Zu Händen: So ist die Abkürzung richtig

Der schriftliche Austausch ist trotz moderner Technologien weiterhin ein wichtiger Teil der Kommunikation. Dokumente, die eine handschriftliche Unterschrift benötigen, Briefe an Behörden oder Firmen und oftmals auch der Schriftverkehr zwischen Unternehmen selbst findet weiterhin oftmals in Form von Geschäftsbriefen statt. Wer einen Brief schreibt, möchte aber natürlich, dass dieser genau bei der Person ankommt, für die er gedacht ist. Dafür hat sich die zusätzliche Information zu Händen im Adressfeld durchgesetzt. Allerdings gibt es auch einige Verwirrung, wie dieser Zusatz richtig angewendet wird und welche Abkürzung dabei genutzt werden sollte. Wir klären auf und zeigen mit einfachen Beispielen, wie Sie die Abkürzung richtig nutzen, damit Ihr Brief wirklich zu Händen der richtigen Person zugestellt wird…

Zu Händen: So ist die Abkürzung richtig

Zu Händen: Wann wird es genutzt?

E-Mail Adressen sind in den meisten Fällen sehr eindeutig. In Unternehmen folgen diese beispielsweise oftmals dem Muster [email protected] – eine klare Zuordnung und Struktur, bei der Sie sicher sein können, dass genau der Ansprechpartner, an den Sie sich wenden wollen, Ihre E-Mail erhält. Bei Briefen verhält es sich etwas anders.

Wenn Sie privat einen Brief an Freunde verschicken, reicht die vollständige Adresse in der Regel aus. Durch Namen und Adresse ist der Empfänger klar. Wie sieht es aber aus, wenn Sie wichtige Dokumente an eine Behörde schicken oder Ihre Bewerbungsunterlagen an den Personaler eines Unternehmens weiterleiten, mit dem Sie vorher bereits telefonisch oder auf einer Jobmesse Kontakt hatten?

Wer hier beispielsweise nur Finanzamt oder Fantasie GmbH im Adressfeld seines Schreibens angibt, muss damit rechnen, dass der Brief nicht beim gewünschten Sachbearbeiter oder Personaler landet. Selbst wenn Sie noch die jeweilige Abteilung hinzufügen, sitzen dort immer noch zahlreiche Mitarbeiter. Auf Briefen wird für genau dieses Problem die Information zu Händen angefügt.

Damit weisen Sie genau darauf hin, für wen das Schreiben bestimmt ist und wer der genaue Empfänger innerhalb eines Unternehmens oder einer Abteilung ist. Das ist gleich doppelt sinnvoll: Zum einen helfen Sie dabei, dass der Brief nicht durch unzählige Hände und Stationen weitergereicht werden muss, bis er sein Ziel erreicht – wodurch sich im besten Fall die Zeit bis zur Antwort reduziert.

Zum anderen vermeiden Sie Probleme in der schriftlichen Kommunikation. Plötzlich übernimmt ein anderer Ansprechpartner, Sie müssen alles noch einmal erklären und Unterlagen erneut verschicken. Mit dem simplen Vermerk, zu Händen von Max Mustermann, umgehen Sie diese nervige Situation.

Welche Abkürzung für zu Händen ist korrekt?

Zu Händen Herrn Abkürzung Briefumschlag Duden Bewerbung EmailDie ausgeschriebene Variante zu Händen oder sogar zu Händen von werden Sie auf Briefen wohl so gut wie nie sehen. Der Platz ist begrenzt und die wichtigsten Angaben und Informationen des Empfängers sollen kurz und knapp festgehalten werden. Stattdessen werden Abkürzungen genutzt, bei denen es aber regelmäßig zu einiger Verwirrung kommt.

Heißt es nun z. Hd. oder z. H.? Glücklicherweise ist die Unsicherheit an dieser Stelle völlig unbegründet, denn beide Varianten sind gleichermaßen gültig und verständlich. Der Duden nennt mit z. Hdn. sogar noch eine dritte Möglichkeit. Am häufigsten wird dabei die Abkürzung z. Hd. verwendet, doch wenn Ihnen eine andere Form besser gefällt, machen Sie damit nichts falsch.

Außerdem bleibt es Ihnen selbst überlassen, ob Sie das Leerzeichen in der Abkürzung nutzen oder nicht. Sowohl z. Hd. als auch z.Hd. funktionieren ohne Probleme und garantieren, dass Ihre Briefe den Empfänger finden.

Zu Händen: So machen Sie es richtig

Bei der Abkürzung haben Sie einige Freiheiten und brauchen sich keine Sorgen zu machen, dass der Brief dadurch nicht ankommt. Sie sollten jedoch darauf achten, wie genau Sie den Vermerk in der Adresse einbauen. Klar ist, dass dieser wie die gesamte Adresse des Empfängers auf den Briefumschlag kommt – doch wie genau wird es richtig gemacht?

Diese Frage ist nicht ganz unwichtig, denn Ihre Briefe landen in einer zentralen Verteilstation der Post, wo die Adressen elektronisch ausgelesen und verarbeitet werden. Ist das Adressfeld auf Ihrem Schreiben ein absolutes Chaos, gehen Sie damit das Risiko ein, dass die Geräte die Adresse des Empfängers nicht erkennen können. In einem solchen Fall kann es notwendig sein, einen Brief von Hand zu kontrollieren, die Adresse zu überprüfen oder gegebenenfalls das Adressfeld zu korrigieren, damit es elektronisch erfasst werden kann.

Um Adressfelder möglichst einheitlich zu gestalten, sind diese in der DIN 5008 geregelt. Wenn Sie sich daran halten, wird Ihr Brief schnell und ohne Probleme zugestellt – und landet garantiert zu Händen der Person, die Sie als Empfänger genannt haben.

Nachfolgend haben wir drei einfache Beispiele erstellt, die Ihnen zeigen, wie Sie die Abkürzung z.Hd. im Adressfeld richtig nutzen, abhängig davon, ob Sie an eine Ortsanschrift oder ein Postfach senden:

Fantasie GmbH
Human Ressources, z.Hd. Herrn Schmidt
Hauptstraße 23
12345 Neustadt

Sollten Sie keine Angabe über die Abteilung haben, kann diese auch entfallen. In diesem Fall ist die Verwendung der Abkürzung von zu Händen nicht mehr unbedingt nötig, kann aber noch einmal verstärken, an wen das Schreiben gerichtet ist:

Fantasie GmbH
z.Hd. Herrn Schmidt
Hauptstraße 23
12345 Neustadt

Wenn Ihnen keine Adresse, sondern lediglich ein Postfach vorliegt, können Sie trotzdem den Vermerk zu Händen hinzufügen:

Einwohnermeldeamt Neustadt
z.Hd. Frau Maier
Postfach 9876
12345 Neustadt

Bei E-Mails, weil es beispielsweise nur eine allgemeine Anschrift in Form von [email protected] gibt, können Sie das zu Händen direkt in den Betreff einfügen. Im elektronischen Schriftverkehr ist es jedoch eher unüblich und wird nur selten genutzt.

[Bildnachweis: AlexandrBognat by Shutterstock.com]
3. August 2018 Nils Warkentin Autor Profilbild Autor: Nils Warkentin

Nils Warkentin studierte Business Administration an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und sammelte Erfahrungen im Projektmanagement. Auf der Karrierebibel widmet er sich Themen rund um Studium, Berufseinstieg und Büroalltag.

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