Was ist ein Großraumbüro?
Ein Großraumbüro ist ein Bürokonzept, bei dem viele Mitarbeiter gemeinsam in einem großen, offenen Raum arbeiten. Die einzelnen Arbeitsplätze sind meist durch Schreibtische, Regale, Pflanzen oder Stellwände voneinander getrennt. Ziel sind kurze Kommunikationswege, eine bessere Zusammenarbeit und eine effiziente Nutzung der Bürofläche.
Nach der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A1.2 gelten als Großraumbüros Büroflächen von mindestens 400 Quadratmetern, auf denen mehrere Büro- oder Bildschirmarbeitsplätze zusammengefasst sind. Kleinere offene Büroflächen werden allerdings ebenfalls oft als Großraumbüro bezeichnet.
Ab wie vielen Mitarbeitern gilt ein Büro als Großraumbüro?
Für Großraumbüros gibt es keine Mindestzahl an Mitarbeitern. Die ASR A1.2 unterscheidet Büroformen nach Raumgröße und Aufteilung. Typisch sind aber offene Büroflächen mit 20-30 oder deutlich mehr Beschäftigten. In amerikanischen Unternehmen sind zudem sogenannte Cubicles verbreitet: einzelne Arbeitsplätze, die durch halbhohe Stellwände voneinander getrennt werden.
Großraumbüro: Vorteile und Nachteile
Großraumbüros sind für Unternehmen wirtschaftlich attraktiv. Sie ermöglichen eine flexible Raumaufteilung und erleichtern spontane Abstimmungen. Für Beschäftigte bringt die offene Arbeitsumgebung allerdings erhebliche Nachteile mit sich. Vor allem Lärm, ständige Unterbrechungen und fehlende Privatsphäre erschweren konzentriertes Arbeiten.
Vorteile von Großraumbüros
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Kurze Kommunikationswege
Kollegen sitzen nah beieinander und können Fragen direkt klären. Das erleichtert schnelle Abstimmungen und spontane Gespräche.
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Flexibilität
Schreibtische, mobile Trennwände und Rollcontainer lassen sich nach Bedarf neu anordnen. Teams können ihre Arbeitsplätze leichter an veränderte Aufgaben anpassen.
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Einfachere Integration
Neue Mitarbeiter finden schneller Anschluss und lernen ihre Kollegen im Arbeitsalltag kennen. Auch informelle Gespräche entstehen leichter.
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Effiziente Raumnutzung
Unternehmen nutzen vorhandene Büroflächen wirtschaftlicher. Insbesondere in Verbindung mit Desk-Sharing lassen sich ungenutzte Arbeitsplätze reduzieren.
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Direkter Wissenstransfer
Erfahrungen und Informationen lassen sich unkompliziert austauschen. Voraussetzung ist, dass Gespräche die übrigen Beschäftigten nicht ständig unterbrechen.
Nachteile von Großraumbüros
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Hoher Lärmpegel
Telefonate, Gespräche, Drucker und ständige Bewegungen erzeugen eine dauerhafte Geräuschkulisse. Das erschwert konzentriertes Arbeiten.
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Häufige Unterbrechungen
Weil Kollegen jederzeit ansprechbar sind, werden Mitarbeiter häufiger aus ihren Aufgaben gerissen. Nach einer Unterbrechung müssen sie sich erneut konzentrieren.
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Fehlende Privatsphäre
Gespräche und Telefonate sind für andere hörbar. Manche Beschäftigte fühlen sich ständig beobachtet oder kontrolliert.
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Gesundheitliche Belastungen
Lärm, Stress und die gemeinsame Nutzung großer Räume können das Wohlbefinden beeinträchtigen. Studien zeigen teilweise auch einen Zusammenhang mit höheren Krankenständen.
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Schwierige Raumtemperatur
Manche Kollegen frieren, andere schwitzen. Fenster, Heizung und Klimaanlage lassen sich kaum nach individuellen Bedürfnissen einstellen.
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Wenig Tageslicht
Arbeitsplätze im Inneren großer Büroflächen liegen häufig weit von den Fenstern entfernt. Eine gute künstliche Beleuchtung wird deshalb besonders wichtig.
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Konfliktpotenzial
Unterschiedliche Arbeitsweisen, Essgewohnheiten oder persönliche Bedürfnisse führen auf engem Raum schneller zu Spannungen.
Macht das Großraumbüro krank und unkommunikativ?
Großraumbüros können die Gesundheit und Produktivität beeinträchtigen. Besonders häufig berichten Beschäftigte von Lärm, Stress, Konzentrationsproblemen und fehlenden Rückzugsmöglichkeiten. Auch wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass offene Bürokonzepte keineswegs zu einer besseren Zusammenarbeit führen.
Mehr Krankheitstage im Großraumbüro
Eine dänische Studie von Jan Pejtersen verglich Krankheitstage in unterschiedlichen Büroformen. Ergebnis: Beschäftigte in offenen Büros mit mehr als sechs Personen meldeten 62 % mehr Krankheitstage als Mitarbeiter in Einzelbüros. Eine spätere norwegische Untersuchung mit 6.328 Büroangestellten fand ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Krankheitsausfälle in offenen Büros.
Weniger Kommunikation trotz offener Büros
Besonders überraschend sind die Ergebnisse einer Harvard-Studie um Ethan Bernstein und Stephen Turban. Die Forscher analysierten, wie sich die Kommunikation nach dem Wechsel von klassischen Büros zu offenen Arbeitsflächen veränderte. Resultat: Die persönliche Kommunikation zwischen Mitarbeitern ging um rund 70 % zurück. Statt häufiger miteinander zu sprechen, nutzten die Beschäftigten verstärkt E-Mails und digitale Nachrichten. Ein Grund könnte sein, dass Menschen in offenen Büros ihre Privatsphäre schützen und deshalb direkte Gespräche reduzieren.
Großraumbüro: Gesetzliche Vorgaben und Anforderungen
Arbeitgeber müssen Großraumbüros so gestalten, dass die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten geschützt werden. Grundlage sind die Arbeitsstättenverordnung und die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR). Sie enthalten unter anderem Anforderungen an Raumflächen, Bewegungsfreiheit, Lärmschutz, Beleuchtung und Raumklima.
Wie viel Platz ist im Großraumbüro vorgeschrieben?
Die ASR A1.2 nennt für Großraumbüros einen Flächenbedarf von 12-15 Quadratmetern je Arbeitsplatz einschließlich Möblierung und anteiliger Verkehrsflächen. Zum Vergleich: In Einzelbüros beträgt der Richtwert 8-10 Quadratmeter. Die Bewegungsfläche am Arbeitsplatz muss mindestens 1,50 Quadratmeter umfassen. Weitere Anforderungen ergeben sich unter anderem aus den notwendigen Verkehrswegen und Sicherheitsabständen.
Wie laut darf es im Großraumbüro sein?
Die zulässige Lärmbelastung richtet sich nach der jeweiligen Tätigkeit. Die ASR A3.7 unterscheidet zwischen Arbeiten mit hohen, mittleren und geringen Konzentrationsanforderungen.
Tätigkeit |
Beurteilungspegel |
| Hohe Konzentration Komplexe Texte, Programmieren, kreatives Arbeiten |
Max. 55 dB(A) |
| Mittlere Konzentration Übliche Bürotätigkeiten mit Routineanteilen |
Max. 70 dB(A) |
| Geringe Konzentration Überwiegend einfache Routinetätigkeiten |
So gering wie möglich |
Die Werte sind keine Durchschnittspegel im Großraumbüro, sondern tätigkeitsbezogene Anforderungen. Gerade verständliche Gespräche im Hintergrund stören konzentrierte Tätigkeiten häufig schon bei vergleichsweise niedriger Lautstärke. Die ASR A3.7 sieht deshalb für sprachabhängige Aufgaben Arbeitsplätze ohne störende Hintergrundsprache vor.
Was gilt für Belüftung und Beleuchtung?
Großraumbüros brauchen ausreichend Frischluft und eine geeignete Beleuchtung. Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass die Luftqualität während der Nutzung ausreichend bleibt und alle Arbeitsplätze angemessen beleuchtet sind. Besonders in großen Büroflächen ist eine gleichmäßige Versorgung schwierig. Arbeitsplätze weit entfernt von Fenstern benötigen daher zusätzliche Beleuchtung. Bei der Lüftung sollten Zugluft, unangenehme Temperaturen und verbrauchte Luft vermieden werden. Regelmäßiges Lüften oder eine geeignete raumlufttechnische Anlage gehören deshalb zur Planung.
Großraumbüro gestalten: Schallschutz und Einrichtung
Ein gut gestaltetes Großraumbüro verbindet offene Arbeitsbereiche mit ausreichend Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten. Die Raumplanung muss sowohl die Zusammenarbeit im Team als auch konzentrierte Einzelarbeit berücksichtigen. Besonders wichtig sind eine durchdachte Aufteilung, geeignete Möbel und wirksamer Schallschutz.
Schallschutz im Großraumbüro verbessern
Lärm gehört zu den größten Belastungen in offenen Büros. Schon einzelne Telefonate oder Gespräche lenken andere Mitarbeiter ab. Unternehmen sollten deshalb mehrere Maßnahmen kombinieren:
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Akustische Trennwände
Schallabsorbierende Stellwände zwischen Schreibtischen reduzieren die direkte Schallausbreitung und schaffen mehr Privatsphäre.
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Akustikdecken und Wandabsorber
Schallabsorbierende Oberflächen verringern den Nachhall im Raum. Besonders bei großen, offenen Flächen verbessert das die Raumakustik.
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Teppiche und textile Oberflächen
Geeignete Bodenbeläge dämpfen hauptsächlich Schritt- und Bewegungsgeräusche. Sie ersetzen allerdings keine wirksame akustische Raumplanung.
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Telefonboxen und Besprechungsräume
Längere Telefonate, Videokonferenzen und Meetings gehören in separate Räume. So bleibt die Arbeitsfläche ruhiger.
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Ruhige Arbeitszonen
Bereiche für konzentrierte Tätigkeiten sollten räumlich von Kommunikationszonen getrennt sein. Dort gelten besonders strenge Regeln gegen Unterbrechungen.
Großraumbüro richtig aufteilen und einrichten
Bei der Gestaltung kommt es auf die Arbeitsabläufe an. Teams, die eng zusammenarbeiten, sollten in räumlicher Nähe sitzen. Gleichzeitig benötigen Mitarbeiter ausreichend Bewegungsfreiheit und eine ergonomische Ausstattung. Mobile Trennwände, Rollcontainer, Pflanzen oder Regale eignen sich zur optischen Gliederung. Hohe, blickdichte Wände schaffen mehr Privatsphäre, erschweren aber den spontanen Austausch. Niedrige Raumtrenner erhalten den offenen Charakter, bieten dafür weniger Schutz vor Ablenkungen. Auch die Position von Druckern, Kopierern und Gemeinschaftsflächen spielt eine Rolle: Solche Bereiche sollten nicht unmittelbar neben Arbeitsplätzen liegen, an denen hohe Konzentration erforderlich ist.
Großraumbüro: 12 Tipps für den Arbeitsalltag
Selbst ein gut geplantes Großraumbüro funktioniert nur, wenn die Mitarbeiter Rücksicht aufeinander nehmen. Unterschiedliche Bedürfnisse und Arbeitsweisen treffen hier täglich aufeinander. Die folgenden zwölf Tipps helfen Ihnen, konzentrierter zu arbeiten und Konflikte zu vermeiden:
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Rücksicht nehmen
Achten Sie auf die Bedürfnisse Ihrer Kollegen. Vermeiden Sie unnötigen Lärm und respektieren Sie persönliche Grenzen. Was für Sie eine kleine Ablenkung ist, kann andere erheblich stören.
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Telefonate auslagern
Längere Telefonate und Videokonferenzen gehören möglichst in separate Räume. Nutzen Sie für kurze Gespräche ein Headset und sprechen Sie in normaler Lautstärke.
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Kopfhörer nutzen
Geräuschreduzierende Kopfhörer helfen dabei, störende Umgebungsgeräusche auszublenden. Stimmen Sie deren Nutzung mit Ihrem Arbeitgeber ab und achten Sie darauf, wichtige Signale weiterhin wahrzunehmen.
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Störungen sichtbar begrenzen
Ein vereinbartes Signal wie ein „Bitte nicht stören“-Schild oder ein Status im Teamchat zeigt, dass Sie konzentriert arbeiten. Kollegen wissen so, wann Fragen besser warten sollten.
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Meetings in Besprechungsräume verlegen
Besprechungen mit mehreren Personen sollten nicht zwischen den Schreibtischen stattfinden. Nutzen Sie dafür geeignete Räume und halten Sie diese über ein Buchungssystem verfügbar.
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Digitale Kommunikation nutzen
Nicht jede Frage erfordert ein persönliches Gespräch. Kurze Informationen lassen sich häufig per Chat oder E-Mail austauschen, ohne andere Kollegen zu unterbrechen.
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Geruchsintensive Speisen vermeiden
Kleine Snacks sind meist unproblematisch. Stark riechende Mahlzeiten gehören dagegen in die Küche oder den Pausenraum. Gleiches gilt für intensive Parfüms und Raumdüfte.
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Arbeitsplatz individuell gestalten
Persönliche Gegenstände und eine angenehme Einrichtung fördern das Wohlbefinden. Achten Sie dabei auf gemeinsame Regeln und ausreichend Platz für die eigentliche Arbeit.
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Ruhezeiten vereinbaren
Legen Sie im Team Zeiten fest, in denen Gespräche und Unterbrechungen auf ein Minimum reduziert werden. Das erleichtert Aufgaben mit hohen Konzentrationsanforderungen.
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Konflikte frühzeitig ansprechen
Stören Sie bestimmte Gewohnheiten eines Kollegen, sprechen Sie das freundlich und konkret an. Kleine Ärgernisse wachsen sonst schnell zu dauerhaften Konflikten.
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Arbeitszeiten abstimmen
Unterschiedliche Arbeits- und Pausenzeiten können die Geräuschkulisse entzerren. Ein geeignetes Gleitzeitmodell schafft zusätzliche Flexibilität.
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Rückzugsorte nutzen
Wenn Sie eine besonders anspruchsvolle Aufgabe bearbeiten, wechseln Sie nach Möglichkeit in einen ruhigen Raum. Auch zeitweises Arbeiten im Homeoffice kann eine sinnvolle Ergänzung sein.
Verhaltenskodex für das Großraumbüro
Damit das Miteinander funktioniert, sollten Unternehmen klare Büroregeln festlegen. Ein gemeinsamer Verhaltenskodex schafft Orientierung und verhindert, dass jeder Mitarbeiter eigene Vorstellungen von Rücksichtnahme durchsetzen muss.
10 Regeln für das Großraumbüro
- Wir sprechen in angemessener Lautstärke.
- Wir führen längere Telefonate in separaten Räumen.
- Wir respektieren Ruhezeiten und Konzentrationsphasen.
- Wir nutzen Kopfhörer für Musik und Videos.
- Wir essen geruchsintensive Speisen im Pausenraum.
- Wir halten gemeinsam genutzte Flächen sauber.
- Wir achten auf persönliche Grenzen und Privatsphäre.
- Wir stimmen Raumtemperatur und Lüftung miteinander ab.
- Wir sprechen Störungen und Konflikte frühzeitig an.
- Wir behandeln Kollegen stets respektvoll und hilfsbereit.
Die Regeln sollten gemeinsam mit den Beschäftigten entwickelt und regelmäßig überprüft werden. So entsteht eine verbindliche Grundlage für das tägliche Miteinander.
Für wen eignet sich ein Großraumbüro?
Großraumbüros eignen sich vor allem für Teams, die häufig Informationen austauschen und eng zusammenarbeiten. Bei Tätigkeiten mit hohem Kommunikationsbedarf sind kurze Wege ein Vorteil. Voraussetzung sind geeignete Räume für vertrauliche Gespräche und ausreichend Rückzugsmöglichkeiten. Für Aufgaben, die dauerhaft hohe Konzentration verlangen, sind offene Büroflächen dagegen häufig ungünstig. Dazu gehören komplexe Analysen, Programmierung, anspruchsvolle Textarbeit oder vertrauliche Beratungsgespräche. Hier bieten Einzelbüros, ruhige Arbeitszonen oder flexible Büroformen oft bessere Bedingungen.
Ein modernes Großraumbüro sollte deshalb unterschiedliche Arbeitsbereiche kombinieren. Offene Zonen fördern den Austausch, geschützte Räume ermöglichen konzentriertes Arbeiten. So profitieren Unternehmen von den Vorteilen gemeinsamer Büroflächen, ohne ihre Mitarbeiter dauerhaft Lärm und Ablenkungen auszusetzen.
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