markos86/shutterstock.comManche Karrieren sind wie Efeu, kriechend steigen sie empor. Andere bekommen die Reise in den Olymp geschenkt. Mit Leistung hat das manchmal wenig zu tun, sondern viel mehr mit Schönheit und Attraktivität. Ungerechte Welt. Aber so ist es nun mal. Der Volksmund nennt das Phänomen “Chemie”: Wenn sie zwischen zwei Menschen stimmt, klappt’s mit dem Nachbarn genauso wie mit dem Chef oder den Kollegen. Was aber tatsächlich hinter dieser ominösen Chemie steckt, untersuchen zum Beispiel Attraktivitätsforscher seit Ende der Sechziger Jahre – mit zum Teil überraschenden Ergebnissen. Warum Schönheit das Leben oftmals leichter macht…

Was macht einen Menschen schön?

Schönheit liegt zwar im Auge des Betrachters, dennoch ergaben wissenschaftliche Studien, dass es universelle Merkmale gibt, die als schön wahrgenommen werden. Hier eine kurze Zusammenfassung:

  • Ebenmäßige Haut. Eine glatte, intakte Haut ist ein Zeichen für Vitalität.
  • Ausgewogene Proportionen. Bei Männern ein Verhältnis von Taillenumfang zu Hüftumfang zwischen 0,9 und 1,0, weil das auf einen hohen Testosteronspiegel und damit auf sexuelle Potenz wie körperliche Stärke hinweist. Bei Frauen liegt der Idealwert bei 0,7. Das signalisiert Fruchtbarkeit.
  • Körpergröße. Vor allem Männer profitieren davon. Männer, die größer als 1,82 Meter sind, bringen später knapp sechs Prozent mehr Gehalt nach Hause als ihre durchschnittlich hoch geratenen Kollegen, so Forscher von der Londoner Guildhall Universität, die dazu 11.000 Berufstätige befragten.
  • Lange Beine. Überdurchschnittliche lange Beine lassen Frauen attraktiver wirken. Das fanden polnische Wissenschaftler heraus. Und zwar unabhängig von der Körpergröße. Dazu manipulierten die Forscher Fotos und verlängerten die Beine auf den Bildern um fünf Prozent, um das Ergebnis anschließend auf Attraktivität bewerten zu lassen. Das Optimum lag bei zehn Prozent über Normalmaß. Beine mit bis zu 15 Prozent Abweichung wirkten dagegen schon wieder stelzig und entsprechend abtörnend.
  • Kindchenschema. Frauen wiederum macht die Kombination aus Reifekennzeichen (hohe, konkave Wangen) sowie infantilen Signalen (großer Kopf, gewölbte Stirn, große runde Augen, Stupsnase, kleines Kinn) attraktiv. Der Prototyp einer solchen Kindfrau ist übrigens Brigitte Bardot. Frauen wie sie lösen unbewusst einen Aufmerksamkeits- und Fürsorge-Reflex aus.
  • Durchschnittlichkeit. Tatsächlich: Je gewöhnlicher das Gesicht, desto attraktiver finden wir es (Langlois & Roggman, 1990). Das zeigen vor allem Untersuchungen, bei denen Porträts am Computer gemorpht, also übereinander gelegt, wurden. Wobei man einräumen muss, dass durch die Mittelwertsbildung in erster Linie unschöne Asymmetrien und Fältchen und Hautunreinheiten ausgeglichen wurden.
  • Symmetrie. Insbesondere Gesichtssymmetrie wirkt sich positiv auf entgegengebrachte Sympathien aus. Dies zeigt sich plakativ bei sogenannten Chimärengesichtern, also Porträts die am Computer durch spiegeln der jeweiligen Gesichtshälfte erzeugt werden. Das so symmetrisch erzeugte Gesicht besteht dann entweder aus zwei linken oder zwei rechten Gesichtshälften.
  • Gelblicher Teint. Mit gelblich sind an dieser Stelle nicht die richtig harten Gelbtönen, wie etwa bei der Gelbsucht gemeint, sondern ein leichter Gelbstich. Carmen Lefevre von der britischen Universität von York konnte jetzt bei ihren Studien zeigen, dass wir Gesichter mit leichtem Gelbstich deutlich den eher weißlichen oder gräulichen bevorzugen. Das hat aber nichts mit der Bräunung im Sommer zu tun, sondern vielmehr mit dem Anteil der Carotinoide in der Haut. Carotinoide sind Farbstoffe, die überall in der Natur vorkommen: Sie färben die Banane gelb, machen die Möhren orange, Tomaten rot und geben ebenso Tierfellen und -federn eine gelbliche Farbe. Und weil gesunde Menschen schon immer attraktiver waren als kranke, ist es beim gelblichen Teint eben weniger der Hautton, den wir hübsch finden, sondern vielmehr das, was im Subtext mitschwingt: Dieser Mensch ist gesund.

Warum aber achten Männer bei Frauen eher auf ihre Schönheit als auf ihre Intelligenz?

Weil Männer besser sehen als denken können? Mag sein. Soziologen fanden indes noch eine andere Erklärung: Eine wunderschöne Frau an der Seite eines unterdurchschnittlich attraktiven Mannes lässt ihn attraktiver erscheinen. Das Model an seiner Seite erhöht seinen Status: Er gilt prompt als intelligenter, selbstbewusster, liebenswerter.

Umgekehrt funktioniert das nicht: Ein überdurchschnittlich gutaussehender Mann an der Seite einer durchschnittlich attraktiven Frau ändert nicht das Geringste daran, wie andere sie einschätzen.

Schönheit: Das Gesicht ist besonders wichtig

 Yuganov Konstantin/shutterstock.comDie Kurven mit Push-Ups und Silikoneinlagen in Form bringen, im Gym und per allwöchentlicher Qual sich mühevoll ein einen Sixpack antrainieren, Diäten und zahlreiche Schlankheitskuren – viele Menschen scheuen keine Mühen für einen gestählten Körper. Damit erhoffen Sie sich attraktiver auf das andere Geschlecht zu wirken.

Marianne Peters von der Universität Crawley in Australien fand in ihrer Studie heraus, dass vor allem das Gesicht darüber entscheidet, ob man jemanden attraktiv findet oder nicht.

Bei dem wissenschaftlichen Experiment sollten jeweils zwölf Männer und Frauen die Attraktivität anderer Menschen anhand von Fotografien auf einer Skala von 1 bis 7 einstufen. Manche der Probanden sahen dabei die Gesamterscheinung, andere nur die Gesichter, wieder andere nur den Körper. Anschließend verglich die Studienleiterin Marianne Peters die Gesichts- beziehungsweise Körper-Werte mit der Gesamtbewertung, um herauszufinden, wie sehr diese übereinstimmten. Und siehe da: Die Gesichter erzeugten die größere Urteilsbreite – oder kurz: Sie sind für die Attraktivität ausschlaggebender. Das traf besonders auf Frauen zu, die Männer beurteilen sollten, musterten mit 52 Prozent vor allem sein Gesicht, den Körperbau interessierte nur ein Viertel (24 Prozent) der Probandinnen. Etwas darunter lag der Anteil der Männer: 47 Prozent beurteilten die Schönheit nach dem Gesicht. Der Körperbau war mit 32 Prozent nur zweitrangig.

Der Cheerleader Effekt

Cheerleader-AttraktivitätWer die Serie “How I met your mother” schaut, kennt diesen Effekt bereits. Er besagt, dass Menschen in einer Gruppe attraktiver wirken. Das fanden die Forscher Drew Walker und Edward Vul von der Universität von Kalifornien in San Diego in fünf Experimente heraus. Wie man aus der Attraktivitätsforschung weiß, ist gerade ein Durchschnittsaussehen besonders attraktiv. Und so wirkt prompt die ganze Gruppe viel hübscher, obwohl jeder einzelne für sich womöglich ein paar markante Züge hat, die wir weniger anziehend finden.

Erstmals tauchte der Name Cheerleader-Effekt (der auch Brautjungfer Paradoxon genannt wird) 2008 auf. Dort heißt es in einem Wörterbuch: “Alle zusammen sehen die Cheerleader attraktiv aus, obwohl bei genauerem Hinsehen die eine oder andere gar nicht mal hübsch ist.” Tatsächlich wirkt eine Gruppe uniformer Menschen (die deswegen aber keine Uniform tragen müssen, nur viele äußere Gemeinsamkeiten haben) enorm anziehend auf uns. Wir nehmen dann nicht mehr das Individuum wahr, sondern der Durchschnitt aus allen zusammen. Und von dem Effekt profitieren nicht nur Cheerleader, sondern auch Boy Groups oder Girl Goups wie die Spice Girls, die für sich genommen sehr indiduelle Typen darstellten. Solche Bands werden zwar meist so gecastet, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Aber eben erst zusammen wirken sie nochmal deutlich anziehender.

Schön macht erfolgreich: Wer schön ist, hat von Geburt an Vorteile

Schönheit ist ein gar willkommener Gast”, sinnierte dereinst Goethe. Sie verschafft den Menschen schon früh Vorteile: Schöne Babys bekommen mehr Aufmerksamkeit, schöne Kinder die besseren Schulnoten. Das steigert das Selbstbewusstsein, macht Mut und schafft Überzeugungskraft. Effekt: Schöne Menschen finden später schneller einen Job. Davon sind mehr als 93 Prozent von insgesamt 1300 Personalchefs der größten Unternehmen in den USA und Großbritannien überzeugt, die die New Yorker Universität Syracuse dazu befragte. Der Vorteil einer hübschen Fassade lässt sich sogar in Euro und Cent zählen: Wer gut aussieht, verdient bei gleicher Qualifikation bis zu fünf Prozent mehr als seine durchschnittlich attraktiven Kollegen. Das fand Daniel Hamermesh von der Universität Texas heraus. Der US-Ökonom will sogar nachgewiesen haben, dass Unternehmen mit einem gut aussehenden Kader höhere Umsätze erzielen. Naja.

Und warum halten wir attraktive Menschen für leistungsfähiger oder intelligenter? Hinter Letzterem steckt nach Meinung der Soziologen ein archaischer Reflex, simpel, aber wirkungsvoll: Attraktivität ist ein Signal körperlicher Gesundheit; Intelligenz und Leistung wiederum können sich voll entfalten, wenn der Körper gesund ist. Genährt wird das Stereotyp auch am Beziehungsmarkt: Intelligente Menschen mit prestigeträchtigen Berufen finden überwiegend schöne Partner. Beide Anteile vererben sich bis zu einem gewissen Grad weiter, sodass die Kinder dieser Beziehung meist ebenfalls attraktiv und intelligent sind und dank ihres Elternhauses zudem bessere Startbedingungen mitbringen. Der Vorteil vererbt sich also weiter. Und weil jeder auch noch solche Beispiele aus seinem Umfeld kennt, verfestigt sich das Klischee, und der Effekt potenziert sich.

Wie tief dieser Glaube verwurzelt ist, zeigt sich an folgender Mentalität: Rund 90 Prozent der Männer glauben, dass attraktives Aussehen wichtig ist, um beruflich erfolgreich zu sein. Bei den Männern zwischen 30 und 39 Jahren finden das sogar 97 Prozent, so das Ergebnis einer deutschlandweiten TNS Infratest Umfrage unter 1000 Männern. Die ältere Generation zwischen 40 und 59 Jahren sieht das nahezu genauso: 85 Prozent stimmen der These zu. Nur das soziale Netzwerk wird im Schnitt mit 93 Prozent höher bewertet als attraktives Aussehen.

Der Frozen-Face-Effekt

Warren Goldswain/shutterstock.comForscher um den Psychologen Robert Post von der Universität von Kalifornien in Davis sowie Kollegen von der Harvard-Universität haben herausgefunden, dass statische Gesichter bei weitem nicht so attraktiv wirken, wie solche in Bewegung.

Für ihre Studie absolvierten die Forscher mehrere Experimente. Bei einem sollten die Probanden 20-Sekunden-Videos von Gesichtern beziehungsweise rund 1200 Schnappschüsse aus diesen Clips bewerten – insbesondere mit der Frage, wie attraktiv, anziehend und sympathisch sie den gezeigten Menschen fanden. Durch die Bank schnitten dieselben Gesichter in den Videos besser ab. Das galt auch bei einem zweiten Experiment, bei dem die Videos und Gesichter allesamt um 180 Grad gedreht, also auf dem Kopf stehend gezeigt wurden. Selbst in dieser unnatürlichen Pose (die dazu gedacht war, die typische Gesichtserkennung und Attraktivitätsmuster der Probanden zu stören) schnitten die Bewegtbilder besser ab.

Als möglichen Grund vermuten die Wissenschaftler die Ausdrucksarmut in einem Foto. Je lebendiger die Mimik, desto anziehender finden wir den Menschen.

Attraktive Manager verdienen mehr

Die Ökonomen Joseph Halford und Hung-Chia Hsu von der Universität von Wisconsin fanden heraus, dass der Aktienkurs steigt, wenn ein attraktiver Vorstandschef in die Firma einzieht. Die Forscher haben für ihre Studie die Attraktivität von 677 CEOs großer Unternehmen im amerikanischen Aktienindex S&P 500 und die Entwicklung der Unternehmenskurse in den Jahren von 2000 bis 2012 analysiert. Ergebnis: Ein neuer gut aussehender CEO lässt die Aktienkurse im Schnitt um 0,43 Prozentpunkte steigen – allein am ersten Arbeitstag.

Um ein möglichst objektiviertes Bild der Top-Manager zu bekommen, schalteten die Wissenschaftler Anaface.com dazwischen. Hier wird die Attraktivität von Gesichtern mittels Algorithmen errechnet, die sich wiederum an so Faktoren wie Gesichtssymmetrie, Augenabstand oder Länge der Ohren orientieren.

Auf einer Skala von 1 bis 10 (=besonders attraktiv) erzielten die so bewerteten Manager immerhin einen Durchschnittswert von 7,3. Also eher hübsch als hässlich. Insgesamt kamen die CEOs auf eine Bandbreite zwischen 4 und 8,8 Zählern. Yahoo-Chefin Marissa Mayer (Foto oben) soll übrigens mit einem Indexwert von knapp 8,45 zu den attraktivsten Spitzenmanagern gehören.

Und tatsächlich: Seit sie von Google zu Yahoo wechselte sei der Aktienkurs um mehr als 150 Prozent gestiegen. Allerdings hat sie dort auch einiges umgekrempelt und sieht nicht nur gut aus – was ein latentes Problem der Studie bleibt.

Wann Schönheit zum Fluch wird

Sergey Nivens/shutterstock.comZwar haben es schöne Menschen leichter beim ersten Eindruck, doch sie kämpfen häufig auch mit der Ablehnung ihrer Mitmenschen. Freunde und Kollegen reagieren häufig mit Neid und Eifersucht auf ihre Erfolge.

Der israelische Ökonom Bradley Ruffle von der Ben-Gurion Universität in Be’er Scheva zeigte in einer Studie, dass attraktive Frauen seltener zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden. Die Wissenschaftler verschickten 5312 fiktive Bewerbungen für 2656 Stellenanzeigen. Die Bewerbungen versendeten sie entweder ohne Foto, mit von durchschnittlich attraktiven Männern und Frauen sowie mit Bildern von sehr attraktiven Männern und Frauen. Während die Bewerbungen der attraktiven Männer sehr erfolgreich waren, schnitten die Bewerbungen von attraktiven Frauen unterdurchschnittlich ab.

In bestimmten Berufsfeldern kann Attraktivität sogar zum Nachteil werden. Stefanie Johnson, Junior Professorin für Management an der UC Denver Business School zeigte in einem Experiment, dass attraktive Frauen in Männerberufen, in denen Aussehen keine Rolle spielt, benachteiligt werden. Sie ließ Fotos nach ihrer Attraktivität bewerten. Anschließend sollten die Probanden auch bewerten, für wie geeignet sie die abgebildeten Personen für bestimmte Berufe hielten. Heraus kam, dass attraktive Frauen als ungeeignet für Berufe wie Finanzdirektor(in), Leiter(in) der Forschung und Entwicklung oder Posten in der Bauaufsicht gehalten wurden.

Attraktivität schürt Missgunst unter Kolleginnen

CREATISTA/shutterstock.comAttraktivität kann sich auch negativ auf das Arbeitsklima auswirken. Vor allem von Mitmenschen gleichen Geschlechts schlägt attraktiven Menschen Neid entgegen. Viele schöne Frauen haben Probleme im Arbeitsumfeld Freundinnen zu finden. Von den anderen Kolleginnen werden sie häufig misstrauisch beäugt und gerne links liegen gelassen, weil diese die attraktive Kollegin als Bedrohung sehen. Die Integration ins Team ist dann schwerer.

Eine Gruppe von Forschern aus Spanien, den Niederlanden und Argentinien um den Psychologen Abraham Buunk untersuchte in einer Studie wie sich sexuelle Konkurrenz im Job auswirkt und ob diese bei Männer oder Frauen ausgeprägter sei. Zunächst untersuchten sie wie sich Neid und Missgunst auf soziale Rivalitäten im Job auswirken. Und tatsächlich lässt sich feststellen, dass zunächst einmal beide Geschlechter – Männer wie Frauen – eifersüchtig sind auf Kollegen mit starken sozialen Kompetenzen. Oder weniger wissenschaftlich ausgedrückt: Wer bei den Kollegen gut ankommt, kommt bei anderen im Team plötzlich gar nicht mehr gut an.

Gleichzeitig registrierte das Forscherteam aber auch, dass Frauen besonders heftig darauf reagieren, wenn ihre Geschlechtsgenossinnen bei Männern gut ankommen – insbesondere, wenn sie in dem Unternehmen (unterschwellig) miteinander sexuell konkurrieren. Heißt: Wenn es so etwas wie einen heimlichen Attraktivitätswettbewerb gibt, dann wird das Büro zum Kriegsschauplatz: Welche hat die bessere Figur? Die hipperen Klamotten? Welche wirkt auf die (beliebten) Kollegen sexier? Gerade wenn Frauen darauf besonders achten (was sie so nie zugeben würden), reagieren sie verstärkt missgünstig auf Kolleginnen, die attraktiver, einflussreicher, dominanter sind.

Wie Sie mit Neidern umgehen

Kollegen und Freunde von attraktiven Menschen sind oft frustriert, weil sie den Eindruck haben, dass der Erfolg ihnen ohne Leistung in den Schoß fällt. Sie betrachten sich selbst und wissen, wie hart sie für alles, was sie erreicht haben, arbeiten mussten. Dann betrachten sie ihre attraktiven Freunde und Kollegen und haben den Eindruck, dass den anderen alles leichter fällt. Das empfinden sie als ungerecht. Aus diesem Eindruck wird dann Neid. Wie Sie mit diesem umgehen:

  • Nehmen Sie es gelassen. Bereits Wilhelm Busch war der Meinung, dass Neid die aufrichtigste Form der Anerkennung sei. Sie werden von Ihren Mitmenschen für Ihre privaten und beruflichen Erfolge bewundert. Es zeigt Ihnen, dass Sie durchaus etwas richtig gemacht haben. Freuen Sie sich darüber, statt sich zu ärgern.
  • Bleiben Sie auf dem Boden. Was Ihren Kollegen übel aufstößt, ist vor allem Angeberei. Brüsten Sie sich nicht mit Ihren Erfolgen. Besonders eine überhebliche Art wird Sie Sympathiepunkte kosten. Lassen Sie Ihre Arbeit und Ihre Leistungen für sich sprechen.
  • Zeigen Sie Verständnis. Jeder ist mal neidisch auf den anderen. Das werden Sie sicherlich selbst schon erlebt haben. Lassen Sie sich jedoch nicht von Sticheleien provozieren. Lassen Sie sich auf Streitigkeiten ein, kann die Situation eskalieren.
  • Rechtfertigen Sie sich nicht. Mit vehementen Beteuerungen, dass Ihnen Ihre Erfolge nicht in den Schoß fallen, werden Sie Neider nicht überzeugen können. In der Regel ist das vertane Mühe. Neid hat ihren Ursprung im geringen Selbstwertgefühl des Neiders. Das können Sie nicht ändern, daran muss er selbst arbeiten.
  • Ermutigen Sie Ihr Gegenüber. Vermitteln Sie dem Neider das Gefühl, dass er auch das erreichen kann, was Sie erreicht haben. Bieten Sie Hilfe und Unterstützung an, jedoch ohne sich über den anderen zu erheben. Durch ein solches Verhalten zeigen Sie Größe und beweisen, dass Sie den Erfolg wirklich verdient haben.
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