Was bedeutet Paraphrasieren?
Paraphrasieren bedeutet, den Inhalt eines Textes oder einer mündlichen Aussage mit eigenen Worten wiederzugeben, ohne die ursprüngliche Bedeutung zu verändern. Das Ergebnis heißt Paraphrase. Anders als bei einem wörtlichen Zitat übernehmen Sie dabei weder den genauen Wortlaut noch den Satzbau. Beispiel:
- Originaltext: „Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung verzögert sich die Fertigstellung des Projekts.“
- Paraphrase: „Das Projekt wird später fertig, weil das Team zu viel Arbeit hat.“
Paraphrasieren wird vor allem beim Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten, beim Lernen und in der Kommunikation eingesetzt. In Gesprächen gehört es zu den wichtigsten Techniken des aktiven Zuhörens: Sie wiederholen sinngemäß, was Ihr Gegenüber gesagt hat, und überprüfen so, ob Sie die Aussage richtig verstanden haben.
Richtig paraphrasieren: 4 Regeln
- Bedeutung beibehalten
Geben Sie den ursprünglichen Sinn korrekt wieder, ohne Aussagen zu verfälschen oder umzudeuten. - Eigene Worte verwenden
Formulieren Sie eigenständig. Einzelne Wörter auszutauschen oder Sätze leicht umzustellen, reicht nicht. - Quellen angeben
Bei wissenschaftlichen Arbeiten müssen Sie fremde Gedanken auch sinngemäß zitieren – etwa nach APA, Harvard oder MLA. - Anführungszeichen weglassen
Paraphrasen sind indirekte Zitate und werden ohne Anführungszeichen in den Fließtext eingebunden.
Paraphrasieren: Beispiele aus Texten und Gesprächen
Eine gute Paraphrase übernimmt den Sinn, nicht die Formulierung. Sie dürfen Wörter austauschen, Sätze umstellen oder komplizierte Aussagen vereinfachen. Wichtig ist, dass dabei keine wesentlichen Informationen verloren gehen oder neue Behauptungen hinzukommen. Die folgenden Beispiele zeigen, wie Sie Texte richtig paraphrasieren:
Original |
Paraphrase |
| „Regelmäßige Bewegung fördert die Konzentrationsfähigkeit.“ | Wer sich regelmäßig bewegt, verbessert seine Konzentration. |
| „Die Digitalisierung verändert zahlreiche berufliche Tätigkeiten.“ | Durch digitale Technologien wandeln sich viele Aufgaben im Berufsleben. |
| „Eine frühzeitige Planung erleichtert die erfolgreiche Umsetzung komplexer Projekte.“ | Wer komplizierte Projekte rechtzeitig plant, setzt sie erfolgreicher um. |
| „Fehlende Kommunikation zwischen den Abteilungen führt häufig zu Verzögerungen.“ | Wenn sich Abteilungen nicht austauschen, entstehen oft Verzögerungen. |
| „Mitarbeiter wünschen sich mehr Eigenverantwortung bei der Gestaltung ihrer Arbeitsabläufe.“ | Beschäftigte möchten selbstständiger entscheiden, wie sie ihre Arbeit organisieren. |
Beispiel: Paraphrasieren im Gespräch
Beim mündlichen Paraphrasieren geben Sie wieder, was Ihr Gesprächspartner gesagt hat. Oft verbinden Sie Ihre Paraphrase mit einer kurzen Verständnisfrage:
- Originalsatz: „Ich habe das Gefühl, dass meine Vorschläge im Team nie berücksichtigt werden.“
- Paraphrase: „Sie wünschen sich also, dass Ihre Ideen mehr Beachtung finden. Habe ich Sie richtig verstanden?“
Durch die Rückmeldung erkennt Ihr Gegenüber, dass Sie aufmerksam zuhören. Gleichzeitig erhält die Person Gelegenheit, Ihre Interpretation zu bestätigen oder zu korrigieren.
Wie kann ich richtig paraphrasieren? 5 Schritte
Um einen Text richtig zu paraphrasieren, müssen Sie zuerst dessen Inhalt verstehen. Wer lediglich einzelne Wörter durch Synonyme ersetzt, übernimmt häufig unbewusst die ursprüngliche Formulierung. Mit dieser Anleitung gelingt Ihnen eine eigenständige Paraphrase:
-
Text aufmerksam lesen
Lesen Sie den Originaltext vollständig und klären Sie unbekannte Begriffe. Achten Sie darauf, welche Aussage der Autor tatsächlich macht und wie die einzelnen Gedanken zusammenhängen.
-
Kernaussage herausarbeiten
Notieren Sie die wichtigste Information in wenigen Stichworten. Unterscheiden Sie zwischen zentralen Aussagen, Begründungen und ergänzenden Beispielen. Zahlen, Einschränkungen und wichtige Fachbegriffe müssen erhalten bleiben.
-
Originaltext beiseitelegen
Schauen Sie beim Formulieren möglichst nicht auf den ursprünglichen Wortlaut. Erklären Sie den Inhalt so, wie Sie ihn einem Kollegen oder einer Freundin verständlich machen würden.
-
Eigene Formulierung schreiben
Verwenden Sie einen anderen Satzbau und passende eigene Begriffe. Teilen Sie komplizierte Sätze auf oder verbinden Sie zusammengehörige Gedanken. Verändern Sie dabei weder die Aussage noch deren Gewichtung.
-
Paraphrase überprüfen
Vergleichen Sie Ihr Ergebnis mit dem Original: Stimmen Inhalt und Bedeutung überein? Haben Sie etwas hinzugefügt, ausgelassen oder falsch interpretiert? Bei fremden Quellen ergänzen Sie außerdem die erforderliche Quellenangabe.
Beispiel: Einen längeren Text paraphrasieren
- Originaltext: „Flexible Arbeitszeiten ermöglichen es Beschäftigten, berufliche Aufgaben besser mit privaten Verpflichtungen zu vereinbaren. Gleichzeitig erfordert dieses Arbeitsmodell ein hohes Maß an Selbstorganisation und Eigenverantwortung.“
- Paraphrase: „Durch flexible Arbeitszeiten lassen sich Beruf und Privatleben leichter miteinander verbinden. Dafür müssen Arbeitnehmer ihre Aufgaben jedoch selbstständig planen und verantwortungsbewusst organisieren.“
Die Paraphrase übernimmt beide Aussagen des Originals: den Vorteil flexibler Arbeitszeiten und die damit verbundenen Anforderungen. Die Formulierungen und der Satzbau sind jedoch eigenständig.
Paraphrasieren in der Kommunikation
In der Kommunikation ist Paraphrasieren eine bewährte Gesprächstechnik. Sie geben die Aussage Ihres Gesprächspartners sinngemäß wieder und prüfen, ob Sie dessen Botschaft richtig verstanden haben. Dadurch lassen sich Missverständnisse frühzeitig erkennen, Unklarheiten beseitigen und schwierige Gespräche versachlichen.
Die Technik eignet sich besonders für Mitarbeitergespräche, Meetings, Verhandlungen und Konflikte. Aus unserer Coaching- und Beratungspraxis wissen wir: Gerade in angespannten Situationen reagieren Menschen häufig auf das, was sie zu hören glauben, statt auf das, was tatsächlich gesagt wurde. Eine kurze Paraphrase schafft hier Klarheit.
Beispiele aus dem Berufsalltag
Aussage |
Paraphrase |
| „Ich schaffe meine Aufgaben kaum noch.“ | „Sie haben derzeit mehr Aufgaben, als Sie bewältigen können?“ |
| „Niemand informiert mich über wichtige Entscheidungen.“ | „Sie möchten früher in Entscheidungen einbezogen werden?“ |
| „Wir haben schon mehrfach auf das Problem hingewiesen.“ | „Sie haben das Problem bereits wiederholt angesprochen und erwarten jetzt eine Lösung?“ |
| „Ich möchte mich beruflich weiterentwickeln, weiß aber nicht wie.“ | „Sie suchen nach neuen beruflichen Perspektiven, sind sich über den nächsten Schritt aber noch unsicher?“ |
Eine Paraphrase muss nicht jedes Detail wiederholen. Oft genügt ein kurzer Satz, der den zentralen Gedanken aufgreift. Achten Sie aber auf einen natürlichen Ton: Wer jede Äußerung seines Gegenübers umformuliert, wirkt schnell mechanisch oder belehrend.
Paraphrasieren, Spiegeln und Verbalisieren
Die drei Techniken werden häufig miteinander verwechselt. Sie haben unterschiedliche Schwerpunkte:
-
Paraphrasieren
Sie geben den sachlichen Inhalt einer Aussage mit eigenen Worten wieder. Beispiel: „Sie wünschen sich also eine klarere Aufgabenverteilung?“
-
Spiegeln
Sie greifen Worte, Verhaltensweisen oder wahrgenommene Signale Ihres Gegenübers auf und machen diese bewusst. Beispiel: „Sie haben gerade gezögert, als wir über die neue Aufgabe gesprochen haben.“
-
Verbalisieren
Sie sprechen wahrgenommene Gefühle vorsichtig an. Beispiel: „Ich habe den Eindruck, dass Sie die Situation frustriert.“
Alle drei Methoden unterstützen eine verständnisorientierte Gesprächsführung. Besonders wichtig ist, eigene Deutungen nicht als Tatsachen darzustellen. Fragen Sie lieber nach, ob Ihre Wahrnehmung stimmt.
Welche Formulierungen helfen beim Paraphrasieren?
Beim Paraphrasieren in Gesprächen helfen kurze Satzanfänge, mit denen Sie die Aussage Ihres Gegenübers aufgreifen. Die folgenden Formulierungen eignen sich für unterschiedliche Situationen:
- „Wenn ich Sie richtig verstehe, dann …“
- „Sie meinen also, dass …“
- „Mit anderen Worten: …“
- „Ihnen ist besonders wichtig, dass …“
- „Habe ich richtig verstanden, dass …?“
- „Sie wünschen sich demnach …“
- „Ihr Hauptanliegen ist also …“
- „Zusammengefasst sagen Sie, dass …“
Wählen Sie die Formulierung passend zur Situation. In einem vertraulichen Gespräch klingt „Sie wünschen sich also mehr Unterstützung?“ oft natürlicher als eine förmliche Zusammenfassung. In einer Verhandlung wiederum hilft eine präzise Rückfrage, unterschiedliche Erwartungen offenzulegen. Beim schriftlichen Paraphrasieren verwenden Sie dagegen Formulierungen wie „Der Autor beschreibt …“, „Die Untersuchung zeigt …“ oder „Nach Auffassung der Verfasserin …“. Damit machen Sie deutlich, wessen Gedanken Sie wiedergeben.
Paraphrasieren, Zitieren und Zusammenfassen: Unterschiede
Paraphrasieren, Zitieren und Zusammenfassen dienen dazu, Informationen aus einer Quelle wiederzugeben. Sie unterscheiden sich jedoch darin, wie eng Sie sich am ursprünglichen Text orientieren.
Methode |
Unterschied |
| Paraphrasieren | Eine Aussage sinngemäß mit eigenen Worten wiedergeben, ohne den Inhalt zu verändern. |
| Zitieren | Den genauen Wortlaut einer Quelle übernehmen und als Zitat kennzeichnen. |
| Zusammenfassen | Einen längeren Inhalt auf die wesentlichen Aussagen verkürzen. |
Eine Zusammenfassung kann ebenfalls aus Paraphrasen bestehen. Der Unterschied liegt vor allem im Umfang: Beim Zusammenfassen reduzieren Sie den Inhalt auf seine Kernaussagen. Beim Paraphrasieren können Sie auch einzelne Sätze oder Gedanken ausführlich und sinngemäß wiedergeben.
Muss man beim Paraphrasieren Quellen angeben?
Wenn Sie fremde Gedanken in einer wissenschaftlichen Arbeit paraphrasieren, müssen Sie die ursprüngliche Quelle angeben. Das gilt auch dann, wenn Sie den Text vollständig umformulieren. Ohne korrekten Quellenverweis riskieren Sie ein Plagiat. Bei einem indirekten Zitat verwenden Sie jedoch keine Anführungszeichen. Die Quellenangabe erfolgt nach dem vorgeschriebenen Zitierstil, etwa APA oder Harvard. Ein einfaches Beispiel mit einer fiktiven Quelle:
- Original: „Regelmäßige Pausen verbessern die Konzentration während längerer Arbeitsphasen.“
- Paraphrase: Müller (2024) beschreibt, dass Beschäftigte sich bei längeren Arbeitsphasen durch regelmäßige Pausen besser konzentrieren.
Der Name und das Erscheinungsjahr dienen hier nur zur Veranschaulichung. In einer tatsächlichen wissenschaftlichen Arbeit müssen Sie die verwendete Quelle vollständig und korrekt nachweisen.
Beispiele: Paraphrasieren mit Quellenangabe
Je nach Zitierstil unterscheiden sich die Quellenangaben bei Paraphrasen. Bei APA, Harvard und MLA steht der Kurzbeleg meist direkt hinter der sinngemäß wiedergegebenen Aussage. Die deutsche Zitierweise verwendet dagegen Fußnoten.
Zitierstil |
Beispiel |
| APA | (Gerstmann, 2021) |
| Harvard | (vgl. Gerstmann 2021: 47) |
| MLA | (Gerstmann 47) |
| Deutsche Zitierweise | Fußnote: Vgl. Gerstmann, Meike: Wissenschaftliches Arbeiten, Stuttgart: Kohlhammer, 2021, S. 47. |
Sie können den Autor auch direkt im Satz nennen. Bei APA lautet die Quellenangabe dann beispielsweise: „Gerstmann (2021) beschreibt, dass …“ Bei Harvard und MLA gelten entsprechende Regeln. Beachten Sie stets die Zitierregeln Ihrer Hochschule: Insbesondere bei Harvard und der deutschen Zitierweise gibt es unterschiedliche Varianten.
Ist Paraphrasieren ein Plagiat?
Eine korrekt formulierte und belegte Paraphrase ist kein Plagiat. Problematisch wird es, wenn Sie fremde Gedanken ohne Quellenangabe als eigene ausgeben oder den ursprünglichen Wortlaut nur geringfügig verändern. Einzelne Wörter durch Synonyme zu ersetzen, reicht deshalb nicht aus. Auch Internetquellen und fremde Studien müssen Sie beim wissenschaftlichen Paraphrasieren korrekt nachweisen.
Wann paraphrasieren – wann direkt zitieren?
In wissenschaftlichen Arbeiten sollten Sie überwiegend paraphrasieren. So integrieren Sie fremde Gedanken in Ihren eigenen Schreibstil und zeigen, dass Sie die Inhalte verstanden haben. Direkte Zitate eignen sich dagegen, wenn der genaue Wortlaut wichtig ist.
Paraphrasieren |
Direkt zitieren |
| Wenn Sie fremde Gedanken in Ihren eigenen Schreibstil integrieren. | Wenn Sie eine Definition im exakten Wortlaut wiedergeben möchten. |
| Wenn Sie den Lesefluss durch eigene Formulierungen verbessern. | Wenn die Wortwahl oder der Sprachstil des Autors wichtig ist. |
| Wenn Sie längere Textpassagen auf relevante Aussagen reduzieren. | Wenn eine prägnante Aussage durch Umformulieren an Wirkung verliert. |
| Wenn Sie zeigen möchten, dass Sie einen Inhalt verstanden haben. | Wenn eine fachlich präzise Formulierung unverändert übernommen werden soll. |
In beiden Fällen müssen Sie die Originalquelle korrekt angeben. Direkte Zitate kennzeichnen Sie zusätzlich durch Anführungszeichen.
Welche Fehler sollte ich beim Paraphrasieren vermeiden?
Eine gelungene Paraphrase ist verständlich, eigenständig formuliert und inhaltlich korrekt. Diese typischen Fehler sollten Sie vermeiden:
-
Nur einzelne Wörter austauschen
Wenn Sie lediglich Synonyme einsetzen, bleibt die Formulierung häufig zu nah am Original. Entwickeln Sie stattdessen einen eigenen Satzbau.
-
Die Aussage verändern
Aus „Viele Beschäftigte wünschen sich flexible Arbeitszeiten“ darf nicht „Alle Beschäftigten wollen im Homeoffice arbeiten“ werden. Das verändert sowohl den Umfang als auch die Bedeutung.
-
Wichtige Einschränkungen weglassen
Wörter wie „häufig“, „teilweise“ oder „unter bestimmten Bedingungen“ sind für die Aussage wichtig. Lassen Sie diese weg, wird aus einer differenzierten Feststellung schnell eine falsche Behauptung.
-
Eigene Bewertungen hinzufügen
Eine Paraphrase gibt fremde Gedanken wieder. Persönliche Meinungen, Schlussfolgerungen oder Kritik gehören in einen eigenen Satz.
-
Gesprächspartner falsch interpretieren
Wer eine Aussage vorschnell umdeutet, erzeugt neue Missverständnisse. Prüfen Sie Ihre Interpretation durch eine kurze Rückfrage.
-
Quellenangaben vergessen
In wissenschaftlichen Arbeiten bleibt fremdes Gedankengut auch nach dem Umformulieren fremdes Gedankengut. Nennen Sie deshalb die verwendete Quelle.
Paraphrasieren mit KI: Ist das erlaubt?
Sie dürfen KI-Tools wie ChatGPT, Claude oder Google Gemini grundsätzlich verwenden, um eigene Texte umzuformulieren oder alternative Formulierungen zu entwickeln. Ob dies bei wissenschaftlichen Arbeiten, Prüfungen oder anderen bewerteten Leistungen erlaubt ist, hängt allerdings von den Vorgaben Ihrer Hochschule bzw. Bildungseinrichtung ab. KI-generierte Paraphrasen sollten Sie immer sorgfältig überprüfen. Sprachmodelle verändern mitunter Bedeutungen, lassen Einschränkungen weg oder ergänzen Informationen, die im Original nicht enthalten sind. Auch die Quellenpflicht entfällt durch den Einsatz künstlicher Intelligenz nicht. Nutzen Sie KI deshalb als Formulierungshilfe, nicht als Ersatz für das eigene Textverständnis. Bei vertraulichen beruflichen Dokumenten sollten Sie außerdem prüfen, ob die Eingabe in ein externes KI-System datenschutzrechtlich und betrieblich zulässig ist.
Paraphrasieren üben: 3 Übungen mit Lösungen
Paraphrasieren lässt sich durch regelmäßiges Üben verbessern. Beginnen Sie mit kurzen Texten und steigern Sie anschließend die Schwierigkeit. Die folgenden Aufgaben trainieren sowohl schriftliche Paraphrasen als auch die Anwendung in Gesprächen.
Übung 1: Einen Satz paraphrasieren
Formulieren Sie die folgende Aussage mit eigenen Worten, ohne deren Bedeutung zu verändern:
- „Eine transparente Kommunikation innerhalb des Unternehmens trägt wesentlich dazu bei, Missverständnisse zwischen Mitarbeitern und Führungskräften zu reduzieren.“
- Musterlösung:
„Wenn Unternehmen offen kommunizieren, entstehen zwischen Beschäftigten und Vorgesetzten weniger Missverständnisse.“ - „Beschäftigte, die ihre Aufgaben selbstständig organisieren dürfen, erleben häufig eine höhere Arbeitszufriedenheit. Gleichzeitig benötigen sie klare Ziele und ausreichend Informationen, um eigenverantwortlich handeln zu können.“
- Musterlösung:
„Wer seine Arbeit eigenständig planen darf, ist mit seiner beruflichen Situation oft zufriedener. Voraussetzung dafür sind jedoch eindeutige Ziele und die notwendigen Informationen.“ - „Ich habe nichts dagegen, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen. Aber wenn ständig neue Projekte dazukommen, ohne dass wir über Prioritäten sprechen, weiß ich irgendwann nicht mehr, was zuerst erledigt werden soll.“
- Musterlösung:
„Sie sind also bereit, weitere Aufgaben zu übernehmen, wünschen sich aber eine klare Priorisierung der Projekte. Habe ich Sie richtig verstanden?“
Übung 2: Einen Text sinngemäß wiedergeben
Paraphrasieren Sie diesen kurzen Absatz:
Übung 3: Eine Aussage im Gespräch paraphrasieren
Ein Kollege sagt zu Ihnen etwas. Wie könnten Sie darauf reagieren, um Verständnis zu zeigen und die Kernaussage zu überprüfen?
Selbsttest: Ist Ihre Paraphrase gelungen?
Prüfen Sie Ihre eigenen Formulierungen anhand dieser fünf Fragen:
- Habe ich die ursprüngliche Aussage richtig verstanden?
- Verwende ich eigene Wörter und einen eigenständigen Satzbau?
- Bleiben alle wesentlichen Informationen erhalten?
- Habe ich auf zusätzliche Behauptungen und Bewertungen verzichtet?
- Ist die Quelle angegeben, sofern ich fremde Gedanken wissenschaftlich verwende?
Wenn Sie alle fünf Fragen mit „Ja“ beantworten, haben Sie die wichtigsten Anforderungen an eine gute Paraphrase erfüllt.
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