Definition: Ab wann ist man Besserverdiener?
Als Besserverdiener werden in der Regel Personen mit einem überdurchschnittlichen Jahresgehalt und Einkommen bezeichnet. Zwar gibt es für den Begriff keine allgemein verbindliche Definition. In Deutschland werden aber bestimmte Gehaltsgrenzen verwendet, ab denen jemand zu den Gutverdienern bzw. Besserverdienern gehört.
Tabelle: Ab diesem Gehalt sind Sie Besserverdiener
Die Angaben beziehen sich auf das monatliche Brutto-Einkommen in Deutschland (Stand: 2026).
Kategorie |
Gehalt (brutto) |
| Geringverdiener | ab 603 Euro |
| Niedrigverdiener | ab 1.950 Euro |
| Mittelverdiener | ab 2.408 Euro |
| Normalverdiener | ab 4.492 Euro |
| Besserverdiener | ab 5.150 Euro |
| Gutverdiener | ab 6.800 Euro |
| Spitzenverdiener | ab 8.393 Euro |
| Top-Verdiener | ab 25.100 Euro |
Generell gelten Sie in Deutschland bereits als reich, wenn Sie als Single mehr als 4.700 € im Monat netto verdienen. Bei Paaren liegt die Grenze bei rund 6.900 €, Familien mit einem Kind benötigen rund 9.600 € netto im Monat, um statistisch zu den oberen 10 % in Deutschland zu zählen.
Maximalgehalt erst ab 52 Jahren
Laut Statistischem Bundesamt liegen Sie mit einem Jahresgehalt von rund 54.000 Euro in Deutschland in der goldenen Mitte der Einkommensverteilung. Das durchschnittliche Maximalgehalt von 58.538 Euro erreichen die meisten Arbeitnehmer jedoch erst mit 52 Jahren. Laut Studien gibt es die größten Gehaltssprünge im Alter zwischen 30 und 40 Jahren.
Besserverdiener und Gutverdiener Realität
Die Zahlen und Gehaltstabellen für Besserverdiener und Gutverdiener in Deutschland täuschen allerdings darüber hinweg, dass die Inflation in den vergangenen Jahren einiges an Kaufkraft gekostet hat. Allein die Preise für Lebensmittel sind zwischen 2021 und 2025 um rund 30 Prozent gestiegen. Auch wenn Sie mit einem Jahresgehalt von mehr als 60.000 € brutto zu den Besserverdienern gehören, können Sie sich davon heute deutlich weniger leisten. Gleichzeitig haben sich die Einkommensunterschiede zwischen Gering- und Besserverdienern in Deutschland inzwischen verringert. Ein positiver Grund dafür ist laut Statistischem Bundesamt (Destatis) der Anstieg des gesetzlichen Mindestlohns. Eine negative Einschätzung ist, dass es immer weniger anständig bezahlte Jobs hierzulande gibt.
Ab wann gehört man zur Oberschicht?
In Deutschland zählen Sie statistisch zur Einkommensoberschicht, wenn Ihr Nettoeinkommen mehr als 250 % des gesellschaftlichen Medians beträgt. Bei Singles entspricht das einem monatlichen Nettoeinkommen von rund 5.650 Euro. Um diesen Betrag zu erreichen, ist bei Steuerklasse 1 ein Bruttogehalt von rund 10.200 Euro pro Monat erforderlich. Wer diese Schwelle überschreitet, gehört zu den einkommensstärksten 3-5 % der Bevölkerung. Bei Paaren oder Familien verschiebt sich diese Grenze nach oben: Ein kinderloses Paar gilt ab einem gemeinsamen Nettoeinkommen von etwa 8.500 Euro als Teil der Oberschicht. Das ist aber eine rein statistische Einordnung! Viele Menschen in diesen Einkommensbereichen nehmen sich selbst als „gehobene Mitte“ wahr, weil hohe Fixkosten in Ballungszentren und die Progression der Einkommensteuer das verfügbare Jahresgehalt relativieren.
Bin ich mit 3.000 € netto reich?
Mit 3.000 € netto gehören Sie in Deutschland bereits zum oberen Einkommensbereich, gelten aber nicht automatisch als reich. Entscheidend hierfür sind Ihre Ausgaben und neben dem Einkommen vor allem, wie viel Vermögen Sie aufbauen und behalten. Ein klassisches Problem von Besserverdienern ist die sog. Lifestyle-Inflation: Mit steigendem Einkommen steigen häufig auch die Ausgaben. Die Wohnung wird größer, der Lebensstil teurer, der Konsum umfangreicher. Fällt dann das Einkommen weg und Betroffene haben weder Rücklagen noch Vermögen aufgebaut, droht ein massiver Verlust der Lebensqualität.
Ab wann gilt man in Deutschland als arm?
Als arm gilt man in Deutschland statistisch, wenn das Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens (Median) beträgt. Diese sogenannte Armutsgefährdungsgrenze variiert je nach Haushaltsgröße. Für Singles lag sie zuletzt bei rund 1.446 € netto im Monat.
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