Vor einiger Zeit kam wieder so einer. Es war ein kurzer Kommentar. Erschienen zu einer kurzen Meldung in einem meiner anderen Blogs. Er war respektlos, distanzlos, substanzlos. Es war pure Polemik.
Wie reagiert man darauf: löschen oder antworten? Es ist die Frage, die heute auch zahllose Unternehmen beschäftigt, die sich in sozialen Netzwerken öffnen und Social Media Richtlinien für ihre Mitarbeiter erlassen.
Ich selbst entschied mich übrigens seinerzeit für das Zweite – das war ein Fehler. Ich schrieb eine pointierte Replik. Wer austeilt, muss auch einstecken können, dachte ich. Ich lag falsch. Anonyme Kommentatoren können erstaunlich unempfindlich sein, wenn es darum geht, anderen zu sagen wie überaus schlecht sie deren Beitrag fanden. Sie sind aber erstaunlich hypersensibel, wenn man ihren Ton imitiert und ihnen zu verstehen gibt, wie nutzlos man den Kommentar fand. mehr →
Die Vermessung einer neuen Welt ist ein Klassiker. Da es auf diesem Planeten aber wohl kaum noch eine reale neue Welt zu entdecken gibt (obwohl, man soll nie nie sagen!), ist es nur konsequent, zumindest die neue virtuelle Welt des sozialen Netzes zu kartographieren. Anno 2007 geschah dies zum ersten Mal in dieser Form. Nun gibt es die Neuauflage anno 2010. Und wie man sieht: Die Welt, wie wir sie kannten, hat sich seitdem stark gewandelt… Die neuen Weltmächte heißen: Google, Youtube (ist praktisch Google-Commonwealth), Facebook, Twitter und Habo.
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Bei einigen Browsern kann man inzwischen im privaten Modus surfen (bei Firefox unter -> Extras -> Privaten Modus starten). Dann wird zum Beispiel keine Chronik während des privaten Surftrips erstellt. Mozilla, die Mutterfirma des Firefox-Browsers hat nun ein paar Studien erstellt und unter anderem untersucht, wann einige (in diesem Fall 4000 zufällig ausgewählte) Nutzer den Privatmodus ein- beziehungsweise wieder ausgeschaltet haben. Herausgekommen ist dabei ein interessantes Tagesprofil der privaten Rush-Hour auf der Datenautobahn. Und so sieht es aus:
Wer den falschen Namen trägt, hat es schwerer im Leben. Und das fängt offenbar schon in der Grundschule an: So bekommen Kevins und Justins trotz gleicher Leistung schlechtere Noten als Lukas’ oder Maximilians. Das jedenfalls legt eine aktuelle Untersuchung der Uni Oldenburg nahe. Genauer gesagt handelt es sich dabei um eine Masterarbeit (pdf), betreut von der Professorin Astrid Kaiser, für die 168 Benotungsbögen ausgewertet wurden. Fazit: Die Pädagogen verbinden mit manchen Vornamen starke Vorurteile und lassen diese auch in ihre Notengebung einfließen – bei Jungen allerdings stärker als bei Mädchen.
Für die Masterarbeit sollten Lehrer unter anderem Texte und Zeichnungen von Schülern online bewerten. Als Anhaltspunkt über den Verfasser hatten die Pädagogen lediglich die Vornamen der Schüler. Diese wiederum stammten aus einer Vorgängerstudie aus dem Jahr 2009. Schon damals zeigte sich, dass die Pädagogen offenbar einige Stereotype mit bestimmten Vornamen verbinden. Jetzt wurde untersucht, wie stark sich dies tatsächlich auf die Notengebung auswirkt. Ergebnis: mehr →

Ich glaube nicht, dass die Gesellschaft versteht, was passiert, wenn eines Tages wirklich alles abrufbar, erkennbar und von jedermann zu jederzeit aufzeichenbar ist.Eric Schmidt, Google-CEO
He predicts, apparently seriously, that every young person one day will be entitled automatically to change his or her name on reaching adulthood in order to disown youthful hijinks stored on their friends’ social media sites. “I mean we really have to think about these things as a society,” he adds. “I’m not even talking about the really terrible stuff, terrorism and access to evil things,” he says.