Arbeitszeugnis Noten – das Wichtigste in Kürze
Arbeitszeugnis |
Kurz erklärt |
| Notenskala | Im qualifizierten Arbeitszeugnis werden Leistung und Sozialverhalten bewertet. Dafür haben sich typische Formulierungen für die Noten 1 bis 5 beziehungsweise 6 etabliert. |
| Note 1 | Sehr gute Bewertungen erkennen Sie häufig an doppelten Steigerungen wie „stets zur vollsten Zufriedenheit“. |
| Note 2 | Gute Leistungen werden zum Beispiel mit „stets zur vollen Zufriedenheit“ bewertet. |
| Note 3 | „Zur vollen Zufriedenheit“ entspricht einer durchschnittlichen beziehungsweise befriedigenden Bewertung. |
| Beweislast | Für eine bessere Bewertung als Note 3 muss der Arbeitnehmer überdurchschnittliche Leistungen nachweisen. Eine schlechtere Bewertung muss dagegen der Arbeitgeber begründen und beweisen. |
Arbeitszeugnis-Noten: Tabelle von 1 bis 6
Die bekannteste Notenskala im Arbeitszeugnis ist die sogenannte Zufriedenheitsskala. Dabei werden Schulnoten nicht ausgeschrieben, sondern durch unterschiedlich starkes Lob ausgedrückt. Je stärker die Formulierung, desto besser die Bewertung:
Note |
Typische Formulierung |
| 1 – sehr gut | „Er/Sie erfüllte seine/ihre Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.“ |
| 2 – gut | „Er/Sie erfüllte seine/ihre Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit.“ |
| 3 – befriedigend | „Er/Sie erfüllte seine/ihre Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit.“ |
| 4 – ausreichend | „Er/Sie erfüllte seine/ihre Aufgaben zu unserer Zufriedenheit.“ |
| 5 – mangelhaft | „Er/Sie erfüllte seine/ihre Aufgaben im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit.“ |
| 6 – ungenügend | „Er/Sie hat sich bemüht, die übertragenen Aufgaben zu unserer Zufriedenheit zu erledigen.“ |
Wie erkenne ich die Note im Arbeitszeugnis?
Achten Sie auf die sprachlichen Verstärker: „volle Zufriedenheit“ entspricht Note 3. Das zusätzliche „stets“ steigert die Bewertung auf Note 2. Kommt mit „vollsten“ eine weitere Steigerung hinzu, entspricht die Formulierung Note 1. Einschränkungen wie „im Großen und Ganzen“ oder „im Allgemeinen“ weisen dagegen auf eine unterdurchschnittliche Bewertung hin.
Wie funktionieren Noten im Arbeitszeugnis?
Arbeitszeugnis-Noten funktionieren nach dem Prinzip des abgestuften Lobs. Ausgangspunkt ist die durchschnittliche Leistung – also die Schulnote 3. Für bessere Bewertungen wird das Lob sprachlich verstärkt, für schlechtere Bewertungen abgeschwächt. Entscheidend sind dabei vor allem zwei Arten von Steigerungen:
-
Zeitliche Steigerung
Wörter wie „stets“, „immer“, „jederzeit“ oder „durchgehend“ zeigen, dass eine gute Leistung dauerhaft erbracht wurde.
-
Qualitative Steigerung
Begriffe wie „sehr“, „äußerst“, „hervorragend“ oder „vollsten“ steigern die Qualität der Bewertung.
So entsteht beispielsweise aus „zur vollen Zufriedenheit“ durch eine zeitliche Steigerung „stets zur vollen Zufriedenheit“. Eine weitere qualitative Steigerung führt zu „stets zur vollsten Zufriedenheit“.
Die Arbeitszeugnis-Notenformel
Bewertung |
Prinzip |
| Note 1 | Zeitliche + qualitative Steigerung: „stets zur vollsten Zufriedenheit“ |
| Note 2 | Zeitliche Steigerung: „stets zur vollen Zufriedenheit“ |
| Note 3 | Normales Lob: „zur vollen Zufriedenheit“ |
| Note 4 | Abschwächung: „zur Zufriedenheit“ |
| Note 5 | Deutliche Einschränkung: „im Großen und Ganzen zur Zufriedenheit“ |
Wichtig: Die Gesamtnote eines Zeugnisses ergibt sich nicht allein aus einem einzelnen Wort. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Leistungsbeurteilung, Arbeitserfolg, Verhalten und zusammenfassender Leistungsbewertung.
Arbeitszeugnis-Formulierungen und Noten im Vergleich
Die Notenskala gilt nicht nur für die bekannte Zufriedenheitsformel. Auch Motivation, Fachwissen, Arbeitsweise, Ergebnisse und Sozialverhalten werden sprachlich abgestuft. Die folgenden Tabellen zeigen typische Arbeitszeugnis-Formulierungen nach Noten im direkten Vergleich.
Arbeitsbereitschaft und Motivation
Note |
Typische Formulierung |
| 1 – sehr gut | „Er/Sie zeigte stets eine außergewöhnlich hohe Eigenmotivation und besondere Leistungsbereitschaft.“ |
| 2 – gut | „Er/Sie zeigte stets hohe Eigenmotivation und Leistungsbereitschaft.“ |
| 3 – befriedigend | „Er/Sie zeigte Eigenmotivation und Leistungsbereitschaft.“ |
| 4 – ausreichend | „Er/Sie zeigte Interesse an den Aufgaben und war motiviert.“ |
| 5 – mangelhaft | „Er/Sie erledigte die ihm/ihr übertragenen Aufgaben.“ |
Der Unterschied:
Bei Note 1 wird die Motivation gleich mehrfach gesteigert: „stets“, „außergewöhnlich hoch“ und „besondere Leistungsbereitschaft“. Bei Note 2 entfällt die außergewöhnliche Steigerung, bei Note 3 bleibt nur noch die erwartbare Motivation. Ab Note 4 wird das Lob deutlich schwächer.
Fachwissen und Arbeitsbefähigung
Note |
Typische Formulierung |
| 1 – sehr gut | „Er/Sie verfügte über hervorragendes Fachwissen und eine außergewöhnlich schnelle Auffassungsgabe.“ |
| 2 – gut | „Er/Sie verfügte über sehr gutes Fachwissen und eine schnelle Auffassungsgabe.“ |
| 3 – befriedigend | „Er/Sie verfügte über gutes Fachwissen und eine gute Auffassungsgabe.“ |
| 4 – ausreichend | „Er/Sie verfügte über das erforderliche Fachwissen.“ |
| 5 – mangelhaft | „Er/Sie verfügte über den Anforderungen entsprechendes Fachwissen.“ |
Der Unterschied:
Sehr gute und gute Noten enthalten klare qualitative Wertungen wie „hervorragend“, „außergewöhnlich“ oder „sehr gut“. Bei durchschnittlichen Bewertungen verschwinden die Superlative. Formulierungen wie „erforderlich“ oder „den Anforderungen entsprechend“ signalisieren dagegen, dass nur das notwendige Niveau erreicht wurde.
Arbeitsweise
Note |
Typische Formulierung |
| 1 – sehr gut | „Er/Sie arbeitete stets äußerst effizient, sorgfältig und selbstständig.“ |
| 2 – gut | „Er/Sie arbeitete stets effizient, sorgfältig und selbstständig.“ |
| 3 – befriedigend | „Er/Sie arbeitete effizient, sorgfältig und selbstständig.“ |
| 4 – ausreichend | „Er/Sie arbeitete sorgfältig.“ |
| 5 – mangelhaft | „Er/Sie arbeitete im Allgemeinen sorgfältig.“ |
Der Unterschied:
Auch hier entscheidet die Kombination aus Beständigkeit und Qualität. „Stets äußerst effizient“ ist stärker als „stets effizient“. Fehlt „stets“, sinkt die Bewertung weiter. „Im Allgemeinen“ schränkt das Lob deutlich ein.
Arbeitsergebnisse
Note |
Typische Formulierung |
| 1 – sehr gut | „Er/Sie erzielte stets herausragende Arbeitsergebnisse und übertraf die gesetzten Ziele jederzeit.“ |
| 2 – gut | „Er/Sie erzielte stets gute Arbeitsergebnisse und übertraf die gesetzten Ziele.“ |
| 3 – befriedigend | „Er/Sie erzielte gute Arbeitsergebnisse und erreichte die gesetzten Ziele.“ |
| 4 – ausreichend | „Er/Sie erreichte die gesetzten Ziele.“ |
| 5 – mangelhaft | „Er/Sie arbeitete daran, die gesetzten Ziele zu erreichen.“ |
Der Unterschied:
Bei sehr guten Leistungen werden Ergebnisse nicht nur erreicht, sondern dauerhaft übertroffen. Bei Note 3 werden die vereinbarten Ziele erreicht. Formulierungen wie „arbeitete daran“ beschreiben dagegen nur das Bemühen – nicht den Erfolg.
Sozialverhalten
Note |
Typische Formulierung |
| 1 – sehr gut | „Sein/Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war stets vorbildlich.“ |
| 2 – gut | „Sein/Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war stets einwandfrei.“ |
| 3 – befriedigend | „Sein/Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war einwandfrei.“ |
| 4 – ausreichend | „Sein/Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war korrekt.“ |
| 5 – mangelhaft | „Sein/Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war im Allgemeinen angemessen.“ |
Der Unterschied:
„Vorbildlich“ ist stärker als „einwandfrei“. Zusätzlich verbessert „stets“ die Bewertung. Auch die Reihenfolge ist wichtig: Üblicherweise werden zuerst Vorgesetzte, dann Kollegen und anschließend Kunden genannt. Eine auffällige Abweichung kann den Gesamteindruck verändern.
Führungskompetenz
Note |
Typische Formulierung |
| 1 – sehr gut | „Sein/Ihr Führungsverhalten war jederzeit vorbildlich und von hoher sozialer Kompetenz geprägt.“ |
| 2 – gut | „Sein/Ihr Führungsverhalten war stets einwandfrei und von Teamorientierung geprägt.“ |
| 3 – befriedigend | „Sein/Ihr Führungsverhalten war einwandfrei.“ |
| 4 – ausreichend | „Sein/Ihr Führungsverhalten entsprach den Anforderungen.“ |
| 5 – mangelhaft | „Er/Sie war sich der Verantwortung seiner/ihrer Führungsaufgabe bewusst.“ |
Der Unterschied:
Bei Führungskräften zählen nicht nur persönliche Leistung und Fachwissen. Ein gutes Zeugnis bewertet ebenso Führungserfolg, Motivation der Mitarbeiter, Delegation und Zusammenarbeit. Ein bloßer Hinweis darauf, dass jemand sich seiner Führungsverantwortung „bewusst“ war, sagt noch nichts über tatsächlichen Führungserfolg aus.
Wie ermittle ich die Gesamtnote im Arbeitszeugnis?
Die Gesamtnote lässt sich nicht zuverlässig aus einem einzigen Satz berechnen. Zwar besitzt die zusammenfassende Leistungsbeurteilung – etwa „stets zu unserer vollen Zufriedenheit“ – besonderes Gewicht. Sie muss aber zum übrigen Zeugnis passen. Prüfen Sie deshalb insbesondere diese Bereiche:
-
Leistungsbereitschaft
Wie werden Motivation, Engagement und Eigeninitiative bewertet?
-
Arbeitsbefähigung
Wie beurteilt der Arbeitgeber Fachwissen, Auffassungsgabe und Belastbarkeit?
-
Arbeitsweise
Werden Sorgfalt, Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz gelobt?
-
Arbeitserfolg
Werden Ziele nur erreicht oder regelmäßig übertroffen?
-
Sozialverhalten
Wie wird das Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden bewertet?
-
Gesamtleistung
Welche Note steckt in der abschließenden Zufriedenheitsformel?
Ein Zeugnis mit einer Gesamtformel der Note 1 wirkt beispielsweise widersprüchlich, wenn Arbeitsweise, Ergebnisse und Sozialverhalten nur durchschnittlich bewertet werden. Entscheidend ist deshalb immer das Gesamtbild.
Arbeitszeugnis-Notencheck: Wie gut ist mein Zeugnis?
Mit diesem einfachen Notencheck können Sie Ihr Arbeitszeugnis selbst bewerten. Ordnen Sie jedem Bereich anhand der Tabellen oben eine Note zu. Markieren Sie dazu die passende Zahl und vergleichen Sie anschließend die Einzelnoten mit Ihrer zusammenfassenden Leistungsbeurteilung:
Bewertungsbereich |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
| Arbeitsbereitschaft & Motivation | ○ | ○ | ○ | ○ | ○ | ○ |
| Fachwissen & Arbeitsbefähigung | ○ | ○ | ○ | ○ | ○ | ○ |
| Arbeitsweise | ○ | ○ | ○ | ○ | ○ | ○ |
| Arbeitsergebnisse | ○ | ○ | ○ | ○ | ○ | ○ |
| Sozialverhalten | ○ | ○ | ○ | ○ | ○ | ○ |
| Gesamtleistung | ○ | ○ | ○ | ○ | ○ | ○ |
Arbeitszeugnis-Notencheck kostenlos als PDF
Sie möchten Ihr Arbeitszeugnis in Ruhe prüfen? Laden Sie unseren kostenlosen Arbeitszeugnis-Notencheck als PDF herunter. Darin finden Sie die Notenskala von 1 bis 6 sowie sechs Bewertungsbereiche zum Ankreuzen und können daraus Ihre durchschnittliche Zeugnisnote ermitteln.
Arbeitszeugnis-Notencheck als PDF
Wie werte ich den Notencheck aus?
Addieren Sie Ihre sechs Noten und teilen Sie die Summe durch sechs. So erhalten Sie eine erste Orientierung für die durchschnittliche Bewertung Ihres Arbeitszeugnisses. Beispiel: 2 + 1 + 2 + 2 + 3 + 2 = 12. Geteilt durch 6 ergibt das die Durchschnittsnote 2,0. Die errechnete Note ist allerdings nur eine Orientierung. Ein Arbeitszeugnis wird nicht mathematisch benotet. Besonders wichtig sind die zusammenfassende Leistungsbeurteilung sowie mögliche Widersprüche zwischen den einzelnen Bewertungen.
Wie sieht ein Arbeitszeugnis mit Note 1 aus?
Ein sehr gutes Arbeitszeugnis erkennen Sie nicht an einer einzigen Formulierung. Die wichtigsten Leistungs- und Verhaltensbereiche sollten durchgehend sehr gut bewertet sein. Typische Formulierungen für Arbeitszeugnis Note 1 sind:
- Motivation
„Er/Sie zeigte stets eine außergewöhnlich hohe Eigenmotivation und besondere Leistungsbereitschaft.“ - Arbeitsweise
„Er/Sie arbeitete stets äußerst effizient, sorgfältig und selbstständig.“ - Arbeitsergebnisse
„Er/Sie erzielte stets herausragende Arbeitsergebnisse und übertraf die gesetzten Ziele jederzeit.“ - Sozialverhalten
„Sein/Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war stets vorbildlich.“ - Gesamtbewertung
„Er/Sie erfüllte seine/ihre Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.“
Ein einzelner sehr guter Satz macht noch kein sehr gutes Zeugnis. Für eine überzeugende Note 1 müssen die Bewertungen insgesamt zusammenpassen.
Noten im Arbeitszeugnis richtig lesen
Neben der eigentlichen Notenskala beeinflussen weitere sprachliche Details die Bewertung. Wer eine konkrete Formulierung nachschlagen und deren Bedeutung verstehen möchte, findet in unserer Übersicht zu Arbeitszeugnis-Formulierungen und Zeugniscodes zahlreiche Beispiele. Für die Bewertung der Noten sind vor allem diese vier Punkte wichtig:
-
Wortwahl
Achten Sie auf Verstärker wie „sehr“, „stets“, „immer“, „jederzeit“, „äußerst“ oder „hervorragend“. Einschränkungen wie „im Allgemeinen“, „im Wesentlichen“ oder „im Großen und Ganzen“ verschlechtern die Bewertung.
-
Auslassungen
Fehlen wichtige Fähigkeiten oder typische Leistungsmerkmale für Ihre Position, kann das den Gesamteindruck verschlechtern – selbst wenn die vorhandenen Aussagen positiv klingen.
-
Reihenfolge
Wichtige Aufgaben und Kompetenzen sollten entsprechend ihrer Bedeutung genannt werden. Beim Sozialverhalten lautet die übliche Reihenfolge: Vorgesetzte, Kollegen und gegebenenfalls Kunden.
-
Selbstverständlichkeiten
Werden ausgerechnet Selbstverständlichkeiten wie Pünktlichkeit besonders hervorgehoben, stellt sich die Frage, warum wichtigere Leistungen nicht erwähnt werden.
Welche Bedeutung hat die Schlussformel für die Note?
Die Schlussformel ist von der eigentlichen Leistungsbewertung zu unterscheiden. Sie kann den Gesamteindruck eines Zeugnisses dennoch deutlich beeinflussen. Besonders positiv wirken Bedauern über das Ausscheiden, Dank für die geleistete Arbeit und gute Wünsche für die Zukunft.
Wichtig ist: Auf eine solche Dankes-, Bedauerns- und Wunschformel besteht kein genereller gesetzlicher Anspruch. Welche Abstufungen üblich sind und worauf Sie beim Schlusssatz achten sollten, erklären wir ausführlich im Ratgeber zur Schlussformel im Arbeitszeugnis.
Habe ich Anspruch auf gute Noten im Arbeitszeugnis?
Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses haben Arbeitnehmer Anspruch auf ein schriftliches Arbeitszeugnis – einen automatischen Anspruch auf die Note „gut“ oder „sehr gut“ gibt es hingegen nicht. Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts gilt die Note 3 („befriedigend“) als durchschnittliche Bewertung. Verlangt ein Arbeitnehmer eine bessere Beurteilung, muss er im Streitfall darlegen und beweisen, dass seine Leistungen überdurchschnittlich waren. Umgekehrt darf der Arbeitgeber nicht ohne Weiteres eine unterdurchschnittliche Bewertung vergeben. Bei Note 4 oder schlechter muss er darlegen und beweisen, dass die schlechtere Beurteilung gerechtfertigt ist.
Wie schlecht darf ein Arbeitszeugnis sein?
Das Arbeitszeugnis muss mindestens die Note 3 („befriedigend“) haben. Schlechtere Zeugnisnoten muss der Arbeitgeber begründen und beweisen. Die Beweislast für ein „gutes“ oder „sehr gutes“ Zeugnis liegt hingegen beim Arbeitnehmer (BAG-Urteil, 9 AZR 584/13).
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