E-Mail-Anrede: Beispiele für jeden Anlass
Wie Sie eine E-Mail schreiben und beginnen, hängt vor allem davon ab, wen Sie anschreiben, wie gut Sie die Person kennen und wie förmlich der Anlass ist. Nach der Betreffzeile ist die Anrede das Erste, was Empfänger lesen.
Eine unpassende Anrede kann respektlos und unhöflich wirken, ja sogar verärgern. Eine professionelle Ansprache dagegen weckt Sympathien und öffnet den Empfänger für den Inhalt. Die folgende Übersicht zeigt bewährte Anreden für unterschiedliche Situationen:
Anlass |
Passende E-Mail-Anrede |
| Förmliche E-Mail | Sehr geehrte Frau Müller, |
| Förmliche E-Mail an Mann | Sehr geehrter Herr Meier, |
| Neutrale Anrede | Guten Tag, Frau Müller, |
| Unbekannter Empfänger | Guten Tag, |
| Ohne Ansprechpartner | Sehr geehrtes Serviceteam, |
| Mehrere Personen | Sehr geehrte Frau Müller, sehr geehrter Herr Meier, |
| Kollegen | Hallo zusammen, |
| Vertrauter Kontakt | Liebe Anna, |
| Geschäftspartner | Guten Tag, Herr Schneider, |
| Englische E-Mail | Dear Ms Miller, |
Förmliche, neutrale oder persönliche Anrede?
Gegenüber unbekannten Personen, Kunden, Behörden oder Vorgesetzten empfiehlt sich zunächst eine förmliche Anrede. Mit „Sehr geehrte Frau …“ bzw. „Sehr geehrter Herr …“ machen Sie im Deutschen und beim Erstkontakt nichts falsch. Das ist bis heute Standard. Wer die Ansprache etwas persönlicher formulieren will, kann auf die Tageszeit Bezug nehmen: „Guten Morgen, Frau Müller,“ oder „Guten Tag, Herr Meier,“ wirkt freundlich und professionell.
Grundsätzlich gilt: Je besser Sie den Empfänger kennen, desto informeller kann die E-Mail-Anrede sein. Bei Freunden, engen Kollegen und vertrauten Geschäftspartnern dürfen Sie mit „Hallo“, „Liebe“ oder „Lieber“ beginnen. Ebenso mit „Hi“ oder dem Vornamen, wenn das dem üblichen Umgangston entspricht. Eine persönliche Anrede signalisiert Nähe und Vertrautheit. Im geschäftlichen Erstkontakt sollten Sie diese Nähe aber nicht vorschnell voraussetzen.
E-Mail-Anrede bei unbekanntem Empfänger
Kennen Sie den Namen Ihres Ansprechpartners nicht, sollten Sie zunächst versuchen, ihn herauszufinden. Oft genügt ein Blick auf die Unternehmenswebsite, das Impressum oder die Kontaktseite. Gerade bei wichtigen geschäftlichen Nachrichten oder einer Bewerbung wirkt eine persönliche Anrede professioneller als eine allgemeine Floskel. Ist der Name nicht zu ermitteln, können Sie eine neutrale E-Mail-Anrede ohne Ansprechpartner verwenden:
- Guten Tag,
- Guten Morgen,
- Sehr geehrtes Serviceteam,
- Sehr geehrtes Praxisteam,
- Sehr geehrtes Recruiting-Team,
- Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
- Sehr geehrte Damen und Herren,
Welche Anrede passt, richtet sich nach dem Empfänger. Schreiben Sie an eine Arztpraxis, ist „Sehr geehrtes Praxisteam“ ebenso höflich wie konkret. Bei einer allgemeinen Anfrage an eine Firma eignen sich „Guten Tag“ oder die direkte Ansprache der zuständigen Abteilung. Mit der klassischen Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ machen Sie formal nichts falsch. Sie ist allerdings eine Notlösung, wenn Sie keinen Namen ermitteln konnten oder mehrere unbekannte Personen ansprechen.
Neutrale Anrede ohne Geschlechtszuordnung
Ist Ihnen der Name bekannt, aber die passende geschlechtsspezifische Anrede unklar, müssen Sie nicht zwischen „Frau“ und „Herr“ raten. Eine Alternative ist „Guten Tag, Alex Muster,“ oder bei bekanntem Vornamen und entsprechendem Umgangston „Hallo Alex,“. So sprechen Sie die Person direkt an, ohne ihr ein Geschlecht zuzuordnen.
E-Mail-Anrede für mehrere Empfänger
Komplizierter wird es, wenn Sie eine E-Mail an mehrere Personen schicken. In diesem Fall können Sie die Empfänger nacheinander anreden – getrennt durch Kommas. Bei längeren Namen oder mehr als zwei Personen ist die Schreibweise untereinander übersichtlicher.
E-Mail-Anrede für zwei Personen
Schreiben Sie zwei Personen gleichzeitig an, nennen Sie beide namentlich. Beispiel:
- Sehr geehrte Frau Vollmers,
sehr geehrter Herr Meier,
Bei zwei Geschäftsleuten auf derselben Hierarchieebene wird aus Höflichkeit traditionell die Frau zuerst genannt. Steht eine Person in der Unternehmenshierarchie höher, wird sie bei Arbeitsmails zuerst genannt. Bei gleicher Position können Sie die Namen auch alphabetisch ordnen.
E-Mail-Anrede für drei oder mehr Personen
Bei drei oder mehr Empfängern gilt ebenfalls: In geschäftlichen E-Mails nennen Sie die ranghöchste Person immer zuerst. Ist keine Hierarchie erkennbar, orientieren Sie sich an der üblichen Höflichkeit oder einer nachvollziehbaren (alphabetischen) Reihenfolge. Beispiel:
- Sehr geehrter Herr Chef, sehr geehrte Frau Muster, sehr geehrter Herr Beispiel,
- Liebe Frau Muster, lieber Herr Beispiel, liebe Frau Vorlage,
- Guten Tag, Frau Muster, Herr Beispiel und Frau Vorlage,
Wer eine größere Gruppe anschreibt, sollte auf die namentliche Aufzählung verzichten. Stattdessen eignet sich eine gemeinsame Anrede, die alle Empfänger einschließt. Beispielsweise „Sehr geehrtes Projektteam“, „Liebe Kolleginnen und Kollegen“ oder „Hallo zusammen“.
Genderneutrale E-Mail-Anrede
Wer eine genderneutrale Anrede nutzen möchte, kann in E-Mails zum Beispiel schreiben:
- Sehr geehrte Lesende und Zuhörende,
- Sehr geehrte Gesprächspartner,
- Guten Tag zusammen,
- Liebes Team,
- Liebe Mitarbeitende,
Die erste Formulierung hat den Charme, dass sie Menschen unabhängig davon anspricht, ob sie Texte lesen oder mündlichen Beiträgen zuhören. Die zweite, eigentlich neutrale Anrede im Plural wird von manchen noch als zu männlich empfunden. Oft sind deshalb konkrete Gruppenbezeichnungen wie „Liebes Projektteam“ die bessere Lösung.
E-Mail-Anrede unter Kollegen
Wer tagtäglich zusammenarbeitet, sich duzt und ein enges Vertrauensverhältnis hat, darf seine E-Mails formloser beginnen. Oft ist es völlig in Ordnung, die Nachricht mit „Liebe“ oder „Lieber“ zu beginnen. Weitere Beispiele sind „Hallo zusammen“, „Hallo allerseits“ oder „Guten Morgen, liebes Team“. Diese Anreden eignen sich, wenn der Absender mit den Empfängern gut vertraut ist – im Freundeskreis genauso wie im Team. Mit einer Geschlechterunterscheidung bekommt die Anrede eine persönlichere Note:
- „Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,“
Zwar werden die Empfänger nicht einzeln genannt, allerdings klingt diese E-Mail-Anrede direkter, weil Ihnen wichtig ist, alle im Team anzusprechen – Frauen wie Männer. Je nach Thema und Mail-Inhalt ist das sinnvoll.
Empfänger in CC oder BCC?
Bitte beachten Sie beim E-Mail-Versand an mehrere Empfänger auch die Unterschiede zwischen CC und BCC:
-
CC (Carbon Copy)
Wenn Sie eine E-Mail an mehrere Personen schicken und deren Adressen ins An- oder CC-Feld setzen, sind diese für die anderen Empfänger sichtbar. Bei externen Nachrichten kann das unter Umständen den Datenschutz verletzen. Nicht jeder möchte, dass seine persönliche E-Mail-Adresse anderen bekannt wird.
-
BCC (Blind Carbon Copy)
Für mehr Vertraulichkeit sorgt es, alle Empfänger oder alle bis auf den Hauptadressaten ins BCC-Feld einzutragen. Die dort eingetragenen Adressen bleiben für andere Empfänger unsichtbar. In diesem Fall ergibt eine namentliche Anrede wenig Sinn, weil Sie sonst verraten könnten, wer die Nachricht ebenfalls erhält. Verwenden Sie besser eine neutrale Gruppenanrede oder sprechen Sie nur den sichtbaren Hauptempfänger an.
E-Mail-Anrede bei Geschäftspartnern
Gegenüber Geschäftspartnern sollte die Anrede zunächst förmlicher gewählt werden. Bei persönlich unbekannten Ansprechpartnern machen Sie mit „Sehr geehrte Frau…“ oder „Sehr geehrter Herr…“ nichts verkehrt. Die Anrede prägt schließlich den ersten Eindruck und zeigt, wie respektvoll Sie mit Ihrem Gegenüber umgehen. Die folgenden Beispiele zeigen die Unterschiede, wenn die Namen der Adressaten bekannt sind:
- Sehr geehrte Frau Muster, sehr geehrter Herr Beispiel,
- Guten Tag, Frau Muster, guten Tag, Herr Beispiel,
- Liebe Frau Muster, lieber Herr Beispiel,
Bei einem langjährigen Geschäftskontakt darf der Ton freundschaftlicher werden. Eine Formulierung mit „Liebe“ oder „Lieber“ ist deutlich persönlicher und unterstreicht das gute Vertrauensverhältnis. Passen Sie die Anrede aber stets dem Anlass an: Bei einer Mahnung, Beschwerde oder einem offiziellen Schreiben ist mehr Distanz angebracht als bei einer Einladung zum gemeinsamen Mittagessen.
Förmliche E-Mail-Anrede bei Professoren und Doktoren
Trägt der Empfänger einen akademischen Titel, sollten Sie diesen in der förmlichen Anrede berücksichtigen. Ihn wegzulassen, kommt bei manchem Empfänger einer Herabwürdigung gleich. In der Praxis werden insbesondere die Titel Professor und Doktor genannt. Niedrigere akademische Grade wie Bachelor, Master oder Diplom entfallen dagegen in der Anrede.
Professor oder Doktor richtig anreden
Die folgenden Formulierungen sind im geschäftlichen und akademischen Schriftverkehr üblich:
- Sehr geehrter Herr Professor Muster,
- Sehr geehrte Frau Professorin Beispiel,
- Sehr geehrter Herr Dr. Muster,
- Sehr geehrte Frau Dr. Beispiel,
- Sehr geehrter Herr Professor Dr. Muster,
- Sehr geehrte Frau Professorin Dr. Beispiel,
In der Anrede wird „Professor“ ausgeschrieben, „Doktor“ dürfen Sie dagegen mit „Dr.“ abkürzen. Trägt Ihr Empfänger mehrere akademische Grade, genügt in der Regel die Nennung des höchsten Titels. Auch die Kombination „Professor Dr.“ ist gebräuchlich. Bei mehreren Doktortiteln müssen Sie diese nicht einzeln aufführen.
Was gilt bei Adelstiteln?
Bei Adelstiteln fallen bei der traditionellen Anrede „Herr“ bzw. „Frau“ und „von“ weg. Freiherren und -frauen wiederum werden zu „Herr“ bzw. „Frau“. Beispiele:
- Sehr geehrter Graf Musterstein,
- Sehr geehrte Baronin Muster-Beispiel,
- Sehr geehrter Professor Graf Musterstein,
Bei historischen Adelsbezeichnungen und persönlichen Namensformen gibt es allerdings Unterschiede: Orientieren Sie sich im Zweifel daran, wie sich die betreffende Person selbst in offiziellen Schreiben bezeichnet.
E-Mail-Anrede auf Englisch
Eine große Gemeinsamkeit weist die E-Mail-Anrede auf Englisch mit der deutschen auf: In beiden Fällen hängt die Wahl der Anrede davon ab, in welcher Beziehung Sie zum Adressaten stehen. Auch werden E-Mails im privaten wie im geschäftlichen Umfeld generell informeller gehandhabt als Briefe.
Im Deutschen wird nach der Anrede ein Komma gesetzt und klein weitergeschrieben. Im Englischen ist das Satzzeichen abhängig davon, ob Sie an einen Gesprächspartner in Großbritannien oder in den USA schreiben. In Großbritannien ist das Komma in vielen Briefkonventionen optional; in amerikanischen Geschäftsbriefen wird bei förmlichen Anreden stattdessen ein Doppelpunkt gesetzt. Bei normalen E-Mails ist ein Komma verbreitet. Der anschließende Satz beginnt im Englischen groß.
Englische E-Mail-Anrede: Beispiele
Situation |
Englische Anrede |
| Förmlich, Mann | Dear Mr Miller, |
| Förmlich, Frau | Dear Ms Miller, |
| Professor | Dear Professor Smith, |
| Vertrauter Kontakt | Dear Andrea, |
| Unbekannter Empfänger | Dear Sir or Madam, |
| Mehrere Personen | Dear all, |
| Team | Hi everyone, |
| Allgemeine Anfrage | To whom it may concern, |
Die Standardformulierung für englische Briefe und E-Mails ist „Dear Mr“ bzw. „Dear Ms“. Im Gegensatz zu früher wird kein Wert mehr auf die Unterscheidung zwischen verheirateten und unverheirateten Frauen gelegt. So wie im Deutschen „Fräulein“ als Anrede unüblich ist, wird im Englischen auf „Miss“ verzichtet.
„Dear Gary“ oder „Dear Andrea“ eignet sich für persönliche Kontakte, Kollegen und Geschäftspartner, wenn bereits ein vertrauter Umgang besteht. „Dear Sir or Madam“ ist dagegen eine Notlösung – das Pendant zum deutschen „Sehr geehrte Damen und Herren“. Noch unpersönlicher und formeller wirkt „To whom it may concern“. Für informelle Nachrichten an mehrere Personen eignen sich „Dear all“ oder „Hi everyone“.
3 wichtige Regeln für die E-Mail-Anrede
Für die korrekte Schreibweise einer E-Mail-Anrede gelten drei einfache Regeln. Sie betreffen Satzzeichen, Zeilenabstand und Groß- bzw. Kleinschreibung.
-
Komma nach der Anrede
Die förmlich korrekte E-Mail-Anrede endet im Deutschen mit einem Komma. Beispiel: „Sehr geehrte Frau Muster,“. Die abschließende Grußformel „Mit freundlichen Grüßen“ steht dagegen ohne Komma.
-
Leerzeile nach der Anrede
Nach der Anrede folgt laut DIN 5008 für Geschäftsbriefe grundsätzlich eine Leerzeile. Auch bei geschäftlichen E-Mails verbessert dieser Abstand die Lesbarkeit.
-
Kleinschreibung nach dem Komma
Das erste Wort des Einleitungssatzes wird wegen des Kommas kleingeschrieben, sofern es sich nicht um ein Substantiv, einen Eigennamen oder ein anderes grundsätzlich großzuschreibendes Wort handelt. Beispiel: „Sehr geehrte Frau Muster, vielen Dank für Ihre Nachricht.“
Wie beginnt man eine E-Mail nach der Anrede?
Nach der Anrede folgt eine Leerzeile und anschließend ein freundlicher, möglichst konkreter Einstieg. Statt „ich hoffe, es geht Ihnen gut“ kommen Sie bei geschäftlichen Nachrichten besser direkt zum Anlass: „vielen Dank für das freundliche Gespräch gestern.“ oder „wie vereinbart, sende ich Ihnen die gewünschten Unterlagen.“
Was sagt die E-Mail-Anrede über die Beziehung?
Egal, ob privat oder im Berufsleben: Jeder sollte sich genau überlegen, wen man wie anschreibt. Die korrekte E-Mail-Anrede enthält trotz ihrer Kürze viele Informationen über denjenigen, der sie ausgewählt hat. Oder anders formuliert: Was Peter über Paul sagt (oder wie er ihn anredet), sagt mehr über Peter als über Paul. Diese Informationen lassen sich der E-Mail-Anrede entnehmen:
-
Intention
Locker und salopp oder förmlich distanziert? Wird die schriftliche Anrede hochoffiziell formuliert, ist klar, dass es der Absender sachlich-ernst meint. Rechnungen oder Behördenbriefe werden nie mit einem „Hi“ oder Ähnlichem beginnen.
-
Beziehungsgrad
Wie formuliert wird, offenbart zugleich die Vertrautheit. Bekannten gegenüber kann die E-Mail-Anrede problemlos mit „Hi“ oder „Hallo“ beginnen. „Bekannt“ heißt aber nicht nur, dass Sie die Person kennen, sondern vielmehr mit ihr freundschaftlich verkehren und verbunden sind.
-
Kinderstube
Diesen Unterschied zu kennen, verrät überdies die gute Kinderstube. Wer weiß, wie er oder sie sein Gegenüber anredet, zeigt damit indirekt seine guten Manieren.
-
Hierarchie
Bei hierarchisch höherstehenden Personen sowie gegenüber bestimmten Berufsständen, die gesellschaftlich hohes Ansehen genießen, wird nach wie vor der entsprechende Titel genannt. Beispielsweise „Exzellenz“ oder „Hochwürden“ für kirchliche Würdenträger, „Frau Ministerin“ oder „Herr Bürgermeister“ für hochrangige Politiker.
-
Region
Einfluss auf die Wahl der E-Mail-Anrede nimmt auch die jeweilige Region. So sind im süddeutschen Raum und in Österreich beispielsweise „Grüß Gott“ oder „Servus“ weit verbreitet, ohne dass damit eine religiöse Intention verbunden wäre.
-
Anzahl
Schließlich macht es einen Unterschied, ob Sie in Ihrer E-Mail-Anrede lediglich eine oder mehrere Personen adressieren. Müssen alle namentlich erwähnt werden? Wer wird in welcher Reihenfolge genannt? Und an wie viele Personen adressieren Sie die Nachricht überhaupt?
Diese E-Mail-Anreden sollten Sie vermeiden
Einige E-Mail-Anreden sind nicht empfehlenswert. Dazu zählen „Werter Herr Muster“ oder „Verehrte Frau Beispiel“. Beide Formulierungen wirken gestelzt, gelten als veraltet und sollten daher vermieden werden. Ebenso ist die Kurzfassung ohne Adjektiv („Frau …“ oder „Herr …“) nicht zu empfehlen. Sie ist oft wenig wertschätzend und verrät eher einen Wutbrief. Das gilt genauso für die deutlich vertrautere Form der Anrede mit Vornamen: Wer duzt und statt „Liebe Anna,“ nur „Anna,“ schreibt, drückt damit tendenziell atmosphärische Störungen auf der Beziehungsebene aus.
-
Werter Herr, Verehrte Frau
Die Anrede wirkt antiquiert und übertrieben förmlich.
-
Nur der Nachname
„Müller,“ oder „Meier!“ klingt schnell schroff und befehlend.
-
Hey oder Yo
Solche Anreden sind für vertraute Freunde geeignet, nicht für den professionellen Erstkontakt.
-
Falscher Name oder Titel
Ein falsch geschriebener Name oder ein unpassender Titel vermitteln mangelnde Sorgfalt. Prüfen Sie beides vor dem Absenden.
-
Gar keine Anrede
Eine geschäftliche E-Mail ohne Anrede wirkt unhöflich. Selbst bei kurzen Antworten ist eine freundliche Begrüßung meist angebracht.
Was andere dazu gelesen haben
- Grußformeln: Beispiele und Regeln
- E-Mail-Signatur: Aufbau und Beispiele
- E-Mail-Knigge: Wichtige Regeln
- Briefkopf: Vorlage Absender/Empfänger + Wie erstellen?
- Zu Händen: Wie Sie die Abkürzung richtig verwenden
