24 kurze Weihnachtsgedichte: Die schönsten Verse
Passend zum Advent haben wir 24 kurze Weihnachtsgedichte ausgewählt – von berührend und besinnlich bis lustig. Die Verse eignen sich zum Vorlesen, Verschicken oder Aufsagen unterm Weihnachtsbaum:
- „Die Kälte liegt wach
auf den Dächern der Nacht,
der Winter trägt Stille im Kleid.Ein einziges Licht,
das ins Dunkel verspricht:
Wir sind nicht verloren in der Zeit.“ - „Der Schnee schreibt Geduld
auf den Weg vor dem Haus,
die Luft hält den Atem zurück.Ein Funke aus Gold
breitet langsam sich aus –
ein flüchtiger Anfang von Glück.“ - „Nicht Glanz, nicht Geschenk,
nur ein ganz leiser Rest
von Sehnsucht im brennenden Licht.Als käme ein Frieden,
der nicht um uns wirbt –
sondern uns einfach verspricht.“ - „Unter dem Tannenbaum
atmet das Licht,
als lauschte es allem, was war.Kein großes Erklären,
nur ein Gesicht
von Güte, unfassbar und nah.“ - „Die Glocken verstummen,
die Sehnsucht nicht,
sie bleibt wie ein heimlicher Chor.Vielleicht ist es Weihnacht,
wenn ein einziges Licht
uns glauben lässt: Ich bin nicht verloren.“ - „Die Nacht bricht herein, ein Wunder geschieht,
das Licht der Sterne die Welt überzieht.
In dieser Zeit, da sind wir vereint,
Weihnachten – die Liebe erscheint.“ - „Im Kerzenschein tanzt der Schatten sacht,
Weihnachten leuchtet auch in dunkler Nacht.
Zum Fest die Liebe erwacht, Frieden zieht ein,
gemeinsam in allen Herzen – so soll es sein!“ - „Der Adventskranz strahlt in bunter Pracht,
jede Kerze ein Wunsch, der glücklich macht.
Ein Fest der Wärme, von Freude umgeben,
in dieser Zeit fühlen wir uns am Leben.“ - „Der Winterwind weht, die Nacht ist klar,
der Frieden zieht ein, die Liebe wird wahr.
Erwärmt die Herzen, der Frost weicht zurück,
Weihnachten bringt uns das schönste Glück.“ - „Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.“
(Joseph von Eichendorff) - „Ein frohes Fest in stiller Nacht,
der Weihnachtszauber glücklich macht.
Die Hoffnung erblüht, der Glaube stark,
zu Weihnachten leuchtet jeder Stern.“ - „Niklaus, Niklaus, lieber Mann,
klopf an unsre Türe an!
Wir sind brav, drum bitte schön,
lass den Stecken draußen stehn!Niklaus, Niklaus, huckepack,
schenk uns was aus deinem Sack!
Schüttle deine Sachen aus,
gute Kinder sind im Haus!“ - „Lieber, guter Weihnachtsmann,
zieh die langen Stiefel an,
kämme deinen weißen Bart,
mach dich auf die Weihnachtsfahrt.“ - „Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie’s knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel,
der Kipfel, der Kapfel,
der gelbrote Apfel.“ - „Nun leuchten wieder die Weihnachtskerzen
und wecken Freude in allen Herzen.
Ihr lieben Eltern, in diesen Tagen,
was sollen wir singen, was sollen wir sagen?“
(Gustav Falke) - „Weiß sind Türme, Dächer, Zweige
und das Jahr geht auf die Neige
und das schönste Fest ist da!“
(Theodor Fontane) - „Ein frommer Zauber hält mich wieder,
anbetend, staunend muss ich stehn;
es sinkt auf meine Augenlider
ein gold’ner Kindertraum hernieder,
ich fühl’s – ein Wunder ist geschehn.“
(Theodor Storm) - „Schwebe hernieder, heilige Nacht.
Leuchte uns wieder, Stern voller Pracht.
Greif in die Saiten, Himmlischer Chor:
Schönste der Zeiten, steige empor!“
(Clara Forrer) - „O schöne, herrliche Weihnachtszeit,
was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
teilt seine lieben Gaben aus.“
(Hoffmann von Fallersleben) - „Die Tage sind so dunkel, die Nächte lang und kalt.
Doch übet Sterngefunkel noch über uns Gewalt.
Wir wollen nach dir blicken, du Licht, das ewig brennt
und ernstlich uns beschlichen zum seligen Advent.“
(Max von Schenkendorf) - „Liebes Christkind, guter Gast!
Was hast du mir mitgebracht?
Hast du was, dann setz dich nieder.
Hast du nichts, dann geh gleich wieder!“ - „Zu Weihnachten getanzt im Schnee,
zu Ostern Frost im Zeh.“
(Wilhelm Busch) - „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt!
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür.
Und wenn das fünfte Lichtlein brennt,
dann hast du Weihnachten verpennt.“ - „Mach es wie der Weihnachtsbär:
Der nimmt das Leben nicht so schwer.
Lässt keine Sorgen durch sein Fell,
er liebt die Welt ganz warm und hell.
Und sollte sie mal dunkel sein,
genießt er sie bei Kerzenschein!“
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Alte Weihnachtsgedichte: Die schönsten Klassiker
Viele alte Weihnachtsgedichte werden seit Generationen vorgelesen und aufgesagt. Die folgenden Klassiker stammen von bekannten Dichtern und gehören bis heute zu den schönsten Versen über Weihnachten:
-
Weihnachten (Joseph von Eichendorff)
„Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt.
Tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wunderstill beglückt.Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld,
hehres Glänzen, heilges Schauern!
Wie so weit und still die Welt.Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus der Schnees Einsamkeit
steigts wie wunderbares Singen –
o du gnadenreiche Zeit!“ -
Der Stern (Wilhelm Busch)
„Hätt‘ einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus Morgenland
und ließe sich dünken, er wäre wohl nie
dem Sternlein nachgereist, wie sie;dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen lässt,
fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,ein freundlicher Strahl
des Wundersternes von dazumal.“ -
Weihnachtszeit (Hoffmann von Fallersleben)
„O schöne, herrliche Weihnachtszeit!
Was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
teilt seine lieben Gaben aus.Und ist das Häuschen noch so klein,
so kommt der heilige Christ hinein,
und alle sind ihm lieb wie die Seinen,
die Armen und Reichen, die Großen und Kleinen.Der heilige Christ an alle denkt,
ein jedes wird von ihm beschenkt.
Drum lasst uns freuen und dankbar sein!
Er denkt auch unser, mein und dein!“ -
Die Nacht vor dem Heiligen Abend (Robert Reinick)
„Die Nacht vor dem heiligen Abend
da liegen die Kinder im Traum.
Sie träumen von schönen Sachen
und von dem Weihnachtsbaum.Und während sie schlafen und träumen
wird es am Himmel klar
und durch den Himmel fliegen
drei Englein wunderbar.Sie tragen ein holdes Kindlein,
das ist der heilige Christ.
Es ist so fromm und freundlich
wie keins auf Erden ist.Und während es über die Dächer
still durch den Himmel fliegt,
schaut es in jedes Bettlein,
wo nur ein Kindlein liegt.Und freut sich über alle,
die fromm und freundlich sind,
denn solche liebt von Herzen
das himmlische Kind.Heut schlafen noch die Kinder
und sehen es nur im Traum,
doch morgen tanzen und springen sie
um den Weihnachtsbaum.“ -
Bäume leuchtend (Johann Wolfgang von Goethe)
„Bäume leuchtend, Bäume blendend,
überall das Süße spendend.
In dem Glanze sich bewegend,
Alt und junges Herz erregend –
solch ein Fest ist uns bescheret.
Mancher Gaben Schmuck verehret;
staunend schaun wir auf und nieder,
hin und her und immer wieder.Aber, Fürst, wenn dir’s begegnet
und ein Abend so dich segnet,
dass als Lichter, dass als Flammen
von dir glänzten all zusammen
alles, was du ausgerichtet,
alle, die sich dir verpflichtet:
Mit erhöhten Geistesblicken
fühltest herrliches Entzücken.“
Welches Weihnachtsgedicht passt zu welchem Anlass?
Ein Weihnachtsgedicht wirkt am besten, wenn Länge und Ton zum Anlass passen. Für Kinder sind einfache Reime leichter zu lernen, während auf einer Karte wenige Zeilen reichen. Erwachsene schätzen häufig besinnliche oder klassische Verse.
Anlass |
Passendes Weihnachtsgedicht |
| Weihnachtskarte | Kurz, herzlich, etwa 4-8 Zeilen |
| Kinder | Einfach, gereimt und leicht zu merken |
| Vortragen | Klarer Rhythmus und kurze Strophen |
| Familie | Herzlich, berührend oder besinnlich |
| Erwachsene | Besinnlich, klassisch oder humorvoll |
| Geschäftlich | Kurz, stilvoll und zurückhaltend |
Welches Weihnachtsgedicht eignet sich für eine Karte?
Für eine Weihnachtskarte eignen sich vorrangig kurze Gedichte mit vier bis acht Zeilen. So bleibt genügend Platz für Anrede, ein paar persönliche Worte, Weihnachtswünsche und Ihre Unterschrift. Bei Freunden und Familie darf der Vers emotional oder humorvoll sein; für Kollegen und Geschäftspartner sollte er eher zurückhaltend ausfallen. Sie möchten aus dem Gedicht eine persönliche Karte machen? Hier finden Sie komplette Texte und Vorlagen:
Lieber Weihnachtsgedicht oder Weihnachtsspruch?
Ein Gedicht besteht meist aus mehreren Verszeilen und wirkt durch Rhythmus, Klang oder Reim. Ein Weihnachtsspruch ist dagegen kürzer und pointierter. Für WhatsApp, kleine Karten oder einen knappen Gruß eignet sich deshalb häufig ein Spruch besser. Sie suchen nur wenige treffende Worte? Hier finden Sie unsere besten kurzen und besinnlichen Formulierungen:
100 Weihnachtssprüche auswählen
Wie lerne ich ein Weihnachtsgedicht auswendig?
Ein Weihnachtsgedicht lässt sich leichter auswendig lernen, wenn Sie nicht sofort versuchen, den gesamten Text zu behalten. Teilen Sie das Gedicht zunächst in kleine Sinnabschnitte und lernen Sie diese nacheinander.
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Gedicht laut lesen
Lesen Sie den Text zunächst mehrmals langsam vor. Durch das Hören prägen sich Rhythmus und Reime leichter ein.
-
In Abschnitte teilen
Lernen Sie zunächst zwei bis vier Zeilen. Erst wenn diese sicher sitzen, kommt der nächste Abschnitt hinzu.
-
Zeilen verdecken
Lesen Sie eine Passage und decken Sie diese anschließend ab. Versuchen Sie danach, die Verse aus dem Gedächtnis aufzusagen.
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Wiederholungen verteilen
Mehrere kurze Übungsrunden über den Tag sind effektiver als eine lange Lerneinheit unmittelbar vor dem Vortrag.
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Komplett aufsagen
Verbinden Sie zum Schluss alle Abschnitte. Stocken Sie, schauen Sie kurz nach und beginnen Sie nicht jedes Mal wieder ganz von vorn.
Wie lernen Kinder Weihnachtsgedichte leichter?
Für jüngere Kinder eignen sich besonders kurze Gedichte mit einfachen Wörtern, deutlichem Rhythmus und Reimen. Lesen Sie das Gedicht gemeinsam laut, verbinden Sie einzelne Zeilen mit Gesten oder Bildern und üben Sie lieber fünf Minuten täglich als einmal eine halbe Stunde. Entscheidend ist, dass das Aufsagen Freude macht und nicht zur Pflichtübung wird.
Wie trage ich ein Weihnachtsgedicht schön vor?
Beim Vortragen zählt nicht nur, ob jede Zeile auswendig sitzt. Ein ruhiges Tempo, kleine Pausen und eine natürliche Betonung lassen selbst einen einfachen Vierzeiler lebendig wirken.
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Langsam sprechen
Nervosität macht automatisch schneller. Sprechen Sie deshalb bewusst etwas langsamer als im normalen Gespräch.
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Pausen zulassen
Eine kurze Pause zwischen Strophen gibt Zuhörern Zeit, die Worte wirken zu lassen.
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Wichtige Wörter betonen
Heben Sie zentrale Begriffe hervor, statt jede Zeile mit derselben Melodie aufzusagen.
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Blickkontakt halten
Wer den Text beherrscht, sollte zwischendurch vom Blatt oder aus der Erinnerung aufblicken.
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Kleine Fehler überspielen
Versprechen oder stocken Sie sich, machen Sie einfach weiter. Ein herzlicher Vortrag wirkt besser als perfekte Rezitation unter Druck.
Wie kann ich ein Weihnachtsgedicht selbst schreiben?
Ein eigenes Weihnachtsgedicht muss weder lang noch literarisch perfekt sein. Für eine Karte oder einen Vortrag reichen oft vier bis acht Zeilen. Persönlich wird der Vers, wenn er nicht nur von Schnee und Kerzen handelt, sondern einen Gedanken enthält, der zum Empfänger passt.
Schritt |
Beispiel |
| 1. Motiv wählen | Kerzen, Schnee, Sterne, Weihnachtsbaum |
| 2. Gefühl bestimmen | Liebe, Dankbarkeit, Freude, Ruhe |
| 3. Persönlich werden | Gemeinsame Zeit, Erinnerung, Freundschaft |
| 4. Reimwörter suchen | Nacht – Pracht, Zeit – weit, Licht – Gesicht |
| 5. Kürzen | Unnötige Füllwörter und erzwungene Reime streichen |
Beispiel für ein selbst geschriebenes Weihnachtsgedicht
Zum Einstieg hilft ein einfacher Paarreim: Die erste und zweite sowie die dritte und vierte Zeile reimen sich. Wichtiger als ein perfekter Reim ist jedoch, dass der Gedanke natürlich klingt:
Kerzen leuchten, draußen fällt der Schnee,
Zeit wird plötzlich wichtiger denn je.
Weihnachten erinnert uns daran:
wie viel ein lieber Mensch bedeuten kann.
Tipp: Schreiben Sie zunächst auf, was Sie sagen möchten – und suchen Sie erst danach nach passenden Reimen. Wer zuerst auf den Reim achtet, produziert schnell Verse, die zwar klingen, aber wenig aussagen.
Eignen sich Weihnachtsgedichte für Geschäftspartner?
Ein kurzes Weihnachtsgedicht kann eine geschäftliche Karte auflockern, ist aber nicht für jeden Kontakt geeignet. Je formeller die Geschäftsbeziehung, desto besser funktionieren meist wertschätzende Weihnachtsgrüße ohne Reim. Bei langjährigen Kunden, Kollegen oder vertrauten Geschäftspartnern darf es persönlicher sein. Für professionelle und persönliche Formulierungen finden Sie hier weitere Beispiele:
Was kann ich statt eines Weihnachtsgedichts schreiben?
Nicht jeder Empfänger mag Gedichte. Eine persönliche Nachricht oder ein herzlicher Weihnachtswunsch wirken häufig sogar individueller – besonders wenn Sie auf ein gemeinsames Erlebnis oder das vergangene Jahr Bezug nehmen. Sie suchen eine kurze Alternative zum Gedicht? Hier finden Sie passende Wünsche für Familie, Freunde und weitere Empfänger:
100 Weihnachtswünsche entdecken
Apropos: Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten!
