Kündigungsvorlagen: Einfach kündigen, kostenlose Muster

Ob Fitnessstudio, Wohnung, Versicherung oder das eigene Arbeitsverhältnis: Kündigungsvorlagen helfen, die eigene Kündigung in eine gültige Form zu bringen. Dabei kommt es auf formale Kriterien und Fristen an. Wir haben mehrere kostenlose Kündigungsvorlagen für Sie und erklären, worauf Sie bei der Kündigung achten müssen…

Kuendigungsvorlagen Kostenlos Beispiele Anleitung Tipps

Kostenlose Vordrucke: Vorgeschriebene Kündigungsvorlagen

Der Vorteil von Kündigungsvorlagen: Sie sparen Zeit. Statt selbst Formulierungen zu suchen, können Sie die Mustervorlagen und Beispieltexte übernehmen. Nachfolgend finden Sie die gängigsten Kündigungsvorlagen als Word-Datei. Zum Download auf die Vorschaubilder klicken.

Kündigungsvorlagen Arbeitsverhältnis kostenlose Vordrucke Kündigungsvorlagen Arbeitsverhältnis kostenlose Vordrucke
Kündigungsvorlage Arbeitsverhältnis (lang) Kündigungsvorlage Arbeitsverhältnis (kurz)
Kündigungsvorlagen Versicherung kostenlose Vordrucke Kündigungsvorlagen Fitnessstudio kostenlose Vordrucke
Kündigungsvorlage Versicherung Kündigungsvorlage Fitnessstudio
Kündigungsvorlagen Handyvertrag Kündigungsvorlagen Wohnung
Kündigungsvorlage Handyvertrag Kündigungsvorlage Wohnung

Kündigungsschreiben Vorlage – Online-Generator

Das folgende Kündigungsschreiben Muster können Sie gleich online umschreiben und individuell anpassen. Dazu einfach auf den Kasten klicken und anschließend den Text kopieren:

Bea Beispiel
Phantasiestraße 1
12345 Beispielstadt

Fantasie GmbH
Personalabteilung z.H. Herr Muster
Hauptstraße 2
45678 Musterstadt

Datum [TT.MM.JJJJ]

Kündigung meines Arbeitsvertrages, Personalnr: 1234

Sehr geehrter Herr Muster,

hiermit kündige ich ordentlich und fristgerecht meinen Arbeitsvertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Dies ist nach meiner Berechnung und unter Einhaltung der Kündigungsfrist der TT.MM.JJJJ.

Ich bedanke mich für die bisher gute und kollegiale Zusammenarbeit. Ich konnte viel lernen und bin dankbar für die Unterstützung, die Sie mir entgegengebracht haben. Bitte bestätigen Sie mir den Erhalt des Kündigungsschreibens und das genannte Datum, an dem der Arbeitsvertrag endet.

Ferner bitte ich darum, mir ein qualifiziertes Arbeitszeugnis auszustellen. Bitte schicken Sie mir das zusammen mit meinen Arbeitspapieren an die obige Adresse.

Mit freundlichen Grüßen
[Eigenhändige Unterschrift]

Anzeige

Was muss ich bei der Kündigung beachten?

Mit der Kündigung lösen Sie einseitig einen bestehenden Vertrag. Egal, ob Sie Ihr Arbeitsverhältnis oder Ihre Wohnung kündigen – Inhalt und Kernaussage bleiben stets gleich: „Hiermit kündige ich [Betreffendes eintragen] ordentlich und fristgerecht zum TT.MM.JJJJ.“ Vorteil: Je kürzer die Formulierung, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Kündigung juristisch rechtswirksam ist. Um eine einwandfreie Kündigung zu schreiben, müssen Sie überdies diese formalen Regeln beachten:

1. Nur schriftlich kündigen

Unsere Kündigungsvorlagen bieten wir aus gutem Grund in Word an: So können Sie diese individuell anpassen, ausdrucken und postalisch verschicken oder überreichen. Es heißt zwar: „eine Kündigung aussprechen“ – eine mündliche Kündigung (etwa telefonisch) ist aber nicht wirksam. Auch eine digitale Kündigung per SMS, Whatsapp oder E-Mail ist nach § 623 BGB ausgeschlossen. Ausnahmen gelten jedoch bei digitalen Verträgen – etwa, wenn Sie Ihren Mobilfunkvertrag kündigen.

2. Absicht klar formulieren

Aus dem Kündigungsschreiben muss klar hervorgehen, dass Sie kündigen. Verwenden Sie dafür entweder in der Betreffzeile das Wort „Kündigung“ und am besten gleich im ersten Satz des Schreibens die Formulierung „Hiermit kündige ich“. Kündigungsvorlagen sollten nie um den heißen Brei herumreden. Es geht um eine eindeutige und unmissverständliche Aussage: Sie kündigen!

3. Adresse und Adressat korrekt angeben

Nur wenn sowohl Ihr Name samt Adresse sowie Name und Anschrift desjenigen, dem Sie kündigen, angegeben sind, ist die Kündigung formal vollständig und kann zweifelsfrei zugeordnet werden. Besonders wichtig hierbei ist die korrekte Schreibweise der Namen und Firmen. Das Schreiben kann sonst angefochten werden.

4. Kündigung datieren und unterschreiben

Eine korrekte Kündigung muss unbedingt das Datum enthalten, zu welchem Zeitpunkt das Vertragsverhältnis beendet werden soll. Wollen Sie Ihren Job kündigen, müssen Sie dafür die Kündigungsfrist einhalten – die gesetzliche nach § 622 BGB oder laut Vertrag bzw. Tarifvertrag. Rechtskräftig wird die Kündigung erst durch Ihre eigenhändige Unterschrift.

5. Fristlose Kündigungen immer begründen

Eine ordentliche Kündigung müssen Sie weder begründen noch rechtfertigen. Ob mit oder ohne Kündigungsvorlagen: Sie müssen keinen Kündigungsgrund angeben. Zwingend erforderlich ist dieser jedoch bei einer fristlosen Kündigung. Etwa mehrfach ausbleibende Lohnzahlung, Beleidigung oder sexuelle Belästigung. Die Kündigung muss innerhalb von 2 Wochen nach Bekanntwerden des Grundes ausgesprochen werden.

Wie ist eine Kündigung aufgebaut?

Was muss alles in die Kündigung rein? Im Wesentlichen enthält eine Kündigung diese Bestandteile, die Sie auch in den Kündigungsvorlagen finden:
Ein professionelles Kündigungsschreiben wird wie ein klassischer Brief aufgebaut. Damit das Schreiben rechtssicher ist, muss es folgende Elemente enthalten:

  1. Briefkopf

    Der Briefkopf enthält sowohl den Absender (wer kündigt?) als auch den Namen und die Anschrift des Empfängers (wem wird gekündigt?). Adressiert wird entweder der direkte Vorgesetzte oder die Personalabteilung.

  2. Datum

    Unter Absender und Empfänger kommt rechtsbündig das aktuelle Datum. Für die Berechnung der richtigen Kündigungsfrist ist aber das Eingangsdatum ausschlaggebend.

  3. Betreff

    In der Betreffzeile sollte unbedingt das Wort „Kündigung“ stehen. Zusätzlich können Sie Ihre Personalnummer angeben oder das Datum, an dem der Arbeitsvertrag enden soll. Das Wort „Betreff:“ davor immer weglassen.

  4. Anrede

    Die Kündigung sollte sich an eine zuständige Person richten – an den Chef oder die Personalabteilung, nicht an „Sehr geehrte Damen und Herren“. Wie Sie den Zusatz „zu Händen“ richtig verwenden oder abkürzen, können Sie hier nachlesen.

  5. Kündigungserklärung

    Bereits im ersten Satz müssen Sie eine eindeutige und unmissverständliche Kündigungsaussage formulieren, etwa: „Hiermit kündige ich meinen Arbeitsvertrag zum TT.MM.JJJJ.“

  6. Kündigungsbestätigung

    Um sicherzugehen, dass Sie richtig gekündigt haben, empfehlen Experten einen kurzen Satz, mit dem Sie um eine schriftliche Bestätigung der Kündigung bitten.

  7. Danksagung (optional)

    Je nachdem, wie und warum Sie kündigen, sollten Sie sich kurz für die bisherige Zusammenarbeit bedanken. Eine Begründung zur Kündigung ist hingegen nicht erforderlich.

  8. Bitte um Arbeitszeugnis (empfohlen)

    Zusammen mit dem Kündigungsschreiben sollten Sie ein qualifiziertes Arbeitszeugnis anfordern. Sie brauchen es für spätere Bewerbungen!

  9. Grußformel

    Formal korrekt beenden Sie das Schreiben „mit freundlichen Grüßen“ – das reicht völlig.

  10. Unterschrift

    Zwingend erforderlich ist immer die handschriftliche Unterschrift am Ende des Kündigungsschreibens. Ohne die Unterschrift ist die Kündigung nicht rechtswirksam.

Darüber, wann das Arbeitsverhältnis endet, entscheiden Kündigungsfrist und der sogenannte „Zugang“ – also ab wann das Schreiben im Machtbereich des zu Kündigenden ist. Geben Sie die Kündigung persönlich ab, gilt sie sofort. Beim Versand per Post zählen Eingang im Briefkasten oder in der Poststelle. Anwälte empfehlen hierfür ein Einwurf-Einschreiben.

Anzeige

Wann kann ich einen Vertrag fristlos kündigen?

Für eine „außerordentliche Kündigung“ muss die andere Seite gegen geltendes Recht verstoßen oder vertragliche Pflichten nicht erfüllen. Bei einem Arbeitsverhältnis ist das etwa der Fall, wenn der Chef zu illegalen Geschäften auffordert, den Arbeitsschutz ignoriert oder Mitarbeiter körperlich bedroht oder beleidigt. Weil eine weitere Zusammenarbeit unzumutbar wäre, kann in solchen Fällen fristlos gekündigt werden.

Ein Sonderkündigungsrecht, bei dem Sie Fristen nicht beachten müssen, existiert auch für Versicherungen und im Mietrecht. Zum Beispiel, wenn die Versicherung Beiträge ohne Leistungsanpassung erhöht. Ist ein Angehöriger verstorben, können Sie wiederum seine Wohnung mit einer Frist von einem Monat nach dessen Tod kündigen.

Wie kündigen in der Probezeit?

In der Probezeit gelten andere Kündigungsfristen als im normalen Arbeitsverhältnis. Die Probezeit kann bis zu 6 Monate betragen – in dieser Zeit kann ohne Angabe von Gründen mit einer Frist von 2 Wochen gekündigt werden – von beiden Seiten, also Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Wie schnell kann ich einen Vertrag kündigen?

Geht es um Verträge, die Sie als Verbraucher geschlossen haben, haben Sie in der Regel ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Zu solchen Verträgen zählen beispielsweise Versicherungen, Mobilfunkverträge sowie Kreditkäufe, Zeitungsabonnements oder Käufe, die Sie über das Internet oder Telefon tätigen.

Im Arbeitsrecht gibt es kein Widerrufsrecht. Hat der Arbeitsvertrag begonnen und die Probezeit ist vorbei, sind Sie an die geltenden Kündigungsfristen gebunden. Wer erst später feststellt, dass der Job nicht den Erwartungen entspricht, muss bis zum Ablauf der Kündigungsfrist bleiben. Oder einen Aufhebungsvertrag aushandeln.


Was andere dazu gelesen haben