweise.
Weiter so!
LG Marc
Nick
Mit Affiliate Marketing kann man viel Geld verdienen. Die Informationen sind im Internet für Jedermann zugänglich, jedoch nimmt das sehr viel Zeit in Anspruch. Die Komplettpakete, die angeboten werden, sind dabei sehr hilfreich, da sie alle Informationen enthalten, um als Einsteiger im Marketing durchzustarten. Mit Blogs kann man Werbung machen und gezielt Traffic schaffen für seine eigene Website.
Jenny
Super Artikel. Ich mag sehr, wie du schreibst. Es liest sich sehr flüssig und liefert gleichzeitig alle wichtigen Infos. Respekt! Ich bin ganz zufällig über Google Currents auf die Karrierebibel gestoßen und seitdem bin ich treue Leserin – hab sogar schon auf euch verlinkt ;-)
Großes Lob und weiter so. ich werde regelmäßig vorbeischauen und mir wichtige Tipps abholen.
Jochen Mai
Hallo Jenny, danke für das Kompliment. Und schön, wenn wir uns wiederlesen.
Asherah
Vielen Dank für diesen Artikel! Mein Blog ist noch neu und klein, aber natürlich denke ich als Freiberuflerin auch über dieses Thema nach – und habe schon die Erfahrung gemacht, dass es in Deutschland gar nicht gern gesehen wird, wenn man mit dem, was man gern tut, auch noch Geld verdient – wo kämen wir denn auch hin, wenn das jeder so machen würde ;-)
Sabrina
Hallo,
interessanter Artikel vor allem das Video zum Schluß finde ich klasse. Das Video macht auf jeden Fall mut.
Andreas Gkousdas
Wenn jemand heute im Internet einsteigt, wird er das tun, was alle tun:
Domain kaufen
Einen Blog aufsetzen
Inhalte auf dem Blog veröffentlichen
Besucherzahlen über Suchmaschinen aufbauen
Stammleser gewinnen
Geld verdienen (Ergebnis)
Das ist der einfachste Weg, den heute fast jeder geht. Dieser ist nicht unbedingt falsch, aber sehr riskant. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man mit einem Blog, den man einige Monate lang aufbaut, weniger Geld verdient, als mit einer Nischenseite, die man in 8 – 12 Stunden konzentrierter Arbeit online stellen kann und mit Besuchern versorgt.
Immer wieder werden die Einnahmen von deutschen Blogs veröffentlicht und was kommt dabei raus? Ein Blog, mehrere Jahre Arbeit, verdient unter 300€ im Monat.
Tausende solcher Blogs werden täglich aktualisiert, gepflegt und bringen den Bloggern meist 50 – 300€ im Monat ein. Ich habe viele Geschäftspartner, die genau unter diesem Problem leiden. Diese sind fleißig, arbeiten sehr hart an ihren Blogs und können trotzdem von den Blog-Einnahmen nicht leben.
Woran liegt das?
Es ist die Grundstruktur eines Blogs, die das Geld verdienen so erschwert. Blogs leben von frischen Inhalten und Blogs brauchen sehr viel Zeit zum „reifen“. Fälschlicherweise gehen frische Blogger davon aus, dass man nur Inhalte erstellen muss, um mit einem Blog erfolgreich zu werden.
Falsch… Ein Blog ist ein Marketing-Instrument und muss als solches betrachtet und genutzt werden!
Man muss also ganz genau wissen, zu welchem Thema man einen Blog starten muss und wie man einen Blog als ein Marketing-Instrument optimal nutzen kann.
Aber dann kommt auch noch das…
Es werden jeden Tag unzählige neue Blogs erstellt und alle diese Blogs müssen eine Durststrecke überstehen. Diese Durststrecke kann einige Monate, kann aber auch einige Jahre andauern.
Ein Geschäftsfreund von mir hat einen 2 Jahre alten Blog und dieser Blog, der über 300 Artikel umfasst, hat an guten Tagen etwa 120 – 150 Besucher pro Tag. Andere Blogs, die nur 50 Artikel haben, bekommen täglich 300 Besucher und mehr pro Tag!
Ich habe mit dem Betreiber des Blog gesprochen und ihn nach seiner Meinung gefragt, warum sein Blog nach zwei Jahren harter Arbeit immer noch in den Kinderschuhen steckt, was die Bekanntheit und die Besucherzahl angeht, der Betreiber antwortete mir:
Alle Blogs, die nach 2007 gestartet sind, haben es mindestens 5 leichter im Internet erfolgreich zu werden, als Blogs, die nach 2010 gestartet sind. Jedes Jahr muss ein Blog eine viel längere Durststrecke überstehen, um damit solide Einnahmen zu generieren. Das Internet ist bereits heute überbesiedelt und es gibt mehr Informationsquellen, als Internetnutzer. Das altmodische Bloggen ist ein aussterbender Trend…
Ich bin ganz seiner Meinung…
Wer einen Blog startet, der sollte damit nicht sofort im nächsten Jahr auf das große Geld hoffen. Daher mein Tipp an Dich: Wenn Du schnell Dein erstes Geld im Internet verdienen willst, dann starte bloß keinen Blog… erstelle besser eine Nischenseite.
Man kann mit Blogs Geld verdienen, definitiv, nur dauert es sehr lange, bis man von den Einnahmen eines Blogs leben kann.
Was musst Du tun, um mit einem Blog schneller Geld zu verdienen?
Steige in Nischen ein! Je tiefer Du in eine Nische einsteigst, desto schneller wirst Du die Nische dominieren können und als Nischenführer Dir einen Namen machen. Erst wenn Du eine Nische dominierst, wirst Du in dieser gutes Geld verdienen können.
Die Nische muss aber profitabel sein. Du musst also herausfinden, ob man in einer Nische gute Chancen zum Geld verdienen hat, bevor Du dort einen Blog oder alternativ eine einfache Nischenseite aufbaust.
Verschwende nicht Deine Zeit mit dem altmodischen Bloggen… Starte mit einem guten Plan!
Die meisten Blogs werden den Betreibern niemals mehr als ein Taschengeld einbringen, das ist zu 100% sicher. Das heißt, dass Du den gewöhnlichen Weg des Bloggens vergessen kannst.
Beschäftige Dich am besten gleich mit Nischenseiten, oder starte „Nischenblogs“, die sich auf ein bestimmtes Thema konzentrieren. Jedoch… erstelle niemals eine Webseite, wenn Du noch nicht weißt, wie diese Dir später Geld einbringen soll.
Eine gut durchdachte Strategie, wird Dich vor bösen Überraschungen bewahren.
Vielen Dank für den guten Artikel weiter so!
Klaus Steinfeld
Hallo Jochen, dein Artikel hat mir den richtigen Blick auf meinen Blog eröffnet. Ein klares Thema habe ich. Meine Zielgruppe ist sicher lukrativ aber sicher eine Nischengruppe.
Die Besucherzahlen wachsen zwar monatlich kontinuierlich…aber 1000 pro Tag werden es so sbald nicht. 1000 im Monat sind ehr realistisch.
Wie du schreibst ist für derartig hohe tägliche Besucherzahlen auch eine “Mannschaft” mit der Contenterstellung beschäftigt. Dein Artikel hat mir Zeit gespart. Werbeflächen auf einem Blog mit 500 Besuchern im Monat lohnen sich nicht. Vielen Dank! Klaus
Pingback: Kleines Blogger-Lexikon: 10 Wege, jeden Artikel zu vergeigen - sozial-pr
Tristan
Hallo,
sehr Lehrreicher Artikel mit guten Möglichkeiten das ich meinen Zuküfttigen Blog ein wenig Vermarkten kann.
Danke hier für.
MfG Tristan
Alexander
Hallo,
der Artikel war wirklich sehr lehrreich . Nützliche Tipps , wie man mit einem Blog Geld verdienen kann .
Vielen Dank !
David
TOP !!!!!!!!!!
Julian
Hallo ein sehr guter Post ich werde deinen Blog jetzt öfters Besuchen ich hoffe solche sachen werde ich öfters mal sehen ^^.
Ich hoffe ich werde auch noch was über SEO bei euch finden.
Maria
Für Neulinge wie ich sind das wichtige Anhaltspunkte, aber ich tue mich noch so schwer mit bestimmten Internet Begriffen, das ich der Meinung bin der Anfänger braucht direkte Hilfe um sein Projekt fertig zu stellen.
Jochen Mai
Hast du denn eine konkrete Frage? Vielleicht können wir oder die Mitleser die beantworten?
Maria
Ich habe mir deine Seite mehr mals angeschaut und entdeckte viele Hilfestellungen und Möglichkeiten wie man mit Blogs Erfolgreich werden kann, aber ein Einsteiger benötigt sehr viel Zeit und Lernbereitschaft um sein erstes Projekt fertig zu stellen.
Jochen
Sehr ausführlicher und interessanter Aritkel. Absolut empfehlenswert zu lesen, Danke.
helmut rothgeb
Hallo Jochen
Bin noch relativ neu im internet
Ich finde auch das nicht alles kostenlos sein solte.Gut das du die vielen Anbieter wie Google Adsense beim Namen nennst
So kann man sich selbst einen eindruck verschaffen.
Gruß Helmut
Hermann
Guter Beitrag,
Auch ich habe die Erfahrung im eigenen Umfeld gemacht. Sobald bei mir es im Online Geschäft richtig gut anlief, wurden sehr viele mehr als nur neidisch. Doch solches Verhalten ist für mich der Beweis zum eigenen Erfolg.
Ach ja die drei Zutaten die du hier erwähnst sind echt super und das A und O. Leider halten viele diese dinge nicht für sehr wichtig und dan ist das versagen schon vorprogrammiert.
paul
ein sehr guter Artikel, vor allem was das Thema Missgunst in Deutschland angeht, da werden stellenweise schon mal aus den Affiliatelinks auch die Ids gelöscht, nur um das der Webmaster da ja kein Geld daran verdient.
Oder es werden Ansprüche gestellt mehr ins Detail zu gehen, natürlich kostenlos :)
Martina
Hallo,
ich finde die Seite echt toll gemacht. Und ich bin wirklich überrascht hätte nie gedacht, dass man mit einem Blog so erfolgreich sein kann.
Lothar
Hallo Leute,
Ihr habt Probleme! Was kümmert es euch, ob jemand neidisch ist. Macht Euer Ding und aus die Maus. Leider verdiene ich noch nicht soviel, dass irgendwer neidisch sein könnte. Aber eines Tages … (smile). Bin ja auch kein Blogger (obwohl ich in letzter Zeit doch viel Texte für meine neue Webseite geschrieben habe. Sondern bin Affiliate. Mal sehen, wie es jetzt mit meiner neuen Webseite klappt. Ich wünsche allen hier Beteiligten ein gutes neues Jahr
Heiko
Super Artikel und grade auch für Einsteiger sehr empfehlenswert.
“Wer mit Links geizt, wird selber seltener verlinkt und bleibt klein.”
Sehr gut, dass du darauf hinweist. Viele denken immer nur an sich selber und merken nicht, dass sie sich selber damit keinen Gefallen tun.
Letzen Endes siegt einfach die Ausdauer und die Eigenschaft sich durch niemanden vom rechten Weg abbringen zu lassen. Freunde und bekannte wollen einem das Thema “Geld im Internet verdienen” ja immer gerne schlecht reden und dass man es vergessen soll, aber es funktioniert auf jeden Fall wenn man es richtig macht, genau wie in deinem Artikel beschrieben.
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Lothar
Zum letzten Beitrag möchte ich was sagen. Ich habe eine neue Webseite. Ich mache interne Verlinkungen. Hie und da verlinke ich auf Wikipedia oder auf Google. Ich könnte theoeretisch natürlich auch auf viele andere Seiten verlinken. Aber: tun die das auch umgekehrt für mich? Eine sehr renommierte Seite wird das ganz sicher nicht tun. Wie macht Ihr das? Bietet Ihr anderen Webmastern quasi einen Linktausch an?
Jochen Mai
Hallo Lothar, ich finde, dein Ansatz ist völlig falsch. Du tust nur etwas, um Links zu bekommen, fragst nach Linktausch oder ob einer auch zurück verlinkt. Letztlich bist du also gar nicht am Austausch oder am Kontakt interessiert, sondern nur am Handel mit Links. Und das spürt jeder Blogger – und wird entscprechend geizig.
Wir machen grundsätzlich bei Linktauschanfragen nicht mit. Ich lösche solche Anfragen unkommentiert. Was soll das auch bringen? Wir sind keine Linkbörse. Aber natürlich verlinken wir Seiten, die wir interessant finden, wir verlinken Beiträge, die wir unseren Lesern aus Überzeugung empfehlen. Und das völlig unabhängig davon, ob die jemals zurück verlinken. Klar, freuen wir uns darüber, aber es ist nicht die Bedingung. Das habe ich so von Anfang an gehalten. Deshalb hat die Karrierebibel am Anfang viel mehr Beiträge verlinkt, als wir zurück erhalten haben. Na und? Ich fand diese Beiträge lesenswert. Und mit der Zeit sind wir für andere eine wertvolle Ressource geworden und werden ganz oft zurück verlinkt.
Noch immer gibt es zahlreiche Blogger, die sich von uns inspirieren lassen, die Quelle aber nie oder nicht jedes Mal nennen. Ich kann das trotzdem sehen. Aber es ist mir egal, und es hält mich auch nicht davon ab, in Zukunft Seiten zu verlinken, die ich gut finde.
Lothar
Hallo Jochen,
ich glaube, du hast mich nicht richtig verstanden. Es geht mir nicht drum von Euch einen Link zu bekommen. Ich wollte nur wissen: wie stelle ich es generell an? Jemand zu fragen: machst du auf deiner Webseite einen Link zu meiner Seite hin. Das wäre mir zu plump und zu blöd. Also, wenn ich es richtig verstehe: dann bekommt man (wenn man Glück hat) einen Link, wenn man zum Beispiel einen guten Kommentar abgibt. Das habe ich schon verstanden. Gibts denn sonst keine Möglichkeiten? Soll ich zu jemand sagen: sieh dir mal meine Seite an. Wie gefällt sie dir? Ist das nicht auch plump? Ich bin noch sehr neu im Internet. Muss noch viel lernen. Daher meine Frage: wie kriegt man einen Link. Guter Content, klar. Aber wie “stoße” ich jemand auf meinen Content oder auf meine WEbseite? Geht das nur über Kommentare? Ich komme mir bei dieser Frage vor wie jemand, der gerade laufen lernt.
Jochen Mai
Hallo Lothar,
doch ich hatte dich schon richtig verstanden – auch, dass das eine allgemeine Frage war. Aber ich glaube, du hast meinen Punkt noch nicht verstanden: Genau die Frage “Wie bekomme ich einen Link” ist die falsche. Es ist wie im Bonmot: Man spürt die Absicht und ist verstimmt… Das ist mein Punkt. Du fragst danach, was man machen muss, um etwas zu bekommen, was man in Wahrheit will. Das ist aber dieselbe Frage, wie sie ein Aufreißer stellen würde: Wie krieg ich die Frau ins Bett? Was ich versucht habe zu erklären: Sorge dich weniger um Links, die kommen schon von alleine. Versuche lieber Kontakte zu knüpfen, Netzwerke zu bauen, andere zu verlinken. Hilf anderen dabei groß zu werden, auch wenn du selbst noch klein bist. Das ist der Weg. Einige werden sich nicht daran erinnern. Das ist dann so. Andere Seiten wachsen vielleicht tatsächlich so viel schneller als deine, aber deren Betreiber erinnern sich dann an dich – und verlinken dich auch. Aber sie sollten es nicht aus Schuldgefühlen heraus tun, sondern gerne. Weil ihr euch auf dem jeweiligen Weg unterstützt habt.
Ja, das geht auch über Kommentare. Aber die riechen immer latent nach Linkbaiting. Eben so, als schreibst du das nur, um Leser oder Links abzustauben. Und genau das war ja deine Frage! Ich habe selbst solche Besucher auf meinen Seiten – und wir alle, unser ganzes Team, spüren das sofort. Glaub mir, das steigert nicht gerade unsere Lust, darauf einzusteigen. In dem großartigen Film “Blood Diamond” sagt Leonardo diCaprio: “Ich werde gern geküsst, bevor ich gefickt werde.” Das trifft es ziemlich genau. Daher finde ich den Weg über Blogartikel besser.
2008 haben wir mal diese Liste hier im Blog gepostet: http://karrierebibel.de/die-liste-50-blogs-und-websseiten-fuer-job-und-karriere/. Sie hat nicht nur mehr als 80 Kommentare. Sie führte auch zu vielen guten Kontakten und heute zu unserer Blogroll und zahlreichen Blogs, die auch uns verlinken. Natürlich war es nicht die einzige Liste. Aber sie ist ein guter Anfang.
Lothar
Hallo Jochen,
vielen Dank für diese sehr ausführliche Antwort. Habe viel daraus gelernt. Nur eins noch: Du sagst “Blogartikel schreiben”. Meinst du jetzt die Artikel auf meiner eigenen Seite? Oder meinst du Gastartikel auf fremden Blogs? Das Letzere ist bestimmt nicht so ganz einfach. So ein Artikel müsste schon TOP sein. Bestimmt gibt es viele Leute, die Gastartikel schreiben wollen. ABer nur wenige Artikel werden dann auch veröffentlicht werden. Ganz klar. Sonst würde ein Blog ja aus allen Nähten platzen.
Jochen Mai
Hallo Lothar,
im Grunde meine ich beides: eigene Artikel schreiben (was in der Tat leichter ist), aber auch Gastartikel anbieten. Ja, die werden nicht alle angenommen, aber wer nicht fragt, hat ja schon verloren.
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marcel
Echt ein Klasse bericht.Auf jeden Fall sehr Wertvolle Tipps.
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Evie
Ich baue Grad selbst mit meiner Frau zusammen einen Blog auf. Und genau das Thema haben wir auch vor kurzem gehabt. Leider können wir noch nicht mit 1000 Lesern pro Tag dienen aber das wird bestimmt noch. Mit deinem Post habe ich es geschafft meine Frau zu überzeugen das wir es einfach versuchen mit der Vermarktung. Also danke für deine Hilfe ;-)
Pingback: Was sind Affiliates und womit verdienen Sie Geld?
Florian
Wirklich aufschlussreicher Beitrag! Ich bin auch gerade dabei mit meiner Webseite ein bisschen Geld zu verdienen bzw. Sie zu vermarkten.
Im Moment bin ich dran etwas Artikelmarketing zu betreiben und kostenpflichtig Artikel zu schreiben. Das klappt ab einem bestimmten Ranking bei Google ganz gut wie ich finde.
Grüße
Raphael
Hallo,
der Artikel ist sehr interessant und lehrreich. Ich werde auf jeden Fall diesen Tipps für mehr Traffic nutzen und würde mich sehr freuen, wenn Sie zu diesen Themen weitere Artikel schreiben würden.
Diese Informationen werden meine Seiten definitiv etwas bringen!
Vielen Dank und weiter so!
Schöne Grüße
Raph