Zeugnisdeutsch: 200 Arbeitszeugnis Formulierungen & Codes

Endet das Beschäftigungsverhältnis, erhält der Arbeitnehmer ein Arbeitszeugnis. Das gibt Auskunft über seine Aufgaben, Leistungen, sein Verhalten und die erzielten Erfolge. Als Referenz in der Bewerbung genießt es bei Personalern hohen Stellenwert. Allerdings hat sich im Arbeitszeugnis längst eine eigene Sprache – das sogenannte „Zeugnisdeutsch“ – durchgesetzt, hinter dem sich zahlreiche, oft negative Subbotschaften verstecken können. Bewerber tun daher gut daran, hinter die Fassade der Codes und Formulierungen zu blicken und das Zeugnisdeutsch in ihrem Testat zu dechiffrieren, BEVOR sie sich damit bewerben. Wir zeigen Ihnen hier, worauf Sie achten müssen…

Zeugnisdeutsch: 200 Arbeitszeugnis Formulierungen & Codes

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Zeugnisdeutsch: Was macht die Zeugnissprache aus?

Warum gibt es überhaupt so etwas wie ein „Zeugnisdeutsch“ oder eine typische Zeugnissprache? Gute Frage! Die einfache Antwort: durch ein Eigentor des Gesetzgebers. Laut § 109 der Gewerbeordnung haben Arbeitnehmer nicht nur einen gesetzlichen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis, sobald das Beschäftigungsverhältnis endet. Das Zeugnis muss zudem „wahr“ und „wohlwollend“ formuliert sein. Im Wortlaut des Paragrafen (Absatz 2) heißt es dazu:

Das Zeugnis muss klar und verständlich formuliert sein. Es darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen.

Gedacht war der Paragraf dazu, Arbeitnehmer beim Jobwechsel zu schützen. Sie sollten ein mindestens „befriedigendes“ Arbeitszeugnis erhalten, um ihre Jobchancen nicht zu erschweren. Ein guter Gedanke. Eigentlich. Dummerweise umgehen den inzwischen zahlreiche Chefs und Personalverantwortliche, indem Sie positiv klingende Arbeitszeugnis Formulierungen wählen, die das genaue Gegenteil bedeuten. Voilà, das Zeugnisdeutsch war geboren – und mit ihm haben sich inzwischen unzählige Geheimcodes und verschlüsselte Botschaften etabliert. Die Kritik findet nun eben versteckt und indirekt statt.

Sobald Sie ein Arbeitszeugnis bekommen (mit dem Sie sich bewerben wollen), sollten Sie dieses daher genau prüfen, ob es formal und inhaltlich ein „gutes“ Zeugnis ist. Ansonsten könnte Ihnen das Zeugnisdeutsch bei der weiteren Bewerbung zum Fallstrick werden.

Wie ist das Arbeitszeugnis aufgebaut?

Generell werden beim Arbeitszeugnis zwei grundlegende Formen unterschieden:

  • Einfaches Arbeitszeugnis: Es enthält ausschließlich sachliche und objektiv nachprüfbare Fakten: Was hat der Arbeitnehmer von wann bis wann gemacht? Was gehörte zu den Aufgaben? ➠ Mehr dazu HIER
  • Qualifiziertes Arbeitszeugnis: Es enthält neben den sachlichen Fakten zusätzlich eine Beurteilung der Leistungen und des Sozialverhaltens des Arbeitnehmers. ➠ Mehr dazu HIER
  • Das typische Zeugnisdeutsch werden Sie daher vor allem im „qualifizierten“ Arbeitszeugnis finden. Das einfache Zeugnis darf schließlich keinerlei Bewertungen enthalten. Es besteht aus reinen, sachlichen Daten und Fakten. Dennoch ist der genaue Aufbau und Inhalt eines Arbeitszeugnisses gesetzlich nicht geregelt, sodass es hier und da Abweichungen vom Schema geben kann. Grundsätzlich aber wird ein (qualifiziertes) Arbeitszeugnis so aufgebaut:


    ➠ Briefkopf inklusive Arbeitgeberangaben
    ➠ Überschrift („Arbeitszeugnis“)
    ➠ Stammdaten (Vorname, Name, Beschäftigungsart & Dauer)
    ➠ Beschäftigungsdauer
    ➠ Tätigkeitsbeschreibung
    Leistungsbeurteilung
    – Bewertung der Arbeitsbereitschaft
    – Bewertung der Arbeitsweise
    – Bewertung der Fachkompetenz
    – Besondere Aufgaben und Erfolge



    Verhaltensbeurteilung

    – Bewertung des Sozialverhaltens
    – Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen, Kunden
    – Bewertung möglicher Führungskompetenzen



    ➠ Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Austrittsgrund)
    ➠ Schlussformel & Zukunftswünsche
    ➠ Ort, Datum, Unterschrift



    Das Resultat sieht dann zum Beispiel so aus:

    Qualifiziertes Arbeitszeugnis Aufbau Grafik

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    Zeugnisdeutsch: Auf diese Formulierungen achten!

    Die Gefahr ist groß, dass Arbeitnehmer beim ersten Lesen ihres Zeugnisses glauben, der Personaler oder Chef sei ihr größter Fan. Denkste! Hinter manch schönen Worten verbirgt sich nicht selten ein ganz mieses Urteil und eine geheime Botschaft, die andere Arbeitgeber vor dem Kandidaten warnen soll: „Vorsicht, Versager!“ Um solche Codes zu entschlüsseln gibt es einen guten Trick: Achten Sie auf Doppeldeutigkeiten und nehmen Sie dann die negative Auslegung davon. Ein paar Beispiele (mit Übersetzung):

    Leistungsbeurteilung

    • „Er war bei Kunden schnell beliebt.“
      = Er machte zu viele und zu schnelle Zugeständnisse.
    • „Er bemühte sich, den Anforderungen gerecht zu werden.
      = Der Mitarbeiter war eine Null.
    • „Sie machte sich mit großem Elan an die ihr übertragenen Aufgaben.“
      = Aber frag nicht, wie chaotisch das war!
    • „Sie setzte sich im Rahmen ihrer Fähigkeiten ein.“
      = Sie ist leider komplett unfähig.
    • „Durch ihre Pünktlichkeit war sie ein gutes Beispiel.“
      = Mehr als Pünktlichkeit war da aber leider nicht.
    • „Sie verstand es, alle Aufgaben erfolgreich zu delegieren.“
      = Sie war faul und wälzte die Arbeit gekonnt auf Kollegen ab.
    • „Er zeigte für seine Arbeit Verständnis und Interesse.“
      = Nur gearbeitet hat er nicht.
    • „Er war seinen Mitarbeitern jederzeit ein verständnisvoller Vorgesetzter.“
      = Er war nicht durchsetzungsfähig und besaß keinerlei Autorität.
    • „Sie erledigte alle Aufgaben pflichtbewusst und ordnungsgemäß.“
      = Sie machte nur, was man ihr sagt und zeigte keinerlei Initiative.
    • „Er hat unseren Erwartungen im Wesentlichen entsprochen.“
      = Seine Leistungen waren schlichtweg mangelhaft.
    • „Er verfügte über Fachwissen und ein gesundes Selbstvertrauen.“
      = Mangelhaftes Fachwissen glich er mit einer großen Klappe aus.
    • „Er hat alle Aufgaben zu seinem und im Interesse der Firma gelöst.“
      = Er beging Diebstahl und fiel durch schwere Vergehen auf.
    • „Er trat sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens engagiert für die Interessen der Kollegen ein.“
      = Er war im Betriebsrat und hat sich gewerkschaftlich engagiert.

    Verhaltensbeurteilung

    • „Er verfügt über Fachwissen und gesundes Selbstvertrauen.“
      = Der Typ ist arroganter als eine Diva.
    • „Sie zeigte ein gutes Einfühlungsvermögen in die Belange der Belegschaft.“
      = Sie flirtete mehr als sie arbeitete.
    • „Mit seinen Vorgesetzten kam er gut zurecht.
      = Er ist ein Mitläufer und passt sich überall an.
    • „Seine Geselligkeit trug zur Verbesserung des Betriebsklimas bei.“
      = Er trank gerne mal einen Schnaps während der Arbeit.
    • „Er war tüchtig und in der Lage, seine Meinung zu vertreten.
      = Er kann keinerlei Kritik vertragen.
    • „Sie zeigte eine erfrischende Art im Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten.“
      = Sie ist frech und hat keinerlei Manieren.
    • „Sie war sehr tüchtig und wusste sich gut zu verkaufen.“
      = Sie war eine imperninente Wichtigtuerin.
    • „Für die Belange der Mitarbeiter hatte sie ein umfassendes Verständnis.
      = Sie ist homosexuell, beziehungsweise lesbisch.
    • „Sein Verhalten gegenüber Kollegen und Vorgesetzten war stets vorbildlich.“
      = Er hatte Probleme mit seinem Chef (weil der erst nach den Kollegen erwähnt wird).
    • „Er war ein umgänglicher und kontaktbereiter Kollege.“
      = Keiner konnte ihn leiden.

    Schlussformel

    • „Er/Sie verlässt uns auf eigenen Wunsch.“
      = Er/Sie hinterlässt keine Lücke.
    • „Er/Sie verlässt uns im gegenseitigen Einvernehmen.“
      = Er/Sie kam damit einer Kündigung zuvor.
    • „Wir wünschen ihm alles Gute und Gesundheit.“
      = Achtung, der kränkelt!
    • „Für die Zukunft wünschen wir ihm alles Gute, besonders Erfolg.“
      = Erfolg hatte er hier nämlich gar keinen.
    • „Wir wünschen Ihm/Ihr für die Zukunft alles Gute, auch Erfolg.“
      = Erfolg hatte er/sie hier hier keinen.

    PDF Download IconArbeitszeugnis Formulierungen:
    200 Codes entschlüsselt


    ➠ Leistungsbeurteilung
    ➠ Verhaltensbeurteilung
    ➠ Schlussformel

    Die wichtigsten negativen Botschaften und Geheimcodes im Arbeitszeugnis – und was sie wirklich bedeuten. Hier kostenlos herunterladen:

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    Versteckte Noten im Arbeitszeugnis

    In den Zeugniscodes finden sich ebenso versteckte Schulnoten. Diese erkennen Sie in der Regel an den Worten „stets“ oder „zur vollsten“ beziehungsweise „zur vollen Zufriedenheit“. Ihre Alarmglocken sollten bimmeln, wenn Sie irgendwo das Wort „bemüht“ lesen. Das bedeutet nie etwas Gutes, sondern eben, dass sich da jemand nur „bemüht“, aber nichts erreicht hat. Um das Zeugnisdeutsch an dieser Stelle zu entschlüsseln verständlicher zu machen, sollten Sie sich den klassischen Notencode im Zeugnisdeutsch bewusst machen. Er funktioniert nach dieser Formel:

    Er/Sie erfüllte seine/ihre Aufgaben…

    • Note 1: …stets zur vollsten Zufriedenheit.
    • Note 2: …zur vollsten/stets zur vollen Zufriedenheit.
    • Note 3: …zur vollen Zufriedenheit.
    • Note 4: …zur Zufriedenheit.
    • Note 5: …im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit.
    • Note 6: …Er/Sie hat sich bemüht.

    Darüber hinaus gibt weitere Formulierungen, die sich teilweise nur in Nuancen unterscheiden. Um Sie mit diesen Details vertrauter zu machen und Ihnen Anhaltspunkte zu liefern, mit denen Sie das Zeugnisdeutsch im Arbeitszeugnis dechiffrieren können, haben wir im Folgenden eine Liste zusammengestellt, die häufige Formulierungen und Sätze in Arbeitszeugnissen den entsprechenden Schulnoten zuordnet:

    Arbeitszeugnis Note: Sehr gut

    • Er/Sie erledigte seine/ihre Aufgaben stets selbstständig mit äusserster Sorgfalt und Genauigkeit.
    • Er/Sie erzielte herausragende Arbeitsergebnisse und zeigte außergewöhnliches Engagement.
    • Er/Sie hat den Erwartungen in jeder Hinsicht und allerbester Weise entsprochen.
    • Er/Sie verstand es, in allerbester Weise die Kollegen zu überzeugen und zu motivieren.
    • Im Umgang mit Vorgesetzten und Mitarbeitern war er/sie stets zuvorkommend, freundlich und korrekt.
    • Er/Sie war im höchsten Maße zuverlässig.
    • Er/Sie verfügt über hervorragende und fundierte Fachkenntnisse.
    • Wir waren mit den Leistungen in jeder Hinsicht außerordentlich zufrieden.
    • Er/Sie hat den Erwartungen in jeder Hinsicht und allerbester Weise entsprochen.
    • Er/Sie verläßt uns auf eigenen Wunsch, was wir außerordentlich bedauern.

    Arbeitszeugnis Note: Gut

    • Er/Sie erledigte die Aufgaben mit äußerster Sorgfalt und Genauigkeit.
    • Er/Sie arbeitete stets zuverlässig und äußerst gewissenhaft.
    • Er/Sie erzielte beste Arbeitsergebnisse und zeigte hohes Engagement.
    • Er/Sie zeigte stets überdurchschnittliche Arbeitsqualität und Initiative.
    • Sein/Ihr Verhältnis zu Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden war stets einwandfrei.
    • Er/Sie hat den Erwartungen in jeder Hinsicht und bester Weise entsprochen.

    Arbeitszeugnis Note:Befriedigend

    • Er/Sie erledigte die zugeteilte Arbeiten systematisch und zufriedenstellend.
    • Er/Sie arbeitete gewissenhaft und zuverlässig.
    • Er/Sie war bei der Arbeit sorgfältig und genau.
    • Er/Sie zeigte Engagement und Initiative.
    • Er/Sie verfügt über solide Fachkenntnisse.
    • Sein/Ihr Verhalten gegenüber Mitarbeitern und Vorgesetzten war vorbildlich.
    • Er/Sie erfüllte die Erwartungen in jeder Hinsicht.
    • Wir waren mit seinen/ihren Leistungen jederzeit zufrieden.

    Arbeitszeugnis Note: Ausreichend

    • Er/Sie konnte die ihm/ihr übertragenen Aufgaben zu unserer Zufriedenheit erledigen.
    • Er/Sie hat alle übertragenen Arbeiten ordnungsgemäß erledigt.
    • Er/Sie hat unseren Erwartungen entsprochen.
    • Er/Sie zeigte keine Unsicherheiten bei der Ausführung seiner Aufgaben.
    • Seine/Ihre Arbeitsergebnisse entsprachen den Anforderungen.
    • Er/Sie hat alle Aufgaben mit Sorgfalt und Genauigkeit erledigt.
    • Er/Sie war immer mit Interesse bei der Sache.
    • Sein/Ihr persönliches Verhalten war insgesamt einwandfrei.
    • Wir waren mit seinen/ihren Leistungen zufrieden.

    Arbeitszeugnis Note: Mangelhaft

    • Er/Sie hat sich bemüht, den Anforderungen gerecht zu werden.
    • Er/Sie hat sich im Rahmen seiner Fähigkeiten eingesetzt.
    • Er/Sie war um zuverlässige Arbeitsweise bemüht.
    • Er/Sie zeigte er sich den Belastungen gewachsen.
    • Er/Sie erledigte die Arbeiten mit Fleiß und dem Willen, sie termingerecht zu beenden.
    • Er/Sie hat alle Aufgaben allgemein mit Sorgfalt und Genauigkeit erledigt.
    • Er/Sie entsprach im Allgemeinen den Anforderungen.
    • Er/Sie hat unseren Erwartungen weitestgehend entsprochen.
    • Er/Sie war in der Regel erfolgreich.
    • Er/Sie zeigte, nach Anleitung, Fleiß und Ehrgeiz.
    • Sein/Ihr Verhalten war ohne Tadel.
    • Er/Sie hat unserem Unternehmen großes Interesse entgegengebracht.
    • Er/Sie verläßt uns in gegenseitigem Einvernehmen.
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    Zeugnisdeutsch Muster: Zeugnis für Fachkräfte

    Nach so viel Theorie nun die Praxis und ein Beispiel für ein „sehr gutes“ Zeugnis. Dies können Sie nicht nur als Vorlage und Muster nehmen und kopieren, sondern gleich hier im Browser online editieren und umschreiben, wenn Sie möchten. Klicken Sie dazu einfach irgendwo in den Kasten und überschreiben Sie den Zeugnistext nach Ihren individuellen Bedürfnissen, bevor Sie ihn kopieren und ausdrucken:


    Arbeitszeugnis

    Herr Max Mustermann, geboren am TT.MM.JJJJ in __________, war vom TT.MM.JJJJ bis zum TT.MM.JJJJ als Softwareentwickler in unserem Unternehmen tätig. Die Computer GmbH – eine Tochergesellschaft der globalen Software AG – bietet Unternehmen bundesweit individuelle Softwarelösungen und ist in diesem Bereich Marktführer in Deutschland.

    In der Zeit vom TT.MM.JJJJ bis zum TT.MM.JJJJ absolvierte Herr Mustermann eine Ausbildung zum Softwareentwickler in unserem Unternehmen. Über diese Ausbildung wurde bereits ein gesondertes Berufsausbildungszeugnis erteilt. Nach erfolgreichem Abschluss war Herr Mustermann in der unserer Niederlassung in __________ tätig und erledigte in erster Linie folgende Aufgaben:
    • Beratung von Kunden
    • Entwicklung entsprechender Softwarepakete
    • Regelmäßige Kontrolle und Pflege implementierter Systeme

    Wir haben Herrn Mustermann stets als freundlichen und verantwortungsvollen Mitarbeiter kennengelernt, der ein sehr hohes Maß an Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft zeigte. Seine Aufgaben bearbeitete Herr Muster stets selbstständig mit großer Genauigkeit und stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.

    Durch seine sympathische Ausstrahlung, seine stets freundliche Art und sein kollegiales Verhalten war Herr Mustermann bei Vorgesetzten, Kollegen und Kunden gleichermaßen beliebt.

    Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Mustermann für die langjährige und gute Zusammenarbeit und bedauern sehr, dass diese nun endet. Wir wünschen ihm beruflich wie auch persönlich alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

    Ort, Datum – UNTERSCHRIFT

    Worauf Personaler beim Arbeitszeugnis achten

    In der Bewerbung glänzt jeder. Auch im Anschreiben loben sich die Kandidaten naturgemäß über den Klee. Aber stimmt das alles auch? Das Zeugnis hingegen stammt aus der Feder eines Dritten, der schon mal mit dem Bewerber zusammengearbeitet hat. Wer weiß, welche Abgründe sich da vielleicht auftun. Deshalb achten Personaler bei Testat und Zeugnisdeutsch vor allem auf diese Punkte:

    • Formale Kriterien
      Ist das Zeugnis auf Firmenpapier gedruckt? Wurde es vom Verantwortlichen unterschrieben?
    • Kompetenzen des Bewerbers
      Bestätigt das Zeugnis die Fähigkeiten, die für die Stelle gesucht werden?
    • Abgleich zum Lebenslauf
      Decken sich die Zeugnisangaben und Zeiten mit denen im Lebenslauf?
    • Zeugniscodes & Warnsignale
      Was verraten bisherige Arbeitgeber zwischen den Zeilen über den Kandidaten?
    • Leistungen im Zeitverlauf
      Wie haben sich die Beurteilungen innerhalb von 3 Zeugnissen entwickelt: besser oder schlechter?

    Und sie achten auf sogenannte Gefälligkeitszeugnisse: Glänzt die Zeugnissprache durch übertriebenen Gebrauch von Bestnoten und Superlativen? Das macht es sofort unglaubwürdig. Oft wird das Gefälligkeitszeugnis geschrieben, damit damit der Mitarbeiter schneller geht oder um sich einen Arbeitsrechtsprozess zu ersparen. Geübte Personaler erkennen das und bewerten das Zeugnis entsprechend negativ. Legen Sie deshalb Wert auf ein ausgewogenes Zeugnisdeutsch. Keine Lobhudelei!

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    [Bildnachweis: Karrierebibel.de]
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19. August 2020 Jochen Mai Autor: Jochen Mai

Jochen Mai ist Gründer und Chefredakteur der Karrierebibel. Der Autor mehrerer Bücher doziert an der TH Köln und ist gefragter Keynote-Speaker, Coach und Berater.


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